Ich glaube, mein Vater sollte aufhören im Haus zu renovieren. Stattdessen ist eine Arche bauen sicher besser.
Der Regen will scheinbar gar nicht aufhören. Alles schwimmt sozusagen weg.

Nachdem ich Samstag schon „nur“ einen Spaziergang mit den Pferden machte – ließ ich sie Sonntag und heute gleich ganz im Offenstall stehen. Hat ja keinen Sinn. Die haben auch keine Lust zum schwimmen.
Wenn das Jahr so nass und trüb anfängt – da hoffe ich mal, das es irgendwann auch schöne Phasen geben wird.

Es ist furchtbar nass. Die Welt versinkt im Regen.
Da macht doch nichts Spaß.
War morgens einkaufen und den Rest des Tages habe ich irgendwie herum gelungert, bißchen hier und da gemacht und bei den Pferden aufgeräumt – zumindest den Stall und Paddock. Svandis und Björt sind nass und dreckig bis auf die Haut. Da geht gar nichts.

Im Rahmen unserer „Bewegung“ bin ich dann in Regenzeug (Vaters Regenhose, meine Regenjacke) mit den Ponys und Askja etwas spazieren gegangen. Aber nur Südweg hoch, bis zum Backsweg die paar hundert Meter und zurück. Am Backsweg flossen wahre Sturzbäche hinunter. Sämtliche Abwassergräben hier oben sind voll. In unserer kleinen „Grund“ (Wiese) und in Nachbars Waldwiese steht das Wasser knöcheltief. Alles matscht, überall feucht und einfach furchtbar.
Die nassen Pferde wollten nicht mal schmusen. Sie haben sich sichtlich beeilt, das der Spaziergang schnell zu Ende war. Doof eigentlich, denn Björt steht sowieso draußen und Svandis lässt sie nicht in die Hütte – aber sie wollten im Regen beide nur ungern gehen.
Askja fand den kleinen Spaziergang ganz toll. Erst traute sie dem Braten nicht, das sie ohne Leine mit sollte, aber weil ich immer gewartet habe und sie gelockt habe, ist sie dann doch mit gelaufen. Sie war auch ganz lieb und blieb immer in meiner Nähe. Gut das unser Jagdhund keinen Jagdtrieb hat.

Heute Abend werde ich mit Claudia in ihrer (hoffentlich warmen) Bude sitzen und „Schlag den Raab“ gucken.

Seit Sonntag hatten die Pferde wieder nichts getan. Immer lang arbeiten und erst spät im Dunkeln daheim, da kann ich mich zum „Nachtreiten“ einfach nicht aufraffen.

Heute habe es wahrgemacht und bin losgeritten, wenn ich schon mal früher Feierabend mache. Habe gehofft damit die Migräne in den Griff zu bekommen, doch das war mal wieder ein Irrglaube.

Zuerst mit Björt reiten – erstmal entspannen… Sie war auch wieder (wie Sonntag super lieb und ging schön am Zügel durch’s Dorf in den Wald. Echt doof, das wir erst die 20 Minuten durch Oberbecksen müssen. Am „alten Förster“ waren kaum Spaziergänger, so das Björt gleich ihre erste Galoppstrecke zum Dampfablassen nutzen durfte. Sonntag hat das ja super gut geklappt. Heute hat sie sich da aufgeheizt. Nicht schön… Nächsten Waldweg wieder runter, auf die „Joggerallee“. Heute ohne Jogger ohne Spaziergänger. So durfte sie dort auch nochmal Gas geben, nachdem ich an ihrem Passtölt verzweifelt bin. Habe sie einfach nicht klar in den Tölt bekommen. Und bevor sie sich da noch mehr aufhibbelt, durfte sie gehen. Dann nochmal einen kleinen Waldweg hinauf und den Reitweg wieder heim. Auf dem Reitweg begegnete uns dann 1 Spaziergägnerin mit 2 kleinen ehemals weißen Hunden. Die hatten irgendwo gewühlt und sahen entsprechend aus.
Nach Hause ging Björt wie immer flott voran und ganz artig im Schritt durch’s Dorf.

Anschließend gleich Svandis genommen und gesattelt. Losgeritten… Heute hat sie es wieder nicht gut gemeint. An den Silagerollen unserer Nachbarn ist sie heute nach langer langer Zeit mal wieder gestiegen. Hatte ich aber sehr schnell im Griff und sie musste weiter gehen. Feldweg lang zum Wäldchen – bißchen unfreiwillig Schenkelweichen, aber okay – kein Hüpfen kein Murren. Den kleinen Hang zum Waldeingang hinunter… sie wollte wieder nicht. Drauf zu gehen, und rückwärts wieder weg davon. Wieder hingetrieben… das Spielchen dauerte so 5 Minuten bis ich meinen Dickkopf durchgesetzt hatte.
Den Weg zu den Fischteichen hin hatte ich das Gefühl auf einem Pulverfass zu sitzen. An den Fischteichen bin ich umgedreht und wieder heim. Vom Borstenbach bergauf durfte sie etwas traben – aber sie war so gespannt wie ein Flitzebogen, das ich doch Angst hatte das sie losschießt. Aber sie blieb unter Kontrolle. An der Feldwegkreuzung wollte sie natürlich heim – ich nicht – wollte zur Straße hoch und Südweg hinunter. Dauerte wieder so 5 Minuten bis ich sie von meiner Meinung überzeugt hatte. Aber wenigstens ging sie dann artig da hoch und auch Straße lang (fast) entspannt. Sie muss auch mal wieder länger laufen – aber allein ist das halt doof. Da regt sie sich zu sehr auf und alles ist zu gefährlich…
Naja – wird schon… Svandis kann ja nicht immer so lieb sein wie letzten Sonntag.

Wie so oft am Wochenende fing der Tag nicht gut an. Das kennen wir ja nun, und versuchen es so gut es geht zu ignorieren.

Nachmittags ging es besser und so halb zwei bin ich zu den Pferden. Zwar hatte ich letztens gerade erst Svandis den Schweif gewaschen, aber der stand schon wieder furchtbar zu, so das ich mur mit heißem Wasser den Schweif ausgewaschen habe und anschließend mit Foxfire eingenebelt habe. So konnte ich prima durchkämmen und der Schweif schimmert wieder goldig. So gefällt sie mir. Aber das bleibt nicht lang so. 🙁
Björt habe ich auch vom Schlamm befreit und weil ich nicht so gut drauf war, bin ich heute zuerst mit Björt losgeritten. Die wird mir unheimlich. Björt entwickelt sich zum „Langweiler“, so lieb – nur brav. Super anständig… Bestimmt doch bald Kinderpony für Mariele, dann brauche ich wieder was durchgedrehtes.
Im Wald konnte man nicht so viel machen. Die Reitwege matschig und die Spazierwege übervölkert. Das Wetter hat alle aus den Häusern gelockt. 2 schöne Galoppstrecken und 1 schöne Töltstrecke haben wir aber dennoch genutzt. Da war auch gerade kein Spaziergänger. Eine knappe Stunde später waren Björt und ich wieder daheim – doll nass war sie nicht, das war schonmal gut.

Dann Svandis fertig gemacht. Heute habe ich ihr nur vorne die alten „Equiboots“ angezogen. Die habe ich eigentlich mal als Krankenschuh für Hufverbände gekauft. Aber sie passen auch ohne Polster auf die Hufe, dann schnallt man die Schuhe eben enger. Die Equiboots werden nicht aufgepumpt und an den Ballen ist ein Halteband. Gespannt wird vorn über der Zehe mit einem Metalseil. Ist eine furchtbare Frimmelarbeit den Schuh anzuziehen (Hufkratzer, Schnürsenkel und viel Geduld) aber dann hält er auch. Leider hab ich davon nur 2, so das Svandis heute hinten barhuf gehen musste. Aber das geht auch. Hinten ist mehr Substanzs als von am Huf.
Svandis war heute super anständig. Keine Marotten nichts. Auch das war mir sehr unheimlich. Klar hat sie geguckt, und 2 mal ist sie auch stehen geblieben. Aber kein Gehampel, kein Rückwärts gehen. Sie hatte Spaß am Vorangehen, ist schön getrabt und als wir an der Autobahn lang Begleitung von Sieglinde und ihrem Mischlingshund Lucky hatten, und Svandis und ich daher abgelenkt waren, da war weder die Autobahn noch die Kuhweide schlimm. Autoverkehr hatten wir auch keinen auf der Straße – alles prima. An der Autbahnbrücke machte Sieglinde dann kehrt und Svandis und ich bogen rechts in den Loher Busch ab. Den Berg hinab ging sie schön vorsichtig, und ab der Borstenbachbrücke bis zum Waldausgang ist Svandis sehr schön getrabt. Ein paar Töltschritte waren auch dabei, aber erstmal müssen wir uns auf eine Gangart konzentrieren, daher habe ich sie wieder in den Trab gehen lassen. Auch den Feldweg lang und zu uns runter… kein Hüpfen, kein Hampeln. Auf unserem Hof ist sie nochmal sehr willig angetrabt bis zum Südweg, ohne Schlenker zum Sattelplatz. Einfach toll.
Heute wirklich 2 nur liebe Pferde.

War so schön.

war ja klar
Wochenende und es regnet mal wieder. Obwohl ich mir im Dezember meine Reflektor-Regenjacke geholt habe, hatte ich nicht wirklich Lust im Regen zu reiten. Also habe ich nur den Misthaufen begradigt und anschließend bin ich mit beiden Pferden gemeinsam eine halbe Stunde spazieren gegangen. Sie können wahre Engel sein. Trotz Regen und starkem Wind waren sie nur lieb.
Zur Belohnung bekamen sie am Abend unseren Weihnachtsbaum zum abknabbern in den Paddock. Das ist für sie immer ein riesen Spaß.