Hufrehe – 2003


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2003 : Ein Jahr danach

Nachdem das Fohlen im Januar 2003 in die Aufzuchtherde gekommen war, hatte ich wieder vermehrt Zeit mich auch mit dem Konditionsaufbau von Swana zu beschäftigen. Da sie sich nicht mehr um ihr Fohlen kümmern mußte, baute sie sehr gut auf und war/ist mit Freude bei der Arbeit. Die Hohlstellen der Hufwände, die wir mit Kunsthorn überbrückt hatten, sind ohne Probleme herausgewachsen. Swana genießt den nächtlichen Weidegang. Tagsüber steht den Ponys der Offenstall und eine Magerweide und natürlich Heu reichlich zur Verfügung.

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Lilly zeigte von Juli 2002 bis Juni 2003 bei gleicher Haltung wie Swana auch keinerlei Reheanzeichen. Sie liebte Spaziergänge mit den Kinder oder auch mal etwas Bodenarbeit. Ende Juni entwickelten sich aber bei Lilly im linken Hinterhuf 2 Hufgeschwüre. Die wurden natürlich ausgeschnitten und Angußverbände und Equipalazone über eine Woche brachten den gewünschten Erfolg. Leider bekam Lilly dann 3 Wochen später in dem gleichen Hinterhuf wieder ein Geschwür. Es saß sehr tief und entzündete sich immer wieder. Daraus folgte eine Belastungsrehe des rechten Hinterhufs. Vorn war erstaunlicherweise keine Pulsation zu fühlen, auch keine Reheveränderungen an den Hufen.

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Der August 2003 war ein Kampfmonat. Weder der Tierarzt noch ich wollten aufgeben, aber die Entzündung im linken Hinterhuf wollte nicht abheilen. Lilly zeigte an beiden Hinterhufen Anzeichen des Ausschuhens. Dieses konnte ich noch mit Jodspüluungen und “EM” (effektiven Mikroorganismen) verhindern. Die Kronränder heilten fast ab. Leider eiterte das Geschwür unter dem Huf immer weiter, der Huf wurde weich und ein Durchbruch des Hufbeins stand wohl bevor. Während die offenen Kronränder immer weiter abheilten und gut zugewachsen waren, war die Entzündung im linken Huf auch mit Penicillinspritzen nicht in den Griff zu bekommen. Unter der Gabe von Equipalazone morgens und abends zeigte Lilly keine Schmerzanzeichen, verringerte ich die Dosis, oder ließ es gar ganz weg, verschlimmerte sich der Zustand sofort. So entschlossen Lilly’s Besitzer, der Tierarzt und ich uns dazu, dem Pony weitere und länger andauernde Schmerzen zu ersparen.

Schweren Herzens haben wir sie am 11.09.2003 nach langem Kampf einschläfern lassen.