Nachdem ich Donnerstag die Geräte und den Trecker wieder sauer gemacht hatte und alles wieder im Schuppen sicher verstaut steht, konnte es am Freitag weiter gehen. Die Heulageballen mussten ja noch von der Heuwiese herunter. Freitag früh musste ich aber erstmal einkaufen fahren. Am Nachmittag habe ich dann den Pferdehänger an den Yeti gemacht und die ersten 12 Ballen in den Wagen gestapelt und abgeladen. Ab dem 2ten Hänger voll hat meine Mutter mitgeholfen. 6 mal mussten wir hin und her fahren – da wir uns nicht zu sehr beeilt haben, benötigten wir etwas über 2 Stunden. Danach war die Heuwiese dann auch endgültig leer.

Wir haben über die Ballen noch Plane gezogen und die obere Schicht mit Spanngurten fixiert. Denn so ganz eben ist der Untergrund unter den Ballen nicht, umkippen sollen die uns auch nicht, und die Vögel oder sonstiges Getier soll nicht die Folie durchstechen. Ich denke, so kann das ganz gut dort liegen.
Da ich Freitagabend noch eingeladen war, habe ich danach auch nur noch die Pferde versorgt und bin dann auch weg.

Samstag habe ich die Weidezaunpfähle wieder eingesetzt und den Zaun wieder stramm gezogen. Anschließend musste ich dann mal wieder den Stall misten und die Miste ein bißchen in Form bringen. Heute stand eigentlich nur ausruhen auf dem Plan. Das Wetter macht bei mir auch schon wieder böse Kopfweh. Ich mag es nicht so warm.

Das diesjährige Heuwetter hat mich wahnsinnig nervös gemacht. Ständige Regen oder Gewitter Vorhersagen und ich habe mich nicht so recht getraut zu mähen. Doch irgendwann muss es ja sein. Sonntag war es dann soweit und ich habe das Gras gekürzt. Die nächsten Tage war ich dann mit Wenden beschäftigt. Dexter findet Heuernte toll, denn da kann er mit Trecker fahren und im Heu herum laufen. Da das Wetter die Tage so gut und warm war, war es Mittwoch bereits so gut geheut, dass man pressen konnte.
Dieses Jahr war es zunächst schwierig jemanden zu finden, der mir kurzfristig das Heu presst. Da es sehr nach Gewitter aussah, im Regenradar, hatte ich sogar Glück und fand jemanden mit der Möglichkeit Mini-Heuballen zu machen und noch dazu auch Heulage zu wickeln. Der Herr war auch bereit aus dem Kalletal bis nach Oberbecksen zu kommen. Die Miniballen sind ca 50×70 cm und ein Ballen ersetzt ungefähr 2,5 bis 3 normale HD Bunde. Als wir knapp 150 Ballen gepresst hatten, kam ein kleiner Gewitterschauer herunter. Zunächst dachten wir daran, das Pressen abzubrechen, haben dann aber doch weiter gemacht.

Das war auch die richtige Entscheidung. Die Ballen im Waldschatten habe ich wickeln lassen, den Großteil der Ballen haben mein Bruder, die Schwägerin und der Neffe gemeinsam mit meiner Mutter auf den Ladewagen gepackt und per Höhenförderer auf den Dachboden gepackt. Ich habe beim manuellen wickeln der Ballen am Wald geholfen – und später noch beim Auf und abladen des dritten Ladewagens Heu. 69 Heulageballen liegen noch Regensicher verpackt auf der Wiese. 203 Heuballen lagern nun auf dem Dachboden. Nachdem der Ladewagen wieder im Schuppen stand (ca 21 Uhr) sind meine Helfer heim gefahren. Mutter und ich haben noch das lose Heu auf dem Hof zusammengefegt und ich habe die Pferde versorgt. Dabei sah ich schon das Unheil auf uns zuziehen. Man, das war eine Gewitterfront. Kaum war ich im Haus, fing es an zu blitzen/donnern und es kam wahnsinnig Regen runter. Dann fing es an zu hageln. Ich war so unsagbar froh, das mein Heu sicher untergebracht ist.


Der Blick aus dem Fenster gefällt mir nun sehr gut. Bin auch nicht mehr so nervös. Das Heu reicht für Björt und Svandis auf jeden Fall bis zum nächsten Jahr.
Heute früh haben meine Mutter und ich den Höhenförderer wieder in den Schuppen bugsiert und ich muss noch den Schwader und den Wender sauber machen, dann ist wieder alles so wie es sich gehört.

Uuuii, da haben ich den ganzen Mai nichts geschrieben. Es ist aber auch nicht viel passiert, was zu erwähnen wäre. Ich habe auf dem Heuboden das restliche Heu von 2018 umgepackt. Erstaunlicherweise sind noch 99 Bunde auf dem Dachboden. Ich hatte nicht damit gerechnet, das ich mit den nur 500 Bund hinkomme. Nun ist es Juni – und wieder habe ich, wie jedes Jahr, meinen Haupturlaub genommen um das Pferdefutter für den Winter “herzustellen”. Die erste Woche meines Urlaubs war jedoch alles andere als Heuurlaub. Zu viel Regen, das hätte nicht hingehauen. So habe ich aber auch noch genug anderes zu erledigen gehabt, ganz nebenbei auch tierisch Migräne gehabt, denn dieses wechselnde Wetter kann mein Kopf gar nicht ab. Gestern haben meine Mutter und ich dann das Mähwerk aus dem Carport gezogen und ich habe es an den New Holland gebaut. Dexter war natürlich immer dabei. Er muss ja aufpassen, dass ich alles richtig mache. Nachdem das Mähwerk am Trecker war, musste ich die Messer wechseln, das hat auch ohne Probleme geklappt. Nachdem Trecker und Mähwerk einsatzbereit war, habe ich den Pferdestall gemistet und die Pferde versorgt und dann war Feierabend.
Heute gegen elf Uhr habe ich dann den New Holland gestartet und bin ins Gras gefahren. Natürlich hatte ich ein bißchen Angst, das der New Holland wieder streikt, aber nein – ich konnte ohne Probleme meine Runden ziehen und das Gras mähen. Anschließend habe ich das Mähwerk gleich wieder sauber gemacht und Mutter und ich haben es dann auch wieder in den Carport bugsiert. Hochdruckreiniger und Co mussten dann auch fix wieder weggeräumt werden. Den Heuwender aus der Schuppenecke holen und den New Holland betanken. Als das alles erledigt war, musste der Heuwender natürlich auch eingesetzt werden. Also nochmal rauf auf den Fahrersitz des Treckers, Dexter wieder im Fußraum der Fahrkabine und so zogen wir unsere Runden. Obwohl ich keinen Kunstdünger gestreut habe – nur den Pferdemist – ist erstaunlich viel auf der Wiese gewachsen. Teilweise liegt das Gras echt sehr dicht.
Das Gras ist schon sehr schön abgetrocknet. Nach dem Wenden habe ich etwas Pause gemacht. Später dann nur noch die Pferde versorgt und dann war Feierabend.

Freitag und Samstag kam der Winter ein wenig zurück- Die Pferde finden kühles Wetter total gut und haben den kleinen Kälteeinbruch mit Schnee sehr genossen. Obwohl es so frisch war die letzten Tage, wirft nun auch Björt endlich ihr Winterfell ab und ich komme mit dem Auskämmen kaum hinterher. Leider verursacht das Wetter mit seinen ständigen Wechseln bei mir starke Kopfweh. Freitag und Samstag musste ich daher wieder auf Sumatriptan zurückgreifen.

Samstagnachmittag habe ich zuerst bei den Pferde für Ordnung gesorgt. Stallausmisten geht auch bei Schneefall, da hat man ja ein Dach über dem Kopf – zumindest zeitweise. Nachdem der Stall wieder ordentlich war, habe ich mir ein paar Einschlaghülsen, Weidezaunpfähle und die Ramme geholt um endlich mal den Zaun vor dem Haus zu flicken. Die Steckpfähle, die bisher die abgemähten Vollkunststoffpfähle ersetzt haben, sind an der Stelle zwar toll, aber bei jedem starken Wind oder auch einfach im Laufe der Zeit, biegen sich die Steckpfähle krumm. Da ich ab und zu mit dem Trecker auf die Weide muss, habe ich nun die Einschlaghülsen gesetzt. So kann man die Pfähle bei Bedarf einfach wegnehmen und wieder einsetzten. Klasse Idee meines Vaters. Drei Hülsen und Pfähle habe ich so am Samstag gesetzt. Danach war meine rechte Schulter äußerst schmerzhaft und ich habe die Ramme kaum noch heben können. Aber mehr wollte ich ja auch gar nicht an dem Tag in die Erde rammen. Ich habe dann noch etwas Holz für den Ofen meiner Mutter ins Haus geholt – und wer wollte den Ofen dann natürlich nicht anheizen? Naja, …

Der kleine Dexter war natürlich wie immer bei mir draußen. Und da wir in einen Schneeschauer gekommen sind, beim Zaunbauen und beim Fußball spielen, sah er wieder aus wie ein aufgeplatzer Wischmopp. Ich denke, ich muss doch mal einen Termin bei einem Profi-Hundefriseur für den kleinen Mann machen. Bei mir hält er ja nicht richtig still.

Heute habe ich am Nachmittag die Pferde geputzt, bin eine Minirunde mit Björt geritten und Dexter lief wieder frei mit. Auf der kleinen Runde geht es wirklich gut. Dann sind Björt, Svandis und ich noch etwas spazieren gegangen und die Pferde durften etwas Gras am Wegesrand knabbern. Auf der Winterwiese steht ja kaum noch etwas drauf. Da ich danach ziemlich durchgefroren war, bin ich mit Wärmflasche auf dem Sofa eingeschlafen.

Heute musste ich (leider) tanken fahren. Und mal wieder klemmt der Tankdeckel. Das Problem habe ich seit einiger Zeit. Mal klappt es auf Anhieb, das ich die Tankabdeckung aufbekomme, mal brauche ich Geduld und Ausdauer. Gut das ich heute beim Skoda Fachhändler tanken wollte. Als ich mein Problem im Werkstattbüro schilderte, wurde ich mitleidig belächelt. Zufällig kam ein KFZ Meister herein und begleitete mich zu meinem Auto. Der Meister bekam das Schloss auch nicht auf. 🙂 Also fuhr er den Wagen in die Werkstatt – falls man die Verkleidung im Kofferraum noch entfernen müsste um von innen an das Schloss bzw. die Notentriegelung zu kommen. Ein Mitarbeiter kannte das Problem. Muss ein neues Tankschloss bzw. ein Öffnermotor dafür bestellt werden. Mit viel Geduld konnte der Tankdeckel geöffnet werden und der Yeti bekam seinen Diesel. Das Schloss wird dann nächste Woche gewechselt.

Dann auch noch im Stau gestanden, da an der Hauptstraße ein neuer Döner Laden Eröffnung hatte und “alle” dahin wollten. Teilweise wurde in zweiter Reihe geparkt – auf beiden Straßenseiten. Auf dem Bürgersteig zur Eingangstür standen die Kunden in langer Schlange und warteten bis sie in den Laden konnten. Gab vielleicht etwas umsonst am Eröffnungstag?
Gut das ich da nicht mehr so oft lang fahren muss. Hoch lebe die Nordumgehung.