Uuuii, da haben ich den ganzen Mai nichts geschrieben. Es ist aber auch nicht viel passiert, was zu erwähnen wäre. Ich habe auf dem Heuboden das restliche Heu von 2018 umgepackt. Erstaunlicherweise sind noch 99 Bunde auf dem Dachboden. Ich hatte nicht damit gerechnet, das ich mit den nur 500 Bund hinkomme. Nun ist es Juni – und wieder habe ich, wie jedes Jahr, meinen Haupturlaub genommen um das Pferdefutter für den Winter “herzustellen”. Die erste Woche meines Urlaubs war jedoch alles andere als Heuurlaub. Zu viel Regen, das hätte nicht hingehauen. So habe ich aber auch noch genug anderes zu erledigen gehabt, ganz nebenbei auch tierisch Migräne gehabt, denn dieses wechselnde Wetter kann mein Kopf gar nicht ab. Gestern haben meine Mutter und ich dann das Mähwerk aus dem Carport gezogen und ich habe es an den New Holland gebaut. Dexter war natürlich immer dabei. Er muss ja aufpassen, dass ich alles richtig mache. Nachdem das Mähwerk am Trecker war, musste ich die Messer wechseln, das hat auch ohne Probleme geklappt. Nachdem Trecker und Mähwerk einsatzbereit war, habe ich den Pferdestall gemistet und die Pferde versorgt und dann war Feierabend.
Heute gegen elf Uhr habe ich dann den New Holland gestartet und bin ins Gras gefahren. Natürlich hatte ich ein bißchen Angst, das der New Holland wieder streikt, aber nein – ich konnte ohne Probleme meine Runden ziehen und das Gras mähen. Anschließend habe ich das Mähwerk gleich wieder sauber gemacht und Mutter und ich haben es dann auch wieder in den Carport bugsiert. Hochdruckreiniger und Co mussten dann auch fix wieder weggeräumt werden. Den Heuwender aus der Schuppenecke holen und den New Holland betanken. Als das alles erledigt war, musste der Heuwender natürlich auch eingesetzt werden. Also nochmal rauf auf den Fahrersitz des Treckers, Dexter wieder im Fußraum der Fahrkabine und so zogen wir unsere Runden. Obwohl ich keinen Kunstdünger gestreut habe – nur den Pferdemist – ist erstaunlich viel auf der Wiese gewachsen. Teilweise liegt das Gras echt sehr dicht.
Das Gras ist schon sehr schön abgetrocknet. Nach dem Wenden habe ich etwas Pause gemacht. Später dann nur noch die Pferde versorgt und dann war Feierabend.

Freitag und Samstag kam der Winter ein wenig zurück- Die Pferde finden kühles Wetter total gut und haben den kleinen Kälteeinbruch mit Schnee sehr genossen. Obwohl es so frisch war die letzten Tage, wirft nun auch Björt endlich ihr Winterfell ab und ich komme mit dem Auskämmen kaum hinterher. Leider verursacht das Wetter mit seinen ständigen Wechseln bei mir starke Kopfweh. Freitag und Samstag musste ich daher wieder auf Sumatriptan zurückgreifen.

Samstagnachmittag habe ich zuerst bei den Pferde für Ordnung gesorgt. Stallausmisten geht auch bei Schneefall, da hat man ja ein Dach über dem Kopf – zumindest zeitweise. Nachdem der Stall wieder ordentlich war, habe ich mir ein paar Einschlaghülsen, Weidezaunpfähle und die Ramme geholt um endlich mal den Zaun vor dem Haus zu flicken. Die Steckpfähle, die bisher die abgemähten Vollkunststoffpfähle ersetzt haben, sind an der Stelle zwar toll, aber bei jedem starken Wind oder auch einfach im Laufe der Zeit, biegen sich die Steckpfähle krumm. Da ich ab und zu mit dem Trecker auf die Weide muss, habe ich nun die Einschlaghülsen gesetzt. So kann man die Pfähle bei Bedarf einfach wegnehmen und wieder einsetzten. Klasse Idee meines Vaters. Drei Hülsen und Pfähle habe ich so am Samstag gesetzt. Danach war meine rechte Schulter äußerst schmerzhaft und ich habe die Ramme kaum noch heben können. Aber mehr wollte ich ja auch gar nicht an dem Tag in die Erde rammen. Ich habe dann noch etwas Holz für den Ofen meiner Mutter ins Haus geholt – und wer wollte den Ofen dann natürlich nicht anheizen? Naja, …

Der kleine Dexter war natürlich wie immer bei mir draußen. Und da wir in einen Schneeschauer gekommen sind, beim Zaunbauen und beim Fußball spielen, sah er wieder aus wie ein aufgeplatzer Wischmopp. Ich denke, ich muss doch mal einen Termin bei einem Profi-Hundefriseur für den kleinen Mann machen. Bei mir hält er ja nicht richtig still.

Heute habe ich am Nachmittag die Pferde geputzt, bin eine Minirunde mit Björt geritten und Dexter lief wieder frei mit. Auf der kleinen Runde geht es wirklich gut. Dann sind Björt, Svandis und ich noch etwas spazieren gegangen und die Pferde durften etwas Gras am Wegesrand knabbern. Auf der Winterwiese steht ja kaum noch etwas drauf. Da ich danach ziemlich durchgefroren war, bin ich mit Wärmflasche auf dem Sofa eingeschlafen.

Heute musste ich (leider) tanken fahren. Und mal wieder klemmt der Tankdeckel. Das Problem habe ich seit einiger Zeit. Mal klappt es auf Anhieb, das ich die Tankabdeckung aufbekomme, mal brauche ich Geduld und Ausdauer. Gut das ich heute beim Skoda Fachhändler tanken wollte. Als ich mein Problem im Werkstattbüro schilderte, wurde ich mitleidig belächelt. Zufällig kam ein KFZ Meister herein und begleitete mich zu meinem Auto. Der Meister bekam das Schloss auch nicht auf. 🙂 Also fuhr er den Wagen in die Werkstatt – falls man die Verkleidung im Kofferraum noch entfernen müsste um von innen an das Schloss bzw. die Notentriegelung zu kommen. Ein Mitarbeiter kannte das Problem. Muss ein neues Tankschloss bzw. ein Öffnermotor dafür bestellt werden. Mit viel Geduld konnte der Tankdeckel geöffnet werden und der Yeti bekam seinen Diesel. Das Schloss wird dann nächste Woche gewechselt.

Dann auch noch im Stau gestanden, da an der Hauptstraße ein neuer Döner Laden Eröffnung hatte und “alle” dahin wollten. Teilweise wurde in zweiter Reihe geparkt – auf beiden Straßenseiten. Auf dem Bürgersteig zur Eingangstür standen die Kunden in langer Schlange und warteten bis sie in den Laden konnten. Gab vielleicht etwas umsonst am Eröffnungstag?
Gut das ich da nicht mehr so oft lang fahren muss. Hoch lebe die Nordumgehung.

oder so ähnlich. Pferde habe ich nicht angespannt, aber der New Holland bekam Ausgang. Eigentlich war die Erde noch etwas zu feucht, aber das Gras ist schon recht gut gewachsen. Die Maulwurfshügel trüben den Gesamteindruck der Heuwiese. So haben Dexter und ich gleich nach dem Mittagessen, als es etwas abgetrocknet war auf der Wiese, den Trecker vor die Egge gestellt und alles angebaut. Natürlich weicht der kleine Mann nicht von meiner Seite, wenn es um Trecker und Aufsitzmäher geht. So haben wir Runde um Runde über die Heuwiese gefahren. Der Trecker hat keine Probleme gemacht. Der Motor lief schön gleichmäßig. So liebe ich das. So kann das bitte auch bleiben. Etwas nervig ist der Ansitz der Jäger der Mitten auf der Wiese steht. Das ist doof darum herum zu zirkeln. Genutzt hat den Ansitz seit Oktober auch niemand. Zum Glück waren die Wildschweine aber auch nicht erneut hier. Obwohl ich im Herbst, als die Wildschweine zuletzt die Wiese umgebuddelt hatten, die Wiese wieder gerade gezogen hatte, sind noch einige tiefel Kuhlen vorhanden. Wenn man da durch fährt, huppelt der Trecker ganz ordentlich. Da ich mit dem Trecker auch von der Heuwiese über unseren Hof vorne auf die kleine “Fressweide” gefahren bin, war er Hof etwas dreckig geworden. Die beiden kleinen Wiesen am Haus waren noch schlimmer von den Maulwürfen heimgesucht worden als die große Wiese. So habe ich, nachdem Trecker und Wiesenegge wieder weggestellt waren, die Kehrmaschine hervor geholt und den Hof auch wieder gesäubert. In der Zeit war Dexter bei unseren Nachbarn und hat mit den Hunden dort gespielt. Aber als er gesehen hat, das ich über die Heuwiese Richtung Wald ging, kam er angeschossen. Beim Treckerfahren hatte ich gesehen, das der Wildschweinschutzzaun etwas platt lag. Der Zaun war schnell gerichtet. Einige Äste, die bei den letzten Stürmen heruntergefallen waren habe ich in den Wald geworfen. Natürlich sind Dexter und ich auch einmal runter zum Bach. Der kleine Hund wollte nur schnell mal gucken, ob da was im Wasser ist, und schwupp – rutschte er in den Borstenbach hinein. Da er an der rutschigen Böschung nicht allein heraus kam, musste ich ihm etwas helfen. Danach ist Dexter auch nicht mehr zu nah an den Bach heran.
Bei uns im Wald waren keine Sturmschäden. Die Bäume standen noch alle und viel Bruch war auch nicht. Der Borstenbach war schon gut gefüllt und einige kleine Staudämme hatten sich gebildet. Da muss ich mal hin und die Dämme entfernen. Hatte Samstag aber nicht das richtige Schuhwerk an.
Nach dem Waldspaziergang habe ich noch Björt etwas von ihrem Winterfell befreit, aber sie lässt noch nicht so richtig los. Das zottelige Fell ist doch noch sehr fest. Dexter freute sich dann wie wild, das ich den Sattel und die Trense geholt habe. Da ich nur die kleine Feldwegrunde gehen wollte, damit Björt etwas Bewegung hat, durfte der kleine Mann ohne Leine mitlaufen. Auf der kleinen Runde klappt das recht gut. Eine größere Runde traue ich mich so aber nicht. Dann muss Dexter an die Leine, wenn wir länger gehen. Björt war Samstag komischerweise nicht so sehr fix wie sonst. Aber mal entspannt auf dem Pferd zu sitzen ist auch schön. Man muss nicht immer ein Pulverfass unter dem Hintern haben. Nach dem kleinen Ausritt wurden Björt und Svandis nochmal ordentlich geschrubbt. Svandis verliert schon sehr viel an Winterfell. Da kam einiges herunter. Dann wollte Dexter noch unbedingt Fußball spielen. Er hat den Ball extra runter zum Stall gebracht um zu zeigen, dass er auch noch da ist. Okay, also 15 Minuten Fußball mit dem kleinen Hund. Danach noch das abendliche Pferdeversorgen und dann war Feierabend.
Heute haben wir es langsam angehen lassen. Ich habe am Nachmittag 3 Zaunpfähle ersetzt. Die Erde war noch feucht genug um die Einschalghülsen in die Erde zu rammen. Mein Vater hat vor vielen Jahren mal eine sehr massive Pfahlramme gebaut um die Vollkunststoffpfähle in die Erde zu schlagen. Die Ramme habe ich heute aus dem Schuppen geholt und mit einem Vollkunststoffpfahl dann die Einschalghülsen in die Erde getrieben. Dann nur noch die Holzpfähle einstecken, alles gut. Nach den 3 Pfählen hatte ich ziemlich lahme Arme. Die Ramme ist nicht für “kleine Mädchen” gedacht. Morgen kann ich mich wahrscheinlich nicht bewegen. Anschließen habe ich meine Svandis noch etwas an den Beinen geschoren. Die Messer hatte ich bei Julmi in Porta Westfalica schräfen lassen, nun gingen sie wieder durch das verklebte und peekige Fell an den Beinen und unter dem Bauch wie durch Butter. Oben herum habe ich ihr das Fell aber noch gelassen. Für eine Ganzkörperschur ist es doch noch zu frisch. Aber sie sieht wieder ordenlicher aus. Als ich mit der Schermaschine Richtung Dexter kam, nahm er Reißaus. ich glaube er möchte nicht, dass ich ihn nochmal von seinem Zottelfell befreie. Muss ich mal einen Termin bei einem Profi machen.
Nach dem Scheren des Pferdes gab es nur noch schnell Abendessen für die Pferde und natürlich noch ein schnelles Fußballspiel mit dem Hund. Und nun ist Feierabend.

Wie vorhergesagt, war es heute ein wenig windig. Eigentlich war alles gut gesichert – wie immer und ich hatte kein schlechtes Gefühl.
Nach den ersten Blitzen und Donnern am Morgen, so gegen 8.30 Uhr, rief meine Mutter an. Mein Pferdehänger sei etwas über den Hof gerollt und stecke nun mit der Deichsel in der Böschung. Sie konnte ihn allein dort nicht heraus bekommen. Natürlich hatten die Kolleginnen Verständnis und ich bin schnell heimgedüst. Unterwegs musste ich reichlich Biomülltonnen und gelben Säcken ausweichen, die bei uns in Oberbecksen eigentlich abgeholt werden sollten. Bis das passierte, flog der Plastikmüll munter durch die Gegend. Daheim habe ich mich zweimal gegen den in der Böschung festsitzenden Hänger “geworfen”, so das die Deichsel wieder frei kam und dann haben meine Mutter und ich ihn wieder an seinen Platz rangiert. Die Räder wurden mit ein paar Pflastersteinen gesichert und die Hängerhandbremse wurde fest angezogen. Die letzten Stürme hat der Pferdehänger immer an der Stelle gestanden und ist nie verruckelt, auch nur mit Steinen an vor den Rädern gesichert – ohne Handbremse. Heute war der Wind ja nichtmal so stark. Trotzdem wurde der Pferdehänger in die Böschung geschoben. War wohl ein Sicherungsstein verrutscht. Die Deichsel ist glücklicherweise nicht verzogen oder gar gebrochen. Alles in Ordnung, alles nochmal gut gegangen. Bin dann auch ganz schnell wieder ins Büro gefahren.
Den Rest des Tages hat der Wind hier keine Schäden angerichtet. Alles heil geblieben.