Es war nicht zu leugnen, der kleine Mann benötigt dringend einen Termin beim Friseur. Leider hat kurzfristig niemand Zeit und bis Juni warten, dazu habe ich keine Lust.
So habe ich am frühen Nachmittag heute meine Pferdeschermaschine aus der Schublade hervorgeholt und den kleinen Mann an der Leine mit einer Hand festgehalten und mit der anderen Hand mit der Maschine geschoren. Bauch, Hinterbeine und Hals gingen auch ganz gut. Aber Vorderbeine, Popo und Kopf, da muss jemand festhalten. Meine Maschine ist auch zu groß dafür. Ich kann verstehen, das Dexter da etwas Angst bekam. Meine Mutter konnte den Hund leider nicht fest/ruhig genug halten. Später mit dem Kamm kam ich aber auch am Kopf und den Vorderbeinen nicht gut klar. Naja, von weitem kann man ihn jetzt ansehen 🙂
Das Ergebnis ist einigermaßen erträglich.

Die Pferde genießen es derweil wieder auf die Wiese zu dürfen, auch wenn sie es gemein finden, das es nur Stundenweise ist, und das sie nicht immer “ins hohe Gras” dürfen.

Im April wurde das Wetter endlich besser, so das ich am 07.04. die Wiesenegge hinter den New Holland gehangen und die Wiesen abgeschleppt habe. Maulwurfshaufen und Wildschweinkuhlen gerade ziehen. Leider hatte der New Holland wieder keine Lust mit mir zu arbeiten. Nach ein paar Runden auf der großen Heuwiese begann wieder das Drama wie im letzten Jahr bei der Heuernte. Er nahm das Gas nicht mehr an und war wieder kurz vor dem Ausgehen. Als Erstmaßnahme habe ich den Spritleitungsschlauch von der Spritpumpe gezogen und auf Verunreinigungen geprüft. War aber nichts. Danach fuhr der Trecker erst wieder eine Runde besser, aber nicht wirklich lange. Mit Mühe und Not – und sehr langsam – habe ich die Wiesen dann noch alle fertig bekommen. Natürlich habe ich bei “unserem” Landmaschinenmechaniker angerufen, der leider mit starker Grippe darnieder lag. An dem Samstag habe ich auch das erste Mal dies Jahr den Rasen gemäht. Wenigstens der Toro macht mir keine Sorgen. Die Pferde durften etwas auf die frische Wiese – auf der Winterweide steht ja nichts mehr – aber natürlich nicht so lange. Die halbe Stunde habe ich mit Dexter gespielt.
Der Landmaschinenmechaniker kam am Montag und sah nach dem Trecker, aber so eine wirkliche Ursache fand er nicht und leider fuhr der New Holland nicht wirklich besser. Er hat dann ein Ersatzteil bestellt, von dem er meinte das es die Ursache sein könnte. Am 19.4 hat er dann an dem Spritrücklaufventil geändert – für einen “Langstreckentest” hatte ich noch nicht so die Möglichkeit. Eigentlich müsste ich noch Dünger streuen, aber das Gras auf der Heuwiese ist schon recht gut hochgewachsen. Da möchte ich nun eigentlich nicht mehr durchfahren. Am 21.04. habe ich ein bißchen mit dem Trecker gefahren. Mit dem kleinen Neffen und dem Hund zwei Mal bis zum Backsweg und zurück gefahren – und da kam der New Holland im Straßengang wieder auf die normalen 40 km/h. Hat auch nicht gestottert oder sonstige komische Geräusche gemacht. Da unsere alte Fahr Köla Rivale Heupresse nicht mehr einwandfrei funktionierte und ich die nicht allein bedienen geschweige denn reparieren kann, hat sich ein Bastler die Presse letztens angesehen. Am Samstag hat er sie dann abgeholt. Um die Presse aus dem Schuppen zu bekommen musste ich Heuwender und Schwader mit dem New Holland auf den Hof fahren, und dann habe ich die Heupresse mit einem Abschleppseil aus der Schuppenecke gezogen. Den platten Reifen konnte ich mit dem Kompressor aufpumpen, und er hielt auch die Luft. Ist nicht wieder platt geworden. Die Heupresse wurde dann hinter einen Güldner Toledo Baujahr 1963 gehangen und hat den Hof verlassen. Ich war schon ein bißchen traurig, denn die Presse hat wirklich tolle gleichmäßige Bunde gemacht – wenn sie denn gebunden/gepresst hat. Wenn die Knoter und die Kolben, der Schieber und das Schwungrad ein wenig neu gemacht und eingestellt werden, dürfte der neue Besitzer noch viel Freude mit der Presse haben. Für mich waren das aber zu viele Baustellen an dem Ding.
Als die Presse vom Hof war, und die Mittagspause beendet, habe ich mit dem Trecker wieder Schwader und Heuwender in den Schuppen gefahren. Anschließend habe ich mit dem kleinen Neffen und dem Hund zusammen den Rasen gemäht. Zu dritt wird es sehr eng auf dem Aufsitzmäher. Und plötzlich, wir wollten gerade zum zweiten Mal die Körbe ausleeren, ging der Toro aus. Ein Blick in den Tank offenbarte, das ich wohl Benzin auffüllen sollte. Leider waren alle meine Kanister völlig leer. Also nochmal losdüsen und Sprit für die Rasenmäher holen. Demnächst muss ich auch schon wieder die Böschung mit der Motorsense mähen, denn dort wächst das Gras auch schon wieder wie wild. Natürlich durften die Pferde, wie die letzten Tage immer wieder, kurz auf die Wiese. Samstag circa eine Stunde. In der Zeit habe ich den Stall gemistet, sauber gemacht und neu eingestreut. Anschließend wurde Björt wieder geschrubbt. Sie sieht derzeit aus wie ein Flickenteppich, schwitzt wegen dem Winterfell sehr. Ich zupfe und schrubbe jeden Abend Eimerweise Haare aus dem Pferdchen, aber sie lässt immer noch nicht alle Haare los. Svandis wurde ja im März geschoren, entsprechend hat sie mit den derzeitigen Temperaturen keine Probleme.


Dexter hat uns bewacht, während ich an den Pferden putzte. Plötzlich kam er mit seinem Schlafi-Kuscheltier um die Ecke. Wie immer wurde der Kopf ins Maul genommen und der kleine Hund hat tief und fest geschlafen. Die Wärme und das viele rumlaufen, Trecker und Rasenmäher fahren, mit dem Neffen spielen – das war alles wohl sehr anstrengend für den kleinen Mann.
Heute hatte ich furchtbare Migräne und lag größtenteils im dunkeln Zimmer. Der Hund in meiner Nähe, oder bei meinem Neffen und meiner Mutter – die Pferde durften heute 2 Stunden auf die Wiese. Aber nur, weil ich eingeschlafen war. Eigentlich wollte ich sie nicht so lange draußen lassen. Aber als ich um 18 Uhr zum füttern runter kam, standen sie schon im schattigen Stall und warteten auf ihr Eimerchen und Heu. Gut erzogen die beiden 🙂

Und das ganz ohne “im Märzen der Bauer”. Von wegen, nichts war möglich. Zur kalt zum Wiesenabschleppen, zu kalt zum Düngen und Gras nachsäen. Nun schon wieder zu feucht. So kann ich nicht mit dem Trecker auf die Wiesen, der sackt zu sehr ein.

In der Zwischenzeit hat Dexter seinen vierten Geburtstag gefeiert. Er bekam ein “Smiley”, und er mag es auch sehr. Da im Jahr 2017 die Heuernte zwar sehr gutes Heu bei mir brachte, aber leider recht wenig, bin ich sehr sehr knapp mit dem Vorrat auf dem Dachboden. Dort ist jetzt noch Heu für knapp 3-4 Wochen. Das will ich lieber zum Sommer hin, zusätzlich zur Weide füttern. Im Internet findet man kaum vernünftiges Heu, so habe ich eine Nachbarin gefragt, ob sie mit mir Heulage aushelfen kann. Netterweise kann ich davon etwas abbekommen. Das erste Mal in 20 Jahren Pferdehaltung, dass ich zukaufen muss. 2 Tage habe ich Heu und Heulage etwas gemischt. Nun bekommen Björt und Svandis nur noch Heulage. Vertragen sie bisher auch gut.
Die beiden Damen hatten im März auch wiedermal einen Termin beim Hufschmied. Die Hufe sind in Ordnung und haben schönes hartes Hufhorn. Bei Svandis sind auch keine neuen Einblutungen oder neue Hufrehelininen zu sehen. Da ist also auch alles gut.
Am letzten Wochenende war in Bad Salzuflen eine kleine, aber feine, Pferdemesse. Die Horsica – fand nun zum zweiten Mal statt. Da es so schön nah ist, kann man kurz mal hindüsen. Sonntag sind meine Mutter und ich durch die Messehalle geschlendert. Für Svandis habe ich einen neuen Anbindestrick gekauft, für Björt ein neues Halfter (was sie eigentlich nicht benötigt). Wir haben auch noch bei ein paar Vorführungen in der “Showhalle” zugesehen. Da es jedoch eine kleine Messe ist, waren wir auch nach etwas mehr als 2 Stunden durch. Vor der Halle gab es als Mittagessen eine Bratwurst und dann sind wir wieder heim.
Svandis habe ich im März geschoren, sie hat so sehr geschwitzt mit ihrem Winterfell. Als dann nochmal Frost kam, habe ich ihr eben eine Decke übergezogen. Das fand sie jedoch nicht so gut und hat bei ihrer Decke die beiden Bauchgurte abgerissen um sich der Decke zu entledigen und auch Björts Decke war am nächsten Tag nicht mehr auf Svandis. So habe ich nach drei Tagen aufgehört Svandis einzudecken und sie ist trotzdem im Paddock in der Kälte umhergelaufen. Björt fängt nun endlich an das Winterfell abzuwerfen. Bei jedem Bürsten kommt so ein großer Eimer Haare herunter. Leider lässt sie sich nicht scheren. Mehrere Versuche hat sie sehr deutlich und wehement abgeblockt. Also muss ich bei ihr schrubben.
Karfreitag habe ich zunächst den Stall gemistet und den Paddock sauber gemacht und dann die Pferde wieder geschrubbt. Anschließend bin ich mit Björt eine kleine Runde geritten. Dexter musste diesmal daheim bleiben, denn Björt hatte seit Anfang Februar nichts mehr getan. Entsprechend munter war sie. Wir hatten beide unseren Spaß. Nach der halben Stunde durften Björt und Svandis noch auf die Wiese. Ich musste wieder etwas Heulage von dem großen Ballen abwickeln. Leider passt der noch immer nicht durch meine Stalltür. So wickel ich immer für 2-3 Tage eine Schicht von dem Heu ab, und dann decke ich den Ballen wieder mit einer Plane ab. Nass werden soll (darf) der nun nicht, dann ist er gleich schlecht.
Mit Dexter habe ich dann auch noch Fußball gespielt, so das er auch zufrieden war.

Bisher war es irgendwie nicht das richtige Wetter um den Miststreuer wieder ordentlich sauber zu machen. Einfach zu kalt. Aber heute kam man ja schon beinahe ins Schwitzen. Leider vertrage ich dieses plötzlich warme Wetter nicht gut. Heute früh ging es noch halbwegs, aber als meine Mutter und ich vom Einkaufen und Friedhofsbesuch wieder kamen, hatte ich schon arg Stechen im Kopf. Habe erstmal eine Sumatriptan genommen, damit das nicht noch schlimmer wird. So gegen halb drei ging es dann wieder, und ich bin mit Dexter raus gegangen. Wasserschlauch anschließen, Hochdruckreiniger hervorholen. Dungstreuer und Trecker in Position bringen und “Wasser marsch”. Wir hatten den Dungstreuer schon recht gut sauber gemacht, als wir im Februar den Mist verteilt haben, aber falls wir noch einen Hänger zum Heu fahren brauchen, oder was auch immer, soll der Miststreuer lieber sauber sein. Das war auch recht schnell erledigt. Da der Kärcher schon mal lief, habe ich gleich die Gehwegplatten auf dem Hof sauber gemacht. Anschließend noch mit der Kehrmaschine den Hof und die Hofzufahrt sauber gemacht. Damit geht das Moos auch ganz gut aus den Rillen der Pflastersteine. Um 18.30 Uhr hatte ich alle Geräte wieder sauber und ordentlich verstaut an den jeweiligen plätzen stehen. Dexter und ich waren ein bißchen nass, trotzdem schnell noch Pferde für die Nacht versorgen.
Und nun ist Feierabend.
Morgen muss ich dann wohl bei den Pferden mit dem Frühjahrsputz weiter machen.


Seit Dezember gucke ich wieder die Wetter-Seiten rauf und runter. Frost muss her. Die Damen haben den Misthaufen über das Jahr wieder anwachsen lassen und nun muss der Dünger dringend verteilt werden. Mitte Januar streckte mich eine Virus Bronchitis nieder. Zwei Wochen habe ich wirklich nur gelegen und konnte kaum den Kopf heben. Meiner Mutter ging es auch nicht besser, da ich sie ordentlich angesteckt hatte. Hat auch nicht viel ausgemacht, denn Frost war nicht in Sicht. Nur Regen, Regen, Regen. Die letzte Januarwoche ging ich wieder arbeiten, der Husten war auch nicht mehr so schlimm. Und dann endlich wurden Temperaturen unter Null vorhergesagt. Obwohl gerade krank gewesen, waren die Kollegen damit einverstanden, dass ich Urlaub nehmen kann. Montag war noch kein Frost und somit konnte ich leider Dienstag nicht starten. So habe ich den Dienstag genutzt um den Paddockzaun neu zu ziehen, und auch einige defekte Zaunstücke zu ersetzen. Den New Holland hatte ich Samstag und Sonntag am Batterieladegerät. Dienstag sprang er auch ohne Probleme an, um zu sehen ob er (wie im Sommer) stottert oder gut läuft, bin ich den Südweg rauf und runter und einmal bis zum Backsweg und zurück – lief schön rund. Also stand dem Mistfahren nichts im Weg. Mittwoch habe ich gleich früh nach dem Pferdefüttern (und einer Tasse Kaffee für mich) angefangen. Trecker rausholen, Dungstreuer anhängen, an die Miste rangieren und mit der Forke loslegen. Jedes Jahr wächst der Traum von einem Mistbagger. Leider sind die Teile sehr teuer. Ich hatte den ersten Hänger fast voll, als meine Mutter zum helfen kam. Am Mittwoch haben wir bis 11.30 Uhr 4 Hänger voll geschafft. Dann kam leider zu viel Sonne und die Wiese taute auf. Den Nachmittag nutzten wir zur Erholung. Donnerstag ging es auch gleich früh weiter und wir schafften 5 Hänger bis die Sonne zu sehr den Boden aufweichte. Meine Mutter legte sich dann etwas hin, ich musste einkaufen und Pferdefutter besorgen. Freitag früh dann Endspurt. 3 Hänger voll wurden es doch noch. Gegen 11 Uhr konnte ich den Dungstreuer auf der Wiese vom groben Dreck befreien und anschließend wieder unter dem Carport verstauen. Auch der Trecker wurde grob gereinigt und in den Schuppen gestellt. Dann habe ich mit der Kehrmaschine den Hof sauber gefegt und als alles sauber war, habe ich die Zaunpfähle wieder in die Einschlaghülsen gesteckt. Mutter hat in der Zeit die Forken und Schüppen gereinigt.

Nachdem alles erledigt war, und ich auch schon wieder den ersten Mist bei den Pferden herausgeholt hatte und in die Miste verfrachtete, konnte ich noch etwas mit Dexter spielen. Der hatte sich von seinem großen schwarzen Freund ein Spielzeug geborgt. Abends wurde aber noch ordentlich Fußball gespielt.
Samstag und Sonntag wurde zum “extrem-Erholen” genutzt. Samstag nur Heu vom Dachboden geholt und Pferde versorgt. Sonntag nur Pferde versorgt. Zu kaputt für alles. Aber… Mistfahren ist ja nur einmal im Jahr.