Selbst Freitag als ich nen Tag Überstundenfrei hatte – zu nichts gekommen.

Freitagmorgens war ich mit meiner Mutter beim Friseur und natürlich auch den Wocheneinkauf für die Familie erledigen. Da ich meine langen Zottelhaare mal wieder nicht sehen konnte, ließ ich das ganze wieder als „Bob“ schneiden, sieht wieder bißchen ordentlicher aus.
Nachmittags habe ich dann den Stall gemistet und von 15 bis 18.30 Uhr auf der Heuwiese gestanden und Holz abgesucht und Maulwurfshaufen platt gemacht – aber bin noch lange nicht fertig geworden. Hatte aber keine Lust mehr und mein Rücken tat eh weh. Bin noch 30 Minuten mit meiner Mutter und den Ponys spazieren gegangen und dann fix gefüttert und ich bin zu Claudia gefahren. Ich habe über meinen Bruder einen „Luftballonaufpuster“ geliehen bekommen – so haben Claudia und ich 40 Luftballons für die Rubinhochzeit (40 Jahre) ihrer Eltern aufgepustet. Das ging mit dem Ding ziemlich fix. Claudias Zwerghase Krümel war dann der Meinung, das ich lecker bin. Der hat mich abgeleckt von oben bis unten. Krümel bildet sich ernsthaft ein er sei ein Hund – er schleckt Besucher neuerdings so richtig ab – ein irres Gefühl – ich musste so lachen!

Was wurden wir damals – vor knapp über 20 Jahren – in der Schule doch gequält mit dem Roman „Die Welle“
3tes Reich – Diktatur – nochmal möglich???
Natürlich nein… Das Schulexperiment…
Ich glaube, wir alle sind in den Genuß des Romans gekommen.
Nun läuft ja schon seit einiger Zeit im Kino der Film zum Buch. Und Claudia und ich sind heute ins Kino um uns den Film anzusehen. Einiges war uns durchaus noch präsent, wie es so im Roman sein müsste. Nein, wir haben das Buch nicht vorher nochmal gelesen. Der Film war gut – wirklich. Eine gute Umsetzung der Geschichte und relativ nah am Roman – wenn auch etwas „Blutiger“ – zumindest glaube ich nicht, das im Buch am Ende einer verletzt wird, einer stirbt und der Lehrer eingebuchtet wird.
Claudia und ich haben spontan beschlossen, unsere Bücherschränke zu durchforsten und das Ganze nochmal nachzulesen.

Vor dem Kino habe ich Ponys enthaart. Bei Björt setzt nun auch der Frühling ein, da kam was an Haaren runter, ein Eimerchen voll nur von Björt – Svandis ist schon so gut wie durch mit dem Fellwechsel.
Dann bin ich mit Björt die Hausrunde geritten. So lieb die Kleine. Richtig entspannend heute. Svandis sprang im Paddock umher. Macht sie sonst ja nie, aber heute drehte sie voll auf. Ausschlagen, rufen, hin und her rennen… Madame bißchen durchgedreht, vom vielen zu zweit reiten. Als sie dann den Sattel drauf bekam, das fand sie schon nicht witzig, weil mein Vater mit Björt grasen ging. Also hatten wir an den Silagerollen und an der Feldwegkreuzung leichte Differenzen. Doch da heut der Sattel drauf lag, und ich die Trense genommen hatte (nicht das Sidepull) und auch das Kommunikationsmittel war mit dabei… Da benötigte ich nicht so viel Überredungskunst den Matschweg entlang zu gehen wie „ohne Sattel/Sidepull“. Als die Hälfte des Feldwegs hinter uns war, durfte Svandis mal antraben – nutzte sie gleich zum Bocksprung – also doch lieber Schritt gehen bis der Matsch vorbei war. Danach nochmal so 20 m Trab. Straße lang war sie dann richtig lieb.
Auch Svandis durfte dann noch 5 Minuten Gras fressen und anschließend gab es Hafer/Mineralfutter und als ich Wasser aufgefüllt habe, erschien schon Claudia um mich zum Kino abzuholen…

Die ganze Woche war das Wetter wechselhaft, mir ging es nicht gut, und die Pferde hatten ganz viel Freizeit.
Freitag stand ich nach der Arbeit von ca 17 Uhr bis 19 uhr auf der neu eingesäten Wiese. Mein Vater hat den Hektar Wiese am Donnerstag per Hand gedüngt, weil auf dem nassen Stück Land der Trecker nur versacken würde. Aus dem gleichen Grund können wir auch nicht die Maulwurfshaufen per Tracktor „abschleppen“ – Daher musste ich die scheiß Hügel per Forke auseinander schmeißen. Das die blöden Maulwürfe unter Naturschutz stehen, versteht auch nur jemand ohne Garten/Land. Nach 2 Stunden hatte ich aber erst die Hälfte der Wiese geschafft. Wenn es nächste Woche wieder mehr trocken sein sollte, wird der Rest gemacht. Nach den 2 Stunden konnte ich mich kaum noch Rühren und wollte zum Rücken geraderichten nur schnell einen kleine Runde mit Svandis gehen – weil die ja eigentlich schön gleichmäßige und ruhige Gänge hat. Also Sidepull geholt und das Pony. Ohne Sattel raufgehüpft und losgeritten. Leider war die Stehzeit wohl zu lang. Iihh war die eklig. D.h. sie ging prima an der Weide hoch bis zum Feldweg. Dann allerdings wollte sie wieder nicht durch den Matsch Richtung Straße gehen. Natürlich habe ich sie immer wieder in die Richtung gestellt und bin nicht abgestiegen. Weder freiwillig noch unfreiwillig. Auch wenn sie mal gemuckt hat. Zum Glück hat sie nicht wirklich gebockt, sondern nur so ansatzweise mal angedeutet. Ohne Sattel hätte ich einen richtigen Hüpfer sicher nicht sitzen können. Irgendwann sah sie aber ein, das ich nun wirklich mit ihr da hoch will und dann ging sie auch. Straße lang und Südweg runter habe ich aber doch geführt. Dann dachte ich mir, das Björt sicher lieber ist. Mein Rücken war logischerweise nicht besser durch Svandis rumgehampel. Also Sidepull verkleinert und Björt mitgenommen. Die war auch nicht gut drauf. Auf dem Hof liegen Steine, Splitt und Sand – das kannte Björt noch nicht. Und es war für Björt zu viel. So hab ich das noch nicht von ihr kennengelernt. Dann wollte ich die gleiche Runde wie mit Svandis – aber ich bekam Björt nicht an den Silageballen vorbei. Sie drehte dort im Kreis und wollte absolut nicht. Bevor sie da auch doch mal Bockt, was sie ja noch nie gemacht hat, bin ich mit ihr den Südweg rauf, Straße lang und Feldweg runter. Die Runde ging dann auch ohne Sattel prima. Was sie nun gegen die andere Richtung hatte, weiß ich nicht.
Freitagabend war auch nichts los mit mir.

Samstagfrüh um halb neun bekam ich die Mitteilung, das Marion aus Göttingen losfährt. Habe Ponys da erst versorgt, die hatten aber noch von allem reichlich. Dann habe ich noch schnell im Haus aufgeräumt und Betten neu bezogen, gesaugt und aufgeräumt. Keller durchgefegt und … Naja, was halt so anfällt.
Um kurz vor 11 war Meo dann auch da. Askja und Magni haben gleich herum getobt. Die zwei verstehen sich prima.
Marion und ich sind dann kurz nach Mittag, mit Björt und Svandis losgeritten. Svandis war absolut eklig drauf und Björt war wieder nur am Rennen… Meo bekam auch zuerst keine Ruhe in Björt. Das ist ja meist zuerst so und nach einer längeren Pause. Wir sind aber gesittet in den Wald gelangt, dort den Reitweg entlang. Sind auf die schöne Bergaufgaloppstrecke geritten. Svandis hat auch wieder gut mit gehalten. Björt schafft den Berg schon fast ganz – Svandis etwas mehr als die Hälfte. Ein paar kleine Hüpfer waren da echt schon heftig – doch mit Sattel war es okay. Da ich die Trense drin hatte, zog sie schon arg an den Zügeln. Der Ausritt war trotzdem sehr schön.
Am Abend waren Meo und ich dann beim Chinesen. War sehr lecker. Aber an der Freundlichkeit der Mitarbeiter – da müssen die echt was tun.

Heute früh war ich um 7 Uhr mit den beiden Hunden unten zum Pferdefüttern, um 10 sind wir dann doch mal aufgestanden und um kurz nach 11 Uhr sind wir losgeritten. Björt war heute für ihre Verhältnisse langsam, so das Svandis gut mithielt. Heute hatte ich auch das Sidepull wieder im Einsatz bei Svandis. Da ging sie gleich ruhiger und zufriedener. Weil es ziemlich heftig anfing zu Regnen, als wir am Wald ankamen, sind wir nur auf dem Hauptweg geblieben und dann noch eine kleine Runde und über Vlotho zurück nach Hause. Heute sind wir auch zwei Galoppstrecken nur im Schritt gegangen. Zwar hat Björt bei der einen Strecke deutlich zu verstehen gegeben, das ihr das nicht passt – doch das hielt sich auch in Grenzen. Nass waren wir sowieso schon, also konnten wir auch eine große Runde gehen.
Um 13 Uhr waren wir wieder daheim. Nach dem Essen machten wir mit den Hunden einen kleinen Spaziergang und so gegen 16 Uhr fuhren Marion und Magni wieder heim nach Göttingen.

Montag war Aprilwetter vom Feinsten – wir versanken im Regen. Es war nur ungemütlich.

Dienstag hatte „niemand“ Zeit – so hatte ich also wieder 2 Pferde.
Zuerst mit Svandis geritten – die wieder behauptet hat, allein geht nicht. Ab dem Backsweg ist sie bockig – da will sie allein nicht runter. An der Straße lang bis zur Autobahnunterführung Loher Busch geht sie gut – dann macht sie bis in den Wald hinnein wieder Hampeleien und stellt sich doof. Auf dem weiteren Weg ist sie wieder lieb. Mit Sidepull geht sie deutlich besser als mit Gebiss – wie die Mama – Werde sie also wahrscheinlich doch vermehrt gebißlos reiten.
Björt kam mir danach so langsam vor, das ich dachte sie hat was. Und wenn ich mir erstmal einbilde, das Pferd hat was… Jeder Schritt wird „bewusst überprüft“ – jedes Zucken oder Stolpern könnte was ernstes sein. Als sie dann an der Borstenbach Brücke gegen das Sidepull drängte und laufen wollte war ich fast froh! Sie durfte aber nicht. War mir alles zu matschig.

Mittwoch habe ich die Pferde enthaart und ganz ordentlich geschrubbt – bevor ich zum Englisch bin. Mehr war zeitlich nicht drin. Und da ich furchtbar Kopfweh hatte, wollte ich auch nicht reiten.

Heute habe ich ebenfalls die Pferde stehen lassen. Dafür war Stallarbeit angesagt. Misten, Heu abwerfen usw. Damit war ich auch bis nach 21 Uhr beschäftigt.
Die Pferde wollten beim Füttern etwas Streicheleinheiten – bekamen sie natürlich auch.

Mal sehen, was am Freitag auf uns zu kommt…

Der Samstag war schon ins Wasser gefallen – so richtig. Man konnte draußen so gar nichts machen. Die Ponys standen freiwillig im Stall.

Der Sonntag fing freundlich an – doch den Vormittag verbrachte ich mit Migränemittel im Bett. Dann verabredeten Kirsten und ich uns doch noch fix zum Reiten, weil es Wettermäßig ja recht gut aussah – Doch um 13 Uhr kam ein Hagelschauer. Es wurde kalt und ungemütlich. Um 14 Uhr kam Kirsten. Und das Wetter war wieder schön. So sind wir 1,5 Stunden schön ausgeritten. Svandis heute das erste Mal auf einem langen Ausritt mit Sidepull. Das ging sehr gut. Svandis und Björt kennen die Galoppstrecken im Wald auch schon auswendig. Sogar Svandis zeigt deutlich, das sie mal Toben möchte. Sie wird immer mutiger auf Ausritten. Und Kirsten strahlte heute auch über beide Ohren, da Björt nur lieb und anständig war.
Kaum das wir wieder am Hof waren, fing es wieder an zu schneien. Wir hatten wirklich Glück mit dem Ausritt.
Den Rest des Nachmittags habe ich wieder verschlafen