Aprilwochenende

Die ganze Woche war das Wetter wechselhaft, mir ging es nicht gut, und die Pferde hatten ganz viel Freizeit.
Freitag stand ich nach der Arbeit von ca 17 Uhr bis 19 uhr auf der neu eingesäten Wiese. Mein Vater hat den Hektar Wiese am Donnerstag per Hand gedüngt, weil auf dem nassen Stück Land der Trecker nur versacken würde. Aus dem gleichen Grund können wir auch nicht die Maulwurfshaufen per Tracktor „abschleppen“ – Daher musste ich die scheiß Hügel per Forke auseinander schmeißen. Das die blöden Maulwürfe unter Naturschutz stehen, versteht auch nur jemand ohne Garten/Land. Nach 2 Stunden hatte ich aber erst die Hälfte der Wiese geschafft. Wenn es nächste Woche wieder mehr trocken sein sollte, wird der Rest gemacht. Nach den 2 Stunden konnte ich mich kaum noch Rühren und wollte zum Rücken geraderichten nur schnell einen kleine Runde mit Svandis gehen – weil die ja eigentlich schön gleichmäßige und ruhige Gänge hat. Also Sidepull geholt und das Pony. Ohne Sattel raufgehüpft und losgeritten. Leider war die Stehzeit wohl zu lang. Iihh war die eklig. D.h. sie ging prima an der Weide hoch bis zum Feldweg. Dann allerdings wollte sie wieder nicht durch den Matsch Richtung Straße gehen. Natürlich habe ich sie immer wieder in die Richtung gestellt und bin nicht abgestiegen. Weder freiwillig noch unfreiwillig. Auch wenn sie mal gemuckt hat. Zum Glück hat sie nicht wirklich gebockt, sondern nur so ansatzweise mal angedeutet. Ohne Sattel hätte ich einen richtigen Hüpfer sicher nicht sitzen können. Irgendwann sah sie aber ein, das ich nun wirklich mit ihr da hoch will und dann ging sie auch. Straße lang und Südweg runter habe ich aber doch geführt. Dann dachte ich mir, das Björt sicher lieber ist. Mein Rücken war logischerweise nicht besser durch Svandis rumgehampel. Also Sidepull verkleinert und Björt mitgenommen. Die war auch nicht gut drauf. Auf dem Hof liegen Steine, Splitt und Sand – das kannte Björt noch nicht. Und es war für Björt zu viel. So hab ich das noch nicht von ihr kennengelernt. Dann wollte ich die gleiche Runde wie mit Svandis – aber ich bekam Björt nicht an den Silageballen vorbei. Sie drehte dort im Kreis und wollte absolut nicht. Bevor sie da auch doch mal Bockt, was sie ja noch nie gemacht hat, bin ich mit ihr den Südweg rauf, Straße lang und Feldweg runter. Die Runde ging dann auch ohne Sattel prima. Was sie nun gegen die andere Richtung hatte, weiß ich nicht.
Freitagabend war auch nichts los mit mir.

Samstagfrüh um halb neun bekam ich die Mitteilung, das Marion aus Göttingen losfährt. Habe Ponys da erst versorgt, die hatten aber noch von allem reichlich. Dann habe ich noch schnell im Haus aufgeräumt und Betten neu bezogen, gesaugt und aufgeräumt. Keller durchgefegt und … Naja, was halt so anfällt.
Um kurz vor 11 war Meo dann auch da. Askja und Magni haben gleich herum getobt. Die zwei verstehen sich prima.
Marion und ich sind dann kurz nach Mittag, mit Björt und Svandis losgeritten. Svandis war absolut eklig drauf und Björt war wieder nur am Rennen… Meo bekam auch zuerst keine Ruhe in Björt. Das ist ja meist zuerst so und nach einer längeren Pause. Wir sind aber gesittet in den Wald gelangt, dort den Reitweg entlang. Sind auf die schöne Bergaufgaloppstrecke geritten. Svandis hat auch wieder gut mit gehalten. Björt schafft den Berg schon fast ganz – Svandis etwas mehr als die Hälfte. Ein paar kleine Hüpfer waren da echt schon heftig – doch mit Sattel war es okay. Da ich die Trense drin hatte, zog sie schon arg an den Zügeln. Der Ausritt war trotzdem sehr schön.
Am Abend waren Meo und ich dann beim Chinesen. War sehr lecker. Aber an der Freundlichkeit der Mitarbeiter – da müssen die echt was tun.

Heute früh war ich um 7 Uhr mit den beiden Hunden unten zum Pferdefüttern, um 10 sind wir dann doch mal aufgestanden und um kurz nach 11 Uhr sind wir losgeritten. Björt war heute für ihre Verhältnisse langsam, so das Svandis gut mithielt. Heute hatte ich auch das Sidepull wieder im Einsatz bei Svandis. Da ging sie gleich ruhiger und zufriedener. Weil es ziemlich heftig anfing zu Regnen, als wir am Wald ankamen, sind wir nur auf dem Hauptweg geblieben und dann noch eine kleine Runde und über Vlotho zurück nach Hause. Heute sind wir auch zwei Galoppstrecken nur im Schritt gegangen. Zwar hat Björt bei der einen Strecke deutlich zu verstehen gegeben, das ihr das nicht passt – doch das hielt sich auch in Grenzen. Nass waren wir sowieso schon, also konnten wir auch eine große Runde gehen.
Um 13 Uhr waren wir wieder daheim. Nach dem Essen machten wir mit den Hunden einen kleinen Spaziergang und so gegen 16 Uhr fuhren Marion und Magni wieder heim nach Göttingen.

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