Die ganze Woche war ziemlich mau.
Die Pferde hatten wie immer viel Freizeit.

Heute um kurz nach vier habe ich Svandis gesattelt. Bin mit ihr den Feldweg hoch. Es war matschig und daher weigerte sich Madame mal wieder rechts Richtung Straße zu gehen. Aber wir haben die Strecke doch ganz ohne Buckeln geschafft. Allerdings erschreckte sie sich auf der Straße ganz furchtbar vor einem Fasan. Erst hupfte sie nur zur Seite, aber dann kam ein Buckler – holla! Doch ich konnte mich oben halten. Svandis musste dann noch am Südweg vorbei gehen, was ihr auch nicht gefiel- aber dann ging’s.
Anschließend habe ich Björt bewegt. Zumindest habe ich es versucht. Björt hatte wieder keine Bremse. Es war ganz schlimm. Ich konnte sie kaum halten. Björt scheint wirklich Angst zu haben im Dunkeln zu gehen.
Da hilft wohl nur – öfter üben.

ist es hier
Nass-kalt und dunkel – da macht es draußen auch keinen Spaß.

Heute nach der Arbeit wollte ich erst einkaufen – doch dann hab ich mir das auch wieder anders überlegt und lies es sein. Bin heim, schnell was essen und dann raus. Dachte es regnet nicht… hmmmm Falsch gedacht… es misselte nur. Naja, was sein muss, muss sein..
Halfter und lange Leine, 140 cm Bodenarbeitsstöckchen (Pony-Kutsch-Peitsche mit kurzem Schlag) und Björt geholt. Kreise in 2m Abstand zu mir laufen, bißchen biegen, bißchen Seitengänge, Rückwärtsrichten, alles kein Problem. An der Hand traben (gerade aus, vom Hof zur Garageneinfahrt)… großes Problem. Björt will einfach nicht an der hand Traben – tölten auch nicht. Ein Gewusel und Gezackel. Wackelt man mit dem Stöckchen bekommt sie Panik und wird hektisch. Das macht dann auch keinen Spaß. Als Erfolgserlebnis nochmal ein paar runden im Kreis laufen und etwas Rückwärts. Gelobt und in den Stall zurück
Svandis mitgenommen. Gleiches Programm – bis auf Seitengänge, das kann sie (noch) nicht. Traben an der Hand dafür super. Gelobt und in den Stall zurück.
KraFu und Möhrchen und knuddeln und Feierabend.
Die Pferde mümmeln zufrieden ihr Heu. Und ich versuche die Kälte mit Wärmfalsche in meinem Rücken zu vertreiben – erfolglos.

Der vormittag war noch etwas nass, doch es wurde ab zehn zunehmend besser.
So halb zwei bin ich zu den Pferden runter.
Beide wieder zusammen im Offenstall geputzt. Heute war Björt als erste dran. Ich brauchte sowas wie ein Erfolgserlebnis und einen Babysitter. Wobei man sicher keines meiner Pferde als Babysitter bezeichnen kann.
Mit Björt war ich dann auch wieder ziemlich schnell oben im Wald. Sie spielte Jogger jagen und bevor sie den wirklich gepackt hätte, bin ich lieber abgebogen. Auf den Reitweg und da schön im Schritt lang – weil die Quellen und der Regen den Weg schon arg in Mitleidenschaft gezogen haben. Dann bin ich noch einen schönen langgezogenen Berg hinauf galoppiert. Den Berg zeig ich Thomas das nächste mal. Vorher müssen wir aber bei Svandis die Hufschuh ankleben. 😉
Björt hat es fast bis ganz oben im Galopp geschafft. Danach war sie aber fertig und friedlich. Wir sind noch einmal auf den Reitweg und dann schnell wieder heim. Knapp eine Stunde waren wir weg. Ich wollte nicht so lang, weil Svandis ja auch noch bewegt werden musste, und bevor es dunkel ist….
Also bekam Björt fix die Abschwitzdecke über und durfte in den Stall und Svandis freute sich nen Wolf das sie nun mit durfte.
Sie hampelte etwas herum als es ans Hufschuh anziehen ging doch sonst war sie recht anständig. Die ersten Zicken kamen oben am Südweg. Weil ich nicht wie gewohnt rechts abgebogen bin, sondern linksherum Richtung Dorf. Das erste Mal bockte sie dann, als links der Feldweg Richtung Heimat war, sie wollte heim – ich nicht. Dann behagten ihr die Heidschnucken an der „Amselschänke“ nicht, und nochmals zickte sie, als wir am „Meisenweg“ vorbei ritten. Denn die letzten Male mit Thomas und in Björt Begleitung ging es ja immer den Meisenweg hoch Richtung Wald. Aber da wollte ich nun mal heute nicht lang. Als sie das begriffen hatte, machte es scheinbar „Klick“ und sie ging entspannt weiter. Auch Svandis habe ich den Habichtsweg hinunter geführt. Unten wieder aufsteigen und am Bach lang durch die Fuchsgrund zurück. Den Berg zu den Schafweiden hoch durfte Svandis galoppieren. Das hat sie prima gemacht. Fühlte sich super an. Nur als ich dann nach unten schaute… Grrr…. Abgestiegen und den ganzen Weg zurück geführt. Ganz unten, da wo wir im Galopp gestartet waren, da lag der rechte hintere Hufschuh. Wieder angezogen, wieder aufgestiegen und den Berg hinauf getrabt. War auch gut. Und Svandis bißchen am schnaufen. Auch Svandis hat daheim dann ihre Decke über bekommen. Björt war in der Zeit soweit abgetrocknet, das ich ihr die Decke abnahm und sie bekamen noch etwas Heu zu knabbern….
Nach 40 Minuten wurde Svandis auch von ihrer Decke befreit und noch viel später – so 18.30 Uhr gab es das Abednessen für die Zwei
Wnd nun beginnt wohl wieder eine reitfreie Woche….

Heute früh…. 6.30 Uhr – Birgit und Askja gehen Pferde füttern ……
6.45 Uhr: wir schmeißen uns wieder ins Kuschelbett.
10 Uhr bin ich dann mal aufgestanden. Regen prasselte ans Fenster. In Ruhe Kaffee getrunken und gefrühstückt, und dann raus Paddock abgeäppelt und den Stall ausgemistet. Musste es doch ausnutzen, das es gerade mal nicht geregnet hat.

Nach dem Mittag bin ich dann so kurz nach 13 Uhr zu den Beiden, habe sie im Offenstall geschrubbt, damit oben auf dem Hof nicht alles dreckig wird. Da kein Mitreiter in Sicht war, habe ich mir als erstes Svandis gesattelt. Erst das größere Übel von beiden, dann kann ich mich später entspannen – dachte ich.
Da Svandis gleich an der Garageneinfahrt und da an Walters Altmetallhaufen herrumzickte – habe ich nicht lang gefackelt und sie musste den Südweg hinauf traben. Das war gemein, ja ich gebe es zu – doch dann soll sie halt nicht rumbocken. Auf der Straße oben zickte sie dann nochmal bißchen, aber das war okay. Bis zum Backsweg kamen wir ohne Probleme. Da ich schon immer am schielen war, weil 200 m neben der Straße waren sie auf einer Wiese am Bäume fällen, bin ich den Backweg hinunter lieber abgestiegen. Die Säge und die Ungewissheit, wann der dicke Baum nun umfällt, das war mir zu riskant. Als die Holzfäller außer Sicht waren und das Geräusch der Motorsäge nicht mehr so laut, bin ich wieder aufgestiegen.
Kaum saß ich oben, verstummte die Säge und es krachte furchtbar. Baum gefallen…. Toll… Svandis hat aber nur 2 Schritte zur Seite gemacht und war dann anständig. Ohne weitere Probleme gingen wir dann die Hausrunde zuende.
Anschließend Björt gesattelt und mit ihr zur Abwechslung mal durchs Dorf geritten. Es war heute furchtbar für Björt. Überall waren die Leute in ihren Vorgärten und haben mit diversen Hilfsmitteln Bäume und Hecken geschnitten und Motorräder/Roller sausten an uns vorbei. Björt war ziemlich „wuschig“ Habichtsweg mit seinen angeblich 12 % habe ich wieder herunter geführt. Als ich wieder aufsteigen wollte, schlichen von hinten 2 Spaziergänger heran. Die hatten wir erst überholt… Björt mag solche Leute scheinbar nicht. Ich saß noch nicht ganz oben, da zog sie ab. Grrrrrr – auf der Straße. Sicher hab ich sie fix wieder im Griff gehabt, doch witzig fand ich das nicht. Am Bach lang war Björt artig – eigentlich den ganzen Weg über. Sie ist auch lieb im Schritt geblieben – auch auf ihren Rennstrecken. Zum Laufen lassen war es sowieso zu nass.
Dann hab ich Heu abgeworfen und sauber gemacht und schon war es wieder duster, Fütterungszeit und so…

Heute ist schon der 2te Jahrestag –
Björt ist auf den Tag 2 Jahre bei mir – (oder Swana ist schon 2 Jahre tod)

Zur Feier des Tages gab es nichts Besonderes. Nur eine Wurmkur.
Ich glaub, das war nicht das Netteste zum Jahrestag, musste aber sein.

Morgen muss ich bis 17 Uhr arbeiten – da Dauerregen angesagt ist genau wie heute, wird das eher nicht schlimm sein. Vielleicht schaffe ich es am Wochenende dann ja wieder auf die Pferde – falls die Regenzeit mal aufhört.