Die ganze Woche war das Wetter wechselhaft, mir ging es nicht gut, und die Pferde hatten ganz viel Freizeit.
Freitag stand ich nach der Arbeit von ca 17 Uhr bis 19 uhr auf der neu eingesäten Wiese. Mein Vater hat den Hektar Wiese am Donnerstag per Hand gedüngt, weil auf dem nassen Stück Land der Trecker nur versacken würde. Aus dem gleichen Grund können wir auch nicht die Maulwurfshaufen per Tracktor „abschleppen“ – Daher musste ich die scheiß Hügel per Forke auseinander schmeißen. Das die blöden Maulwürfe unter Naturschutz stehen, versteht auch nur jemand ohne Garten/Land. Nach 2 Stunden hatte ich aber erst die Hälfte der Wiese geschafft. Wenn es nächste Woche wieder mehr trocken sein sollte, wird der Rest gemacht. Nach den 2 Stunden konnte ich mich kaum noch Rühren und wollte zum Rücken geraderichten nur schnell einen kleine Runde mit Svandis gehen – weil die ja eigentlich schön gleichmäßige und ruhige Gänge hat. Also Sidepull geholt und das Pony. Ohne Sattel raufgehüpft und losgeritten. Leider war die Stehzeit wohl zu lang. Iihh war die eklig. D.h. sie ging prima an der Weide hoch bis zum Feldweg. Dann allerdings wollte sie wieder nicht durch den Matsch Richtung Straße gehen. Natürlich habe ich sie immer wieder in die Richtung gestellt und bin nicht abgestiegen. Weder freiwillig noch unfreiwillig. Auch wenn sie mal gemuckt hat. Zum Glück hat sie nicht wirklich gebockt, sondern nur so ansatzweise mal angedeutet. Ohne Sattel hätte ich einen richtigen Hüpfer sicher nicht sitzen können. Irgendwann sah sie aber ein, das ich nun wirklich mit ihr da hoch will und dann ging sie auch. Straße lang und Südweg runter habe ich aber doch geführt. Dann dachte ich mir, das Björt sicher lieber ist. Mein Rücken war logischerweise nicht besser durch Svandis rumgehampel. Also Sidepull verkleinert und Björt mitgenommen. Die war auch nicht gut drauf. Auf dem Hof liegen Steine, Splitt und Sand – das kannte Björt noch nicht. Und es war für Björt zu viel. So hab ich das noch nicht von ihr kennengelernt. Dann wollte ich die gleiche Runde wie mit Svandis – aber ich bekam Björt nicht an den Silageballen vorbei. Sie drehte dort im Kreis und wollte absolut nicht. Bevor sie da auch doch mal Bockt, was sie ja noch nie gemacht hat, bin ich mit ihr den Südweg rauf, Straße lang und Feldweg runter. Die Runde ging dann auch ohne Sattel prima. Was sie nun gegen die andere Richtung hatte, weiß ich nicht.
Freitagabend war auch nichts los mit mir.

Samstagfrüh um halb neun bekam ich die Mitteilung, das Marion aus Göttingen losfährt. Habe Ponys da erst versorgt, die hatten aber noch von allem reichlich. Dann habe ich noch schnell im Haus aufgeräumt und Betten neu bezogen, gesaugt und aufgeräumt. Keller durchgefegt und … Naja, was halt so anfällt.
Um kurz vor 11 war Meo dann auch da. Askja und Magni haben gleich herum getobt. Die zwei verstehen sich prima.
Marion und ich sind dann kurz nach Mittag, mit Björt und Svandis losgeritten. Svandis war absolut eklig drauf und Björt war wieder nur am Rennen… Meo bekam auch zuerst keine Ruhe in Björt. Das ist ja meist zuerst so und nach einer längeren Pause. Wir sind aber gesittet in den Wald gelangt, dort den Reitweg entlang. Sind auf die schöne Bergaufgaloppstrecke geritten. Svandis hat auch wieder gut mit gehalten. Björt schafft den Berg schon fast ganz – Svandis etwas mehr als die Hälfte. Ein paar kleine Hüpfer waren da echt schon heftig – doch mit Sattel war es okay. Da ich die Trense drin hatte, zog sie schon arg an den Zügeln. Der Ausritt war trotzdem sehr schön.
Am Abend waren Meo und ich dann beim Chinesen. War sehr lecker. Aber an der Freundlichkeit der Mitarbeiter – da müssen die echt was tun.

Heute früh war ich um 7 Uhr mit den beiden Hunden unten zum Pferdefüttern, um 10 sind wir dann doch mal aufgestanden und um kurz nach 11 Uhr sind wir losgeritten. Björt war heute für ihre Verhältnisse langsam, so das Svandis gut mithielt. Heute hatte ich auch das Sidepull wieder im Einsatz bei Svandis. Da ging sie gleich ruhiger und zufriedener. Weil es ziemlich heftig anfing zu Regnen, als wir am Wald ankamen, sind wir nur auf dem Hauptweg geblieben und dann noch eine kleine Runde und über Vlotho zurück nach Hause. Heute sind wir auch zwei Galoppstrecken nur im Schritt gegangen. Zwar hat Björt bei der einen Strecke deutlich zu verstehen gegeben, das ihr das nicht passt – doch das hielt sich auch in Grenzen. Nass waren wir sowieso schon, also konnten wir auch eine große Runde gehen.
Um 13 Uhr waren wir wieder daheim. Nach dem Essen machten wir mit den Hunden einen kleinen Spaziergang und so gegen 16 Uhr fuhren Marion und Magni wieder heim nach Göttingen.

Montag war Aprilwetter vom Feinsten – wir versanken im Regen. Es war nur ungemütlich.

Dienstag hatte „niemand“ Zeit – so hatte ich also wieder 2 Pferde.
Zuerst mit Svandis geritten – die wieder behauptet hat, allein geht nicht. Ab dem Backsweg ist sie bockig – da will sie allein nicht runter. An der Straße lang bis zur Autobahnunterführung Loher Busch geht sie gut – dann macht sie bis in den Wald hinnein wieder Hampeleien und stellt sich doof. Auf dem weiteren Weg ist sie wieder lieb. Mit Sidepull geht sie deutlich besser als mit Gebiss – wie die Mama – Werde sie also wahrscheinlich doch vermehrt gebißlos reiten.
Björt kam mir danach so langsam vor, das ich dachte sie hat was. Und wenn ich mir erstmal einbilde, das Pferd hat was… Jeder Schritt wird „bewusst überprüft“ – jedes Zucken oder Stolpern könnte was ernstes sein. Als sie dann an der Borstenbach Brücke gegen das Sidepull drängte und laufen wollte war ich fast froh! Sie durfte aber nicht. War mir alles zu matschig.

Mittwoch habe ich die Pferde enthaart und ganz ordentlich geschrubbt – bevor ich zum Englisch bin. Mehr war zeitlich nicht drin. Und da ich furchtbar Kopfweh hatte, wollte ich auch nicht reiten.

Heute habe ich ebenfalls die Pferde stehen lassen. Dafür war Stallarbeit angesagt. Misten, Heu abwerfen usw. Damit war ich auch bis nach 21 Uhr beschäftigt.
Die Pferde wollten beim Füttern etwas Streicheleinheiten – bekamen sie natürlich auch.

Mal sehen, was am Freitag auf uns zu kommt…

Der Samstag war schon ins Wasser gefallen – so richtig. Man konnte draußen so gar nichts machen. Die Ponys standen freiwillig im Stall.

Der Sonntag fing freundlich an – doch den Vormittag verbrachte ich mit Migränemittel im Bett. Dann verabredeten Kirsten und ich uns doch noch fix zum Reiten, weil es Wettermäßig ja recht gut aussah – Doch um 13 Uhr kam ein Hagelschauer. Es wurde kalt und ungemütlich. Um 14 Uhr kam Kirsten. Und das Wetter war wieder schön. So sind wir 1,5 Stunden schön ausgeritten. Svandis heute das erste Mal auf einem langen Ausritt mit Sidepull. Das ging sehr gut. Svandis und Björt kennen die Galoppstrecken im Wald auch schon auswendig. Sogar Svandis zeigt deutlich, das sie mal Toben möchte. Sie wird immer mutiger auf Ausritten. Und Kirsten strahlte heute auch über beide Ohren, da Björt nur lieb und anständig war.
Kaum das wir wieder am Hof waren, fing es wieder an zu schneien. Wir hatten wirklich Glück mit dem Ausritt.
Den Rest des Nachmittags habe ich wieder verschlafen

Freitag – bin schon Mittags heim – muss Überstunden abbauen.

Da Kirsten Freitags ja keine Zeit hat, rief ich bei Thomas an… Mal anfragen, ob das Mädel nicht mehr reiten will.
Ich hatte auch Mariele am Telefon – die wäre am liebsten durchs Telefon gekrochen. Aber Papa war nicht da. Ich meinte, sie können ja anrufen, wenn sie noch kommen wollen – oder sich am Wochenende melden – wenn es nicht gerade regnet.

Ich habe mir dann Björt fertig gemacht und bin mit ihr eine super entspannte Schrittrunde geritten. Sie ging so schön locker voran, das war herrlich.
Kein Ziehen am Sidepull, kein wegstürmen. Für Björtverhältnisse fast am Einschlafen.
Ja, Svandis hätte ewig auftraben müssen. Nein, Björt hat keine kleinen Zackelschritte gemacht.
Dann wurde Svandis gesattelt und bekam das Sidepull über. Sie war doch der Meinung, das man ohne Björtbegleitung nicht gehen muss. Wir einigten uns jedoch schnell auf „gehen“. Kaum das wir richtig starten wollten, kam meine Mutter „Mariele kommt – sie hat gerade angerufen“ – Na, das war mir auch gerade egal – wo ich schon mal auf Svandis saß, soll die nicht wieder merken das sie mit Bocken durchkommt. Also Südweg hoch und bis zum Backsweg. Svandis war nach den Startschwierigkeiten auch sehr lieb. Sie kann das! Sie will nur nicht! Als wir am Backsweg wendeten. Kam Thomas da runtergefahren. Mariele und eine Freundin hinten im Bulli. Die sind zum Hof gefahren und haben Björt geholt. Björt war wohl ziemlich verdaddert, das schon wieder jemand was von ihr wollte. Doch sie ist ja ein Engel im Umgang, von daher keine Probleme für Thomas und die Kids. Als Björt rittfertig war, war ich auch schon mit Svandis wieder am Hof. Askja bekam ihr Laufgeschirr um und kam an der Leine mit. Mariele ritt natürlich wieder „ihre“ Björt von mir geführt, und Thomas führte Marieles Freundin auf Svandis. Wir sind die Hausrunde spaziert. Mariele sollte allein lenken – ich ließ den Führstrick sehr locker. Und mit Sidepull kann sie dem Pferd auch nicht wehtun. Das hat auch schon gut funktioniert – ist aber noch meilenweit vom Alleinreiten entfernt. Marieles Freundin hat noch nie zuvor auf einem Pferd gesessen und war ganz begeistert von Svandis.

So hatten wir alle einen schönen Nachmittag, und die Pferde ihre Bewegung

und wieder nichts geschrieben.
Es war aber auch nicht viel los.
Montag bin ich die Beiden Pferde die Mini-Runde jeweils ohne Sattel geritten. Beide waren wirklich lieb.
Dienstag dachten Kirsten und ich spontan an einen kleinen Ausritt. Jedoch fing es genau 10 Minuten vorher so furchtbar an zu regnen, das wir spontan den Ausritt abgeblasen haben. Das ging gar nicht.
Mittwoch haben wir den spontanen Plan aber nachgeholt. Ich konnte um 16 Uhr Feierabend machen. Um 17.30 Uhr ritten wir dann los. Kirsten musste Björt ständig bremsen und Svandis trabte ständig auf. Wir wollten wegen der nassen Wege nur Schritt gehen. Björt hat auch einen Schrittausritt gemacht, Svandis einen Schritt/Trab-Ausritt. War sehr schön.
Kirsten half noch beim Füttern und versorgen der Pferde. Dann musste ich mich auch umziehen und Marion wegen dem Englisch Kurs abholen.
Nach dem Englisch hatten Marion und ich solches Magenknurren, das wir noch fix in den Supermarkt sind (die haben ja bis 22 Uhr auf) Ich habe mich erstmal wieder mit Zwieback eingedeckt.
Heute Abend wurden die Pferde wieder mit blauen und gelben Schaumstoffstangen geärgert. Björt hüpfte anfangs wieder wild umher, bis sie sich doch wieder normal benommen hat. Svandis nimmt das Ganze einfach hin und geht schön aufmerksam durch die Gassen.
Macht Spaß mit den Beiden „zu spielen“