Heute waren Kirsten und ich wieder zum Reiten verabredet. Als ich noch am Abendessen war, kam schon Kirsten. Sie hat die Pferde geputzt und ich ganz in Ruhe zuenede gegessen. Um kurz nach 17 Uhr sind wir dann losgeritten.
Kirsten hat heute „versucht“ Björt mit Sidepull zu reiten. Nun wissen wir für den nächsten Ausritt, das Kirsten doch wieder die normale Trense nimmt. Björt ist losgerannt wie eine Wilde und war kaum zu bremsen. Okay, wenn ich sie mit Sidepull reite, ist sie auch etwas fixer – aber heute, das war unheimlich.
Wegen der frisch gemachten Hufe sind wir auch überwiegend Randstreifen/Feldweg/Waldwege geritten. Sobald Björt auch nur eine Galoppstrecke oder Trabstrecke gerochen hat, ist sie losgeschossen. Svandis versuchte ziemlich verzweifelt hinterher zu kommen. Die arme Kleine war fast nur am Auftraben – so hatte sie für den Galopp kaum noch Energie. Ich ließ Svandis den Freiraum zu entscheiden ob sie im Trab oder Galopp hinter dem Rennhamster herlief. Wir sind dann gleich als erstes eine schöne Waldgaloppstrecke hinauf. Von Björt sahen Svandis und ich nur eine Staubwolke. Dann sind wir noch 2 kleine Schleifen auf schön weichen Waldwegen gerannt – und weil Björt nicht zu bremsen war, sind wir noch zum Rütli rauf. Am Rütli sind wir abgestiegen, haben den steilen Berg hinab geführt und sind dann auch nicht wieder aufgestiegen. Haben bis zu Hause geführt. So konnten die Pferde schon etwas verschnaufen. Dann durften sie auch noch so 20 Minuten an der Hand grasen und kurz vor 19 Uhr gab es Hafer und Heu. Und so 19.20 Uhr wurde Kirsten von ihren beiden Männern abgeholt.

Björt und Svandis waren heut echt mit Turbo ausgestattet – so heftig war es schon lang nicht mehr. Trotzdem hat der Ausritt viel Spaß gemacht.

Heute früh ging das Telefontraining weiter. Wieder von 10 Uhr an. Heute nur bis 13.15 Uhr. Gestern hat ja jeder so ungefähr 4 mal telefonieren müssen – heute bestimmt so 6 Mal oder mehr. Und immer wieder besprechen, auswerten und neue Übungen machen. Ich fand dieses Telefontraining viel intensiever (und besser) als das 1 tägige (deutsche) Training in Hamburg im Februar.
Um 13.40 Uhr war ich bei uns zu Hause – Umgezogen und raus zu den Pferden. Kurz nachdem ich die Pferde aufgehalftert hatte und angefing sie zu putzen, erschien auch Thomas mit Mariele und ihrer Freundin Svenja. Zuerst haben wir, d.h. Thomas und ich, die Ponyhufe wieder in Form gebracht und dann wurde gesattelt und die Kinder auf die Pferde gehoben. Obwohl Svenja seit 1 oder 2 Jahren Unterricht bekommt, hatte sie einen ziemlich „krummen“ Sitz und hing ewig nach vorn, Kopf nach unten… Dann fing sie plötzlich an zu weinen, als wir auf einen Waldweg einbogen. Sie mochte nicht im Wald reiten. Dann wollten Thomas und ich eine kleine Schleife oben am Rütli gehen, weil es dort ja so toll ist – aber Mariele wollte heim, also am Rütli den steilen Berg hinunter. Da fing Svenja wieder an zu weinen, weil sie bergab nicht reiten kann/will. Echt komisch! Thomas und ich konnten das kaum glauben.
Daheim wurden ganz fix die Steigbügel länger gestellt und Thomas und ich sind den Feldweg im Galoppp hoch, Straße lang im Trab/Tölt und Südweg wieder im Schritt herunter. Damit die Pferdchen wieder zur Ruhe kamen, haben die Mädchen noch etwas Bodenarbeitseinführung bekommen. Svenja hatte keine Ahnung von Führen, Wendungen und so. Mariele schon – aber heut war ich gemein. Habe die blauen und gelben Schaumstoffstangen ausgelegt. Die Kinder mussten also die Ponys richtig durch Gassen oder über die Stangen treten lassen. Dann legten wir ein „L“ und die Pferde mussten durchgeführt werden… Das war für die Kinder ziemlich aufregend. Die Pferde hatten ihren Spaß – das sah man.
Um 17 Uhr fuhren Thomas und die Kinder heim. Ich habe mich wieder super fix umgezogen, bin zu meiner Tante zum Geburtstag feiern gefahren. Kurz nach 18 Uhr war ich wieder daheim. … Pferdefüttern war um 19 Uhr und nun ist Feierabend.

Samstagfrüh fing um 10 Uhr unser Telefontraining auf Englisch an. Unserer Trainerin war ein „Native Speaker“ – also eine Schottin. Sandra sprach zwar ziemlich schnell – aber sehr gut verständlich. Wir sollten auch nur Englisch sprechen. Das klappte auch sehr gut. Angemeldet waren 4 Männer und 4 Frauen – wir Frauen waren auch vollzählig – aber von den Männern erschien nur 1. Das war etwas schade, aber wir haben Rudolf gut aufgenommen – und ich glaube er fühlte sich nicht unwohl.
Zuerst natürlich alle vorstellen und Erwartungen und Gründe für die Teilnahme erzählen. Und dann ging es los mit Vokabeln, Redewendungen und so weiter und kurz vor der Mittagspause die ersten praktischen Übungen am Telefon und nach der Pause (45 Minuten) wieder Telefonieren, Sprach-Übungen, Arbeitsblätter usw.
Um 17 Uhr war dort am Samstag Schluss und um 18.30 Uhr sind Kirsten und ich losgeritten. Nur fix die mittlere Runde durchs Dorf. Björt war nur lieb bei Kirsten und Svandis hupfte wieder etwas herum und stellte sich unwissend. Auf der einzigsten Galoppstrecke bei dem Weg, da gaben beide Pferde ordentlich Gas. Svandis hielt super mit Björt mit. Das war echt prima Samstag! Abends bin ich dann auf dem Sofa eingeschlafen – aber erst nachdem ich Brokeback Mountain geschaut habe. Hab den Film aber auf Deutsch geguckt – zum Englisch üben, da nehme ich später lieber Filme die ich kenne (star wars, X-Men, Herr der Ringe oder sowas)

Selbst Freitag als ich nen Tag Überstundenfrei hatte – zu nichts gekommen.

Freitagmorgens war ich mit meiner Mutter beim Friseur und natürlich auch den Wocheneinkauf für die Familie erledigen. Da ich meine langen Zottelhaare mal wieder nicht sehen konnte, ließ ich das ganze wieder als „Bob“ schneiden, sieht wieder bißchen ordentlicher aus.
Nachmittags habe ich dann den Stall gemistet und von 15 bis 18.30 Uhr auf der Heuwiese gestanden und Holz abgesucht und Maulwurfshaufen platt gemacht – aber bin noch lange nicht fertig geworden. Hatte aber keine Lust mehr und mein Rücken tat eh weh. Bin noch 30 Minuten mit meiner Mutter und den Ponys spazieren gegangen und dann fix gefüttert und ich bin zu Claudia gefahren. Ich habe über meinen Bruder einen „Luftballonaufpuster“ geliehen bekommen – so haben Claudia und ich 40 Luftballons für die Rubinhochzeit (40 Jahre) ihrer Eltern aufgepustet. Das ging mit dem Ding ziemlich fix. Claudias Zwerghase Krümel war dann der Meinung, das ich lecker bin. Der hat mich abgeleckt von oben bis unten. Krümel bildet sich ernsthaft ein er sei ein Hund – er schleckt Besucher neuerdings so richtig ab – ein irres Gefühl – ich musste so lachen!

Was wurden wir damals – vor knapp über 20 Jahren – in der Schule doch gequält mit dem Roman „Die Welle“
3tes Reich – Diktatur – nochmal möglich???
Natürlich nein… Das Schulexperiment…
Ich glaube, wir alle sind in den Genuß des Romans gekommen.
Nun läuft ja schon seit einiger Zeit im Kino der Film zum Buch. Und Claudia und ich sind heute ins Kino um uns den Film anzusehen. Einiges war uns durchaus noch präsent, wie es so im Roman sein müsste. Nein, wir haben das Buch nicht vorher nochmal gelesen. Der Film war gut – wirklich. Eine gute Umsetzung der Geschichte und relativ nah am Roman – wenn auch etwas „Blutiger“ – zumindest glaube ich nicht, das im Buch am Ende einer verletzt wird, einer stirbt und der Lehrer eingebuchtet wird.
Claudia und ich haben spontan beschlossen, unsere Bücherschränke zu durchforsten und das Ganze nochmal nachzulesen.

Vor dem Kino habe ich Ponys enthaart. Bei Björt setzt nun auch der Frühling ein, da kam was an Haaren runter, ein Eimerchen voll nur von Björt – Svandis ist schon so gut wie durch mit dem Fellwechsel.
Dann bin ich mit Björt die Hausrunde geritten. So lieb die Kleine. Richtig entspannend heute. Svandis sprang im Paddock umher. Macht sie sonst ja nie, aber heute drehte sie voll auf. Ausschlagen, rufen, hin und her rennen… Madame bißchen durchgedreht, vom vielen zu zweit reiten. Als sie dann den Sattel drauf bekam, das fand sie schon nicht witzig, weil mein Vater mit Björt grasen ging. Also hatten wir an den Silagerollen und an der Feldwegkreuzung leichte Differenzen. Doch da heut der Sattel drauf lag, und ich die Trense genommen hatte (nicht das Sidepull) und auch das Kommunikationsmittel war mit dabei… Da benötigte ich nicht so viel Überredungskunst den Matschweg entlang zu gehen wie „ohne Sattel/Sidepull“. Als die Hälfte des Feldwegs hinter uns war, durfte Svandis mal antraben – nutzte sie gleich zum Bocksprung – also doch lieber Schritt gehen bis der Matsch vorbei war. Danach nochmal so 20 m Trab. Straße lang war sie dann richtig lieb.
Auch Svandis durfte dann noch 5 Minuten Gras fressen und anschließend gab es Hafer/Mineralfutter und als ich Wasser aufgefüllt habe, erschien schon Claudia um mich zum Kino abzuholen…