Die Woche war furchtbar. Die Wärme macht mich völlig fertig. Es fing mit ganz übel Kopfweh an. Daher bin ich am Montag früh aus dem Büro verschwunden und lag auch gleich auf dem Sofa als ich daheim war.
Als es abends kopfmäßig wieder einigermaßen ging, bin ich kurz beide Ponys nacheinander geritten. Waren beide auch recht anständig.
Dienstag kam ich nach der Arbeit nicht zum reiten, ebenso Mittwoch.
Mittwochfrüh war ich erstmal wieder beim Arzt wegen meinem Ringfinger. Ich bekam eine Überweisung zum Handchirurgen und habe mir im Krankenhaus gleich einen Termin geholt. Am 4.6. muss ich morgens dort erscheinen. Abends beim Englisch fingen die Kopfweh wieder an.
Donnerstag hatten wir abends noch eine zusätzliche Englischeinheit. Die Cambrigde Prüfung rückt näher und man wird nervöser. Vorher bin ich aber noch mit Björt und anschließend Svandis kurz geritten.
Freitag musste ich bis 17 Uhr arbeiten – und abends war ich nur ko – bin ziemlich früh auf dem Sofa eingeschlafen. Die Ponys hatten Freitag frei.
Samstag streckte mich eine Migräneatacke vom feinsten nieder. Lag fast den ganzen Tag flach. Alles abgedunkelt und ich wollte nur meine Ruhe haben. Reiten? Nein, keine Chance.

Heute war der Kopf nach den entsprechenden Medikamenten einigermaßen klar. Nachmittags bin ich dann erst noch die „Rütli-Runde“ mit Svandis geritten. Sie war sehr gut dabei. Hat Spaß gemacht. Dann ging es zum Grillen zu meinem Bruder. Und um kurz nach sieben bin ich mit Björt noch eine schnelle Runde geflitzt. Auch sie war sehr lieb.
Und nun ist Feierabend.

Um 6.30 Uhr war die Nacht war zu Ende…
Mein Vater war schon um 5 Uhr auf und hat im Internet den Regenradar beobachtet… Der Regen kam immer näher und da hat er es nicht ausgehalten und uns aus den Betten geholt – meine Mutter und mich.
Um 7 Uhr war die Presse am Trecker und wir haben die kleine Wiese gepresst. War zwar noch etwas Morgenfeuchte drin, aber okay. Das trocknet auf dem Boden durch. Leider haben wir ganz bißchen zu fest gepresst, weil ich mal wieder geschlafen habe. Mein Vater hat zwar immer „lose“ gedreht an der Presse, aber die Bunde sind trotzdem arg schwer und groß. Als wir die 15 Bund auf dem Dachboden hatten, hat meine Mutter alle aufgemacht und noch Schnur dazwischen geknotet, damit sich das „ausbreiten und ausdünsten“ kann – wenn es bis Dienstag noch klamm ist, mache ich alle Bunde auf und schüttel es auf – dann lager ich das eben lose da auf dem Dachboden. Die kleine Wiese haben wir sonst immer lose eingelagert. Das Heu ist ansonsten phantastisch! Riecht so richtig klasse. Der ganze Stall duftet nun wieder toll nach frischem Heu. Um 8 Uhr waren die 15 Bund auf dem Dachboden – um 9 Uhr bekamen wir auch endlich Frühstück.
Björt und Svandis durften von 10 bis 11 Uhr im Regen auf die Weide. Um kurz vor 12 gab’s für die Zweibeiner Mittagessen. Und dann…. Meine Eltern gingen ins Bett und ich auf mein Sofa. Als ich so um 17 Uhr wach wurde, kam mein Bruder mit Frau und Kind und frischen Waffeln.
Björt und Svandis durften nochmal auf die Weide, und Edlers haben Kuchen+Waffeln gegessen.
Anschließend sind meine Mutter und ich mit Hund und Ponys noch 30 Minuten spazieren gegangen. Das hat ganz gut getan, aber die komische Gewitterluft draußen ist für meinen Kopf gar nicht gut. Naja, wird auch wieder besser.
Nun ist das erste Heu ja drin – nun kann es von mir aus Regnen. Die große Wiese ist noch nicht gemäht. Das hat noch Zeit.

Kirsten und ich hatten uns Samstag früh um 9.30 Uhr verabredet. Wir wollten
reiten, bevor bei unseren Nachbarn der Auflauf beginnt.
Denn bei unseren Nachbarn stand der alljährliche Schnitzeljagdritt/Reiterralley auf dem Tagesprogramm. Mitreiten wollten wir nicht… Das können Björt und Svandis noch nicht. Die drehen mir doch durch, wenn da zwanzig/dreißig andere Pferde um sie herum Bambule machen.
Und Kirsten reitet Björt doch erst 3 Monate – das wäre zu früh für die Zwei.
Wir sind aber den markierten Weg der Schnitzeljagdreiter gegangen, da wir nun doch neugierig waren, wo es langgeht.
Svenja – die letztes Jahr erneut den Ritt gewonnen hat, und dieses Jahr für die Streckenführung und die Aufgaben zuständig war, hatte eine sehr anspruchsvolle Route gewählt, wie ich finde. Immerhin kommen da ja Leute, die sich bei uns nicht wirklich auskennen. Natürlich ging es den normalen Weg in den Wald – dort aber erstmal vorher und von hinten in den Wald. Dann auf dem Reitweg bergab – zum „unteren Schlagenweg“. Das Bild zeigt den Schotter, den nun fast den ganzen Reitweg ziert.
Auf dem Weg dorthin wurden wir beinahe von einem Trecker mit Baum-Ernter umgerast. Der fuhr den Waldweg in einem Affenzahn hoch und wurde nicht mal langsamer als er uns sah. Der „untere Schlangenweg“ ist einer der noch nicht von den Waldarbeitern zerstörten Wege. Die Frage ist bloß: Wie lange darf der noch so bleiben. Auf der Strecke lagen 3 kleine Bäumchen quer – Björt stapfte drüber und wäre am liebsten die ganze Strecke im Galopp gerast. Svandis ist über die 3 kleinen Bäumchen gehüpft. Voll süß! Über den dickeren Buchenbaum, der so quer über den Weg liegt sind beide
Pferde gut rübergeklettert. Björt berührt den fast mit dem Bauch wenn sie drübersteigt, so hoch liegt der Baum. Und sie war super stinkig und regte sich furchtbar auf, das Kirsten sie nicht rennen ließ.
Als wir an die „Reitwegkreuzung“ kamen, stand dann dort der Trecker und wollte anfangen Bäume aufzuladen – aber der Fahrer hat dann doch gewartet bis wir vorbei waren. Wir sind weiter dem markierten Schnitzeljagdweg gefolgt – eine schicke Galoppstrecke hinauf. Björt ist sogar sehr anständig „rund“ galoppiert und
Svandis eigentlich auch. Doch dann hat sich Svandis einen Hufschuh ausgetreten. Also anhalten, wieder anziehen und dann weiter – aber diesmal im Schritt. Die Schnitzeljagdroute führte noch über eine kleine Schleife den regulären Reitweg entlang.
Wir waren 20 Min. zum Wald unterwegs – im Wald 45 Minuten und hätten dann wieder den gleichen Weg heim wie hin gemusst – aber wir sind dann doch lieber über Vlotho zurück nach Hause. So waren wir insgesamt fast 2 Stunden unterwegs. Und die Ralleyreiter müssen unterwegs auch noch immer Aufgaben erledigen.
Kirsten und ich haben uns ja auch an Aufgabe 1 versucht „das Gatter“ Latte anheben, drunterherreiten, ablegen. Mit Svandis habe ich es im 3ten Versuch geschafft, Kirsten konnte die Latte zwar anheben, aber nicht drunterher reiten und ablegen. Das werden wir nun wohl ab und zu irgendwie üben….

Samstagnachmittag waren wir im Heu und am Gras mähen – frisches Grün für die Pferde zum Futtern – brauchten sie nicht auf die Weide. Und der Hang sieht ordentlich aus.
Die Heupresse wurde hervorgeholt und vorbereitet

Abends kam Claudia und wir beide haben den Grand Prix d’Eurovision geguckt.Traurig, wie da die Wertungen zugeschoben werden.

War das ein schöner Feiertag!
Wetter 1 a – Ponys gut gelaunt – wir am Heu machen …
Zumindest erstmal die kleine Obstbaumwiese und die halbe Teichwiese. Die große Hangweide kommt später, das neue Gras muss erstmal wachsen und hat auch noch nicht ausgeblüht.
Heut früh also Ponystall misten und Misthaufen platt-treten. Währenddessen waren Björt und Svandis auf dem abgetrennten schon abgegrasten Weidestück am Teich. Nachdem der Stall fertig war, habe ich noch die Ränder der Heuwiese mit der Harke nachgezogen. Das ist teilweise eine recht feuchte Wiese, und natürlich muss das gemähte Gras von der Quelle weg und aus dem Baumschatten der Strauch/Baumhecke unserer Nachbarn. Zwischenzeitlich habe ich die Ponys von der Weide entfernt. Gewendet hat mein Vater dann aber doch mit dem New Holland und Wender dahinter. Nur dann durfte man natürlich wieder die Ränder nachziehen… Ein Teufelskreis.

Um 13.30 Uhr kam Kirsten. Schnell waren die Ponys sauber wir unterwegs. Bis zum Wald hielten die Hufschuhe an beiden Pferden. Und beide Pferde waren sehr lieb. Galoppstrecke eins – Björt verlor vorn links den Schuh – also den anderen auch ausgezogen, am Sattel befestigt und auf Waldboden barfuß weiter. Bei Svandis hielten die Schuhe. Die kleinste Waldrunde hatten wir nach ca 10 Minuten hinter uns, also Schleife… Galoppstrecke „rückwärts“ – nur begriffen die Pferde das nicht. Björt legte immer mehr an Geschwindigkeit zu und auch Svandis war ziemlich heftig. Weil ich sie nicht lies wie sie wollte, fing Svandis an zu bocken. Dann darf sie erst recht nicht. Als auch noch dicke fette Mücken und Stechfliegen um uns herumschwirrten, ging für Svandis die Welt unter und ich hatte alle Hände voll zu tun. Konnte mit meinem kaputten Finger aber nicht so recht zupacken und bei einem Bocksprung rutschte die Hand ziemlich ungünstig auf den Sattel. Wow – das tat weh. Tränen standen in den Augen. Macht nix, weiter…
Hab ich schon mal erwähnt das der Kreis Minden Lübbecke mutwillige Zerstörung des Waldes und insbesondere des einzig erlaubten Reitweges betreibt??? Reitweg runter und immer schön dem Wegweiser nach… plötzlich dickste Schottersteine – und was für Monsterteile! Ich hatte natürlich wieder keinen Fotoapparat mit, sonst würde ich das Elend zeigen! Den offiziellen Reitweg kann man jedenfalls mit (unbeschlagenen) Pferden nicht mehr gehen!! Demnächst nehme ich Fotoapparat mit – das muss man sehen!
Wir hatten das Geröllfeld dann überwunden – ich wusste nicht, das der Teil vom Weg auch kaputt gemacht wurde – und bogen auf eine Rennstrecke. Björt war schwupp die wupp weg – und Svandis gab ordentlich Gas. Leider behagte das dem rechten Hufschuh nicht, so das ich nach 1/3 des Weges anhalten und suchen musste. Das Teil war schnell gefunden und wieder angezogen. In der Zeit waren Kirsten und Björt auch wieder zu uns zurückgekehrt. Da sich Spaziergänger auf dem Weg lümmelten, gingen wir nochmal bis „ganz unten“ und warteten bis der Weg frei war. Und wieder hinauf! Die letzten 20 Meter hätte der Schuh auch wirklich noch halten können. Aber naja – man kann nicht alles haben. Also zog ich Svandis auch den anderen Schuh aus und auch wir befestigten die Schuhe am Sattel. Nochmal auf eine Galoppstrecke. Björt muter voran, Svandis hinterher – und als sie beide langsamer wollten, da mussten sie dann laufen. Wir lassen uns doch nicht verarschen. Björt war anschließend immerhin 2 Minuten am Schnuffeln und Svandis so 10 Minuten. Anschließend ging es auf direktem Weg nach Hause.

Svandis war ziemlich fertig nach den 2 Stunden. Bei ihr lief der Schweiß wirklich in Bächen herunter. Daheim haben wir die Pferde abgewaschen. Weil Björt Wasser nunmal ganz furchtbar findet, und ich auch nicht den Schlauch anschließen wollte, wurden Wassereimer und Schwämme dazu benutzt. Svandis hat es genossen und Björt nach anfänglichem Zögern auch. Im Paddock haben die beiden dann fast sofort im Dreck gelegen und an Svandis war nichts schokobraunes mehr zu sehen. Bei dem Fuchs fällt der Lehm nicht so auf.

Abends als ich Heu vom Dachboden geholt habe, durften die Pferde nochmal auf die (umgesteckte) Wiese. Nun dürfen sie den kleinen Hang abfressen – und an der Weide unserer Nachbarn schnuppern. Der 2jährige Freiberger Erasmus – der erst vor ein paar Wochen gelegt wurde – fand meine rossigen Damen sehr fein. Die ihn natürlich auch! Aber als ich mit Haferschalen bewaffnet um die Ecke kam, war das Futter doch besser als der Wallach, und ich konnte Problemlos die Weide schließen.

Heute auf Thomas gehofft – aber der hatte nicht wirklich Zeit.
Also wieder allein, da Kirsten auch keine Zeit hatte. …

Mit schlotternden Knien Svandis gesattelt und aufgestiegen. wo sie doch Sonntag so herumgesponnen hat.
Während ich so auf meinem Pony saß und wartete, das mein Bruder endlich vom Hof fährt (nicht das er mich am Südweg überholt mit seinem „tiefer + lauter“ Auto) war Svandis schon super cool. Stand da so rum und völlig entspannt am langen Zügel, entlastete gleich ein Hinterbein… Südweg dann ohne Mucken hoch, bis zum Backsweg gar kein Problem. Da auf der Kreuzung war Svandis der Meinung genug getan zu haben. Ich wollte gern Berg rauf – Svandis nicht so – okay, also bergab?? Neee – erst recht nicht. Im zweiten Anlauf hat sie dann doch bergauf angenommen. War mir auch ganz recht, denn den Backsweg hoch sind weder Pferde auf der Weide noch irgendwelche Monster-Kühe.
Sie ging auch gut und zügig da hoch, obwohl es heute das aller erste Mal war, das wir den Weg allein geritten sind. Mit Björt dabei schon so ein paar Mal da hoch und mehrfach da runter, aber eben allein noch nie hoch. Mutig ging sie den schmalen Waldweg als Abkürzung. Fein hat sie die hängenden Äste am Stacheldrahtzaun entlang gemeistert. Auch die Straße zwischen den Wäldern zum Rütli hat sie prima gemacht, obwohl da so 3 verrückte raufgerast kamen mit ihren Autos. Am Rütli bin ich abgestiegen und habe den steilen Berg (Ebenöde) heruntergeführt. Der ist mir zu steil zum reiten. Sicher kann man den runter reiten, aber ich glaub, das geht furchtbar auf die Vorderbeine – und das will ich nicht. An der Reithalle bin ich wieder aufgestiegen und heimgeritten.
Svandis war so göttlich lieb heute. Ich war super glücklich!

Björt durfte dann heute eine Mini-Runde ohne Sattel nur mit Sidepull gehen. Auch sie war lieb. Südweg rauf – Straße, Feldweg, daheim… Echt ganz klasse. Habe auch Björt ganz doll gelobt. Dafür das mir beim Kauf des Ponys von Friffi prophezeit wurde, das ich sie nie so reiten werde, finde ich das echt genial, das sie das nun immer besser mit macht.
Oder lags an mir, das ich nach dem schönen Ritt mit Svandis auch auf Björt so entspannt war?

Hat jedenfalls irre Spaß gemacht heute mit den beiden