Sonntagfrüh kam Thomas um 10 Uhr zum Reiten. Die 4 Pferde waren schnell sauber und gesattelt. Thomas natürlich wie immer Svandis und ich Björt. Man merkte schon, das meine etwas über eine Woche rumgestanden hatten. Die wollten beide los! Holla! Am Backsweg wechselten wir dann die Reihenfolge. Da Svandis und Björt extrem Tempo vorlegten, ließen wir Nauti und Tinna vor, so das sich unsere anpassen mussten. Das gefiel Björt natürlich gar nicht. Svandis war es relativ egal – hauptsache Björt war in ihrer Nähe. Im Reitwald ging ich dann vor – Thomas blieb hinten. Da hatte er mit Svandis dann ziemlich zu tun. Björt wollte gern mehr als ich ließ. Ich glaube, ich war teilweise ziemlich grob.

Wir sind über den „unteren Schlangenweg“ – über die dicke Buche klettern. Florian und ich sind nicht abgestiegen, Anke und Thomas führten lieber über den Baum. Und als dann die Quellen und Baumstämme überwunden waren, durfte Björt auch angaloppieren. Hat die sich gefreut! Die anderen kamen (mit Abstand) hinterher. Florian meinte, das solche Berge dann doch eher ungewöhnlich bei ihnen sind – Aber Spaß hatten sie auch daran. Wir waren flott unterwegs – wechselten auch öfter die Reihenfolge der Pferde. Nur Thomas wollte unbedingt, das Svandis hinten blieb. Was Svandis nicht so mochte. Da muss mein Schecke aber durch. Muss sie lernen. Als wir am Rütli den Berg hinab führten, kamen uns Gabi und Sandra mit 2 Großpferden entgegen. Wir 4 gingen ganz an den Wegesrand, doch trotz unserer braven Ponys scheuten die Großen. Gabi und Sandra stiegen ab, wollten an uns vorbei führen – doch die Warmblüter rissen sich los und rannten wie irre weg. Die hatten Panik vor uns!!! Da die erst eingefangen werden mussten, sind wir 4 langsam weiter den Berg runter.
Am Fuß des Berges wieder auf die Ponys geklettert und heim geritten. In der Zeit hatten die Großpferde auch ihre Reiterinnen wieder und gingen erneut Bergauf…
Nach dem Ausritt haben Thomas und ich Björt und Svandis abgewaschen und Nauti und Tinna – die wesentlich weniger schwitzten als unsere – standen erst am Anbinder… Dann brachten wir meine beiden auf die Weide und die Gastpferde durften Offenstall und Paddock für sich nutzen. Daheim stehen die wohl kaum im Offenstall – bei mir nutzten sie den Stall/Schatten sehr gern. Auch die Heunetze fanden die beiden ganz interessant. Nachdem das Auto wieder gepackt war, der Hänger angekuppelt wurden auch Náttfari und Tinna verstaut und meine Gäste sind wieder Richtung Heimat gefahren.
Ich bin dann gleich auf die Heuwiese und habe geharkt und geschüttelt… Mein Vater hat dann noch einiges in Reihen gezogen und wir haben knapp 300 Bunde gepresst. Meine Tante und mein Onkel kamen noch zum Helfen und so landeten 200 Bund noch auf dem Heuboden und 100 lagerten über nacht im Schuppen. Montag haben das meine Eltern und Onkel/Tante abgeladen als ich arbeiten war. Sonntag war um 21.30 Uhr Feierabend.

Samstagfrüh habe ich alle 4 Pferde versorgt und so gegen neun Uhr fingen wir dann an, Tisch und Bänke auf den Hof zu stellen… Und so um kurz vor 10 bekam ich auch von Susanne eine sms, das sie am Sattelseminar teilnimmt… Hmm, hatte ich eigentlich nicht mit gerechnet, aber okay – Platz genug hatten wir ja. Petra kam pünktlich, Thomas und Mariele auch – sogar Susanne war um 10 Uhr hier und auch Manuela (www.aufgesattelt.de) kam auf den Punkt. Natürlich war ich mit vorbereiten nicht fertig. Sonnenschirm, Getränke und Sattelbock mussten noch fix gesucht werden. Typisch ich.
Nachdem auch das Chaos geordnet war, erklärte Manuela anhand eines Mustersattels den Aufbau und die Passform eines Sattels, worauf man achten sollte (Nähte, Biegsamkeit- die je nach Satteltyp unterschiedlich ist usw.) Ebenso wurde die Sattelpflege angesprochen und worauf man dabei achten sollte – eben nicht unbedingt immer ölen und auch dieses angeblich so tolle „Faulpelz“ Lederpflegezeug vom guten teuren Leder lassen. Ich wusste nichtmal das es sowas gibt. Ich schrubbe und fette noch immer so wie ich es vor 20 Jahren gelernt habe. Richtig interessant wurde es dann, als ich Björt und Svandis holte, zwecks Erklärung der Passform des Sattels am Model. Mariele hielt Björt und schmuste sie lieb. Ich stand mit Svandis daneben.
Erst legte Manuela einen Startrekk Dressur auf Björt – einen der „festeren Baumlosen“ (http://www.deuber.de/start/index.html).. So einen wollte ich evtl für Svandis haben… Der Sattel an sich lag recht gut auf Björt. Auch keine Brückenbildung und so – nur ZU LANG für Björt, obwohl das ein recht kurzer Sattel ist. Dann probierten wir noch einen Massimo Tölt auf Bjröt (zu weite Kammer, zu lang) und auch ein Goertz Champion und noch ein anderer Sattel lag nicht gut auf Björt. Das konnten wir dann alle tasten und ansehen und so die Passform selbst überprüfen. Der Startrekk Dressur lag gut auf Svandis. Sah erst zu eng aus, aber da man die Kammer ja bequem „umkletten“ kann und alles so verändern wie man möchte, ging das gut. Der Massimo Tölt lang nicht so optimal bei Svandis und der andere Isi-Sattel war zu lang und klemmte in der Schulter… Das sah und fühlte man. Anke und Florian holten dann noch Tinna und Nauti und die eigenen Sättel. Florians Sattel für Nauti ist okay und baugleich mit einem Isi-Sattel den Manuela dabei hatte, Florian war glücklich, das der Sattel nach so langer Suche nun wirklich okay ist. Tinnas Sattel passt leider wirklich nicht gut und sollte ersetzt werden. Der Massimo Tölt klemmte bei ihr am Widerrist und war nicht optimal in der Länge. Was gut lag war auch hier der Startrekk.  Manuela konnte Anke aber immerhin gut beraten und gab ihr auch die Adresse/Telefonnummer einer Sattlerin aus dem Hildesheimer Raum an die sich Anke wenden kann. Und die Sattlerin kann dann auch bei Manuela nachfragen was wie gemacht werden könnte, denn die Sattlerinnen kennen sich.
Wir haben dann noch mal den Startrekk auf Svandis gelegt und als erstes ritt Thomas mal damit Probe. Er behauptet ja, mein Torsion sei schwammig – aber auch der Startrekk schaukelte auf Svandis. Der Sattel saß aber super! Es liegt nicht am Sattel – mein Pony ist schwammig :-(((
Manuela meinte, das ein Baumsattel das Gefühl bei Svandis noch verstärken würde! Und das aufgrund ihrer Figur und des kurzen Rückens eigentlich ein Baumloser Sattel bei Svandis schon absolut gut wäre. Sie konnte auch weder bei Björt noch bei Svandis Druckstellen oder Empfindlichkeiten feststellen, die den Baumlosen Sätteln ja so gern nachgesagt werden. Also bei meinen Pferden scheint das zu passen.
Obwohl so ein Startrekk echt nicht übel zu sitzen war. Nach Thomas saßen auch Florian, Anke und ich den Sattel nacheinander auf Svandis Probe. Der setzt einen natürlich ganz anders als meine „Sattelkissen“.  Um kurz nach 12 Uhr war das alles dann auch zu Ende…. Mit Petra muss ich mich mal wieder so zum Klönen verabreden, dazu hatten wir recht wenig Zeit. Und auch mit Susanne muss ich mich mal treffen um ihre Carina und ihre neue Pinto-Mix Stute anzugucken. Carina hat sich in den 3 Jahren die sie nun nicht mehr bei mir ist, sicher sehr verändert… So gegen halb eins waren alle (bis auf A.+F.) vom Hof
Nach dem Mittagessen sind Anke, Florian und ich etwas durch die Gegend gefahren. Habe ihnen die Klinik gezeigt wo ich arbeite, dort sind wir einmal durch den Park gewandert. Dann waren wir im Werre Park und haben da etwas geshoppt.
Abends als es etwas kühler war, sind wir die Hausrunde geritten. Damit die Pferde nicht nur rumstehen und langeweile haben. Ich ritt Björt – das war mir sicherer. Das Reiten mit fremden Pferden hat ihr nichts ausgemacht. Als wenn es immer so wäre, das da noch welche mitkommen. Fix war sie wieder, warten wollte sie nicht aber sonst ganz lieb. Wir sind auch nur Schritt gegangen, d.h. einen kleinen Tölt von ca 200 m haben wir auf dem Feldweg noch gemacht. Im Schritt hatten Nauti und Tinna gut zu tun, das sie hinterher kamen.
Nach dem Ausritt musste ich noch etwas ins Heu. In der Zeit haben meine Gäste den Paddock und die Weide abgeäppelt. Gegen 21.30 Uhr sind wir zum Vlothoer Stadtfest gefahren. Das gefällt mir super gut. Dort sind wenigstens nicht nur Sauf und Fressbuden wie in Oeynhausen. In Vlotho gibt es auch Fahrgeschäfte für Kinder und auch Autoscooter und eine „Raupe“…. Also für die etwas Größeren was. Wir waren bis halb zwölf da. Da machten auch schon die ersten Buden zu.

Freitagfrüh bin ich schnell einkaufen gefahren. Getränke holen, und überhaupt war unser Kühlschrank leer. Dann daheim sauber machen, Stall reinigen, Paddock unterteilen, mein Vater hat Gras gemäht… ich habe in 3 Portionen rationiert (1x sofort und 2 für später für je 2 Ponys)
Heu vom Dachboden geholt, Weide sauber gemacht…. Tisch und Stühle auf die Terrasse getragen, Grill vorbereitet…. Dann fiel mir ein, das ich ja auch Petra zum Sattelseminar einladen könnte – und auch an Susanne (die mal Carina bei mir stehen hatte) hab ich eine sms geschickt. Petra antwortete gleich, das sie super gern kommt und von Susanne kam zunächst nichts.
Anke und Florian kamen am Freitag so gegen 17.30 Uhr. Náttfari und Tinna waren von 4 Stunden Hängerfahren arg fertig. Nauti hatte ganz verhärtete Falnken und beide Pferde gingen ziemlich steif. Die beiden Gastpferde durften erstmal auf der Weide laufen. Das gefiel den beiden auch, und es wurde gefressen, gewälzt und entspannt. Das die beiden da liefen bemerkten Björt und Svandis natürlich sofort. Svandis blubberte und guckte ganz arg. War doch sehr interessant für meinen Jungspund. Björt interessierte es zwar auch, aber nicht so sehr wie Svandis. Náttfari und Tinna erkundeten die Weide und den Paddock – schnupperten auch mal zu Björt und Svandis und gingen wieder auf die Weide.
Thomas und Steffi kamen mit Mariele so gegen 19 Uhr zum Grillen. Mariele wollte noch gern eine Runde reiten. So ging Familie B. noch vor dem Essen eine kleine runde spazieren und Anke, Florian und ich bereiteten das Ponyabendessen vor. Als Thomas & Co zurück kamen, gab es Pony-Futter und auch der Grill war heiß und mein Vater hatte schon Fleisch und Wurst fertig. So konnten wir gleich Essen. Haben bis ca 22 Uhr oder länger draußen gesessen und uns nett unterhalten. Anke, Florian und ich haben dann später noch bis ca halb zwölf im Wohnzimmer gesessen und gequatscht.

Ich hasse Prüfungen – egal welcher Art – nicht mein Ding. Und warum ich mir diese Englisch Prüfung angetan habe – ich weiß es nicht. Dabei war es die „Preliminary Examination“ also die leichteste Prüfung der Cambridge Universität. Doch wie immer vor Prüfungen: Kopfweh, Übel…. und alles was dazu gehört. Einfach ganz schreckliche Prüfungsangst.

Morgens waren wir pünktlich da, bis Bielefeld ist es ja nicht so weit. Um 9.30 Uhr wurde die erste Prüfung gestartet – Reading and Writing – im Unterricht in der VHS zig fach geübt und nie groß Probleme gehabt. Heute war es nur furchtbar. Schon bei den ersten 2 Aufgaben fehlten mir Vokabeln und ich verstand nicht so ganz den Sinn. Und es wurde irgendwie nicht besser. Dann kam noch das Writing – fand die Aufgaben okay – aber mir rannte die Zeit davon und den letzten Brief konnte ich nicht vollständig auf das Antwortblatt übertragen. (Daheim in einem Übungstest war die Zeit gar kein Problem)
Nach 15 Minuten Pause begann dann das 40 Minütige „Listening“ – Texte wurden vorgelesen (Kassette) und wiederholt und parallel zum zuhören Fragen beantworten. Okay, da werde ich auch ein paar Fehler haben, fand das aber nicht ganz so schlimm.
Die 2 Prüfungsteile waren um 12.30 Uhr beendet.
Iryna – eine meiner Mitfahrerinnen – war in der mündlichen Prüfung um 15.30 Uhr und ich um 16.45 Uhr und Marion um 17 Uhr. Das hieß für uns also Zeit todschlagen. Mit VHS-Mitschüler Markus sind wir in die Stadt und haben in einem Straßencafe etwas gegessen. Das tat auch richtig gut. Markus war um 15.15 Uhr mit der mündlichen Prüfung dran. Markus und Iryna kamen auch pünktlich in die Mündliche. Aber als Marion und ich uns melden mussten, und dann auf das Aufrufen warten, da hinkten die dem Zeitplan 45 Minuten hinterher… Schrecklich! Und wenn man sich wie gefordert pünktlich registriert hatte zur mündl. Prüfung, musste man bis zum Aufruf in der Wartezone bleiben. Grausige Luft! Mir wurd immer schlechter.
Mein Prüfungspartner Stefan war ganz nett. So konnte man sich in der Wartezone wenigstens schon kennenlernen und versuchen Englisch miteinander zu sprechen. Klappte auch gut. Irgendwann waren wir endlich dran und auch die mündliche Prüfung brachten wir hinter uns. Im Nachhinnein – natürlich hätte ich dies und das besser machen können. Und natürlich fehlten mir wieder mal Wörter und natürlich hab ich wie so gern Wortendungen verschluckt.
Ach – alles doof und bestanden hab ich sowieso sicher nicht. Leider bekommt man die Ergebnisse erst Ende Juli!!!!! Und das „Certificate“ (falls man besteht) erst in ca 12 Wochen.

Ach je – absolut nicht mein Tag
War froh als ich um 19.30 Uhr endlich daheim war und mit Svandis, Björt und Askja kuscheln konnte.

Es brennt – oder auch aua, aua, aua

Gestern habe ich, statt reiten, einen abgestorbenen Baum mit meinem Vater umgeschubst. Das hat Spaß gemacht und die Ponys liefen sehr interessiert bei uns herum. Da sind die zwei überhaupt nicht ängstlich, sowas müssen sie einfach ansehen.

Und heute – wieder so allein – habe ich auch nicht geritten, sondern Ponyfüße ordentlich sauber gemacht – bei den Beiden.
Der letzte kosmetische Huftermin ist ja schon etwas her und die Strahlfurchen sind wieder so tief, mit Hufkratzer kommt man nicht überall hin. Damit evtl. Schmodder mal richtig rauskommt, habe ich zur chemischen Keule gegriffen.
Bei Svandis habe ich zuerst mein altes restliches Wasserstoffperoxid aufgebraucht. Das ging noch gut und schäumte den Dreck richtig raus. Da es noch immer nicht „hübsch“ aussah, habe ich etwas „hypona spare hoof cleaner“ drübergespritzt. Das Zeug was man zum Hufreinigen benutzt, wenn man Kunsthorn drankleben will. Und von diesem Hoof Cleaner (das Kleingedruckte war mir zu klein) ist mir natürlich auch was über die Hand gelaufen… Erst kühlte es etwas – so in der Art wie Aceton… und dann – holla die Waldfee! Das hat gebrannt!!!!! Ich habe keine offene Wunde oder so an der Hand, trotzdem brannte es einfach furchtbar! Ein Teufelszeug! Aber die Hufe waren sehr schnell schön sauber.
Svandis ist dann auf dem Hof noch etwas an der Longe gegangen und dann ab in den Stall zu Schreihals Björt.
Björt musste dann auch mit zum Haus hoch. Da ich bei ihr nicht unbedingt das teure Brennzeug nehmen wollte, habe ich ihre Hufe erst mit Desinfektionsmittel ausgespült -was auch recht nett auf der Hand gebrannt hat, und nach dem Longieren bekam Björt Strahlfestiger von Keralit an den Strahl gespritzt. Das hat sie sich einigermaßen gefallen lassen. Roch nicht und war somit nicht gefährlich. Natürlich musste ich das Fläschen mit dem Desinfektionsmittel und mit dem Keralit immer so halten, das Björt es nicht sieht. Doch als sie es bemerkte, stieg sie wieder. Ich hatte was in der Hand, und das wollte sie nicht. Ein verrücktes Huhn. Ich will doch nichts Schlimmes von ihr, aber das glaubt sie nicht. Hmm…