06.07.2010
Für heute war mal wieder eine kleine kosmetische Behandlung an Svandis Hufen angedacht. Ich hatte schon vorab erwähnt, das ich vor 17.30 Uhr nicht daheim sein werde.
Egal – Thomas kennt die Pferde ja schon ewig und drei Tage. Er hatte seine Kinder dabei. Anna hielt also die Hufe auf zum ausschneiden und raspeln bei Björt. Bei Björt war es eigentlich noch gar nicht so nötig, doch da ab nächste Woche die Sommerferien beginnen und alle “das Land verlassen” wurde Björt auch schick gemacht.
Als ich kam haben Thomas und ich schnell die Hufe von Svandis mit der Flex wieder gerundet und verkleinert. Ist wieder eine Umstellung für Svandis, aber nicht so arg. Wir machen das ja nach und nach. Vor drei Wochen habe ich Svandis ihre Therapieschuhe weggenommen. Sie behauptete erst, das man ohne Schuhe nicht laufen kann, doch mittlerweile geht Svandis auch ohne Schuhe (fast) ordentlich. Das Hufhorn ist in den Schuhen leider immer weicher geworden, muss erst langsam durchhärten, meint der Hufpfleger. Aber wir sind auf einem guten Weg. Die weiße Linie ist nicht mehr verbreitet und die Risse im Tragrand werden immer kleiner und weniger. Hufpuls und Wärme am Kronrand fühle ich nicht mehr, und Thomas hat auch nichts davon gesagt. Wenn nun nichts mehr dazwischen kommt, sind wir hoffentlich über den Berg.
24.05.2010
Gesternabend rief Mariele an, ob sie wirklich auf dem Reitplatz reiten dürften. Ja klar, hat meine Bekannte so gesagt.
Also verabredeten wir uns für 14 Uhr am Pfingstmontag.
Heute früh habe ich ganz allein den Hänger an den Yeti gespannt und auf den Hof rangiert! Das erste Mal so richtig allein. Habe ich gut hinbekommen heute früh.
Dann habe ich Svandis Schweif gewaschen und in der Zeit war Björt etwas auf der Weide. Nachdem Svandis sauber war, Björt geholt und auch geputzt, aber nicht gewaschen 
Habe da schon gemerkt, das Svandis nicht so gut drauf war.
Nachmittags beim Verladen trat sie wieder besser zu, auf dem weichen Reitplatz ging es so lala. Das Hufemachen von Donnerstag steckt ihr wahrscheinlich doch mehr in den Knochen als sonst. Sie lief sich relativ ein. Wir haben es gewagt Mariele drauf zusetzen. Das machte Svandis auch nichts aus. Sie ging weiter ihre Runden.
Anna auf Björt ging ganz gut. Ich hatte sie zur Sicherheit an der langen durchhängenden Leine, denn beim Abreiten war Björt sehr kernig und wuschig wegen dem starken Wind da auf dem Berg. Als ich abstieg wollte Anna erst nicht, aber als ich sagte, ich nehm die Leine war es ok. Zum Schluß ist Anna noch mit Svandis auf dem Platz gelaufen (nicht geritten!) und Mariele saß auf Björt. Natürlich an der langen Leine aber sie sollte schon lenken… Wenn sie es nicht richtig machte, ließ ich Björt im Kreis gehen und die ganze Sache wurde wiederholt. Dazu hatte das Kind aber wenig Lust…
Wir waren etwa eine Stunde dort auf dem Platz. Dann wieder heim.
Thomas und die Kinder halfen noch beim Ausladen und Hänger sauber machen.
Björt kam auf die Weide und Svandis blieb im Paddock. Besser ist das.
23.05.2010
Der Vormittag war wieder nicht meiner. Der Magen rumorte schrecklich, der Kopf wollte zerspringen. Mit Medikamenten ließ sich das ganze dann langsam eindämmen.
Während die Eltern am Nachmittag durch die Gegend fuhren, bin ich mit Björt ausgeritten. Das klappte auch sehr gut, Björt ging auch fein und wir hatten eine Stunde im Wald Spaß.
Mit Svandis bin ich nur kurz gelaufen. Ihr merkte man noch immer an, das wir die Hufstellung wieder etwas verändert haben. Aber wir wollen ja irgendwann mal wieder auf “normal” kommen.
Nachdem die Pferde bewegt und versorgt waren, habe ich mich dann endlich mal an meinen Schreibkram gemacht. Irgendwann muss man die Steuerunterlagen mal zusammensuchen
Macht keinen richtigen Spaß
16.05.2010
Morgens musste ich Samstag einkaufen. Eltern waren die Woche nicht los. Da unsere Dachdecker bereits kurz nach 7 Uhr hier sein wollten, hieß es für Edlers aufstehen um 6.30 Uhr. Nach Pferde versorgen, Frühstücken, usw. bin ich kum kurz vor 8 Uhr losgefahren zum Einkaufen. Dann durfte der Yeti mal eine Waschanlage von innen kennenlernen, und ich musste nach Oeynhausen City, weil es sonst nirgends ein Reformhaus gibt. Blöd, das das nicht mehr am WEZ ist. Scheiß Fahrerei.
9.30 Uhr war ich wieder daheim. Habe bei mir etwas aufgeräumt, den Keller gefegt, bei Vater mit angepackt, bei den Pferden für Ordnung gesorgt … als die Dachdeckerjungs (komplett durchgeregnet und nicht fertig geworden) gegen 14 Uhr den Hof verließen, haben mein Vater und ich Heu vom Dachboden geholt. Irgendwann ließ der Regen dann ja nach, da durften Björt und Svandis wieder etwas auf die Wiese. Ich war noch am Stall fegen und Heu umstapeln usw. Gegen 16 Uhr Pferde wieder eingefangen. Wir mussten uns “Schick” machen. Der Bruder hatte Geburtstag, meine Schwägerin hatte ja bereits Montag… Es gab lecker Gegrilltes und Salate essen und gegen 20 Uhr waren wir wieder daheim.
Heute früh, so gegen 10 Uhr, das Wetter hielt sich. Es war nur furchtbar windig. Ich dachte so bei mir, das es sinniger wäre mal gleich los zu reiten, bevor wir doch nass werden. Denn eigentlich war ja recht schlechtes Wetter vorhergesagt für heute. So habe ich die Pferde geputzt und Björt mitgenommen. Sie bekam ihre Schuhe an, da ich nur kurz durch Oberbecksen reiten wollte und am Borstenbach zurück. Da ist ja nur Straße und sie kann nirgends weich gehen, Straßenränder gibts in Oberbecksen nicht. Unterwegs, so an den Terrassenhäusern überlegte ich mir, das wir doch in den Wald könnten und nicht wieder am Borstenbach heimwärts. Also weiter durchs Dorf rauf in den Wald am Alten Förster. Björt ging sehr fein, und war auch gar nicht so auf Rennen erpicht wie sonst. Klar, man merkte ihre Galoppstrecken – doch ich konnte sie auch dort im Tölt, Trab oder auch Schritt halten. Natürlich durfte sie auch galoppieren. Die Schuhe hielten heute bombenfest. Auch Schlammlöcher oder Matschwege trennten die Theoboots nicht vom Huf. Es war ein sehr sehr schöner entspannter Ausritt. Björt war gut drauf und wie sie so ging, gefiel mir ausgesprochen gut. Erst wollte ich nur eine kleinst Runde gehen, doch da sie so fein war, entschied ich mich für die mittellange Runde. So waren wir knapp eine Stunde unterwegs. Björt durfte sich dann auf der Weide wälzen, wollte dort aber allein nicht bleiben.
Nachmittags (14.30 Uhr) habe ich Svandis nochmal gesäubert. Die hatte sich mal wieder in den Hackschnitzeln gewälzt. Die Therapieschuhe habe ich Svandis weggenommen vor dem Spaziergang. Ich habe in die alten Equiboots die dicken weichen Einlagen gemacht und ihr die Teile angezogen. Natürlich ist Svandis der Meinung “da war kein Klettverschluss zu hören, ich sterbe!!!” Doch bereits am Südweg war der sterbende Schwan der Meinung, das ich zu langsam bin und sie ging denn mal vor.
Askja und ich mussten uns ganz schön beeilen um Schritt zu halten. Da Svandis am Backsweg keine Anstalten machte, das sie umdrehen wollte (wie sonst immer) sind wir Backsweg runter, an der Autobahn lang… Also unsere normale Hausrunde (2,4 km) spazieren gegangen. 35 Minuten brauchten wir dafür. Das ist schon sehr ordentlich für Svandis Verhältnisse.
Svandis bekam wieder den Maulkorb auf und die Damen durften auf die Wiese für 40 Minuten.
25.04.2010
Gestern vormittag haben mein Vater und ich Elektroschrott und Altöl sowie alte Farben zum Bauhof gebracht. Anschließend waren wir los um Saltpflanzen, Erbeeren und sowas für den etwas verkleinerten Gemüsegarten zu kaufen. Salat bekamen wir, Erdbeerpflanzen gab es nicht mehr. Auch im 2ten Laden, den wir aufsuchten gab es nichts mehr für meine Eltern.
Nach dem Mittag habe ich etwas im Keller aufgeräumt. Dann einen kleinen Spaziergang mit Björt und Svandis gemacht. Svandis trat noch immer sehr schön zu. Björt schluffte beim Spaziergang mehr so vor sich hin. Svandis brachte ich dann in den Stall zurück. Mit Björt bin ich noch eine sehr flotte Rütli-Runde geritten. Die Maus war total wach und ist gelaufen wie wild. Obwohl wir eine ordentliche Runde gegangen sind, waren wir knapp 30 Minunten später wieder daheim. So eine Flitzmaus….
Da es da schon halb fünf war, musste ich schnell Pferde versorgen. Um 18 Uhr sollten wir bei Onkel und Tante zum Grillen sein. Das haben wir auch pünktlich geschafft.
Heute früh habe ich nur die Pferde geputzt. Musste auch mal sein. Nur kuscheln und nichts weiter tun. Björt und Svandis verfolgten mich beim Abäppeln im Paddock. Als ich Svandis dann die Therapieschuhe wegnahm und ihr Björts Theo Boots mit weicher Einlage anzog, wollte Madame aber nicht mehr so wirklich laufen.
Gegen 14 Uhr bin ich dann mit Björt losgeritten. Runter in den Reitwald. Dort bin ich dann mit Björt den “unteren Schlangenweg” geritten. Also den unteren Parallelweg zum regulären Reitweg. Dann sind wir noch ein oder 2 kleine Nebenwege geritten und wieder entspannt nach Hause. Die letzten 600 bis 800 Meter habe ich heim geführt. Björt hatte auch genug getan, war am schnuffeln und ordentlich am schwitzen. Klar, bei den Temperaturen. Björt kam in den Paddock.
Svandis, Askja und ich sind noch eine Runde gelaufen. In den Theo Boots brauchte Svandis etwas länger zum Einlaufen. Doch dann trat sie damit auch gut zu. Dennoch bekam Svandis nach dem Spaziergang wieder ihre (ausgelüfteten und getrockneten) Therapieschuhe an. Damit ging sie wieder freudiger voran. Folgte mir quer durch den Paddock.
Von 16.30 Uhr bis 18.30 Uhr habe ich tief und fest geschlafen.
Dann durften die Pferde noch auf die Wiese. Svandis wie immer mit Maulkorb. Sie mag es nicht wirklich, aber mittlerweile hat sieden Dreh etwas raus, und kann damit etwas Gras knabbern. Björt ist es wichtig, das Svandis bei ihr ist. 
Nach dem ich das Futter vorbereitet hatte, und die Damen mich mit den Futterschüsseln kommen sahen, wollten beide auch sofort von der Wiese runter.
22.04.2010
Heute wieder bis 17 Uhr gearbeitet, und dann bin ich schnell zu den Pferden.
Ich bin mit Björt eine schnelle kleine Runde geritten. An der Hangweide im Loher Busch, wurden wir nicht nur vom Shettyhengst und seinem Wallachkumpel verfolgt, sondern nun auch noch von einem wild gewordenen Haflingerwallach. Ich konnte Björt an der Wiese dieser “wilden Kerle” gerade noch im Schritt vorbei bugsieren. Doch bevor die noch über den maroden Schafdraht springen, durfte Björt dann noch vor der Borstenbachbrücke angaloppieren. Sie ist dann auch wieder in eins, bis fast hoch zur Straße, durch galoppiert. An einer Wiese wurde der Weidezaun repariert. Ich wollte im Schritt an denen vorbei, Björt nicht – wir einigten uns auf Tölt.
Björt kam dann daheim auf die Wiese und ich bin noch mit Svandis gelaufen. Svandis trat auch noch immer gut zu. Sie ging schön mit und unterwegs buckelte sie auch übermütig. Ist also wirklich recht gut zugange im Moment. Bin sehr zufrieden mit ihr.
20.04.2010
Die Röntgenbilder sind “so gut” wie das Urteil beim persönlichen Angucken des Pferdes .
Die Hufe sind toll eingestellt – ich soll ein großes Lob an meinen Hufpfleger weitergeben. Die Hufsohle ist an allen 4 Hufen absolut ausreichend dick, die Hufbeinsenkung ist nicht so schlimm wie von mir gedacht (bei Swana war schlimmer). Wir sind mit der Hufbearbeitung und allem echt gut, meinten beide Tierärzte. Für einen chronischen Rehe-Patienten ist sie gut zu Gange.
Wenn kein neuer Schub dazwischen kommt und sie mit Spaziergang, Hängerfahren und auch mal Kinderreiten gut klar kommt, schließen die Tierärzte eine Reitbarkeit für Erwachsene anhand der Röntgenbilder jedenfalls nicht aus.
Langsam die Belastung steigern, meinten sie.