Nasser kalter Herbst

Der Winter kommt nun doch wohl auf uns zu. Immerhin habe ich es noch am vorletzten Tag im Oktober geschafft, den Yeti auf die Winterreifen zu bekommen. Von wegen “O bis O” – daran halte ich mich ja sowieso nicht. Selbst bei diesem nassen Wetter könnte ich noch gut mit meinen Sommerreifen umherfahren. Da im Büro zur Zeit sehr viel zu tun ist, komme ich nur zu den Fütterungszeiten zu Björt und Svandis. Wegen den noch angenehmen Temperaturen dürfen die beiden auch noch die Winterweide nutzen. Entsprechend sehen sie aus. Björt hat schon immer Angst, dass das Stalldach auf sie drauf fällt. Egal bei welchem Wetter, Björt steht draußen und schläft auch im Paddock im Regen oder Schneesturm. Svandis hingegen mag es überhaupt nicht nass zu werden und bleibt deshalb größtenteils im Stall. Doch wenn Svandis dann mal draußen ist, macht sie sich auch richtig dreckig. Momentan bekomme ich die beiden jedenfalls nicht trocken und sauber.
Die letzten Wochenenden habe ich dann noch ein bißchen für Hof und Garten genutzt. Eigentlich wollte ich vor 2 Wochen das doch noch recht lang gewachsene Gras an der Böschung abmähen, doch meine Motorsense war abgesoffen und ich bekam sie nicht an. Und als ich sie dann doch zum Laufen brachte, fing es an zu regnen. 🙁 Dumm gelaufen. Zum Mähen war es da jedenfalls zu nass. Doch da die 2 Eichen am Hof und der Walnussbaum ihre Blätter abwerfen, habe ich mit dem Laubpuster gespielt. Und die Sommerreifen von Yeti und Mutters Punto sauber gemacht und im Stall für Ordnung gesorgt. Eine kleine Minirunde mit Björt bin ich auch noch geritten. Und da war sie durchaus der Meinung, das 24 noch kein Alter für ein kleines Pferd ist. Letzten Samstag sprang meine Motorsense dann auch sofort an. Geht doch. Und ich konnte die Böschung abmähen, das Gras wegharken und auf den großen Komposthaufen bringen. Statt dann den ganzen Hof zu fegen, habe ich die Reste und das Laub dann wieder mit dem Laubpuster vom Hof gemacht und auch den Weg vom Hof zum Offenstall von Laub befreit – und auch etwas die Wiese hinter dem Schuppen. Doch die Eiche lässt noch nicht so viele Blätter fallen. Der Walnussbaum nun ziemlich blattlos. Die beiden Zierbäume vorn im Garten haben (außer an der Blätterfarbe) noch nicht mitbekommen, das Herbst ist. Wenn die Hecke unseres Nachbarn endlich das Laub abgeworfen hat, kann ich meine Weide an der Grenze dann auch vom Laub befreien. Da ist das Gras sowieso nicht gut, wenn dann noch das Laub dort verrottet, dann wächst da gar nichts mehr, was die Pferde fressen können.
Heute habe ich mir einen freien Tag gegönnt, denn ich konnte noch einen kurzfristigen Termin beim Hufschmied bekommen. Mittags um zwölf. Da lohnt es sich nicht erst zur Arbeit zu fahren und dann wieder heim. So habe ich gegen halb elf angefangen die Pferde zu säubern. Jedesmal fällt mir dann der Spruch vom Ponyhofbesitzer (wo ich früher jobbte) ein : Putzen ist Luxus und Luxus können wir uns nicht leisten. … Ach wenn es doch so wäre. Immerhin habe ich Svandis Schweif wieder sauber bekommen. Musste zwar 2 mal so richtig waschen mit allem drum und dran, aber nun ist der Schweif wieder erkennbar zweifarbig und fluffig, wie es sein soll. Nur den feuchten Dreck an den Oberschenkeln und am Bauch, das klappte nicht so gut. Denn Svandis und Björt hatten sich gerade zum Schlafen auf das nasse Gras gelegt, als ich sie holen kam. Björt war von oben bin unten klatschnass, sie hat auch die Nacht draußen verbracht. Da putzt man besser gar nicht, sonst kommt die Nässe durch auf die Haut. Der Schmied kam pünktlich und schnell ging es ans Werk. bei Björt war alles fein. Bei Svandis hatten wir im September/Oktober ja ein Hufgeschwür vorn rechts. Das hatte ich eröffnet und immer schön gespült. Nun hatte sich dort eine große Hohlstelle gebildet und eine doppelte Sohle. Die hat der Schmied entfernt. Das Hufhorn unter dem Deckel war auch schön hart und nicht druckempfindlich. Natürlich bekam Svandis für die nächsten 2-3 Tage wieder ihre Hufschuhe an. Bei beiden Pferden war sonst alles in Ordnung. Auch die Strahlfäule haben wir gut im Griff und trotz den Feuchtigkeit der letzten Tage ist es nicht schlimmer geworden. Bei beiden Pferden fast weg.
Nachdem der Schmied vom Hof war, brachte ich die Pferde wieder zum Stall und beide gingen im Galopp auf die Weide, so schnell konnte ich das leider nicht im Bild festhalten. Aber ist ja ein schönes Zeichen, das beide sich bewegen wollen und sich wohl fühlen.

Dexter und ich sind dann ins Haus. Und Dexter ist nach ein paar Stunden frische Luft immer ganz doll müde.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich akzeptiere