Man erinnert sich an meinen kleinen Unfall vom 1.5.?
Seitdem ist der linke Ringfinger dick, schmerzempfindlich und zu nichts zu gebrauchen. Erst sagte der Hausarzt abwarten, und dann bekam ich doch eine Überweisung in die Handchirurgie. Dort wurde geröngt und … Naja – so ziemlich alles kaputt, was man so im oberen Fingerglied zerstören kann. Die Beugesehne ist abgerissen und der Trägerapparat „verrutscht“ und das Gelenk ist ebenfalls mehrfach in Mitleidenschaft gezogen.
Vielleicht bringt die OP einen Erfolg, das ich den Finger wieder bewegen kann – das hoffe ich zumindest – evtl muss er aber versteift werden.
Heute war ich kurz vor Mittag vom Krankenhaus zurück – Vorbesprechung der morgigen OP
Ein netter Pfleger machte die Aufnahme, dann kam ein Assistensarzt und machte OP Besprechung und dann zum Narkosearzt und da labern. Allerdings musste ich fast eine Stunde auf den Narkosearzt warten *grmpf* Man, so toll ist es auch nicht in der Wartehalle des Krankenhauses zu hocken und auf nen Arzt zu warten.
Ich möcht ja gern, das nur der Arm morgen „stillgelegt“ wird und keine Vollnarkose.
Kenne mich doch, wenn einer Probleme mit Übelkeit und so nach OP hat, dann bin ich das ganz bestimmt. Okay, keine Ahnung, wurde ja noch nie operiert.
Wie auch immer – morgen um 7 Uhr muss ich im Krankenhaus erscheinen…. Bißchen nervös bin ich ja doch

Und ganz doof, das ich die Frau (und ihren dummen Hund) nicht nochmal gesehen hab. Wie vom Erdboden verschwunden. Kein Name, keine Adresse – nichts.
Ganz übel!

Sonntag um 7 gefüttert, weitergeschlafen bis 11… Nach dem Essen versucht Kirsten zu überreden, aber da war Familie angesagt,
Thomas hatte leider auch keine Zeit.
So machte ich mir dann Svandis startklar. Bin mit ihr durchs Dorf geritten. Hat sie auch prima und ganz anständig gemacht. Als wir allerdings am Borstenbach waren, fing es an zu schütten und auch Blitz und Donner. Svandis war noch nie mit mir im Gewitter unterwegs. Entsprechend aufgeregt war sie. Der erste Donner ging noch, aber beim zweiten Stieg sie. Dann kam uns auch noch ein Auto entgegen – da war alles zuende. Mit meinem kaputten Finger konnte ich das nicht halten. Bin abgestiegen (freiwillig) und habe geführt. Eine kurze Strecke bin ich dann noch geritten, damit sie merkt, das Gewitter nicht schlimm sind – aber so auf freiem Feldweg und mit immer mehr Regen und noch mehr Donner – sie war mir zu nervös. Ich bin lieber auf Nummer sicher gegangen und habe heim geführt.
Dann erstmal den Schauer abgewartet und so kurz vor 19 Uhr bin ich dann mit Björt nochmal 30 Minuten weggewesen (trocken) kaum wieder daheim, der nächste Regen.
Abends Fußball geguckt und Brief geschrieben – um 23 uhr ins Bett gegangen und konnte nicht schlafen. Heut nacht wird bestimmt noch schlimmer.

Regen, regen, regen.
Samstag hatte ich mich gerade aufgerafft, und wollte wegen Regen doch Einkaufen fahren, da rief mich Petra an…
„Chico hat Rehe – der Tierarzt war schon da“
Ob ich Literatur hab (na klar) und ob ich mal gucken kann – sicher. Also erst einkaufen, dann nach Vlotho zu Petra die Bücher hinbringen und erzählen und dann zu Chico (Welsh B, 18 Jahre) und da gucken. Chico ging es mit den entsprechenden Medikamenten ganz gut. Er wollte auch gern raus zu den beiden anderen – Kallemann und Betty. Die Hufe bei Chico waren grenzwertig warm – für akut Rehe okay sozusagen und der Puls war da, aber durch Medis eingedämmt. Das wird wieder bei Chico – die haben ihn ja sofort von der Wiese genommen als sie sahen das er unklar ging. Freitag lahm, will nicht mehr gehen, runter von der Wiese, Samstag TA = Rehediagnose.

Nachdem ich dann daheim war und es nur regnegte hatten Björt und Svandis frei. Musste noch meine Oma hin und her fahren und um 19.45 Uhr bekamen die Poyns Abendessen.
Kurz nach 20 Uhr kam Claudia zum TV gucken. War aber auch nix interessantes im TV.

Aber das macht ja nichts.
Mein Heu ist eingefahren – dank vieler tatkräftiger Unterstützung.
Die Ponys hatten seit Sonntag frei – eben wegen dem Heu, Dienstag hatte ich nach der Arbeit eingach keine Lust zum reiten, und musste auch die Weide abäppeln. Mittwoch war noch einmal Englisch Kurs vor der Sommerpause und heute fing der Regen an.
So habe ich erst, eben weil es regnete, das (traurige) Fussballspiel Deutschland-Kroatien geschaut und bin dann zu den Pferden.
Björt kam sehr gern mit mir mit. Ich hatte nur die Trense dabei und wollte eine schnelle entspannte Runde ohne Sattel gehen. Daraus wurde nichts, denn kaum saß ich oben, fing Björt an wie sie Sonntag aufgehört hatte. Hampeln, zappeln nur Rennen im Kopf. Ich bin lieber abgestiegen, habe den Sattel geholt und wieder los. Björt wollte eigentlich nur Tempo machen – und ich ließ sie nicht. Wir hatten schon etwas Meinungsverschiedenheiten, heute war es echt heftig. Fast so wie vor 2 1/2 Jahren als sie zu mir kam. Sie musste aber die Mini-Runde trotzdem im Schritt gehen und kam nicht mit ihrem Willen durch. Die nächste Zeit wird ganz bestimmt nur Schritt geritten, bis sie wieder zuhört.
Mit Svandis bin ich dann auch noch los. Mit ihr bin ich den Südweg hinauf und zum Backsweg, dort umgedreht – noch bestimmt 20 Minuten oder länger mit Sieglinde gequatscht und dann wieder heim geritten. Svandis war super lieb und hat gar nichts gemacht. Außer etwas Hampeln als wir bei Sieglinde standen, aber da war Svandis auch langweilig. Und das Svandis-Hampeln war nicht vergleichbar mit Björts Durchdrehen.
Nachdem wir wieder daheim waren und die Ponys ihren Hafer und ihr Heu hatten, bin ich wieder ins Haus.

Montag war ich bis 14.15 Uhr im Büro – dann ab nach Hause. Familie war schon am arbeiten. Mein Vater fing gerade an, den Rest des getrockneten Grases zu pressen. Das funktionierte prima. Die Presse macht echt gute Bunde und das Heu war klasse trocken. Kirsten kam kurz nach 16 Uhr zum helfen. 518 Bunde haben wir noch von der Wiese bekommen – also insgesamt 818 Bund!!! Das ist super! Da ich mit meinem kaputten Finger der linken Hand zwar Bunde tragen konnte (mit rechts), aber nicht aufstecken oder auf dem Hänger oder dem Dachboden packen kann, wurde ich zum Treckerfahren abkommandiert. Kirsten und mein Onkel haben aufgesteckt und mein Vater packte das Heu auf dem Hänger. So war der erste Hänger recht fix voll. Meine Mutter und meine Schwägerin harkten loses Heu zusammen und meine Tante suchte noch Steine von der Heuwiese.
Den ersten Hänger haben dann Onkel/Tante und meine Mutter auf dem Heuboden verstaut. Währenddessen haben mein Vater, Kirsten, Alexandra und ich den 2ten Hänger voll gepackt. Parallel habe ich bei meiner Arbeitskollegin Nina angerufen und sie hat ihren Lebensgefährten organisiert, das er mit Trecker kommt Heu abholen. Als wir so 150 Bund Heu auf dem Hänger hatten, erschien der Andreas auch und schnell war der Hänger am kleinen Güldner Trecker. Wir haben dann noch die restlichen 109 Bunde auf dem Acker in Häufchen gelegt und abgedeckt. Kurz nach 21 Uhr fuhren Kirsten und Sohn Luca heim. Alexandra und Tim waren kurz vorher abgehauen. Tim und Luca haben den Nachmittag ganz toll miteinander gespielt. Ich habe dann die Ponys gefüttert, und um 21.30 Uhr brachte man uns den leeren Heuhänger zurück. Und dann war auch endlich Feierabend.