… und kein Ende in Sicht.

Mein Bruder hat heute den Wohnwagen abgeholt, damit sie packen können. Nun ist wieder Platz auf unserem Hof.

Nachdem ich die Ponys versorgt hatte, ging die Bohnen Geschichte weiter. Ich träume bestimmt bald von gelben Wachsbohnen. Von 20 Uhr bis 22.30 Uhr Bohnen abgezogen. Und meine Mutter macht jetzt noch weiter. Müssen ja fertig gemacht und eingekocht werden.
Und im Garten sind noch so viele Bohnen. Wer soll das bloß alles essen?

Sonntag habe ich dann rumgegammelt, mit Essen gekocht, aufgespült und bis 17 Uhr Bohnen geschnibbelt. Das nimmt gar kein Ende…

Um 18 Uhr bin ich mit Svandis losgeritten. Sie wieder ziemlich lustlos und irgendwann schaltete sie auf Arbeitsverweigerung, guckte wie ein erschrockenes Reh in den Wald neben der Straße und ging mit mir rückwärts eine steile Böschung hinab. Vortreiben ging gar nicht – sie ging dann höchstens schneller Rückwärts. Bin abgestiegen und habe „mit ihr geschimpft“ – was wahrscheinlich nicht sehr nett aussah. Ich führte sie zur Straße zurück, dort wollte sie wieder rückwärts den Abhang runter. Gab noch mehr Ärger. Als das dann geklärt war, das im Wald keine Gespenster sind, bin ich wieder aufgestiegen – war so richtig sauer. Und als Madame an der gleichen Stelle wie zuvor wieder Hampeln wollte, da gab’s die Gerte auf den Ponypo, die Beine in den Bauch… und oh Wunder – sie kann marschieren. Die restliche halbe Stunde ging Svandis anstandslos und ohne Mucken weiter. Wir sind den Backsweg hoch, Abkürzung durchs Wäldchen an einer Weide lang, zum Rütli. Den steilen Weg habe ich wie immer geführt, das untere Drittel an der Reithalle bin ich vorbei geritten. Ich glaube Svandis war eingeschüchtert, weil ich so mit ihr geschimpft habe. Sie hat sich nicht mal aufgespielt, obwohl da in der Halle Springstunde war.

Anschließend bin ich mit Björt los. Priorität auf langsam bleiben, Schritt reiten. Ging auch gut. Zur Belohnung durfte sie dann doch noch einmal eine Rennstrecke nutzen. Mit Björt bin ich die normale Hausrunde geritten.
Und nach dem Reiten war Pferde versorgen angesagt – um 21 Uhr war ich dann auch endlich mal im Wohnzimmer – hab noch nen Brief geschrieben und das war’s dann.

Wochenende vorbei

Samstagvormittag haben wir den Wohnwagen aus dem Schuppen geholt und auf dem Hof aufgebaut, damit der sauber gemacht werden kann und soweit vorbereitet wird. Mein Bruder und Familie fahren Ende der Woche damit von dannen.
Als der Wohnwagen auf dem Hof stand, und alles soweit fertig war, das mein Vater daran rumbasteln konnte, habe ich den Ponystall gemistet. Die zwei sauen da vielleicht rum, das ist nicht schön. Aber eine Forke halten, das tut in der linken Hand schon noch arg weh. Also wieder nur immer ganz wenig aufgesteckt und die Schubkarre nicht zu voll. Dauert dann immer alles so lang.
Anschießend Bohnen pflücken… Ich weiß gar nicht, was meine Mutter mit so vielen Bohnen will. Davon kann man sicher ganze Kompanien verpflegen. Ab und zu mal Bohnen ist ja okay, aber das reicht für 1 Jahr jeden Tag Bohnen.
So gegen 18 Uhr habe ich mich zum gerade richten auf Svandis geschwungen. Nur schnell Feldweg hoch und Straße lang bis zum Backsweg und da umgedreht und wieder heim. 10 Minuten. Svandis war auch recht anständig – aber sehr lauffaul.
Mit Björt den Südweg hoch – da schoß sie schon im Galopp ab – das lange rumstehen bekommt ihr nicht, mit Sidepull hatte ich aber kaum Chancen zurück zu halten. Bis zum Backsweg ging sie dann ihren Zackelschritt. Da umgedreht – und prompt wollte das Biest Richtung Heimat losrennen. Man konnte kaum so schnell reagieren wie das passierte. Aber ich griff zu (habe auf den Finger acht gegeben, der wurde nicht gequetscht) Björt musste nochmal zur Kreuzung und da 2-3 Kringel gehen und als der Kopf mal wieder runter ging bekam sie etwas Zügel und durfte nach Hause zackeln. Jedoch nicht traben/tölten oder so…
Samstag abend von 19.30 bis 0.00 Uhr war ich bei meinem Neffen Babysitten. *gähn*
Tim hat geschlafen… ich konnte auf dem Sofa nicht so gut liegen – also nicht wirklich geschlafen.

Heute früh um 9 Uhr sollte ich nochmal ins Krankenhaus kommen, zum Kontroll-Röntgen.
Da sich vorher Arbeiten nicht lohnte, habe ich ganz früh um 8 Uhr bereits Krankengymnastik für den Finger in Asnpruch genommen. Dann zum Krankenhaus – heute dann ganz fix beim Röntgen, musste anschließend noch so 20 Minuten rumsitzen um in die Ambulanzsprechstunde zu kommen. Mit mir warteten auch der Robert und sein Sohn Frederick (die hatten ihr Pferd von 1998 bis 2000 bei mir stehen) Frederick hatte auch eine Hand OP und musste zur Nachsorge. So haben wir uns bißchen unterhalten.
Als ich dann dran kam – ging das da auch recht fix. Heute hat der Chef Dr. Schneider selbst auf die Hand geguckt und für ok befunden. Beweglichkeit noch arg eingeschrenkt, aber „man merkt, das etwas Zug auf die Sehne kommt, das wird schon. Braucht nur alles Zeit.“ Also Geduld haben, und das fällt mir im Bezug auf den finger doch so schwer.
Tagsüber soll ich keine Schiene mehr am Finger haben – nachts zur Sicherheit noch.
Und reiten darf ich nun auch wirklich wieder

Was ich aber aufgrund der Wärme bzw. Schwüle noch nicht so ausgenutzt habe.

Montag und Dienstag war es einfach zu warm um irgendetwas mit den Pferden zu machen.
Man hatte zu nichts Lust.
Ich war richtig froh, das es am Dienstagabend „endlich“ geregnet hat. Ist es zumindest etwas kühler geworden. Wenn auch nicht viel.

Nach dem Abendessen bin ich wie immer zu den Pferden. Eigentlich wollte ich Paddock sauber machen und füttern. Doch Svandis und Björt drängelten regelrecht ans Tor und wollten raus. Als ich nach dem Paddock abäppeln kurzentschlossen mit Sidepull aus dem Stall kam, tauchte Svandis auch gleich ihren Kopf da rein. Bin in kurzen Hosen raufgehüpft und den Südweg hoch geritten. Hat Svandis auch wieder fein gemacht. Südweg runter habe ich geführt und dabei etwas Gehorsam abgefragt. Stehenbleiben, Rückwärts bergauf gehen, Kreis um mich herum. Hat Svandis sehr aufmerksam mitgearbeitet. Feines Pferd.
Björt anschließend das Sidepull übergestülpt, und aufgestiegen. Auch mit Björt den Südweg hochgeritten. Wobei hier die Priorität auf im Schritt bleiben lag – Svandis musste man doch mehr motivieren zu gehen. Auch bei Björt bin ich auf der Straße abgestiegen und habe den Südweg hinunter geführt. Und auch sie musste stehen bleiben und rückwärts bergauf gehen. Auf dem Hof habe ich dann mit Björt noch „Verfolgen ohne Festhalten“ gemacht – sie sollte also mir folgen, auf Stimme anhalten, zurück gehen ohne das ich führe, Seitengänge ohne führen. Das kann Björt auch alles und hat heute sehr lieb mitgemacht. Die ganze Zeit spielte sie mit den Ohren und achtete auf meine Hand, wo und wie ich die gehalten habe, und was ich gesagt habe. Hat Spaß gemacht.
Und natürlich bekamen die zwei dann ein Extra Leckerlie in den Hafer – jede bekam 2 Äpfel – die Ponys standen zu beim Fressen 😉