Sonntag habe ich dann rumgegammelt, mit Essen gekocht, aufgespült und bis 17 Uhr Bohnen geschnibbelt. Das nimmt gar kein Ende…
Um 18 Uhr bin ich mit Svandis losgeritten. Sie wieder ziemlich lustlos und irgendwann schaltete sie auf Arbeitsverweigerung, guckte wie ein erschrockenes Reh in den Wald neben der Straße und ging mit mir rückwärts eine steile Böschung hinab. Vortreiben ging gar nicht – sie ging dann höchstens schneller Rückwärts. Bin abgestiegen und habe „mit ihr geschimpft“ – was wahrscheinlich nicht sehr nett aussah. Ich führte sie zur Straße zurück, dort wollte sie wieder rückwärts den Abhang runter. Gab noch mehr Ärger. Als das dann geklärt war, das im Wald keine Gespenster sind, bin ich wieder aufgestiegen – war so richtig sauer. Und als Madame an der gleichen Stelle wie zuvor wieder Hampeln wollte, da gab’s die Gerte auf den Ponypo, die Beine in den Bauch… und oh Wunder – sie kann marschieren. Die restliche halbe Stunde ging Svandis anstandslos und ohne Mucken weiter. Wir sind den Backsweg hoch, Abkürzung durchs Wäldchen an einer Weide lang, zum Rütli. Den steilen Weg habe ich wie immer geführt, das untere Drittel an der Reithalle bin ich vorbei geritten. Ich glaube Svandis war eingeschüchtert, weil ich so mit ihr geschimpft habe. Sie hat sich nicht mal aufgespielt, obwohl da in der Halle Springstunde war.
Anschließend bin ich mit Björt los. Priorität auf langsam bleiben, Schritt reiten. Ging auch gut. Zur Belohnung durfte sie dann doch noch einmal eine Rennstrecke nutzen. Mit Björt bin ich die normale Hausrunde geritten.
Und nach dem Reiten war Pferde versorgen angesagt – um 21 Uhr war ich dann auch endlich mal im Wohnzimmer – hab noch nen Brief geschrieben und das war’s dann.
Wochenende vorbei