Am Aben, als ich endlich mal daheim war, erst etwas gegessen und dann zu den Pferden. Mit Svandis bin ich nur so 20 Minuten geritten.
Wir sind zum Feldweg – und haben uns ganz gefährliche Strohballen angesehen. Gabi hat ihren Strohvorrat in ihrer Weide zu einer großen Pyramide aufgeschichtet und mit Plane abgedeckt. Das liegt da sonst natürlich nicht – ist auch erst seit Dienstag da. Mittwoch bin ich mit Svandis ja anders geritten, da hat sie das noch nicht gesehen. Also war heute gucken angesagt. Dann stand auch noch eine Nachbarin im Gebüsch und hat Brombeeren gepflückt. DAS war auch schrecklich. Doch Svandis Neugier siegte. Sie wollte gucken was da so ist und wer da im Gebüsch steht. Am Südweg sind wir auch Problemlos vorbeigegangen weiter Richtung Backsweg. Sonst biegen meine Pferde ja schon gern mal ab Richtung Heimat, weil sie die Wege logischerweise kennen. Heute war Svandis sehr kooperativ. Das war ganz anders als Mittwoch. So wie heut könnte sie gern häufiger sein. Am Backsweg sind wir umgedreht und wieder heim.

Mit Björt bin ich heute wieder die Hausrunde richtig rum geritten. Das gefiel ihr wesentlich besser als mittwoch die Runde anders herum. Bei einem Haus am Backsweg dachte ich mir „Ist schon weihnachten????“ Da war allen ernstes eine Tanne mit Goldgirlande geschmückt und als Björt und ich um die Ecke bogen – da waren dort die Nachbarn am Kränzen. Also Goldhochzeit.
Björt ging da vor lauter aufregung (alles Goldig, alles raschelt) einen sehr schönen Tölt. An der Kuhweide regte sie sich auch nochmal auf. Am Borstenbach ging sie ganz gruslig Tölt/Trab gemixe. Dann wollte sie losrennen bergauf. Da hat’s mir gelangt. Habe sie umgedreht und sie musste nochmal zu den Fischteichen tölten – die war so sauer, das sie schön getöltet ist. An den Teichen wieder umgedreht Richtung Borstenbachbrücke. Björt musste Schritt gehen. Gut, ab der Brücke durfte sie etwas Galoppieren, dann wollte sie um die Ecke ziehen und gleich weiter rasen. Aber nicht mit mir. Wieder umgedreht und auf der „Kreuzung“ stillstehen. Habe so ganz leise vor mich hingezählt – hab keine Uhr beim Reiten. Kam so hin, das wir da etwa eine Minute rumstanden. Oh wunder- Björt kann stillstehen!!! Aber nicht gut. Kaum das sie wieder gehen durfte, wollte sie auch wieder laufen. Aber bis daheim war Schrittgehen angesagt. Hat Björt auch gut hinbekommen. Wiederwillig aber okay.

Dann füttern und schluß

Als ich vorhin heimkam, hatte ich nicht so große Motivation zu den Pferden zu gehen. Es regnete auch immer wieder. Mal stark, mal weniger Stark.
Hab mich dann kurz vor 18 Uhr aber doch aufgerafft und bin runter. Es war auch gerade mal trocken. Also schnell Svandis genommen und gesattelt und losgeritten.
Da es stark windig war, hat Svandis natürlich überall Gespenster gesehen. Sie war unheimlich hart und steif – angespannt wie eine Sprungfeder. Aber sie blieb unten. Hat nur einige Male mit dem Kopf (und 2x hinten raus) geschlagen. Das war für mich ganz okay so, immerhin reite ich sonst bei solchem Wetter nicht unbedingt.
Mit Björt bin ich dann auch los. Der Turbo war an. Sie war völlig verwirrt, weil ich die Hausrunde für ihre Begriffe falsch herum gegangen bin. Dann ist sie immer komplett fertig mit den Nerven. Zudem zog sich der Himmel immer mehr zu, es begann noch stärker zu wehen und es fing an zu grummeln. Doch wir sind noch vor dem Regen daheim gewesen. Habe sogar noch im Trocknen gefüttert. Erst als ich den Stall zu machte, fing das Gewitter an.
Bei solchem Wetter und 2 Pferde die absolut unterbeschäftigt sind. Das war ein gutes Stück Arbeit. Obwohl ich den Zügel ja falsch in der Hand halte, ich merke meinen Finger sehr.

Sonntag im Regen. Hat auch nicht viel. 18 Grad und stetiger Fisselregen, oder auch mal starker Regen, das ist nicht gerade meine Vorstellung von Sommer. Kühlere Temperaturen finde ich generell gut, doch der Regen kann nun langsam wieder aufhören.
Nachmittags habe ich mich dann dazu aufgerafft mit beiden Ponys zusammen spazieren zu gehen. Björt links und Svandis rechts. Bei Björt brauche ich mir keine Sorgen zu machen, das sie mir den Strick durch die Hand zieht. Dazu ist die viel zu lieb erzogen. Die lässt meinen Finger leben. Svandis war auch artig, hat aber wieder wie immer versucht zu fressen. Auf der Straße haben wir gemeinsam nebeneinander traben geübt. Findet Björt nicht gut. Hört nach ein paar Metern Trab an der Hand auf – aber sonst war sie lieb. Dann haben wir uns bei einem Bungalow Partyzelt und Luftballone angesehen – das fanden Björt und Svandis gar nicht aufregend. Interessierte sie nicht mal, das die Luftballone da im Wind flatterten. Wahrscheinlich wären sie aber ausgerastet, wenn ich geritten hätte… So hatten wir einen sehr netten, aber sehr nassen Spaziergang

Nach der Arbeit auf dem Heimweg noch fix bei meinem Bruder vorbei um dort die Bio-Tonne wieder rein zu stellen und einmal ums Haus gucken. Dabei hab ich festgestellt, das das Verdeck der Hollywoodschaukel von dannen geflogen ist. Lag zu Glück noch neben der Schaukel – so habe ich die Plane an die Seite gelegt. Sonst war nichts passiert.

Kurz nach 18 Uhr erschien Kirsten. Seit Mittwoch ist sie aus Island zurück und hatte schon Sehnsucht nach Björt und reiten. Sie hat ganz viel erzählt wie es da war und die Pferde… Währenddessen haben wir die Pferde geputzt und gesattelt. Kaum waren die Sättel auf Björt und Svandis, fing es an zu regnen. Und es sah nicht so aus, als ob es aufhören würde. Also Regenjacken angezogen. So sind wir nur die 40 Minuten Runde durch das Dorf geritten. Die beiden Pferde waren ausgesprochen lieb und sind schön gegangen. Svandis hat sehr gut mit Björt mitgehalten. Ausnahmsweise musste ich mal nicht treiben und ständig auftraben. Ging am Freitag wunderbar.
Nach dem Ausritt haben wir die Pferde versorgt und dann hat Kirsten mir an ihrem Laptop Islandbilder gezeigt.
So schön!!! Ich will auch! Neid!!!!

Heute war wieder ein Arbeitstag. Morgens Stall gemistet und die Weide abgeäppelt. Nach dem Mittag bin ich einkaufen gefahren. Wocheneinkauf war mal wieder fällig. Dann Heu vom Dachboden holen. Die letzten 12 Bunde von 2007 – hat nicht ganz so lang gereicht wie letztes Jahr. Da bin ich bis September mit dem Vorjahresheu hingekommen. Dennoch denke ich, das ich reichlich Vorrat habe.
Im Keller musste ich auch richtig sauber machen, da alles nach Bohnen gestunken hat und überall an Schränken und Fenstern Fliegenschiss war.
Kurz vor 19 Uhr wurde dann Svandis longiert und anschließend kam Björt dran. Die beiden waren relativ lustlos, aber gingen klar. Nach dem Füttern haben die Pferde und ich noch geschmust. Dann war Feierabend.

Heute um 16.30 Uhr nochmal Fingergymnastik gehabt. Zum vorletzten Mal. Doch ich denke, das ich meinen Arzt um Nachschlag bitten werde. Denn das Fingergelenk fängt gerade mal an „mitzuarbeiten“. Und das manuelle Bewegen ist teilweise noch arg schmerzhaft. Aber auszuhalten.

Daheim dann ganz schnell die Pferde versorgt – nicht geritten, dazu langte die Zeit nicht. Um 18.30 Uhr war ich, wie verabredet, bei meiner Freundin zum Geburtstag feiern. Wie bei mir, nur im kleinen Kreis. War sehr nett und sehr gemütlich. Zum Abendessen wurde Pizza bestellt. Das Pizza-Taxi um die Ecke sozusagen. War sehr gut. Pünktlich, die Pizza noch richtig warm (Anfahrt ca 800 m)und der Salat gut gewürzt und frisch. Außerdem bekam Claudia eine Flasche Wein zu der Bestellung. Haben wir beim Essen getrunken. Ging sofort in den Kopf. Mensch, mensch, mensch – kommt davon, wenn man sonst nichts trinkt. Nach einer Tasse starken Kaffe ging es mir aber wieder besser.
Während des Essens haben wir ‚über den Tellerrand hinweg‘ DVD geschaut. Ich hatte Claudia „Die Brücke nach Terabithia“ zum Geburtstag geschenkt, und das haben wir gleich geschaut. Das sogenannte Kinderfilme so schrecklich traurig sein können, ist wirklich gemein. Vorallem, wenn Erwachsene Zuseher schon etwas angeschiggert sind…

War ein schöner gemütlicher Abend – und ich habe mich somit vor der Bohnenarbeit gedrückt. Damit geht es morgen aber wohl weiter.