„Für einen Finger??“ – Das war mein erster Gedanke – aber es ist wirklich so, das der Ringfinger unbewusst „außen vor“ ist. Automatisch wird er wenig bewegt und geschont. Entsprechend steif ist der Finger.

Gestern nach der Arbeit also bei der KG-Praxis angehalten. War 5 Minuten vor dem eigentlichen Termin dort, konnte noch etwas warten. Die Physiotherapeutin war auch so mein Alter, schätze ich, und ganz nett. „Durfte“ mich auf die Massageliege legen und sie hat an meiner Hand geknetet und den bösen Finger gedehnt und geknickt… Gerade wenn es an das Abknicken zur Handinnenfläche ging, DAS tat weh. Wenn sie das obere Gelenk bewegen wollte, das war nicht ganz so schlimm, hat so 2-3 Mal geziept – aber nicht schlimm. Bißchen mehr Bewegung war nach der halben Stunde auch im Finger.
Doch ich habe das Gefühl, das wenn ich „bewegen will“ weigern sich Muskel und Sehne dem Gedanken zu folgen.

Heut abend soll ich versuchen, mit der rechten Hand den linken Ringfinger manuell zu bewegen…
Geritten bin ich Montag wegen Wetter nicht und gestern tat die Hand zu arg weh, nach der KG. Eigentlich wollte ich noch Heu vom Dachoden holen – aber das hat mein Vater heute netterweise erledigt…

Dafür durfte ich heute nochmals losfahren zum Einkaufen, weil uns das Brot ausgegangen war, und der Sprit für den Rasenmäher war nicht mehr ausreichend. Also nochmal die 6 km zur Tankstelle und zum Supermarkt und zurück…
Die Pferde werden wieder nur gesäubert und gefüttert

Donnerstag…. ganz bestimmt, meint Kirsten, werden wir die Pferde wieder ärgern. Oder sie uns.

Heute habe ich es nicht mehr ausgehalten, zwar sollte ich 6 Wochen nach OP erst wieder auf das Pferd klettern, aber aber aber…
Björt und Svandis sind doch so lieb *die-wollen-nur-spielen*
Kirsten kam um 13 Uhr und wir sind die 30 Minuten Hausrunde geritten. Björt und Svandis waren wirklich lieb. Wir sind nur Schritt gegangen, und größtenteils konnte ich Svandis auch einhändig gut lenken und regulieren. Manchmal erinnert sie mich doch sehr an ihre Mutter, die einfach nur traumhaft war.
Okay, an der Kuhweide mit den gefährlichen Monsterkühen bin ich lieber abgestiegen und habe Svandis vorbei geführt, doch ansonsten war sie beim Sonntagsritt sehr fein.
So tat der Ausritt richtig gut und wir hatten Spaß. – Bis auf Björt, die wollte gern rennen und durfte nicht.
Um 15 Uhr sollten meine Eltern und ich schon bei meinem Bruder zu Kaffee und Kuchen erscheinen. Sonst wären Kirsten und ich auch eine längere Runde geritten – so ging das leider nicht. Der Nachmittag bei meinem Bruder verging auch recht fix, um 18 uhr waren wir wieder am Südweg.

… das mit dem 6 Wochen nicht reiten.

Der ganze Tag ein doofes Wetter.
Gewitter, Regen, Sonnenschein – eisekalt, zu warm. Ich mag das nicht. Aber naja, da muss man durch.
Mein Vater konnte morgens wieder nicht schlafen. Um 6.30 Uhr hörte ich, wie er zu den Pferden runter schlich und sie auf die Wiese ließ. Auch gut. Brauchte ich nicht aufstehen. Gegen 9 Uhr hörte ich den Regen an die Scheibe prasseln. Bin aufgestanden und wollte die Ponys reinholen, nachdem ich gefrühstückt hatte. Aber mein Vater war da bereits wieder unten und fing die Pferde ein.
Als es am frühen Nachmittag mal länger trocken war, ist mein Vater runter an die Werre gefahren mit dem Fahrrad. Weil dort ja das Weserfloß vor Anker lag. Das wollte er sich mal ansehen.

Ich longierte derweil Björt und Svandis. Beide mit Kappzaum – beide sehr lieb dabei. Fand ich gut. Obwohl es stark geweht hat und das Plastik der Silagerollen ziemlich flatterte, blieben beide Pferde ganz ruhig.
Dann kam zwischendurch mal wieder Tropfen vom Himmel… Gegen halb fünf erschien mein Vater wieder. Wir haben Abendbrot gegessen und anschließend bin ich zu den Pferden runter.

Da es zwar nach Regen aussah, aber noch trocken war, habe ich die Pferde erstmal ordentlich geschrubbt. Björt haart schon wieder etwas. Svandis habe ich dann mitgenommen. Sidepull drauf, Birgit rauf – Südweg hochgeritten. Da aber wieder abgestiegen und Straße lang und Feldweg geführt. Heute ganz lieb und keine Fressversuche!
Dann Björt genommen – Sattel drauf, Svandis Sidepull drauf, Birgit rauf und da lief Björt schon weg.. Südweg im Galopp hoch (einhändig) Den weiteren Weg auch immer nur rechte Hand am Zügel und Björt ging artig voran. Schnaubte fein ab, kein Kopf hochreißen – sie ging erstaunlich nett. Sicher schneller als sonst, aber regulierbar. Im Wäldchen Richtung Heimat war dann einhändig nicht viel zu halten. Vor der Borstenbachbrücke Trab (oder Trölt), dann Galopp bis fast an die Feldwegkreuzung. Ab dort aber wieder fein im Schritt am langen Zügel nach Hause. Kaum hatte ich den Sattel ab, fing es an zu regnen. Ich war gerade fertig mit Füttern, da fing es an zu gewittern – und gerade fließt uns der Garten davon…

Habe gestern abend geknibbelt
Unter der Plastikschiene wird die Haut irgendwie feucht – kann das wohl sein? Jedenfalls war die Haut, als ich die Schiene mal abgenommen habe beim TV gucken, sehr aufgeweicht. Finger häutet sich wie Schlange, und so konnte ich dann ganz problemlos und ohne Schmerzen die „Robe“ abknibbeln. Hat sich ja sogar in einem Stück gelöst. Die Naht am Finger ist nicht wieder aufgegangen. Ich glaub, das ist okay so.

Heute früh musste ich mal wieder im Krankenhaus zur Kontrolle erscheinen. Wieder Finger röntgen und dann gucken was ist. Zum Vergleich die Rö-Bilder vom letzten Mal mit denen von heute angesehen. Keine Veränderung – Fein –
Nun habe ich nur eine kleine Fingerkuppen Schiene bekommen um das obere Gelenk noch nicht so zu belasten. Die anderen Finger und Gelenke soll ich nach und nach immer mehr normal gebrauchen. Ist eine richtige Wohltat die Gips bzw. Kunststoffschiene los zu sein. Das mit der Fingerkuppe geht gut.
Der Hausarzt hat mir auch 6x Krankengymnastik für die Hand aufgeschrieben. Morgen oder Montag mal an eine Physio-Praxis anhalten und nach Terminen fragen.
In 2 Wochen ist im Krankenhaus nochmal Röntgen Kontrolle