Eigentlich sollte ein „Faultag“ sein, da wir von Donnerstag alle total fertig waren. Ich habe mich noch aufgerafft und bei Thomas angerufen. Gegen 18 Uhr war er da.
Den Hufzustand vor dem Bearbeiten fand er dann auch nicht toll, obwohl erst 5 Wochen seit dem letzten Schneiden vergangen waren. Es wurde also wieder geflext und geschnitten. Die Hinterhufe sind „fast durch“ – das Horn ist total hart nachgewachsen, die weiße Linie ist wieder normal breit und nicht mehr in Lamellen gefächert. Wenn wir vorn doch auch schon so weit wären.
Vorn war es echt wieder extrem, und Thomas traute sich nicht so arg viel wegzunehmen. Ging aber auch gar nicht. Ohne Schuhe wollte Svandis kaum stehen, so das ich ihr von immer einen Schuh anließ, wenn wir den anderen Fuß bearbeiteten. Als die Hufe wieder in Form waren und die Stellung etwas steiler, haben wir die Kunststoffsohlen angepasst und zugeschnitten. Die Klebekragen an die Sohlen geschweißt (mit Heißluftpistole). Die mitgelieferte „Bastelanleitung“ ist echt prima und als wir den Dreh raus hatten, klappte das schneiden und verschweißen prima. Auch das Ankleben an die Hufe ging erstaunlich schnell und der Kleber haftet wie wild. Etwas lief an der Sohle herab auf die Steine – beinahe wäre Svandis festgeklebt. Beim Huf hochnehmen hob sich der Stein etwas an, bevor es ‚plopp‘ machte und der Huf vom Stein getrennt wurde. Ich mischte dann noch etwas „Hoof it“ dieses Kunsthorn der Firma die auch die Klebeschuhe verkauft an. Das haben wir in die Zwischenräume gespritzt, damit kein Schmutz eindringen kann.
Der Probelauf nach dem Aushärten der Kleber war recht gut. Sie ging nicht ganz so gut wie mit den weichen Therapieschuhen, aber nicht so grottenschlecht wie ohne Hufschutz.
Hinten haben wir nicht mehr zugeschnitten und geklebt. Da es das erste Mal war, das wir damit gearbeitet haben und wir uns da erst reinfuchsen mussten, war es kurz nach 20 Uhr als Thomas wieder heim fuhr. Dienstag haben wir uns für die Hinterhufe vorgenommen. So kann sie sich auch vorn erstmal an die veränderte Hufstellung und das andere Laufen gewöhnen.

Wie im Internet beschrieben „trabt munter sofort los“ — nein, das ist nicht Svandis.
Tritt besser als ohne Hufschutz, JA
Tritt gleich gut wie mit Therapieschuh NEIN

Ich hab mir frei genommen in der Klinik, Überstunden abbauen.
Und daheim stand das Heu auf dem Programm. Gleich früh morgens – es war schon fast zu warm – habe ich das letzte Heu von 2008 komplett vom Dachboden geworfen. Sind noch so ca. 50 Bund die Björt und Svandis vertilgen können.
Morgens um 10 Uhr angefangen zu Schwaden. Danach wurde eine keine Mittagspause eingelegt. Um 13.30 Uhr fingen wir dann das pressen an. Es hat sehr gut geklappt. Die alte „Fahr“ Presse macht noch immer schöne Bunde. Da nicht wirklich viel Gras nachgewachsen war, bzw. alles sehr kurz war, sind „nur“ 184 Bund von der Wiese gekommen. Aber egal – wir haben sowieso genug.
Um 16 Uhr kam Kirsten, und wir haben noch alle Bunde auf unserem Heuboden verstauen können. Hat alles prima geklappt.
Die Hitze von über 30 Grad am Nachmittag auf der Heuwiese und gefühlte Sauna auf dem Dachboden hat uns alle ziemlich fertig gemacht.
Aber schön, das auch das nun gut über die Bühne gegangen ist.

Sonntag (16.8.) tat alles weh, da am Samstag das ständige Bücken auf dem Acker den Rücken arg gebeutelt hatte.

Sonntagnachmittag irgendwann Pferde geputzt. Bei Svandis die Schuhe ausgezogen. Ab und zu muss einfach Luft dran und sie soll irgendwann auch wieder ohne Schuhe laufen.

Mit Björt hoch in den Wald geritten und dort so eine kleine Schleife geritten. Am total langen Zügel, ganz entspannt im Schritt. Ich wusste gar nicht, was mit Björt los war. Im Wald war das mit den ganz langen Zügeln nicht mehr möglich. Beim Galopp incl. Sprung über Bäumchen verlor sie leider vorn links den Schuh, blieb aber sofort stehen und ließ ihn sich wieder anziehen. Weiter etwas Trab und Tölt. Eigentlich sollte sie weiter im Schritt gehen. Bis zum Waldausgang haben wir uns etwas uber das Tempo gezankt, auch die ersten Meter durchs Dorf wollte sie anders als ich. Kurz vor zu Hause sind wir nochmal über das Stoppelfeld auf der Wölpke, die Schuhe hielten das sehr gut aus. Und blieben da wo sie hingehören. Das verlieren lag wohl am Sprung.
Svandis habe ich anschließend die Füße gesäubert, desinfiziert, Schuhe angezogen etwas hin und her gelaufen und wieder zu Björt in den Paddock gebracht.

Montag nach der Arbeit habe ich mit Svandis, Björt und Askja einen ganz kleinen Spaziergang gemacht. Svandis war sehr munter und wollte gern schneller als Björt und ich.
Dienstag kam Kirsten und wir sind wieder eine kleine Runde spazieren gegangen.
Mittwoch war Hitzefrei für die Pferde

Die Woche fing nicht so toll an. Montags ab fünf Uhr früh blitze und donnerte es gewaltig. Der Regen fing erst an, als ich bei den Pferden im Offenstall war. Plötzlich ein greller Blitz ganz in der Nähe, ein großer Knall danach und ich stand im Stall im dunkeln. Die Pferde fast panisch in den Paddock gerannt. Nichts passiert, außer Strom weg. Zum Glück. Björt weigerte sich dann zwar in den Stall zurück zu kommen, doch Svandis fraß bereits kurze Zeit später wieder ihr Heu.
Der Blitz hat auch unser Festnetz-Telefon lahmgelegt. 2 Tage lang nicht zu erreichen, bis das Ersatzteil da war.
Dienstag bin ich mit Björt um den Stoppelacker oben auf der Wölpke geritten (im Schritt einmal drumherum dauert 10 Minuten) Björt wußte erst nicht so recht ob sie wirklich sollte. Natürlich den halben Acker im Schritt um erstmal etwas Betriebstemperatur zu bekommen. Aber dann … Dieses kleine Pony ist sicher ein Rennpferd gewesen im vorherigen Leben. Die 2te Ackerrunde bestand aus genialem schnellen Tölt und tieffliegendem Galopp.
Svandis wurden nur die Füße sauber gemacht und desinfiziert.

Donnerstag beim Paddock mit Ecoraster verlegt und noch Stallarbeit. Zum Reiten keine Lust mehr. Freitag im Paddock weiter gemacht und Ecoraster mit Erde verfüllt. Anschließend wieder mit Björt 2,5 Mal um den Stoppelacker und ganz ganz kurz mit Svandis (nur Stallhalfter und Anbinder) auf dem Hof einmal rauf und Runter geritten. Svandis fängt an, das sie von allein antrabt wenn ich drauf sitze – aber nur mit den weichen Schuhen…. wie gehabt.
Samstag: Stall misten, Paddock weiter mit Erde und Sand verfüllen. Von 13 – 18 Uhr stand ich auf unserer großen Heuwiese und habe den großen rotblühenden Ampfer (saurer/sanfter Heinrich – oder wie das Zeug heißt) rausgerissen. Zwischendurch wieder im Paddock mit anpacken – Neue Randbegrenzung, Holz sägen und so…
Durch das ständige Bücken auf dem Acker, Rücken total hinüber. Daher Samstag nicht mehr geritten.
Abends auf dem Sofa wieder mal eingeschlafen.

Diese Woche war es mir einfach zu warm. Hatte keine Lust zum reiten und zeitlich hat das auch alles nicht geklappt. Montag lange Arbeiten und dann Pferdestall sauber machen, Gras/Heu am Zaun wegharken und sowas.
Dienstag haben Kirsten und ich die halbe Obstbaumwiese Heu gewendet. Das bißchen haben wir per Hand gemacht, da lohnt einfach kein trecker und Wender. Nach dem Wenden sind wir mit den Pferden noch einmal Feldweg bis zum Wald an unserer Heuwiese lang und zurück. Svandis ohne Hufschuhe. Sie trat erst nicht so gut zu, je länger sie lief, desto besser wurde es jedoch. War schon gut, fand ich.
Mittwoch war ich bis 17 uhr im Büro, sehr schnell Pferde versorgen und von kurz nach 18 Uhr bis 22.30 Uhr war ich bei Claudia bißchen Geburtstag feiern.
Donnerstag auch wieder bis 17 Uhr arbeiten, und anschließend mit Vater Heu wenden, bzw. in eine große Reihe gezogen, damit es über nacht durchschwitzen kann. Noch bißchen mit den Pferden geschmust – Svandis Hufe gemacht und so weiter und so fort. Halb neun war ich auch im Haus.

Heute.. bis 15 Uhr im Büro. Mein Vater und ich haben das Heu von der Wiese geholt – liegt aber noch ganz lose und locker auf dem Hänger. Haben das Bißchen nicht gepresst.
Trotz angezeigten 30 Grad bin ich mit Björt die Hausrunde geritten. Sie war erst ziemlich groggy und nicht so lauffreudig aber sie letzten 800 Meter hat sie dann nochmals aufgedreht.
Mit Svandis bin ich erst auf dem Hof hin und her gelaufen. habe sie nicht geführt – sie lief frei. Sidepull zwar drauf, aber die Zügel um den Hals geschlungen. Ganz ohne festhalten lief sie erst im Schritt neben mir her, und als ich einfach mal vorlief trabte sie munter hinter mir her – Wendungen, Rückwärts, Schlangenlinien … sie lief alles ohne das ich sie führen musste. Eine Drehung oder ein Fingerzeig reichten um das Gewünschte bei ihr abzurufen. Ein feines Pferdchen. Natürlich hatte sie Hufschuhe dabei an. Und dann… dann habe ich Svandis an die Böschung gestellt und bin rauf gehüpft. Sie stand total still bis ich saß und sie ihr Leckerlie hatte. Sie drehte sich problemlos um und ging einfach mal los. An ihrer Geister- und Gespensterecke an den Silagerollen, wo sie „in gesunden Zeiten“ auch gern mal steigt/bockt, da blieb sie stehen – guckte ind das Wäldchen. Der Kopf ging ganz rum und sie knabberte an meinen Schuh – okay – Bestechung. Zufriedenes Schnauben und Svandis ging weiter bis zum Zaunende, bog nach links auf den Wiesenweg Richtung Wald. Doch zunächst wieder ein Leckerlie einfordern. Weiter gehen und das sehr gut, wie ich fand. Hälfte des Wiesenwegs lies ich sie anhalten. Wegen der Bremsen fing sie mir zu sehr an zu hampeln. Bin runtergehüpft und mit ihr zum Wald gejoggt. Zurück gegangen sind wir dann im Schritt. Svandis sah richtig zufrieden aus. Im Paddock ist sie dann auch noch hinter mir her getrabt. Björt ist wie wild im Paddock gerannt während ich mit Svandis weg war. Dadurch war sie mehr geschwitz als vom reiten. Also trotz der Wärme war es heute ein erfreulicher Pferdetag.