Heiligabend bin ich allein mit beiden Pferden ca. 15 Minuten gelaufen, ansonsten haben wir einen sehr ruhigen Tag daheim verbracht. War ganz schön.
Am 1ten Weihnachtstag hat es nur geregnet – da ging gar nichts. Zudem waren wir gestern ab 10.30 Uhr bis 17.30 Uhr auch nicht daheim. Weihnachtstreffen bei Onkel und Tante mit Geschenkübergabe an den kleinen Neffen.

Heute Nachmittag haben Kirsten und ich einen kleinen Ponyspaziergang gemacht. Spaziergang heute war okay. Björt führte sich etwas auf, aber naja – darf sie auch mal. Svandis ging sehr langsam und auch nicht sehr flüssig mit. Svandis hat kaum noch Muskeln, das kann nicht gesund sein. Rumstehen bringt ihr nichts – so werde ich es wieder mit Bewegung versuchen. Vielleicht bringt das ja mehr.
Mit ihren neuen Klebeschuhen hat sie sich noch nicht ganz angefreundet, aber die Teile halten, und auch das Equipak drunter hält und sieht gut aus.
Nach dem kleinen Spaziergang musste Kirsten leider schnell weg. Ich habe daher noch eine kleine, schnelle Runde mit Björt gedreht. Leider war es stellenweise noch arg glatt. Kamen aber heil daheim an.

Nun hat Svandis wieder „Eisen“ – äh – Kunststoff unter den Füßen

Das Hufe vorbereitend flexen – ist ja „normal“ das der Huf sauber und ordentlich sein muss. Dann die Kunststoffsohle anlegen Hufumriss aufzeichnen, mit Stichsäge passend zurechtsägen, mit Heißluftpuste den Klebekragen anschmelzen an die Sohle und dann den Schuh an den Huf ankleben = Glue on Shoe 🙂
Anschließend haben wir das flüssige Equipak in die Hufzwischenräume (Strahl und Sohle) gefüllt. Die zähflüssige Gummiartige Masse ist leider doch nicht wie erhofft zwischen Kunststoffsohle und Huf geflossen, aber Strahl und Sohle sind gut vor Schmadder geschützt, da ist alles gut dicht geworden. Vorn die kleinen Restspalten haben wir dann mit Equipak angefüllt. Beim letzten Mal hatten wir dort zum Schutz vor Dreck und Schmadder Kunsthorn reingemacht, nun halt das Equipak.
Für die 4 Hufe haben wir 1,5 Kartuschen von dem Equipak benötigt. Nun hab ich also noch Reserve Flüssig Gummi – auch gut. Falls sich da etwas löst oder so.
Probelauf – nach 3 Stunden rumstehen und immer wieder Füße hochgeben – die ersten Meter nicht schön, dann hatte sie sich eingelaufen und Thomas und ich sind sogar mit Björt und Svandis bis an den Wald und zurück gegangen. Da trat Svandis verhältnismäßig gut.
Im Stall behaupteten die Pferde dann, das sie verhungert sind (3 Stunden ohne Heu – Björt stand der Ruhe wegen ja bei Svandis rum) und Svandis war auch der Meinung, das ihr alles weh tut und sie bitte getragen werden muss.

Eben beim Füttern sah es nicht mehr ganz so schlimm aus, wie sie da so stand. Muss sie sich natürlich erst dran gewöhnen. Abwarten wie es in 2-3 Tagen ist.

Es regnet – der Schnee verzieht sich, das Eis kommt. Holla war das stellenweise glatt hier.
Am Mittag musste ich Svandis die nassen Schuhe mal ausziehen und Svandis lief so 3 Stunden barfuß an allen 4ren umher. Das gefiel ihr offensichtlich nicht so sehr. Die Schuhe musste ich mit Heißluftpuste wieder trocken machen.
Wegen dem Regen und der Glätte bin ich heute dann nicht geritten mit Björt. Nur geschmust… Bin froh das die Erkältung auf dem Rückzug ist, da muss ich durch Regenreiten nicht noch wieder kranker werden.

Tja – heute haben wir dann Weihnachtsbaum aufgestellt. Lichter hat mein Vater angebracht und ich war für die roten, teracotta und goldfarbenen Kugeln zuständig. Lametta oder Girlanden kommen mir nicht an den Baum!
Ist eh nur so ein kleines Ding – der sieht schon arg überladen aus, finde ich *g*

Montag – mein erster „Winterurlaubstag“ – auch langsam angehen lassen. Natürlich mussten wir wieder Schnee schüppen. War wieder alles dicht. Mein Vater hat die Gargeneinfahrt frei geschaufelt und den Südweg mit dem Holder freigeschoben. Hoch lebe das Schneeschild. Ich habe mit unserem Schneeschieber dann noch den Hof etwas vom Schnee befreit und den Weg zur Haustür und zum Pferdestall runter. Danach war mir warm.
Am frühen Nachmittag bin ich mit Björt die knapp 2 km zu Oma gritten. Hinweg wieder Straße lang. Der Ebenöder Weg ist doof gewesen. Alles andere ging ja irgendwie – aber die Straße ist komplett gepflastert. Und unter dem Schneematsch war es teilweise spiegelglatt. Björt war total aufgeregt und wollte sowieso nur laufen und das auf dem Untergrund. Nein, ich bin dann abgestiegen. Beine brechen soll sich wer anders. Oma war auch daheim, so das ich ihr das frische EM geben konnte. Von Oma aus wieder durch den verscheiten Wald zurück nach Hause. Im Wald war es total toll. Da hat Galopp und Tölt Spaß gemacht. Vom Rütli her habe ich dann nach Hause geführt. Dort den Berg runter – da stand ich teilweise bis ans Knie in Schneeverwehungen. Björt stapfte auch durch den Tiefschnee, blubberte aber ziemlich zufrieden neben mir rum. Daheim wurde ihr Gesicht wieder schön mit Handtuch abgeschrubbelt, und der Körper wurde in Svandis Abschwitzdecke eingehüllt.

Svandis habe ich nur den Hufverband abgenommen und die beiden Vorderhufe wieder in die Therapieschuhe verstaut. Damit ging Svandis auch ganz okay soweit. Mal gucken wie es weiter wird.

Ja, ja die Kälte. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag und Freitag auf Samstag waren es hier so kalt, das im Stall das Wasser eingefroren ist. So ein Mist.

Als ich Freitag den Schnee sah am morgen, hätte ich schreien können. Aber ich kam gut den Südweg hoch und auch zur Arbeit bin ich gut hingerutscht. Natürlich gab es wieder Pappnasen, die nicht fahren konnten, aber okay.
Freitag um 15 Uhr habe ich Feierabend gemacht. Noch schnell zur Post und ein Paket nach Göttingen abgesandt. Bißchen Weihnachtspost abgeschickt.
Durch das Wetter und die „Nichtkönner“ war ich erst um 16 Uhr zu Hause. Da es sau kalt war und ich derbe Erkältet habe ich die Pferde nur gefüttert und mehr nicht. Nein, gar nicht – Björt habe ich etwas an der Longe laufen lassen. Madame war über Abwechslung auch erfreut. Aber ich bin durchgeforen. Man war mir kalt. Da halfen nur noch Wärmflaschen und Kuscheldecken auf dem Sofa.

Samstag ab 9 Uhr haben wir Schnee geschippt. Meine Eltern wollten Einkaufen fahren, aber erstmal musste der Schnee weg. Sonst ist hier kein wegkommen. Zunächst hat mein Vater die Garageneinfahrt frei geschüppt. Aber das langte leider nicht. So haben mein Vater und ich das Schneeschild an den Einachsholder gebaut und dann hat mein Vater den Südweg frei geschoben und ich habe noch den unteren Teil des Weges und die Hofeinfahrt frei gemacht. Dann konnten meine Eltern wegfahren. Ich habe in der Zeit den Ponystall gemacht. Nachmittags etwas im Haus sauber gemacht und dann verrückter Weise eine ganz kleine Runde mit Björt geritten. Ich habe ihr erzählt, das wir einen kleinen langsamen Schrittausritt machen. Tja, aber nicht mit Björt. Die hatte Spaß in den Backen. Ich Idiot hatte das Sidepull genommen. Damit hatte ich natürlich wenig Chancen. Die letzten 600 Meter (Straße lang, Südweg runter) habe ich geführt. Besser war das. Man man man…
Svandis war/ist eigentlich für ihre Verhältnisse auch ganz gut drauf. Sie tritt auch recht gut. Hat ja noch immer den Verband vorn links, aber alle anderen Hufe sind soweit ungeschützt. Klappt bisher ganz gut. Dennoch soll der Hufschutz drunter – wenn es nicht mehr ganz so frostig ist.
Samstagabend sind Claudia und ich im Kino gewesen. Haben „Avatar – Aufbruch nach Pandora“ geguckt. War ein recht guter Film. Ging aber elend lange – war erst um Mitternacht daheim.

Sonntag bin ich mit elenden Kopfweh aufgestanden. Gingen den ganzen Tag nicht weg. Und dann diese elende Kälte und der Schnee der wieder runter kam. Ich war zwar ein paar mal draußen bei den Pferden, aber geritten bin ich nicht. Von 14 bis 18 Uhr habe ich auf dem Sofa so richtig schön geschlafen. Die Kopfweh sind etwas zurück gegangen, aber nicht viel. Kein so schöner Tag