Das neue Jahr begann kalt und ungemütlich. Nachdem es bereits am Neujahrstag etwas getaut hatte, wurde es gleich wieder „schlechter“. So bin ich Sonntag nicht geritten, sondern die Pferde wieder nur auf der verschneiten Wiese gescheucht. Da mein Urlaub wieder zuende war, hatte ich immer nur morgens und Abends beim Füttern Zeit für die Pferde. Zum Reiten oder Spazierengehen war es mir abends bereits zu dunkel, zu rutschig und zu kalt.
Und in der vergangenen Nacht kam der Regen – wurde zu Eis und hat heute früh für eine Menge „Spaß“ gesorgt.
Um zu den Pferden zu gelangen, habe ich mir ein paar Stoff-Fetzen um die Schuhe gebunden. So rutschte ich wenigstens nicht die 15 Meter Rasengittersteine runter. ging einigermaßen gut. Der Arbeitsweg begann mit zaghaftem Testen „ist die Garageneinfahrt wohl glatt“??? Dort konnte ich gut gehen, habe also nicht abgestreut. Die Hälfte vom Südweg schaffte mein Auto ohne zu Rutschen. Dann kam das Eis. Wurde etwas heikler die letzten 100 Meter – doch ich bin hochgekommen, ohne Probleme. „Witzig“ wurde es in der Wölpke – die 700 Meter vom Südweg bis zur Amselschänke waren eine einzige Eisbahn mit einer ziemlich dicken Eisschicht. Mein Bruder hat das ganze mal fotografiert: Dickes Eis

Ich rutschte dort mit ziemlich wackeligen Knien runter. Hoffte das mir niemand entgegen kommt. Das Auto hat sich irgendwie einen eigenen Weg gesucht, blieb aber zum Glück auf dem vereisten Asphalt. Einen nochmaligen Ausflug in die Botanik möchte ich gar nicht erleben. Ab dem Borweg konnte man auch recht normal fahren. Allerdings gibt es nette Mitmenschen, die nicht viel von „Abstand halten“ halten. Ich kam zum Glück unfallfrei und pünktlich zur Arbeit 🙂
Der Heimweg am Abend war absolut kein Problem. Die Straßen waren nicht mehr glatt und auch die Eisschickt in der Wölpke war weggetaut. Hoffentlich ist das morgen früh auch nicht vereist.

Das alte Jahr ist rum – nun liegt wieder ein Neues vor uns.
2010 verabschiedete sich bei uns mit Glatteis und Regen. So blieb ich daheim. Fuhr weder nach Göttingen zu meinen Freunden, noch zu meiner Freundin „unten in Rehme“. Selbst die 6 km wollte ich bei Glatteis nur ungern fahren.
So verbrachte ich den Silvesterabend mit meinen Eltern und einer guten Flasche Wein vor TV und PC. Gescannte Dias etwas am PC sortieren und natürlich die 30 Jahre alten Bilder anschauen. War schon nett. Kurz vor Mitternacht sind mein Vater und ich raus gegangen. Ich bin zu den Pferden… Björt war etwas unruhig und lief (langsam) im Paddock umher. Svandis stand wie immer sehr ruhig im Paddock und sah sich den bunten Nachthimmel an. Was beiden Pferden nicht so gefiel war dieses elende Geböller und die „Kreischer“… Diesmal war sehr viel los in der Gegend hier oben. Wohl alle daheim geblieben wegen dem Wetter und dann ihre Vorräte verballert. Bis 0.30 Uhr blieb ich bei den Pferden, dann wurde es etwas ruhiger. Vom Wohnzimmerfenster aus beobachtete ich die Damen aber noch bis ca 1 Uhr. Vereinzelt hörte man noch bis ca 2-3 Uhr einige Böller. Ich finde Feuerwerk und Kracher an Silvester sehr überflüssig.

Neujahr und es taut!!! Wie schön! Das habe ich doch gleich mal ausgenutzt und die Pferde ordentlich gesäubert. Svandis fängt schon an zu haaren.
Mit Björt bin ich dann die normale, kleine 30 Minutenrunde geritten. Sie sollte sich eigentlich nicht aufregen, doch naja… 🙂 Sie ging die Hälfte der Runde entspannt am langen Zügel. Doch als sie die scheinbar unendlichen weißen Weiten des Niederfeld sah – da musste sie ihren Dickkopf durchsetzen und doch durch den angetauten, pappigen Schnee. Galoppierte da hoch und hatte sichtlich Spaß dabei. Im Wäldchen (Loher Busch) durfte Björt auch nochmal einen kurzen 200 Meter Galopp einlegen. Das ging aber viel besser, da dort kein pappiger Tiefschnee, sondern nur flacher, pappiger Schnee war. Feldweg und Straße lang zurück nach Hause ging sie nach ihrem Austoben wieder ganz entspannt am langen Zügel.
Dann war Svandis dran. Die hat ja seit Anfang Dezember keine Schuhe mehr angehabt und trat auf dem Schnee im Paddock und auf der tief verschneiten Wiese (beim abendlichen rumtoben) ziemlich gut zu. Heute hat sie aber die weichen Therapieschuhe anbekommen vorn, kurzer Probelauf auf dem Hof. Sah prima aus vom zutreten her. Vom Hocker aus aufgestiegen. Ja – 139,5 cm sind zu hoch. 😉 Hatte keinen Sattel, Svandis reite ich derzeit lieber ohne Sattel. Südweg hoch bis zum Backsweg die 600 Meter und wieder zurück den gleichen Weg. Wir sind noch immer beim langsam anfangen mit der Belastung, da Svandis wegen dem Wetter nun ja schon wieder 3-4 Wochen „reitfrei“ hatte. Wenn sie erstmal geht und ihren Rhythmus gefunden hat, geht sie sogar recht flott. Macht Spaß sie wieder so zu sehen. Hoffe, das es noch ein bíßchen besser wird im Laufe der Zeit und des Muskelaufbaus. So wie es jetzt ist, ist es aber schon um Klassen besser als es noch bis September 2010 war. Da hat ja wirklich niemand mehr mit reitbar gerechnet. Vielleicht mit (fast) schmerzfrei, aber nicht so wie jetzt.

Für mich war es jedenfalls ein toller Start ins Jahr 2011

Nach fast 24 Stunden am Ladegerät hat sich die Autobatterie erholt und der Yeti schnurrt wieder.
Probefahrt – alles fein.
Ob ich mir trotzdem besser eine neue Batterie zulege???
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Winter ist hier auch immer noch. Der Südweg ist irgendwie nur durch die hohen Schneemauern vom Acker zu unterscheiden.

Der Yeti steht seit Freitag ungenutzt in der Garage. Garage natürlich zu, und Auto wie es sich gehört abgeschlossen. Alles wie immer. Heute wollten wir bißchen losfahren im örtlichen Baumarkt „20%“ nutzen, aber der Yeti macht einen Strich durch die Rechnung.
Kein Mucks – gar nichts. Die Batterie ist sowas von leer, wie sie nur leer sein kann. Das kann es doch wohl echt nicht sein. Das Auto ist mal gerade 1,5 Jahre alt!
Nun hängt er an dem Ladegerät, das mein Vater glücklicherweise für den Aufsitzrasenmäher und die Treckerbatterie hat.
Vaters Volvo steht länger als mein Skoda – und sprang beim Test sofort an. Nur damit losfahren können wir nicht, denn in der Garage stehen die Autos hintereinander, und meiner eben vorn.
und ärgern, und ärgern…. 🙁

Am ersten Weihnachtstag hatten wir Familienbesuch. Und mein kleiner Neffe bekam seine Weihnachtsgeschenke. Der junge Mann hat sich ziemlich über die Gaben gefreut. Natürlich wurde auch wieder viel zu viel gegessen, und von den Resten (besonders Kuchenreste) können wir noch einige Tage schlemmen.
Björt und Svandis durften am 1ten Weihnachtstag auch wieder auf der Wiese toben, haben sie ausgiebig gemacht.

Heute, am 2ten Weihnachtstag, musste ich morgens erstmal wieder eine 10-15 cm Schneeschicht beiseite schaufeln um zu den Pferden zu gelangen. Fix gefüttert und die Tierem mit warmen Wasser versogt. Da der Tag schon mit grausigen Kopfweh begonnen hatte, nahm ich kurz vor 7 Uhr früh auch gleich eine Migränetablette und legte mich nochmals hin.
Am Nachmittag sind wir zu meiner Oma – da es nur knapp 3 km sind, wurden die zu Fuß zurück gelegt. Wir hatten keine Lust den Südweg freizuschaufeln. Dort waren schon wieder reichlich Schneeverwehungen. Macht doch keinen Spaß mehr.
Gegen 16 Uhr waren wir wieder daheim. Und haben erneut Schneemassen an die Seite geschafft.
Anschließend bin ich mit Björt eine kleine schnelle Runde ohne Sattel geritten. Björt steckte zweimal bis an den Bauch in Schneewehen auf dem Feldweg. Musste sie mit einem riesen Hüpfer hinausspringen. War witzig! Wir hatten beide unseren Spaß. Die Pferde durften auch wieder auf der Wiese toben und Svandis hat dabei ordentlich galoppiert und gebockt. Der gehts im Moment so richtig gut. Macht Spaß zuzusehen.
Gegen 19 Uhr gab es Abendessen für die Pferde – und schon sind die Weihnachtstage vorbei.