Morgens Möhren kaufen, meine Mutter wollte schon die ersten Sämereien für den Garten. Das Wetter täuscht – die Händler haben noch nichts. Bzw. die Händler haben noch nicht so viel.
Dann habe ich meinem Vater etwas geholfen den Miststreuer fertig zu machen. Unser Nachbar war schon sein 7.30 Uhr am Mistfahren. Es war auch schön gefrohren, da ging das. Mein Vater und ich haben dann noch einen Hänger voll mit Mist beladen, doch da es schon zu angetaut war, brachten wir den doch nicht mehr auf den Acker.
Ich habe dann den Ponystall gemistet, damit das auch noch mit weg kommt, und anschließend in der Waschküche/Keller sauber gemacht. Dauert alles – und raubt Zeit. So war ich erst um 17 Uhr bei Björt und Svandis zum Reiten. Mit Björt bin ich schnell – sehr schnell – die Hausrunde geritten. Die Kleine hatte Hummeln im Hintern. Eine Woche nichts getan. Aber süß ist sie dabei.
Mit Svandis wollte ich eigentlich nur longieren – doch da unser Nachbar Silagerollen holte, und das nun mal die einzig mögliche Stelle für Longe bei mir ist – wurde Svandis doch gesattelt. Bin mit ihr aber nur ganz kurz und nur im Schritt die Mini-Runde Feldweg/Straße/Südweg geritten. Und obwohl sie auch 1 Woche nichts getan hat, war Svandis auch sehr lieb.
So kann das weitergehen…
Abends war ich dann schon ziemlich fertig und schlummerte vor dem TV ein.

Donnerstagsfrüh um 5 Uhr klingelte der Wecker erbarmungslos. Ich musste zu einer Schulung, die in Hamburg stattfand. Die Wahl der Anfahrt bestand zwischen Bahn und PKW. Da ich nun mal ungern Bahnfahre, und auch da der Zug bereits um 5.55 Uhr aus Oeynhausen abgefahren wäre, entschied ich mich doch zum Autofahren.
Mein Vater hat sich ein neues Spielzeug zugelegt. Ein Navigationssystem! Das durfte ich dann auch benutzen. Um kurz vor 6 Uhr früh bin ich losgefahren – das Navi lotste mich einwandfrei nach Hamburg und zur Zieladresse. Bereits um 8 Uhr war ich am Schulungshotel in Hamburg-St.Georg. Parken konnte/musste ich bei Real im Parkhaus (10 Euro am Tag. Da ich noch reichlich Zeit hatte bis zum Schulungsbeginn, stöberte ich noch bei Real umher.
Von 9 bis 17 Uhr haben wir dann was über Kundenorientierung gelernt. Zwischendurch eine kleine Mittagspause mit gutem Essen.

Nach Schulungsende ließ ich mich durch das Navi quer durch Hamburg zu meiner Brieffreundin Janet lotsen. Bis kurz vor 20 Uhr war ich noch bei Janet und Andreas und ihrem Sohn Finn. Die drei hatte ich auch gut 4 Jahre nicht mehr gesehen. Wann kommt man schon mal nach Hamburg?? 😉
Wir hatten eine Menge zu erzählen, und so wurde es doch nicht nur „ne halbe Stunde“ die ich dort blieb.
Da ich aber Freitag wieder ins Büro musste, machte ich mich dann auch mal auf die Autobahn und stand um 21.46 Uhr in der Garage daheim.

Anstrengender Tag, aber interessant und schön.

Heute nach der Arbeit fix zu den Pferden und „longieren“ – trotz schönem Wetter muss man ja immer zu lange Arbeiten und so kurz vor dem Englisch Kurs blieb nicht mehr viel Zeit.
Also ran an die Longe. Es sind auch ein paar Silagerollen am Wäldchen weg, so das wir da laufen lassen konnten. Björt wieder so vorblildlich. Schön artig Schritt und Trab, als wenn sie fein ausgelastet wäre.
Svandis hingegen freute sich schon als sie die Longe sah. Und als wir dann auf dem Rasenstück standen kam die Freude überschwänglich aus ihr heraus. Da dort nun nichts eingezäunt ist, und sie mir auch nicht in die Silagerollen des Nachbarn springen darf musste ich schon ein paar Mal nett zupacken. Und Svandis kann erstaunlich schön steigen und bocken – für eine Stute… Ist ja schön, das sie so Dampf ablassen konnte. Aber mein Arm hat ganz schön unter Spannung gestanden. *uff*
Nach 10 Minunten rundlaufen mit reichlich Hüpfern, Steigern und auskeilen dabei ging sie irgendwann auch nett an der Longe – nach 15 Minuten dampfte Svandis. Da haben wir dann lieber aufgehört.
Verrücktes Vieh – und meine Hand und mein Arm taten noch während des Englisch Kurs weh

Um 14 Uhr stand ich heute (zum 3ten Mal) wieder im Stall.
Zuerst natürlich beide putzen und schmusen.

Beide hatten sich nach dem großen Ausritt gestern auch schön mit Lehm einpaniert. Das dürfen die natürlich.
Zuerst bin ich mit Svandis losgeritten. Sie ging sehr lieb, am langen Zügel. Einzig an der Straße, als mit einem Wohnwagen rangiert wurde und das nicht so klappte und die 2 Camper ungeduldig wurden (und entsprechend laut) da stockte Svandis. Aber ansonsten??? Wird sie krank??? Backsweg hinunter, Niederfeld rauf – An der Autobahn lang – selbst die (leere) Kuhweide nicht zum erschrecken. An der Autobahnunterführung kein Gehampel, auch sonst nur lieb und artig. Ich glaube, der steckte wirklich noch der Ausritt vom Samstag in den Knochen. Aber sie ging so super lieb und entspannt – so das ich auch völlig locker war.
Mit Björt bin ich dann den Backsweg rauf geritten – zum „Rütli“. Erst wollte ich dort in den Wald schielen – obwohl man es nicht sollte. Doch der ganze Parkplatz stand voll Autos, und es liefen Spaziergänger ohne Ende da herum.
Da bin ich dann doch gleich den steilen Berg hinab geritten und wieder nach Hause. Anschließend ließ ich beide Ponys noch zusammen 20 Minuten an der Hand grasen. Man wird da ganz schön auseinander gezogen – aber lieb sind sie, und gefreut haben sie sich.
Es war ein supertolles Wochenende!

Heute morgen begab ich mich auf Möhrensuche. „Mein“ Landhandel bekommt immer Mittwochs Nachschub, und ich dachte, das noch etwas vorrätig wäre. Leider falsch gedacht. Bei Klocke war ausnahmsweise nicht ein Sack futtermöhren mehr. Aber im Loher Getränkemarkt wurde ich dann wieder fündig. Also müssen Björt und Svandis nicht auf ihre geliebten Möhren verzichten.

So kurz vor 14 Uhr, ich war noch am Heu verstauen und fegen, kam wieder Kirsten zum Reiten. Hatte ihr Samstag ja sehr gut mit Björt gefallen, die 30 Minuten Schritt – und dann heute das traumhafte Wetter!!! Nur genial!
Kirsten half noch schnell beim fegen und Heu stapeln und dann machten wir die Ponys sauber. Die hatten schon wieder eine nette Lehmschicht, da sie gestern nach dem Reiten gleich in den Matschpaddock sind. Und auch die Nacht hatten sie im Matsch verbracht. Dann wurde gesattelt und los ging es. Heute sollte Kirsten dann mit nicht ganz so angezogener Handbremse reiten. Also Zügel locker – Björt ging flott voran und entspannte sich sehr schnell. Svandis stapfte munter hinterher. Wir sind durch das Dorf in den Wald.
Svandis war super anständig unterwegs. Kein Treten nach irgendwelchen Autos und auch Radfahrer ließ sie leben. Sehr fein!! Björt ist ja sowieso nur lieb.
Bei Eikmeiers am Waldeingang wollte Björt dann gleich mal los. Wir blieben erst auf dem Hauptweg – also durfte Kirsten mal Tölt versuchen – naja, Passtölt, aber für’s erste Mal nicht schlecht und Björt ist ihr auch nicht abgehauen. „gut angefühlt hat es sich nicht“ meinte Kirsten zum Passtölt – „das kriegen wir auch noch in den Griff“ ist meine Antwort. Svandis trabte hinterher – schnaufte schon nicht übel. Dann sind wir den Berg hinunter auf den Reitweg – der immer noch furchtbar geschottert ist. Der Mittelteil geht ja, da ist kein Schotter, aber die Enden des Weges sind grausam geworden! Björt’s Lieblingsgaloppstrecke kamen doch glatt Spaziergänger hinunter – Kirsten hatte da schon etwas zu tun, damit Björt nicht dennoch den Weg hinauf rennt. Sie sollte sich dann erstmal bis die weg waren hinter Svandis stellen – das klappte dann auch gut. Aber dann!!!! Björt tief und flach – und Kirsten hatte ihren Spaß. Svandis galoppierte auch den Berg hinauf, um die Kurve hat sie auch den Galopp gehalten und auch noch die halbe Galoppstrecke weiter. Björt ist ganz durch galoppiert – Svandis schnaufte wie eine Dampflokomotive, oder ein Schweinchengrunzen – aber sie hielt recht gut mit. Svandis hat nun mal sehr wenig Kondition. Kirsten war sehr glücklich mit dem schönen Galopp und das Björt am Ende der Strecke von sich aus anhielt und guckte wo wir bleiben und wartete, das fand sie ganz toll. Hat ihr Vertrauen gegeben.
Sind dann noch zwei kleine Schleifen geritten und wieder durch das Dorf heim. Björt war noch fast trocken als wir wieder am Hof waren, und Svandis schwitzte logischerweise) ganz furchtbar. Trotzdem glaube ich, das es beiden Pferden sehr gefallen hat. Beide waren unterwegs munter und aufmerksam. Freuten sich zu laufen – und Svandis musste ich auch nicht so sehr treiben, das sie Schritt halten sollte.
War wirklich wunderschön!

Den Abend verbrachte ich bei Claudia in Rehme. Haben uns einen gemütlichen Abend vor dem TV gemacht.