Naja, um 16 Uhr stand ich im Ponystall und schrubbte die Damen. Beide waren mit einer sehr dichten Lehmschicht bepackt. Aber lieber erst beide schrubben, dann geht’s mit dem Reiten später nacheinander schneller.
Zuerst mit Svandis los. Den Südweg hinauf blieb die Dicke immer wieder stehen, umgucken – hierhin und dahin schauen… Doofe Kuh! Auf der Straße wollte sie dann kurz Bocken, gerade als ein Auto kam. Bin abgestiegen und habe ihr vom Boden aus erstmal gesagt, das es so nicht geht. Dann war sie auch recht anständig und ging ganz nett bis zur Autobahnunterführung „Loher Busch“. Dort lagen ihre Nerven blank, weil 2 Nordic Walker mit ihren Stöcken angetackert kamen. Unter der Brücke hörte sich das gefährlich an, aber sehen konnte Svandis die 2 halt zuerst nicht. Auch da bin ich vorsichtshalber abgestiegen. Dann ins Wäldchen hinunter, hinter den Walkern her. Borstenbachbrücke bis Kreuzung angaloppiert. Hat sie sehr fein gemacht, und dann rechts aus dem Wald hinaus. Auf dem Weg Richtung Waldausgang wollte sie doch glatt wieder bocken. Ich weiß echt nicht ws das soll. Auf dem nassen Feldweg hatte ich das Gefühl, das sie wie ein Gummikatapult gespannt war. Aber zum Glück ging sie ganz artig ohne „hochzugehen“ nach Hause.
Dann sofort Björt genommen – es war immerhin schon 17.10 Uhr – und mit ihr losgeritten.
Gleiche Runde – nur viel viel schneller. Liegt eben auch daran, das Björt nicht stehenbleibt und guckt, oder sich dämlich anstellt. Sieglinde haben wir auch getroffen, und auf wundersame Weise konnte Björt mal 5 Minuten stillstehen, am langen Zügel und warten, bis Sieglinde und ich etwas erzählt hatten. Dann wollte Sieglindes Hund aber auch weiter, und Björt sowieso.
Das kleine Stück von der Araberweide bis zur Straße hoch ist Björt auf dem Seitenstreifen schön getrabt. Straße bis Autobahnbrücke ganz lieb am langen Zügel und im Wäldchen dann von den Fischteichen bis zur Brücke nicht ganz so fein getöltet, Brücke bis Kreuzung schönster Galopp und bis zum Waldausgang und auf dem matschigen Feldweg ein so toller Tölt – das hat sie schon lange nicht mehr so fein gemacht.

So, und nun muss ich mich fix fertig machen.
Muss beim Neffen daheim Babysitten. Hoffe der Kleine schläft artig.

Heute war Tag 1
Abends um 19.30. Uhr begann unser „Business English Course“
Es ist wirklich traurig was man so vergisst in all den Jahren. Schule und nebenberufliches Studium sind nun auch schon ein paar Jahre her. So ließ ich mich von Marion zu einem VHS Kurs überreden. Schaden wird es sicher nicht. Doch die erste Stunde war schon deprimierend.
Obwohl – so zum Schluss der Zusammenkunft wurde das Verständniss wieder etwas besser, und vielleicht traue ich mich auch demnächst mehr (lauter/verständlicher) etwas zu sagen. So übel ist es dann doch noch nicht.
Die Mails auf Englisch nach Schweden zur Besitzerin von Björt’s Schwester waren ja auch scheinbar verständlich. Nur ging es da ja auch um Pferde, und nich um Business English. Noch es ist ungewohnt – und ich bin nun mal schüchtern und scheu bei fremden Personen. Das wird schon noch werden, da bin ich ganz zuversichtlich.
Die Gruppe scheint so ganz nett zu sein. 6 Frauen waren wir heute – die 2 angemeldeten Männer waren nicht erschienen, hatten sich aber wohl schon vorher für heute abgemeldet. Mal sehen, ob sie nächste Woche da sind.
Und bis nächste Woche gucke ich dann noch ein paar DVD’s auf Englisch, damit ich das wieder mehr im Ohr habe….

Essen gehen ist ja schon sehr schön.
In netter Gesellschaft – wie z.b. ganz langjährige liebe Arbeitskolleginnen – ist es auch prima. So verbrachten wir heute einen sehr netten Abend im Vlothoer Restaurant „Dubrovnik“.
Das Essen kam ziemlich zügig, war geschmacklich klasse, die Bedienung freundlich und die Preise auch im normalen Rahmen.
Einfach ein schöner Abend, an dem man sich nett unterhalten und gut gegessen hat.
Mit Sicherheit werde ich das Restaurant nochmal besuchen.

Heute früh um 7 Uhr beim Füttern hatte ich schon ein verdammtes Ziehen hinter dem linken Auge. Also gleich eine schön starke Migränetablette genommen und nochmal ins Bett gekrabbelt. Außerdem war es draußen ziemlich frisch *bibber*
Um 9.45 Uhr klingelte dann das Telefon – Mariele war wach und hatte bei dem schönen Wetter Lust zu reiten und hat ihren Papa überredet. „Wir sind gleich da, nur noch anziehen“…
Ja, das kann dann bei 8jährigen Mädchen schon dauern. Passt Rosa zu Grau? wie sieht es mit einem Lila/schwarzen Schal zu Grauer Hose und Rosa Jacke aus… Das dauerte also. Aber mit soooo lange hatte ich nicht gerechnet. Ich hatte dann gefrühstückt, Paddock sauber, Ponys sauber, Hufe innen und außen vom Schlamm gefreit, Svandis den Schweif gewaschen, Hof gefegt. Da noch immer niemand da war, bin ich mit beiden noch den Südweg hinauf und hinunter gelaufen… und irgendwann kam Thomas dann mit Mariele.
Er guckte auf die Hufe und meinte… „Die sind doch noch prima“
Bei Björt war wirklich nicht viel. Die hat nie so viel drauf. Da reichte bißchen gerade schneiden, Form rein bringen und wieder rundraspeln, weil sie sich ja schon arg schief läuft vorn links. Nun geht sie wieder gerade!
Bei Svandis war wesentlich mehr zu tun. Von außen sahen die Hufe wirklich gut aus – wenn auch sehr breit. Der Strahl musste an allen Hufen sehr gestutzt werden, obwohl ich schon immer nachgeschnitten hatte. Die Hufsohle war an allen 4 Hufen wieder super und schön hart! Das völlige Gegenteil vom letzten mal. Da war die Sohle ja weich und ganz dünn. Thomas meckerte herum, das es nun zu hart sei. Ich kann es ihm da auch überhaupt nicht recht machen 😉
Und den Sack Hufvital hat er ja gleich entdeckt. Bekommen sie aber erst seit Montag, also eine Woche. Daran kann es noch gar nicht liegen, das die Hufe so hart sind.

Nachdem Svandis auch fertig war, wurden beide Ponys gesattelt und Mariele kletterte wieder auf Björt und Thomas wurde auf Svandis gebeten. Björt und Svandis gingen sehr schön nebeneinander – ich war schon fast am Joggen neben Björt. Sind wieder die Hausrunde gegangen, weil es schon Mittag war, und nur eine kleine Runde angedacht war. Svandis benahm sich heute super anständig. Thomas hatte keine Probleme. Auch an der Autobahnbrücke kein Gezicke, nicht so wie gestern. Unten im Wäldchen ist Thomas dann vorgeritten. Bis zu Brücke getrabt, dann den kleinen Berg ganz hoch zu den Schafweiden im Galopp. Ich joggte neben Björt her, damit Mariele bißchen Tölten konnte, Björt wollte schon gern mehr. Berg hinauf ab der Brücke hätte sie zu gern Gas gegeben, aber meine Lunge macht da überhaupt nicht mit. Und das, wo ich nicht mal Rauche! Den Feldweg ging es dann im Schritt nach Hause. Björt hätte so gern nochmal gas gegeben, aber sie durfte nicht, weil ich nicht im Matsch liegen wollte.
Die 2 fuhren dann heim und ich bekam lecker Hühnchen zu essen.

So gegen 14.15 Uhr hielt es mich dann nicht mehr im Haus!
Tolles Wetter und ein Fuchspony, das gern will. Sie war sogar noch sauber, hatte kein bißchen geschwitzt und sprang fast ins Halfter. Svandis war nass geschwitzt, logisch, die hatte auch was tun müssen.
Björt gesattelt und mit Sidepull versehen. Dann weiß sie ja schon, das sie ihren Dickkopf dursetzen kann und laufen darf. Ich glaub das Sidepull freut sie immer extrem. Sie ging auch munter los. Im Ort hatte ich dann mal kurzzeitig das Gefühl, das sie doch nicht will – aber dann im Wald war sie super. Gleich die erste Galoppstrecke im Tiefflug absolviert – Als wir auf den kleinen schmalen Reitweg weiter wollten, kamen von vorn 2 Querfeldeinradler! Die haben da so gar nichts zu suchen! Radfahren ist meines Wissens nach im Forst verboten! Da hat man mal gerade einen kleinen Reitweg im Wald, den man reiten darf und dann kommen die auch noch!
Björt fand das auch nicht witzig… Aber sie ist echt süß, wenn sie sich aufregt. Den Reitweg ist sie sogar im Schritt lang – bei dem Matsch auch besser. Dann 30 Meter Joggerallee, nächsten Berg hinauf wieder ganz ganz fix, hinter den Radlern her – aber gefangen haben wir sie nicht mehr. Dann sind wir noch eine Schleife geritten, und das war wieder eine Galoppstrecke. Heute war sie echt in ihrem Element und ich wollte ihr den Gefallen auch tun. Heute durfte Björt die Sau rauslassen. Zum Waldausgang ging sie dann auch anständig und durchs Dorf zurück am ganz entspannt langen Zügel, als wenn sie nie was anderes als Schritt gehen könnte. Björt hat so zufrieden geschnaubt und ist so entspannt gegangen, die Rennorgie hat sie gebraucht.

Hach – war das ein schönes Reitwochenende!

Ich habe ja schon ab und zu mal andere gefragt, ob sie evtl. Björt reiten wollen.
Bisher wollte niemand so richtig.
Doch nun scheinen wir Glück zu haben.
Nachmittags so gegen 14 Uhr kam die Kirsten – die ich Anfang Januar über „Umwege & Internet“ kennengelernt habe. Sie reitet seit ca August 2007 im Kalletal in der SAGA Reitschule auf Isländern und hatte auch schon Reiterfahrung. Sollte eigentlich passen.
Kirsten war sehr nett und hatte eh schon Reitklamotten an, weil sie an einen Spaziergang mit den Pferden dachte – aber wo sie schon mal da war, und Björt die letzte Zeit wirklich nur lieb (langweilig) ist, habe ich Björt gesattelt und Kirsten hat dann getrenst. Ich machte mir Svandis fertig.
Aufsteigen, losreiten, erstes begeistertes Grinsen, weil der Sattel so schön bequem ist. Björt ging etwas gegen den Zügel und testete wie immer ob sie losrennen darf, aber sie benahm sich auch bei Kirsten sehr gut.
Wir sind auch nur die Hausrunde und auch nur im Schritt, weil alles ja nur matschig aber beide Pferde waren super lieb und gingen schön. Naja, 2 Buckler hat Svandis eingeschoben, aber nicht schlimm. War okay.
Kirsten strahlte jedenfalls auch und würde gern ab und zu mit uns reiten *freu*