Das Wetter war trübe, irgendwie kam die Sonne nicht richtig durch, doch immerhin war es trocken.
Ich bin kurz nach 13 Uhr runter zu den Pferden. Habe den Paddock abgeäppelt und die Pferde geputzt. Ich habe beide sauber gemacht, weil ich nicht wieder ins Haus wollte und es draußen ganz angenehm war.
Um zwei kam Kirsten. Da die Pferde schon sauber waren, konnten wir gleich satteln. Nebenan ritten ebenfalls zwei Damen los. Als die 2 Reitpferde den Südweg hoch
schlichen sagte ich noch zu Kirsten – „Die haben wir gleich eingeholt“
Tatsächlich hatten die so 10 Minuten Vorsprung und wir hatten sie kurz hinter der Amselschänke am „Drosselweg“ wieder. Wir haben sie locker im Schritt überholt.
Der Abstand zu den beiden wuchs beständig. Am „alten Förtster“ überholten sie uns kurzfristig, da Björt dort hingeäppelt hatte, Kirsten das von der Straße schubste und den Sattel nochmal gerade satteln musste. Aber nach 10 Meter waren wir wieder vor denen. Ich wäre gern gleich auf die 1te Galoppstrecke, da Svandis bißchen angespannt war, aber dann wären wir neben Gismo und Floh den Waldweg hochgeprescht. Das wollte ich doch vermeiden. Also in den Wald und Björts zweitliebste Galoppstrecke… Kirsten hatte plötzlich alle Hände voll zu tun. Meisterte das Abwarten aber sehr gut, bis ich auch um die Ecke und an den Spaziergängern vorbei war. Kirsten konnte Björt dann aber auch sehr gut abfangen, als der Weg schmal und ungaloppierbar (Äste, Matsch, Wilde Brombeeren) wurde. Svandis ist den Weg nur halb galoppiert, aber auch sie kommt immer weiter – es wird immer besser mit ihr. Wir sind dann den regulären Reitweg entlang, Björt war mal gerade auf Betriebstemperatur. Svandis schnaufte schon bißchen wollte aber noch hinter Björt her. Und Svandis war nach dem Galopp wesentlich entspannter als vorher. Wir sind dann abwärts zur nächsten Galoppstrecke – feiner langer Bergauf. Steil, aber der Weg hat was. Björt legte dann gleich wieder los. „Auf dem Gipfel“ waren Svandis und Björt dann gut am pusten. Nach 5 Minuten war Björt aber wieder so weit, da sie rennen wollte. Da war es auch flach, da ging das ihrer Meinung nach. Gismo + Floh gingen im Schritt an uns vorbei in der anderen Richtung. Kirsten und ich machten noch eine Runde – wir sind über Vlotho nach Hause. Und wir kamen Zeitgleich mit den beiden anderen oben am Südweg an – obwohl die ca 2 km weniger Rückweg hatten als wir.
Nach dem Reiten haben wir Björt und Svandis an den Silageballen grasen lassen. Eigentlich sollten sie sich wälzen. Björt hat das auch einseitig gemacht, Svandis legte sich nicht hin. Ihr war das Fressen wichtiger.
Hat irre Spaß gemacht. War echt schön…

Morgens zog mich Migräne vom Feinsten aus dem Verkehr. Habe versucht etwas im Haus aufzuräumen und den Stall gemistet.
So ca. 15.15 Uhr habe ich die Ponys entdreckt und Svandis gesattelt. Ich ritt mit Svandis den Südweg hinauf und dann die Hausrunde. Also Backsweg/Autobahn/Loher Busch und Feldweg heim. Obwohl Svandis seit Montag nicht mehr geritten wurde, Dienstag zuletzt mit mir was getan hat (Longe) war sie nur lieb und anständig. Einzig als ein wildgewordener Vespa-Fahrer an uns vorbeirauschte und noch extra Gas gab und sich „tief“ über den Lenker beugte – da ist Svandis mit mir in einen Acker gehüpft. Aber nicht gestiegen, nicht durchgegangen. Nein – nur ein Sprung zur Seite und dann stand sie und zitterte etwas. Das sei ihr gegönnt. Nach 1 Minute ging sie artig weiter.
Wir sind auch nur im Schritt gegangen, da sie nicht schwitzen sollte. Nach der Wurmkur am Donnerstag will ich erstmal „piano“ machen. Ist doch alles nur Chemie und belastet sicher irgendwo auch den Körper.
Mit Björt bin ich die Gleiche Runde gegangen. Auch nur schritt und auch Björt war super lieb. Sie war nach den 30 Minuten ebenfalls nicht feucht – alles Prima. Super liebe Pferde . Bin begeistert.
Das gemeinsame Ausreiten bekommt den beiden gut. So gehen sie auch allein viel zufriedener…

Diese Woche war bis auf Montag nicht sehr „pferdig“ bei mir.
Dienstag liefen die beiden an der Longe.
Mittwoch nach der Arbeit fix gefüttert und dann zum Englisch und heute…
Nach der Arbeit erst zur örtlichen Sattlerin und ein paar Kleinigkeiten besorgen.
Dann zur Tierärztin und Wurmkur für Pferde und Hund holen.

Daheim bekam dann Askja sofort die Wurmkur. Tablette zerbröselt in grober Braunschweiger versteckt, so schnell konnte man nicht gucken wie das weg war.

Später die Pferde… Ich hatte noch nicht ganz das Halfter drauf, da wollte Björt schon an der „Spritze“ lutschen – hat auch nichts ausgespuckt. Und bei Svandis habe ich das Halfter nur über den Hals gelegt, und ab mit der Wurmkur ins Maul. Svandis wollte mir fast die Spritze aus der Hand ziehen. Ich hab schon verrückte Viecher. Alle anderen Pferde muss man fast zwingen die Paste zu schlucken und meine gieren da nach… Die spinnen!!!
Nun ist das aber auch wieder erledigt und wir haben wieder Ruhe bis zum Frühsommer.

Und das muss man ausnutzen!

Heute musste ich bis 16 Uhr arbeiten und verließ auch pünktlich das Büro.
Halb fünf daheim, meine Mutter hatte das Essen schon heiß. Ich habe mich schnell umgezogen, noch schneller gegessen und um 16.45 Uhr als Kirsten kam, war ich bei den Ponys. Gleich als ich kam musste ich mit ihnen schimpfen, denn die Damen meinen die Weidesaison wird eröffnet. Das untere Zaunband war sehr langgezogen… Grummel.
Kirsten und ich haben dann fix die Pferde geputzt. Die Beine der Pferde mit Reflektorbändern versehen, ich hatte meine Reflektor-Regenjacke angezogen (die ist so schön winddicht) damit man mich besser sieht bei dem trüben Wetter, und Kirsten bekam meine Reflektorweste. Björt war ziemlich knackig – die wollte gern laufen. Aber Kirsten kommt da schon gut mit klar. Svandis war auch sehr fein. Wir sind durchs Dorf, bis zum Habichtsweg, dort hinunter geführt und dann am Borstenbach lang durch die Fuchsgrund nach Hause. Björt hatte wirklich Hummeln im Hintern. Und an der Schneiderwiese, wo der Asphalt aufhört und der geschotterte Feldweg bergauf geht, durfte die Kleine auch Gas geben. Der Schotter ist recht gut festgefahren, nicht so schlimm wie es mal war. Bißchen Laub liegt auch schon drauf. Svandis ist auch den Berg hinauf galoppiert mit mir. Sie hielt ziemlich gut mit Björt mit, aber so zum Schluß vergrößerte sich der Abstand schon. Björt töltete dann noch munter bis zum Waldeingang und Svandis trabte hinterher. Ins Wäldchen bergab natürlich Schritt, und den ganz kleinen „Hang“ aus dem Wald heraus nahm Björt wieder ordentlich Schwung – Svandis natürlich hinterher. Björt galoppierte noch etwas länger, Svandis konnte ich sehr gut zurücknehmen. Nicht das mir der kleine Trampel auf dem halbgefrosteten Feldweg ausrutscht. Ich kenn doch Svandis. Die legt sich da garantiert lang, wenn man nicht für sie aufpasst.
Björt war dann auf Betriebstemperatur und hätte gern nochmal so richtig losgelegt. Doch wir sind dann nach Hause. Svandis hat auch „gut“ geschwitzt. Björt nicht so – trotzdem bekamen beide für ca 40 Minuten die Abschwitzdecken über.
Kirsten und ich haben noch gemeinsam gefüttert und dann ist sie auch wieder heim.
War klasse, der kleine Ausritt heute!!!

Auch heure früh nichts mit ausschlafen. Um 6 Uhr Pferde gefüttert und Paddock sauber gemacht. Um 7 Uhr brachte mein Vater den ersten Hänger mit Mist auf den Acker und dann ging es immer wieder aufladen, wegfahren, aufladen, wegfahren. um 10.30 Uhr waren wir dann fertig. D.h. unsere Miste war leer. Schön!!! Geschafft bevor alles taut.
Ich war gerade noch bei Nachbarn auf dem Hof am Mist wegfegen, da kam Thomas mit Mariele zum reiten. Die beiden haben Björt und Svandis geputzt und gesattelt und als ich mit fegen fertig war, sind wir losgegangen. Mariele wollte gern eine „mittlere Runde im Wald“ Gar nicht so einfach die Aufgabenstellung. Ich bin dannmit den beiden zum Rütli rauf. Der Berg ist ganz schön heftig und Svandis und ich schnauften um die Wette. Svandis mangels Kondition und ich habe die gleiche Ausrede. Nur Björt zog mich fast den ganzen Weg. Die wollte da im Galopp hoch. Hatte ja auch nur ein federleichtes Kind oben drauf. Das merkt sie kaum.
Wir sind dann im Wald am Rütli einmal in die Runde gelaufen. Thomas hat Svandis im Wald geführt, damit sie merkt das er nicht nur zum Reiten kommt und auch vom Boden auf ihn achtet. Björt wurde mit der Zeit ruhiger, wollte aber liebend gern laufen. Ging nicht – ich nicht schnell genug, Mariele noch nicht so weit das sie allein reiten könnte (auf meinen Pferden)
Dann sind wir wieder den steilen Berg hinab nach Hause.

Eigentlich wollte ich so gegen 17 Uhr nochmal eine ganz schnelle Runde mit Björt einlegen – aber ich habe im wahrsten Sinne des Wortes verschlafen. Muss auch mal sein.