Bin heute Björt geritten und mit Svandis spazierengegangen.
Zuerst mit Björt geritten. Die war wie süß. Macht Spass sowas. Komischerweise kam es mir an den Stellen an denen ich mit extremen Wind rechnete fast windstill vor. Dafür waren an anderen Abschnitten Böen, das war unfein. Doch Björt ging fein voran und hatte ihren Spaß dabei. Das hat man gemerkt. Im Wäldchen durfte sie auch Gas geben – so das die Hausrunde schnell vorbei war. Hoch in den Wald wollte ich dann doch nicht gehen. Wer weiß, dann hätte es wahrscheinlich plötzlich geregnet oder stark gestürmt. So war das okay.
Svandis habe ich dann das Sidepull übergezogen und sie durfte mich ohne Sattel den Südweg hinauf tragen, hat sie fein gemacht.
Auf der Straße bin ich abgestiegen und habe sie die Hausrunde geführt. So neben mir herlaufen – da hat ihr der starke Wind nichts ausgemacht. Nur auf einem Hof, da spielten so ca 8 Kinder Fußball und schrieen herum – rannten und johlten… Das gefiel Svandis überhaupt nicht. Da hatte ich wieder meinen Araber an der Hand. Die 30 m neben dem Grundstück her hatte ich johlende, kreischende Kinder neben mir – eine tanzende und steigende Svandis – und dann so 10 Meter später, als die Kinder hinter uns waren – da wurde Svandis wieder ruhig, schnaufte ab und zu und beruhigte sich. Ich mag solche Kinder nicht.
Da lobe ich mir Tim, Mariele und Anna – die hören wenigstens wenn wir sagen sie sollen ruhig sein und nicht so nah ans Pferd kommen – und die fragen nicht doof, wenn sie sehen das das Pferd abdreht.
Richtung Heimat im Wäldchen wurde Svandis mir aber doch zu aufgeweckt. Sonst wäre ich nochmal raufgehüpft – aber sie war sehr guckig – das wollte ich dann nicht riskieren, ohne Sattel. So haben wir einen schönen Spaziergang gehabt.

Heute früh musste ich mit Mutter einkaufen fahren. Wo ich doch so ungern einkaufe.

Nachmittags bin ich dann erst mit Svandis die Runde durch’s Dorf geritten. Also bis zu den Terassenhäusern, da runtergeführt und am Bach lang nach Haus zurück. Sie war ganz nett – ohne Björt sehr guckig – aber doch lieb dabei.
Mit Björt bin ich dann die normale Hausrunde geritten. Und Madame sollte nur Schritt gehen. Das gefiel ihr nicht so recht, aber ich habe mich (trotz Sidepull) durchgesetzt.
Auch die 2 kleinen Ritte waren sehr schön. Liebe Pferde. So gefällt es mir.

Wirklich viel „gearbeitet“ habe ich heute nicht, und auch die Maulwurfshaufen auf der Obstbaumwiese sind noch nicht auseinander geworfen. Mache ich irgendwann mal. Hat noch etwas Zeit.

Das Wetter war prima und das muss man ausnutzen.
Früh habe ich mal ausgeschlafen, natürlich mit unterbrechung, denn die Pferde bekommen ja so zwischen 6 und 7 Uhr Frühstück. Sonst ist da unten Randale. Dann habe ich den Paddock abgeäppelt, den Misthaufen platt getreten und dann bei meinem Vater geholfen.
So um 14 Uhr kam Kirsten zum Reiten
Bis zum Wald war Björt furchtbar lieb und Kirsten fand das sehr verdächtig. Svandis hatte bis zum Wald einen Schleichgang. Kam irgendwie nicht aus dem Quark. Blieb ewig stehen und dann bemerkte sie, das Björt nicht wartet – also fix hinterher… Im Wald wurde Björt dann wach. Bzw. schon kurz vorher. Wir sind gleich die erste Galoppstrecke bergauf. Erst leicht ansteigend, da hielt Svandis wirklich gut mit Björt mit. Aber dann fiese 20 Meter steil – da kapitulierte Svandis. Aber die folgende gerade Strecke trabte sie auf Björt auf, das der Abstand nicht zu groß war. Björt war da dann richtig wach. Wir sind dann auf die „Joggerallee“ – weil es noch früh am Tag und mitten in der Woche war, war da nichts los. Das nutzten wir dann auch. Eigentlich sollte Kirsten antölten/traben – funktionierte so 20 m. Doch dann konnte sie Björt nicht zurück halten. Naja – ich weiß das Björt aufhört, wenn sie „oben“ ist. Svandis erschrak furchtbar, als Björt plötzlich weg war. Blieb verzweifelt stehen und entschloss sich dann doch hinterher zu traben, etwas Galopp hat sie dann auch gemacht, aber der Großteil der Strecke im Trab. Da Björt noch heftig am Ziehen war und nochmal wollte, bogen wir auf noch eine Waldgaloppstrecke ein. Auf dem Waldboden hielt Svandis dann wieder einigermaßen mit. Galoppierte aber nicht ganz so weit wie Björt, aber trabte flott hinterher. Dann gingen wir noch eine Schritt Schleife und wieder nach Hause. Etwas über eine Stunde waren wir unterwegs. Björt war gar nicht geschwitzt und Svandis nach knapp 1 Stunde wieder trocken.
War ein sehr schöner Ausritt!

Ich habe erneut mit Björt das „ohne Sattel oben bleiben“ geübt. Da die Maus die letzte Zeit so lieb war – dachte ich mir „wird schon schief gehen“.
Ja, schief ging sie auch. Irgendwie behagt ihr das ohne Sattel nicht so. Sie ging ständig etwas nach links gestellt. Ganz schlimm fand Björt, das ich die Hausrunde verkehrt herum geritten bin. Also erst durchs Wäldchen und dann Straße lang. Im Wäldchen an den Fischteichen hatten wir auch tatsächlich ihr altes Problem wieder.
Kein Vorankommen mehr. Stocksteif stehen bleiben, nach oben zu den Häusern schauen, schnauben, Angst, sofortige Fluchtbereitschaft nach Hause. Na, und bevor sie mir tätsächlich ohne Sattel Richtung Heimat umdreht, bin ich eben abgestiegen. Björt gekuschelt, ihr erzählt das oben auf dem Berg keine bösen Leute wohnen und das sie aus der anderen Richtung doch problemlos den Weg entlang geht. Nichts zu machen. Sie hatte Angst. 2 Leckerlies und 3 Minuten später rührte sie sich dann doch und zwar neben mir her den Berg hinauf zur A2. Straße lang (bis zum Strateweg) habe ich sie geführt. Dort bin ich dann in einer Garageneinfahrt die etwas abschüssig ist wieder auf Björt gehüpft. Den Rest des Weges war sie angespannt und trippelig, aber regulierbar. Backweg rauf wollte sie ständig antölten oder angaloppieren. Was sie nicht sollte. Daher hatten wir einiges an Ganggewusel da den Berg hoch. Auch das gerade Stück bis zum Südweg wechselte sie ständig vom Schritt in Tölt und Trab.
Hilft nur eins : öfter ohne Sattel versuchen. Ich muss wieder sicherer werden – und Björt muss es lernen.
Mit Svandis bin ich dann nur Spazieren gegangen. Da es so stark windig war, wollte ich mit ihr keine großen Experimente machen. Und so ein Spaziergang ist auch mal ganz schön.
Anschließend noch 2 Stunden Maulwurfshaufen mit der Forke auseinander geworfen. Leider nur auf den 2 kleinen Wiesen. Die beiden größeren Wiesen kommen dann Donnerstag unter die Forke…

Nachdem wir Sonntag so einen schönen langen Ausritt gemacht haben, wollte ich den Pferden einen Tag Ruhe gönnen. Trotz strahlendem Sonnenschein und netten angenehmen Temperaturen mussten sie nicht arbeiten.
Da ich Urlaub genießen darf, konnte ich mit meinem Vater etwas herum werkeln und Nachmittags widmete ich mich der längst überfälligen Lederpflege.

War mal wieder dringend notwendig. Manchmal mache ich das aber ganz gern. Das Kutschgeschirr habe ich mir allerdings noch nicht vorgenommen. Das liegt zwar nur hier rum, da weder Svandis noch Björt eingefahren sind – aber vielleicht können wir uns doch mal aufraffen. Natürlich muss es trotzdem ab und zu gepflegt werden. Naja, beim nächsten Mal. So hat mir das auseinanderbauen, waschen und einölen der Reithalfter, Sidepulls und Sättel schon gelangt.

Nachdem die Arbeit getan war, bin ich dann noch eine ganz kleine Runde mit Svandis und Björt zusammen spazieren gegangen. Zwischendurch durften sie auch etwas grasen – das hat ihnen am meisten gefallen.