Ein wunderschöner Tag am Ostersonntag. Sonnenschein und überhaupt. Nur schön.

Am frühen Nachmittag kam Kirsten und wir sind losgeritten. Pferde super drauf. Svandis hatte Rennwasser getrunken. Sie wollt unbedingt mit Björt mithalten. So langsam kennt sie die Galoppstrecken auch schon. Das ist witzig.
Im Wald die Wege waren natürlich matschig. Auf Galoppstrecke 1 hielt Kirsten Björt erst sehr schön zurück, bis der Boden erträglich war – bis dahin hatte Svandis schon 2 mal gehüpft, weil sie rennen wollte. Sie hielt auch gut mit Björt mit. Kirsten bremste den kleinen Rennhamster sehr schön, als plötzlich Spaziergänger auf dem Reitweg waren. (offizieller Reitweg – da dürfen wir ja) Dann sind wir runter zum anderen Berg… Björt und Svandis wussten sehr wohl, das wenn wir absteigen und über den Baum quer am Abhang führen, das dann galoppiert wird. Da wir sie auch erst nicht ließen, bis der Weg einsehbar und trocken war, erzählte Kirsen immer… „nein, nein, nein“ und sogar Svandis ließ ihren Übermut hinaus. Das war ein Hüpfer! Sie wird immer selbstbewusster beim Ausreiten. Das ist toll! Den ganzen Berg hinauf schafft Svandis (noch) nicht. Aber sie wird immer besser. Dann sind wir über Vlotho zurück nach Hause. War ein ganz toller Ausritt.
Das gemeinsame Ausreiten macht richtig viel Spaß – nicht nur mir und Kirsten – auch den Pferden.

Ostermontag war Wettermäßig wieder völlig daneben – so wie Samstag. Alles weiß, Schnee, kalt –
Naja, wir hatten den Tag über Besuch und daher war Reiten sowieso schlecht möglich.
Trotzdem war der Ostermontag (zwar reitfrei) doch recht nett
.

Und ich habe nichts geschrieben.
hmm
Es ist aber auch nichts passiert. Das Wetter ließ so ziemlich nichts zu.
Dienstag habe ich am Abend mal wieder meine blauen und gelben Schaumstoffstangen auf dem Hof ausgebreitet und eine Gasse sowie ein Qardrat gelegt. Dort mussten die Pferde an der Longe dann durch die Gasse und über das Quardrat. Svandis guckte sich das an und machte das, als wenn es immer so wäre. Björt schaltete wieder auf Panik, weil das sonst nie so ist. Hat dann aber nach 15 Minuten auch begriffen wie es geht. Nur Füße heben um über die Stangen zu gehen. Das will die kleine Björt nicht.
Mittwoch hatten die 2 komplett frei.
Donnerstag kam trotz Regen die Kirsten und wir sind die Hausrunde im Dämmerlicht und mit Regenzeug ausstaffiert geritten. Björt hatte wieder kaum eine Bremse, wobei Kirsten sie wirklich gut unter Kontrolle hatte und Björt nicht losgerannt ist. Nur der Schritt war halt sehr schnell.
Svandis hingegen war nach sehr langer Zeit mal wieder absolut unausstehlich. Ich dachte, das wir die Phase nun eigentlich hinter uns hatten. Doch naja, ein Rückschritt eben mal. Wird auch wieder besser. Zumindest hat sie das Steigen sein lassen. Bißchen Zappeln und mal hier und da ein Bocksprung, das kann ich aushalten.

Karfreitag und Ostersamstag versanken in Dauerregen bzw Schnee. Da ging gar nichts.
Samstagvormittag hatte ich Besuch von einer „Isi-Listen-Bekannten“ Sandra und ihre kleine Tochter Hannah waren von 10 bis 13 Uhr hier. Wir haben uns nett unterhalten. Bei den Pferden im Stall waren wir nur ganz kurz, da es viel zu kalt und zu nass war.

Wenn das Wetter heute hält, dürfen die Pferde heut Nachmittag was machen…

und nass – aber das ist ja nichts Neues.

Gestern – zwischen Hund suchen und Kaffee trinken bei Tante – bin ich noch fix in einer Regenpause mit Svandis die 3 km Hausrunde geritten. Das erste Mal gebisslos im Gelände. Hat super geklappt. Werde ich wohl nun häufiger machen.
Sonntagnachmittag gab es dann wie erwähnt Kaffee und Kuchen bei meiner Tante. Askja war natürlich wieder mit. Hätte sie morgens also eigentlich nicht wieder holen müssen. 🙂
Am Abend, als wir wieder daheim waren, war es leider wieder nur am Regnen, so das Björt einen freien Tag hatte.

Heute früh beim Füttern weigerte sich Askja mit zu den Pferden zu kommen. Sie blieb im „Stall“ oben in ihrem Stuhl, während ich im Offenstall die Pferde versorgte.
Nach der Büroarbeit bin ich dann erst um 18 Uhr zu den Pferden und habe die beiden sauber gemacht. Mit Björt bin ich dann heute noch fix die Hausrunde geritten – wir blieben sogar trocken! Auch Björt ging mit Sidepull super. Sie war lieb und sehr aufmerksam.
Heute abend beim Füttern war Askja dann wieder mit bei dem Pferden. Scheint doch nicht so ganz schlimm gewesen zu sein, der Stromschlag gestern.

Heut früh war bei mir Aufregung und große Panik angesagt. Um 7 Uhr beim Füttern im strömenden Regen kam Askja natürlich mit zu den Pferden. Krabbelte in den Paddock und ich hatte den Strom so schnell nicht abgeschaltet. Nasser Hund kam an nassen Paddockzaun – großes Jaulen und Kreischen. Pferde in Panik – ich sah den Hund nichtmal weglaufen. Nur ein paar Rehe, die sich auch erschrocken hatten sprangen in Richtung Wald.
Da ich weiter nichts von Askja hörte und sie sonst immer zum Haus rennt, wenn was ist, habe ich in Ruhe weiter die Pferde versorgt und dann geguckt, ob Askja wie immer unterm Carport sitzt und wartet das ich komme – aber da war sie nicht.
Auf mein Rufen und Pfeifen reagierte sie nicht.
Langsam kam Panik hoch – überall geguckt, gesucht und gerufen. Sogar in dem Abwasserschacht, den mein Vater aufgebuddelt hat, weil das Ding verstopft war, habe ich mit einem langen Stock gestochert. Nicht das Askja in ihrer Panik da reingefallen ist. Als ich nach 1 Stunde noch immer keinen Hund gefunden hatte, habe ich die Eltern aus dem Bett geworfen. Mein Vater versuchte auch nochmal im Abwasserschacht was zu finden – ich lief an den Wald um zu gucken ob sie da ist…
Keine Askja!
Um 8.30 Uhr rief meine Tante an – ob bei uns alles okay ist. Ob ich früh geritten bin und vom Pferd gefallen oder mein Vater bei einem Spaziergang umgekippt.
Askja sei dort!!!
Nass und Ängstlich saß unser Hund bei Onkel und Tante am Kappenberg vor der Tür.
Wahrscheinlich saß sie dort schon länger – mein Onkel entdeckte sie erst kurz nach 8 Uhr. Das sie die 3 km überhaupt gelaufen ist! Über die Autobahnbrücke!!! Da hätte sonstwas passieren können.
Naja – da wir nun wussten wo sie ist, haben wir erstmal gefrühstückt und dann bin ich los und habe sie wieder geholt.

Morgens musste ich mit meiner Mutter Saatgut und Pflanzkartoffeln einkaufen. Dann habe ich bißchen bei mir aufgeräumt und nach dem Mittag bei den Pferden für Ordnung gesorgt und im Keller einen kleinen Zwischenfrühjahrsputz gemacht.
Und es war warm und sonnig – das war nach 1 Woche Regen echt angenhem.
Gegen 16 Uhr kam Kirsten…
Ponys putzen – Satteln und los. Björt sowas von kernig. Die wollte gleich von Hof stürmen wie zu ihren besten Zeiten. Svandis hielt gut mit ihr mit. Wir sind hoch in den Wald und wegen der „späten“ Uhrzeit waren auch nicht so viele Leute da. Also auf die Joggerallee eingebogen. Björt hat Kirsten deutlich zu verstehen gegeben, das man da laufen kann. Kirsten hat sie gut gehalten, bis mein Okay kam. Und auch bei den Spaziergängern hat Kirsten das Pferd gut unter Kontrolle bekommen. Wir wollten dann runter zum Reitweg – doch da lag ein Baum so quer, das man nicht drüber und nicht drunter her kam, und rechts und links ging auch nicht, weil das Unterholz kreuz und quer und Hüfthoch lag. Da muss letztens Sturm „Emma“ doch wohl zugeschlagen haben. Hmm…
Also umgedreht und Berg rauf. Das Kirsten Björt da nicht halten konnte war mir klar und das ist an der Strecke auch okay. Svandis schnaufte hinterher. Wir sind dann noch den Reitweg entlang. Da wir erst 20 Minuten im Wald waren, sind wir nochmal eine Mini-Schleife gegangen. Svandis ging vor. Plötzlich auf einem schönen Waldweg kam Björt vorbei und dann aber in einem Affenzahn – Kirsten bemühte sich wirklich Björt zu halten, aber keine Chance und so nach 200 m sah ich, das sie sich vor beugte und Björt gewähren ließ. Svandis durfte nicht hinterher. Ich ließ das gar nicht erst zu, das sie hinterher stürmt. Als Svandis nicht mehr zackelte durfte sie langsam hinterher traben und musste aber auch wieder Schritt gehen, wenn ich es wollte. So legten wir diese Strecke auch gut zurück – ohne Hampeln, bocken oder sonstiges. Ich sah Kirsten und Björt oben im Wald auf dem Weg warten. Svandis sah die nicht – und als ich dann ebenfalls den Weg am Berg hoch wollte fand Svandis das gar nicht toll. Weil der so steil ist. Sie ging dann doch und als sie Björt entdeckte wurde sie sogar schneller 🙂
Dann sind wir gemütlich im Schritt nach Hause.
Svandis war nicht ganz so motiviert wie Björt und hat auch furchtbar geschwitzt. Der Fellwechsel ist bei Svandis deutlich zu merken. Die Kondition ist echt mau.
Björt hat natürlich auch geschwitzt, ist aber viel schneller wieder „normal“ mit der Atmung und schwitzt auch nicht so sehr nach.

Trotzdem war der Ausritt sehr schön.