Der Tag fing ganz prima an. Ich habe Heu vom Dachboden geholt und Mariele fragte ob sie reiten kommen können. Natürlich!
Nach einem sehr leckeren Mittagessen wollte ich eigentlich runter und Stall misten, aber da kam schon die komplette Familie B. Heute mit Steffi und Anna und sogar Beardedcollie Odette war dabei. Detti ist nun auch schon 14, aber noch recht fit für ihr Alter.
Also statt Stallmisten die Pferde fertig gemacht. Anna kam auf Svandis und Mariele wie immer Björt. Ich hatte noch Askja an der Leine und Steffi den anderen Hund. Thomas ging in Reichweite neben Svandis her und ich führte Björt. Anna konnte Svandis im Schritt schon sehr gut allein lenken. Das hat prima geklappt – sie ist ja auch nur hinter Björt her gelaufen
Oben am Waldeingang beim ehem. Ponyhof Eikmeier kamen plötzlich zwei Hunde aus dem Unterholz gestromert – und die Frauchen kamen recht langsam hinterher, doch als sie die Pferde sahen wurden die fix, nicht das ihre wertvollen Hunde unter die Hufe geraten. Da schwante mir schon böses.
Der eine Labrador kam auch gleich ziemlich zielstrebig auf unsere Hunde zu. Ich nahm Askja sehr kurz und sagte beiden Frauen – nicht so nah an die Pferde und erst recht nicht an den Terrier – die mag keine anderen Hunde. Naja, sie zogen die Köter weg. Anleinen muss man die Viecher natürlich nicht – obwohl im Forst Leinenpflicht ist.
Keine fünf Minuten später kam der eine Hund wieder auf uns zu gerannt und das Frauchen sah es nicht als notwendig an sich mal zu beeilen. Eine Schnecke wäre schneller gewesen. Wie das so ist kam der Hund auch zielstrebig auf Askja zu und sie knurrte und der viel größere Hund fiel natürlich über meine Kleine her. Beim Versuch den großen Hund von meiner zu zerren – Askja fiepte schon arg – habe ich mir wohl den Ringfinger der linken Hand verbogen/gezerrt oder sonstwas. Dick ist er – schillert in allen Farben und tut weh. Da ich ihn noch im unteren Gelenk abknicken kann und auch das obere Glied mit Hilfe der rechten Hand umbiegen kann ohne das mir Tränen in die Augen schießen, meinten die zwei Mediziner bei mir – das wir nicht gebrochen sein, nur gezerrt…
Dummerweise hab ich mir Namen und Adresse der Hundehalterin nicht geben lassen… Schmerzensgeld!!! Aua… Und DIE hat nicht mal Entschuldigung oder sowas gesagt. Nur das übliche „macht er sonst nicht“ – Und ich hatte der 2 mal gesagt, das mein Hund andere Hunde nicht gerade gut findet. Dann nimmt man seinen Köter eben mal an die Leine – so wie es sich gehört!
Sie kam uns nochmal entgegen – natürlich das Vieh wieder nicht an der Leine – aber als sie so fünf Meter vor uns war, kam der Hund doch ans Band.

Die Kinder haben einen schönen Ausritt gehabt – wir 3 Großen sind 2 Stunden gelaufen, Askja war nach dem Spaziergang super müde, und Odette ist gleich ins Auto und hat dort geschlafen.

Nach dem Spaziergang habe ich die Ponys 30 Minuten auf die Weide gelassen, in der Zeit habe ich den Stall gemistet und seitdem kühle ich meinen Finger…
Aua…

Kirsten und ich hatten uns zum reiten verabredet am Montag. Den ganzen Tag über als wir in den Kliniken hocken mussten war strahlender Sonnenschein. Aber um 16 Uhr fing der starke Regen an. Und der wurde bei uns nicht schwächer, sondern immer stärker. Also wurde das gemeinsame Ausreiten abgesagt. Als ich um 20 Uhr die Pferde versorgt hatte und wieder im Haus war, war strahlender Sonnenschein. Aber geritten bin ich da nicht mehr.
Dienstag… Kirsten hatte (eigentlich) keine Zeit um zu kommen. Sie musste lang arbeiten, und ihr Mann auch. Abends musste Kirsten also für Sohn Luca da sein. Da das Wetter so schön wurde und ich allein keine Lust hatte, habe ich Kirsten und Luca zu einem Spaziergang überredet. Luca bekam Askja an die Leine und Kirsten und ich liefen neben Björt und Svandis her. Die 30 Minuten Hausrunde. War schön so zu laufen. Die letzten 600 m durfte Luca auf Björt sitzen. Hat er auch sehr schön gemacht, und Björt war auch sehr lieb. Wir haben dann noch gemeinsam gefüttert und ich habe Kirsten etwas Massage-Lieblingsstellen der Ponys gezeigt. Hatten alle unseren Spaß dabei.
Für heute hatten Kirsten und ich uns dann zum reiten verabredet. Kurz nach 18 Uhr sind wir losgeritten. Da war es noch trocken und schön. Als wir gerade am Wald waren, fing der Regen an. Kirsten hatte wenigstens eine Jacke an. Ich nur langärmeliges T-Shirt und Reitweste. So war ich relativ feucht nach ein paar Minuten. Im Wald merkte man den regen dann nicht so – und wir sind im Schritt über eine Lieblings-Galoppstrecke. Björt war völlig entspannt und machte nichtmal einen Ansatz zum laufen. Sonst ist sie auf der Strecke kaum zu bremsen. Heute ganz locker. Kirsten war begeistert. Svandis ist wieder „wuschig“ – sie hasst Gnitzen, sie hasst Regen, sie war ziemlich unleidlich. Aber keine groben Ausraster. Eigentlich war sie auch lieb, nur eben am Hampeln. Einen kleinen Galopp haben wir auf der Jogger Allee eingelegt und dann weiter im Schritt nach Hause.
Pferde wurde wieder gemeinsam gefüttert und dann war Feierabend.

Samstagabend war ich mal wieder so fertig, das ich erneut abends auf dem Sofa eingeschlafen bin. Wenn man auch den ganzen Tag draußen herum tobt…

Morgens Stall gemistet, und bißchen so rumgetan. Nach dem Misten habe ich mir mal fix vom Landhandel diese „Goldspan“ Einstreu geholt, mal ausprobieren was die Pferde davon halten. Natürlich lag das Zeug kaum 15 Minuten in der Box, da haben Björt und Svandis gleich reingepinkelt. Hätten sie wirklich sein lassen können.
Den Nachmittag verbrachte ich auf der Wiese am Wald. Weiter Holz absuchen und Maulwurfshügel vernichten. Langsam wird das Gras zwar „zu hoch“ aber es geht noch gerade so. 1/4 der Wiese muss ich nun noch „Maulwurfplattmachen“. Noch immer nicht alles geschafft. Da mir alles weh tat danach, kam erst Svandis an die Longe, wo sie nur lieb war. So klasse. Daher bin ich doch noch ohne Sattel raufgehüpft – aber das fand sie nicht toll und zeigte das auch. Bin nicht runtergefallen, aber naja – Sie musste mich dann (weil ich trotzig war) den Südweg hinauf tragen und oben auf der Straße bin ich dann abgestiegen und den Feldweg mit ihr runterspaziert nach Hause. Dann kam Björt an die Longe – die war auch nur artig. Anschließend durften die zwei
noch so 10 Minuten an der Hand grasen.

Da das Wetter heute auch so prima war, hab ich ja auf „Mitreiter“ gehofft.
Naja, eigentlich fing der Tag scheiße an – Kopfweh bis zum Erbrechen. Im wahrsten Sinne des Wortes. Medikamente wirkten dan aber.
Kirsten hatte leider keine Zeit zum Reiten. Thomas hatte aber Zeit und Lust. Kurz vor 14 Uhr sind wir losgeritten. Björt und Svandis gut drauf, aber ganz lieb. Björt schlich irgendwie – kam mir unheimlich vor, aber Thomas meinte, sie tritt normal zu. Wir sind im Wald eine größere Runde gegangen.. Erst über den Reitweg – hinunter zum „unteren Schlagenweg“ – der obere Schlangenweg ist ja der reguläre Reitweg, aber den hat man mit Schotter für unbeschlagene Pferde unreitbar bekommen. Der untere Weg war toll auch schön abgetrocknet. Nach den ersten Quellen durfte Björt etwas tölten und Svandis trabte schön hinter uns her. Plötzlich lag da ein Baum im Weg! Holla! Ich bin lieber abgestiegen und habe drüber geführt, Thomas auch – klappte sehr gut. Dann erst 2 Kurven wieder im Schritt, bevor Björt angaloppieren durfte – um ne Ecke im Galopp, Bergauf – Thomas gab hinter uns auch ordentlich Gas – und urplötzlich lag da eine riesige Fichte quer im Weg! Kein Vorbeikommen! Eine kleine Lücke gab es links durch die man gehen/reiten konnte. Leider hat das Hinderniss unseren schönen Galopp verdorben. Nach durchqueren des Engpasses an dem Baumhindernis waren wir wieder auf der regulären Strecke, sind noch schön 20 Minuten Schritt im Wald gegangen und dann 20 Minuten durchs Dorf heim. War ein ganz toller Ausritt.
Hat Spaß gemacht.
Anschließend durften Björt und Svandis für 15 Minuten auf die Weide.
War richtig gut.

Nachdem die Pferde Montag und Dienstag richtg zu tun hatten, sind Kirsten und ich Mittwoch – vor meinem Englisch-Kurs – nur eine kleine entspannte Runde geritten. Björt und Svandis waren so lieb, das war wieder kein Vergleich zu Montag.

Donnerstag und Freitag hatten die Pferde frei, weil ich nicht zum bewegen der beiden gekommen bin. Mein Kopf verkraftete den Wetterwechsel auf „warm“ auch nicht so gut. Und die ständige Androhung von Regen/Gewitter an den beiden Tagen, das reichte dann schon zum Unwohl fühlen.
So klang die Woche ohne reiten aus.

Nachdem die Ponys gestern ja den Turbo gefrühstückt hatten, stand heute der Wiederholungsritt auf dem Programm.
Beide Ponys gleich ausgestattet – nämlich mit Sidepull – nur andere Reiter. Thomas schwang sich auf Svandis und ich auf Björt und los ging es.
Auch bei mir versuchte Björt gleich den Turbo anzuschalten. Durfte aber nicht. Nach ca 900 Meter waren wir uns dann Geschwindigkeitsmäßig einig. Was auch gut ist, da dort dann „Das Dorf“ beginnt. Bis zum Wald ging Björt anständig, auch am langen Zügel. Dann wollte sie wieder aufdrehen, wie gestern bei Kirsten auch. Thomas und Svandis kamen völlig entspannt hinterher. Auf Galoppstrecke 1, wo Björt gestern als erstes durchgestartet ist, versuchte sie es bei mir auch extrem. Doch spätestens nach der 4ten Volte war es ihr genug und sie ging doch Schritt. Auf den 2 noch folgenden Galoppstrecken „wollte“ Björt erst Gas geben, dann „musste“ sie. Denn einfach aufhören wenn sie nicht mehr mag war dann auch nicht drin. Svandis hielt gut mit, wenn sie durfte, aber Thomas legte nicht gesteigerten Wert auf ein Wettrennen. Svandis ging sehr viel Schritt, auch wenn Björt vorweg trabte/töltete. Björt und ich mussten dann eben warten. Was Björt gar nicht gefiel.
Die steile Ebenöde haben wir wie immer hinunter geführt, kurz vor Gabis Reithalle wieder aufgestiegen und heim geritten.
Ponys nicht so nass wie gestern, und wir waren auch ca 15 Minuten länger unterwegs (auf exakt der gleichen Runde) wie gestern – aber dennoch waren die zwei wieder ziemlich fix.
Bei super Sonnenschein und klasse Reitwetter war das heute abend ein sehr schöner Ausritt