Freitag – und ich kam im Hellen heim!
Um kurz nach 15 Uhr bin ich mit Björt los.
Die war nur klasse heute! Ich hatte so gar nichts in der Hand. Tölt fühlte sich schön wie selten an. Also heute war sie wirklich nur zum Verlieben. Hat super zugehört, eben ganz schöner Tölt. Der Trab war nicht so ganz klar. Sie wechselte lieber in den Tölt. Galopp heute nicht gerannt, sondern schön rund gesprungen. Einfach klasse!

Von Björt & Svandis 2008

Anschließend durfte Tim auf Björt. D.h. ausnahmsweise wollte er. Mein Vater führte Svandis, ich Tim und Björt. Beide Ponys schalteten mal eben den Turbo ein. Björt ging nicht wirklich langsam, aber das bin ich von ihr beim Spaziergang ja gewohnt. Nur mein Vater kommt nicht so schnell mit Svandis mit. Hat er aber ganz gut geregelt bekommen. Er hat zwar ein paar mal mit Svandis geschimpft, aber eigentlich war sie lieb.
Ich brachte dann Björt in den Stall, und Svandis kam nochmal an die Longe… Dazu hatten wir beide nicht sooo große Lust. Also Sidepull geholt, ohne Sattel auf das Pony. Südweg hochgeritten. Dabei ist Svandis ca 20 m wunderschön und ganz klar getöltet.
Wir sind so 150 Meter auf der Straße geritten, dann bin ich abgestiegen, noch mit ihr auf der Straße hin und her gejoggt, damit ich den Trab mal gucke wie sie zutritt. Klar und ohne Humpeln und ohne zögern. Kringel, Schlangenlinien, Rückwärtsrichten – alles kein Problem. Sie war sehr aufmerksam und wollte was tun. Hat Spaß gemacht mit den beiden Pferden heute.

Am Donnerstag bin ich mit 2 Freundinnen und einem Pferd nach Walsrode-Vethem zu dem Equo-Vadis Zentrum gefahren. Marion hatte für ihren Orri einen Gesundheitsscheck vereinbart.
Zuerst hat Frau Kattwinkel ausgiebung die Vorgeschichte abgefragt – und das schon vorab schriftlich. Sie hat noch einige Fragen so geklärt, die ihrerseits noch offen waren bezüglich der Vorgeschichte. Dann ging es „an das Pferd“.
Marion musste ihn auf hartem und weichem Boden vorführen. Und Frau Kattwinkel hat Orri abgetastet und so weiter. Verschobene Dornfortsätze und verschobenes Brustbein waren die Diagnose. Nun soll Orri eine Woche dort bleiben und therapiert werden.
Bin sehr gespannt, wie es ihm nach der Woche geht.

Wieder bei meinen Pferden habe ich auch erstmal das Brustbein gefühlt – aber ich finde das es bei meinen da sitzt wo es hingehört. Björt und Svandis genossen ihre abendlichen Streicheleinheiten und forderten auch wieder mehr als ich wollte. Doch bei so ungemütlich nasskaltem Wetter bleibt man nicht unbedingt richtig lang bei den Beiden.

Dieses Jahr ist wirklich nicht so toll bei mir.
Erst Finger brechen und Sehne abreißen.
Dann Svandis krank
Und nun – Samstag beim „Gummi-Schnuller“ essen einen halben Backenzahn eingebüßt. Tat nicht weh, die Füllung hielt auch bombig. Doch die Zahnwand zur Zungenseite war zur Hälfte weggebrochen.
Also Montagabends gleich zum Zahnarzt. Der hat die Zahnwand rekonstruiert. Kann wieder kraftvoll zubeißen.
Leider ergab die Zahnüberprüfung der anderen Zähne dann, das in einem anderen Zahn noch ein Loch ist. Also darf ich nächste Woche nochmals zum Zahnarzt. Als wenn ich keine anderen Hobbies hätte

Sonntag morgens war das Wetter wirklich doof. Als ich kurz vor 7 Uhr gefüttert habe, da war es zwar windig, aber trocken. Und als ich um 9.15 Uhr wieder die Augen öffnete, habe ich mir lieber die Decke nochmal über den Kopf gezogen. Doch zum Glück hat es dann ja vor Mittag aufgehört zu Regnen und es trocknete ab.
Eigentlich hatte ich Kirsten gesagt, so um 14 Uhr, doch wir smsten kurz und so war sie kurz nach 13 Uhr schon da. Pferde geputzt, gesattelt und losgeritten. Björt wollte gleich wieder voranstürmen, was Svandis bereits auf dem Hof zu 2 unwilligen Austretern nach hinten veranlasste. Irgendwie gefielen Svandis die Schuhe auch nicht.
Björt wollte ihr Tempo gehen – aber durfte nicht so ganz. Kirsten hat immer wieder auf Svandis und mich gewartet. Svandis fand alles ganz schlimm. Wie so ein Baby, das noch nie im Gelände war, und Reiter auch nicht kennt. Bei Svandis fängt man nach einer Pause wirklich immer wieder bei Null an. Kann doch etwas nervend sein.
Bis zum Habichtsweg haben wir es ohne große Auseinandersetzungen geschafft. Das ging recht gut. Da runter führen war auch ok wie immer. An dem Spazierweg zu den Mühlwiesen wieder aufsteigen. Kirsten ließ mir den Vortritt, weil sie weiß das Björt sonst nur zappelt, wenn ich zu lang mit Svandis brauche. So saß ich oben, als Kirsten Björt erklomm, Björt gleich eine Hinterhandwendung vom Feinsten und schwupp weg …. Nicht gut, gar nicht gut. Sattel war nicht fest genug, war sehr nach links gerutscht bei ihrer Wendung, Kirsten konnte den auch nicht gerade rücken. Und Svandis – statt hinter her zu gehen – bocken, auskeilen, Kopf einrollen. Auf vorantreiben reagierte Svandis eher mit noch bockiger sein als mit voran gehen.
Kirsten zurück gerufen. Sie nochmal abgestiegen, Neu gesattelt, aufgestiegen – Björt wieder „wusch“ weg. Svandis wieder bockig – aber nach Einsatz des Kommunikationsmittels ging sie auch voran, aber unheimlich eingerollt – obwohl ich ihr die Zügel ließ. Weiß der Geier, warum die den Kopf in solchen Situationen immer an die Brust zieht, ich ziehe den da nicht hin. Natürlich sitzt man auf einem so angespannten Pferd nicht gerade locker. Björt hatte ihr Renntempo wieder entdeckt und Kirsten drehte sie alle 50 Meter zu uns um um zu Warten. Gruslig.
Ab der „Erni+Boni-Brücke“ waren beide Pferde wie gespannte Bogensehnen. Ganz schlimm. Und es war nicht Björt die losstürmte. Klar, die Fuchsstute war vorn – aber Svandis rollte die Sache mal von hinten auf. Ich war da nicht so begeistert von. Kirsten ist mit Björt dann den Berg hoch – und Svandis hinter her. Auch im Galopp, obwohl ich es nicht so wirklich gern wollte – aber besser so, als bocken.
3/4 des Berges hielten die Hufschuh, dann war hinten links weg – lag aber deutlich sichtbar auf dem Weg. Also anhalten, absteigen, zurück zum Schuh, anziehen, aufsteigen weiterreiten. Das hat sogar Björt fein mitgemacht, nur das Kirsten da nicht abgestiegen ist. An den Schafen vorbei war auch kein Problem. Aber dann an Gabis Pferden spielete Svandis sich auf wie Primadonna. Bin lieber abgestiegen, bevor es bös endet. Ich merkte nur, sie wölbt sich, sie spannt sich – der Kopf geht tief – das wollte ich nicht. Abgestiegen, 4-5 Mal an den Pferden hin und her geführt, bis sie ihr Gestampfe und Gehampel eingestellt hat. Aber aufgestiegen bin ich bis zu Hause nicht mehr. Svandis war eh schon sehr nass geschwitzt. Auch Kirsten führte Björt ab da heim.
Auf unserem Hof bin ich nochmal aufgestiegen, zur Garageneinfahrt und zurück geritten – und dann absatteln, Schuhe aus und Schluss. Heu und wasser hingebracht – Feierabend.
Abends beim Füttern nochmal den getrockneten und matschigen Schweiß ausgebürstet.

Endlich Sonne – und einen Tag für die Pferde zur Verfügung.
Morgens Lotto spielen, noch fix eingekauft und am Loher Getränkemarkt die Möhren für die Pferde geholt.
Anschließend war Stall misten mal wieder angesagt. In der Zeit durften die Pferde auf die Wiese. Svandis natürlich mit Maulkurb. Zuerst war bocken und freuen angesagt, dann fressen und dann wieder Rennen und bocken.
Nach dem Mittagessen fing ich erst an im Keller sauber zu machen, doch das Wetter war so schön, da bin ich doch lieber wieder zu den Pferden. Geputzt und Hufe sauber gemacht und bei Svandis den Strahl an allen 4 Hufen nachgeschnitten. Leider war mein linker Arm – bzw die linke Hand mit dem operierten Finger – nicht so angetan von der Schneidearbeit / dem Festhalten. Trotzdem Svandis mitgenommen, gesattelt und los. Aber wieder nur die Mini-Runde Feldweg hoch zur Straße, bis Südweg und da runter führen. Svandis war auch (fast) anständig. So richtig gebuckelt hat sie nicht – aber ganz ohne Rumärgern ging es natürlich nicht. Aber ok. Was viel wichtiger ist: sie trat sehr schön zu und ging flott voran.
Mit Björt dann auch los. Beim Satteln schon Björt verängstigt, denn mein Vater brauchte einen Schlauch und den Hochdruckreiniger zum säubern von Holder + Pflug. Nur schon das Ausrollen und Anschließen des Schlauchs sorgten für Angst bei Björt. So sind wir ziemlich schnell vom Hof, was etwas ungewollt war. Backsweg runter war trotz Baustelle ganz ok. Wir sind dann das Niederfeld hoch zu und an der Autobahn wieder runter – an der Autobahnbrücke überließ ich Björt die Wegwahl, sie ging wieder geradeaus, ganz an der A2 entlang. Wir hatten auch Glück und es kamen uns nur 2 Autos entgegen und 3 von hinten. Und das an Stellen, wo ich mit Björt an die Seite gehen konnte. Sonst ist die Straße echt zu schmal für Auto und Pferd. An der „Erni+Boni-Brücke“ weiß Björt dann ganz genau, das es nach rechts geht – Bergauf zu den Schafweiden. Den ganzen Weg bis dahin konnte ich einhändig und entspannt reiten, sogar an der A2 lang, doch kaum kommt „ihr Berg“ ist es ein Wildpferd. Als klar war, das wir niemanden umrasen, durfte sie dann aber auch. Dafür ging Björt an Gabis Pferdeweide wieder ganz artig im entspannten Schritt heim. Bis zu unserem Hof. Vom Gras auf unseren Hof… DAS wollte Björt gar nicht. Da war Wasser, da stand ein Hochdruckreiniger, und ein Holder und ein Schlauch lag da. Keine Ahnung was in das Pony gefahren ist, aber sie wollte partout nicht auf unseren Hof. Dabei kennst sie Wasser und geht auch hindurch. Immer wieder versucht, wieder abgewendet, wieder rangeritten. Nichts ging. Björt pumpte wie wild, schwitzte ganz furchtbar, regte sich schrecklich auf. Aber sie ging nicht über das Stückchen nasser Pflastersteine. Mein Vater war eh fertig und hat alles weggeräumt, selbst das Anlassen des Holders hat Björt nicht interessiert, aber sie ging nicht auf den nassen Hof. Im 10ten oder 15ten Anlauf haben wir es dann geschafft. Björt – mit einem für sie riesigen Satz -vom Gras auf den Hof ist und dann aber ganz ganz fix zum Stall. Ein verrücktes Pferd.
Pferd absatteln und noch ein Möhrchen geben und dann habe ich den Keller weiter sauber gemacht.

nun geh ich füttern und dann ist Feierabend.