Ich mag kein Schnee mehr sehen. Seit Mittwoch, bin ich nicht mehr geritten und auch spazieren gehen gestaltet sich sehr schwierig.
Freitag habe ich die Pferde abends an der Longe gehen lassen. Svandis trat auch ganz gut zu – aber rechte Hand tritt sie vorn rechts deutlich kürzer als vorn links. Linke Hand sieht man fast keinen Unterschied. Links herum ist sie auch freiwillig angetrabt und auch mal angaloppiert – rechts herum langsamer und schneller Schritt, mehr nicht. 15 Minuten Bewegen an der Longe, hat ihr gereicht um ordentlich zu schnaufen.
Björt kam auch an die Longe. Sie wollte gleich losstürmen, also mit ihr wieder am Langsam gehen gearbeitet. Klappte dann auch. Traben hat sie nach 2 Runden von selbst abgebrochen, war ihr im hohen Schnee zu anstrengend.

Heute mussten wir zur Mittagszeit zu Onkel und Tante auf den Kappenberg. Autofahren wollten wir bei dem Wetter nicht. So sind wir Edlers dick vermummt losgestapft. Feldweg… nein. Kein Durchkommen. Umgedreht – Südweg hoch. Teilweise Kniehohe Schneeverwehungen. War schon ziemlich anstrengend da hoch zu kommen. Durch Oberbecksen war auch nicht geschoben. Aber da lag durch den Schutz der Häuser nicht ganz so viel Schnee. Und einige Fahrspuren waren auch da, in denen man ganz gut laufen konnte. Statt 30 Minuten wie „normal“ haben wir heute trotz zügigem Gehen fast eine Stunde gebraucht.
Zurück das gleiche Spiel. Ca 16.40 Uhr losgelaufen, 17.20 Uhr waren wir wieder hier. Südweg ist tagsüber noch mehr zugeweht. Das wird Vaters Holder nicht freischieben können. Vielleicht Tunnel unter dem Schnee bauen??? Ist bestimmt einfacher als freischaufeln.

Bin bereits um 14 Uhr aus dem Büro verschwunden. Noch schnell einkaufen und dann gut heimgerutscht. Sogar der UPS Fahrer hat es im 2ten Anlauf bis zum Südweg geschafft. Dienstag hat er an der Amselschänke „abgebrochen“. Mittwoch ist er dann oben am Südweg stehen geblieben und hat mir mein Paket runtergetragen. Grummel – machen Zeitungsbote und Postbote auch, das die den Südweg gerade zu Fuß machen. Nur UPS ruft an und sagt „wir lassen Ihr Paket zurückgehen – sie sind nicht erreichbar“. Das ist doch echter Kundenservice…

Nachdem ich mich fix umgezogen hatte, bin ich ins Schneetreiben zu Björt und hab mir die Kleine gesattelt. Sie war schon voller Freude und rannte gleich den Feldweg im Galopp hoch. Quer über das tief eingeschneite und gefrorene Feld Richtung Fuchsgrund ist sie einen Teil getöltet. Dann war ihr das aber zu anstrengend und sie ist im Schritt weiter. Wir sind wieder den Weg runter bis zur „Erni+Boni-Brücke“ und dort umgedreht und Yippiejeah! Vorher hatte ich schon 2 Väter (mit 3 Kindern und Schlitten) gefragt, ob sie mich da wohl mal hochdüsen lassen und solange nicht rutschen. Die haben sich gefreut, das Björt da so hochgeschossen ist. Bin mit ihr dann noch runter bis zur Bachbrücke und da umgedreht und wieder so schnell das Pony wollte den ganzen Berg hoch bis zu den Schafweiden. Wieder umgedreht und auf dem Feldweg ab nach Hause. Im Wäldchen Björt natürlich im Galopp. Auf dem Feldweg war ihr Tölt und Galopp zu schwer, weil der Schnee so tief war. Da ging sie dann freiwillig Schritt. Straße lang und Südweg runter habe ich geführt. War mir zu glatt. So hat Björt 20 Minuten rumgetobt – fand sie toll.
Anschließend bin ich mit Svandis spazierengegangen. Im Paddock/Stall ist Svandis etwas leidend. Will nicht unbedingt gehen. Kaum am Halfter und 4 Schritte gegangen lebt sie auf und kann richtig fix werden! Südweg hoch ging sie erst hinter mir, dann war ich ihr zu langsam und sie hat mich gezogen. Straße lang: totaler Imponiertyp, Kopf hoch, wache Augen, ein wahnsinnig Schickes Pferd!! *schwärm* Feldweg runter ist sie mir ständig angetrabt. Mit ihren langen Beinen auch nicht so die Probleme wie „Stöpsel-Björt“ Bei Walter an den Silage Ballen bis auf unseren Hof ist Svandis sogar angaloppiert! Ich hab Strick losgelassen – wollte mich nicht langlegen – auf unserem Hof blieb sie natürlich stehen.
Schade, das sie im Paddock nciht so zügig ist, wie unterwegs… Doch ich denke, das kommt auch wieder.


Bin ich froh, wenn der bescheuerte Schnee wieder fort ist. Ich kann es echt nicht mehr sehen. Arbeiten muss ich morgen auch wieder. Falls ich denn mal hier weg komme. Vater hat zwar sämtliche Spritvoräte die er noch hatte für den Holder zusammengerafft, aber ob das noch für morgen Südweg schieben reicht, weiß ich nicht. Die Garageneinfahrt können wir eh nicht mit dem Holder räumen, das ist noch gute alte Handarbeit *ächz*

Heute Nachmittag habe ich dann einen Spaziergang mit Björt und Svandis gemacht. Gar nicht so einfach, beide Pferde und den Fotoapparat zu koordinieren. Unterwegs hätte ich gern beim Spaziergang noch das ein oder andere hübsche Foto gemacht, aber die Damen wollten nicht still halten und schon gar nicht posieren. Anbinder loslassen und knibsen ging auch nicht, da Björt Bewegungsdrang hatte, und Svandis nur auf der Suche nach Fressbarem war. Schön mitgelaufen sind beide. Das hat gut geklappt.

Nach dem schönen großen Spaziergang gestern, wo Svandis echt klasse mitgelaufen ist, habe ich es heute für sie ruhiger angehen lassen. Im Paddock bewegt sich Svandis auch deutlich mehr als vor dem Huftermin. Leider geht sie im Paddock nicht so flüssig wie beim Spaziergang. Nur einlaufen muss sie sich erst.

Heute also „piano“… Pferdeäppel im Schnee suchen, Pferde im Schnee suchen – ok, die großen Hügel fand ich schnell. Gegen halb drei war Björt soweit abgetrocknet, das man sie als vorzeigbar einstufen konnte. Sattel drauf und los. Man, hat das Pony Pfeffer im Hintern. Zunächst einmal Richtung „Erni und Boni“ Brücke. Björt war beim Bergab reiten schon hampelig, und bevor die vereiste Teerstraße begonnen hat, durfte sie umdrehen. Das niemand von oben kam, hatte ich schon beim Runterreiten beobachtet – Also durfte Björt sich austoben. Zwischen den Schafweiden bis zum Wald dann schön Tölt. Natürlich wollte Björt im Wäldchen gleich nach Links, wieder Richtung Heimat – aber ich nicht. Hausrunde „verkehrt“ herum hatte ich mir so gedacht. Musste Björt auch nicht lang überreden. Leider war der Weg von Schlittenfahrern und Tütenrutschern so richtig glatt gemacht. Blieb uns nur das Unterholz um nicht auszurutschen. Aber auch das macht Björt prima. Die hatte ihren Spaß. An der Straße lang zum Backsweg – die Straße eine toll festgefahrene Schneedecke, allerdings blitze ab und zu etwas Eis unter dem Schnee her. Björt ging flott im Tölt am Seitenstreifen im Schnee. Ihr gefiel das. Backsweg runter bis zur Bachbrücke war mir nicht geheuer, weil etwas glatt. Doch Björt ging da runter als wenn nichts wäre. Ab der Bachbrücke den Backsweg hoch ist Björt in eins durch im Galopp. Der Schnee auf der Fahrbahn war total griffig und richtig schön. Auch die Strecke bis zum Südweg war eine festgefahrene Schneedecke. Allerdings blitze hier wesentlich mehr Eis durch als am Backsweg oder an der Autobahn lang. Südweg hinab habe ich geführt.
Björt bekam ihre Decke drauf und dann habe ich Svandis dazu geholt und wir sind noch schnell Südweg hoch, Straße lang, Feldweg runter gelaufen – und das im absoluten Schneetreiben. Alles was wir gestern und heute frei geschoben hatten ist wieder weiß. 🙁

Mitternacht bei den Pferden im Schnee. War richtig schön! Drumherum wurde viel geballert und weil es so klar war, konnten wir auch richtig viel sehen. Am Rütli wurde mächtig was in die Luft gejagd, aber auch sonst war viel los. Ich meine, das es mehr war als letztes Jahr. Okay, da haben wir wegen Nebel auch nichts gesehen. Dieses Mal war es „schön bunt“ am Himmel. Björt und Svandis blieben sehr ruhig. Freuten sich aber über extra Leckerlie und Schmuseeinheiten.


Heute Vormittag war wieder etwas Schnee bekämpfen angesagt. Da aber niemand weg muss, haben wir den Südweg nicht frei gemacht.
Nachmittags sind meine Eltern und ich mit Askja und den Ponys eine recht große Runde Spazieren gegangen. Svandis ging sehr gut mit. Björt wäre gern schneller gewesen. Doch da es teilweise schon recht rutschig war, musste sie langsam mitgehen. Reiten will ich bei dem Wetter dann nicht unbedingt mit ihr. Die kennt ja kein Halten.
Der Spaziergang war richtig schön, wie ich finde.