Heute fing es an, das Tauwetter. Statt Neuschnee gab es viel Regen – auch nicht besser.
Trotzdem – hoffentlich ist der Schnee bald weg.

Freitag und gestern habe ich die Erkältung „gepflegt“ Viel gelegen, immer schön warm eingepackt. Beim Husten tut der ganze Brustkorb weh. Vielleicht sollte ich Montag wirklich mal zum Doc gehen.
Auch Svandis lag viel. Sie scheint aktuell vorn rechts über einem Hufgeschwür zu brüten. Freitag und Samstag wollte sie das Bein so gar nicht belasten. Und heute ist das mit dem Laufen bei Svandis noch nicht wirklich besser. Doch sie stand aber schon wieder etwas mehr, bzw. ist auch etwas umher gehumpelt.
Nach dem Mittagessen haben mein Vater und ich Heu vom Dachboden geholt und dann habe ich etwas bei den Pferden sauber gemacht. Zunächst wollte Kirsten kommen, doch da für den Sohn zunächst kein Babysitter greifbar war, sah es so aus als ob es nicht klappt das Kirsten kommt. Also habe ich mich warm eingpackt und habe mir Björt gesattelt. So viel Aufwand für 10 Minuten reiten! Bei Swana hab ich da nie einen Sattel rauf gemacht, bei Björt ist mir das noch immer zu gefährlich ohne Sattel, wenn sie so lange gestanden hat. Kaum war ich aufgestiegen, hatte ich wieder so einen Hustenanfall, das ich beinahe vom Pferd geplumpst wäre. Wir sind dann flott los den Feldweg entlang, ins Wäldchen rein, Björt nahm Anlauf und taxierte den umgestürzten Baum und machte einen riesen Satz hinüber und weiter im Galopp zu den Schafweiden hoch. Den tief verscheiten Feldweg ging sie dann so ein Wusel aus Schritt und Tölt. Aber mehr Schritt. In der Fuchsgrund unten, kurz vor der „Erni und Boni Brücke“ haben wir umgedreht. Björt wartete wieder artig meinen Hustenkrampf ab und dann volles Lott da hoch. Von den Schafweiden ins Wäldchen zurück mehr Tölt als Schritt. Sogar bergab taxierte sie den Baum und hüpfte drüber, und dann gleich im Galopp weiter raus aus dem Wäldchen bis fast zur Feldwegkreuzung zu uns runter. Da ging sie fein Schritt. War auch tierisch am pumpen. Da sie aber absolut so gehen durfte wie sie wollte und ich kein bißchen getrieben habe – sie hatte immer lange Zügel – war sie selbst schuld an dem Zustand. Natürlich wurde der Kopf wieder abgerubbelt mit ihrem Handtuch und sie bekam die Abschwitzdecke auf. Ich wollte gerade Svandis holen um ihr trotz des Hufes etwas Bewegung zu schaffen und natürlich um nach den Hufen zu gucken, da kam doch Kirsten mit Mann und Sohn. Ich habe also Svandis geholt – auf dem verschneiten Rasen ging das zutreten recht okay. Habe sie eingedeckt mit Winterdecke, weil sie ganz kalt und nass war. Svandis wollte so gern mit Björt mitgehen – bis zum Südweg hatte sie sich aber nicht eingelaufen, so bin ich mit ihr umgedreht und Kirsten, Ralf und Luca sind mit Björt allein weiter. Wegen dem Regen, der immer stärker wurde, und den blöden Bodenverhältnissen, waren die auch nur kurz mit Björt los. Wir haben uns im Stall noch etwas unterhalten.
Der Rest des Tages war wieder „erholen“…

Hoffentlich taut es draußen noch etwas weiter – und hoffentlich friert das nicht heute Nacht…

Ich weiß langsam nicht mehr was das soll. Jeden Monat eine Erkältung? Darauf habe ich genauso wenig Lust wie auf Schnee und Eis.
Trotzdem seit gestern Halsweh und seit heute noch eine Triefnase dazu. Wer braucht denn sowas?

Gestern nichts mit den Pferden gemacht, heute etwas mit Svandis gelaufen. War okay soweit. Björt hatte gestern und heute frei.

Heute war der kleine Neffe wieder da. Der findet Schnee natürlich toll, und das Opa noch einen Schlitten auf dem Dachboden hat, ist um so besser. Leider zieht der Schlitten immer furchtbar nach rechts. (Hat „er“ schon damals – als wir noch klein waren und das Ding nutzten.)
Tim freute sich, das sein Opa ihn auf dem Hof bergauf und bergab zog. Lange hält so ein Opa das aber nicht durch.
Nachdem ich mit Björt und Svandis einen kleinen Spaziergang gemacht habe, wollte ich mit Björt noch fix reiten. Hatte sie auch schon gesattelt, als Opa den Schlitten kaum noch ziehen konnte.
So habe ich die Fahrleinen aus der Mottenkiste geholt, am Sattel angebracht und mal geguckt wie Björt reagiert. Naja, sehr nervös, aber machbar. Also Schlitten an Fahrleinen und ich habe Björt geführt, Tim saß auf dem Schlitten und freute sich noch mehr. Sooooooo schnell bergauf und bergab. Das war für ihn natürlich toll. 4-6 Mal hat Björt den Spaß mitgemacht. Allerdings wurde sie immer nervöser. Bevor etwas passiert, schnell die Fahrleinen ab und den Jungen auf das nächste Mal vertröstet.
Ich bin dann noch eine sehr schnelle kleine Runde mit Björt geritten.
War schön.
Und am Wochenende probiere ich das Ziehen evtl. mal mit dem Einspännergeschirr, das hier seit Jahren ungenutzt liegt.

Von 9.30 Uhr bis 12 Uhr Südweg hoch schüppen – auch wen wir zu dritt waren – es war furchtbar anstrengend, da die Schneeverwehungen teilweise wirklich fast 1 m hoch waren. Vater hat versucht mit dem Holder zu schieben. Doch so richtig durch kam er nicht – darum blieb ca 3/4 des Weges für uns zum Schüppen.

Nach Mittag bin ich mit Björt die Hausrunde geritten. Wollte wegen der Kälte nur kurz – ich kann sie ja bekanntlicher Weise nirgends zum abtrocknen in eine Box stellen. Daher bei dem Wetter lieber nur kleine Runden – dabei aber Spaß haben. Straße lang bis zum Backsweg waren schon einige wenige Autospuren – geschoben wurde heute bei uns von der Stadt keinen Zentimeter. Für Björt zum reiten war das natürlich optimal – für die Autofahrer eher nicht. Backsweg abwärts ging Björt auch ganz nett, fand den Schnee aber so toll, das sie beinahe Bergab testen wollte, wie schnell ich mitmache. Ganz bestimmt nicht schnell. Ich hasse Bergabrennen. Der ganze Backsweg stand noch schlimmer zu als die Wölpke – da lag der Schnee „unterbodenhoch“ – so in Autohöhe gemessen. Bei Björt durch die Verwehungen auf der Straße teilweise bis Vorderfußwurzelgelenk. Sie hat nun mal nur kleine Stöpsel! Hinderte sie aber nicht daran, ab der Borstenbachbrücke bis hoch zur Borstenbachstraße mitten auf der tief verschneiten Straße einen Galopp einzulegen. Auf dem Feldweg Richtung Heimat wollte sie auch noch galoppieren, doch die Schneeverwehungen waren dort zu hoch. Sie ging von allein langsamer. Ich ließ ihr die Zügel, so das sie Weg und Geschwindigkeit bestimmen konnte. Teilweise waren die Verwehungen so hoch, das Björt rausspringen musste.
Daheim wieder Björt den Kopf mit Handtuch geschrubbelt, und sie zugedeckt – Svandis geholt und die 700 Meter zum Backsweg gelaufen und zurück – So hatte Svandis also auch Bewegung. Und Björt noch etwas zum Abkühlen.

Danach habe ich schon wieder die Garageneinfahrt frei geschaufelt. Lagen schon wieder 3 bis 4 cm Schnee drauf. Ich mag nicht mehr…. Kann ja kalt bleiben, aber bitte kein Neuschnee mehr.

Das heißt: hilf dir selbst – es hilft dir sonst bestimmt keiner.
Heut früh habe ich um 6.30 Uhr die Lichter vom Streu/Schiebewagen am Rütli blinken sehen. Hier war niemand.
Der Südweg ist komplett dicht. Wir haben keine Chance den frei zu bekommen.
Das kann ja heiter werden.