Mutters Kübelpflanze vor der Haustür nervt mich ein bißchen. Dieses Biest ist groß und hat eigentlich einen festen Stand. Gestern musste ich den Kübel ungefähr 8 Mal wieder aufrichten, heute auch schon wieder 3 Mal. Das Ding kann nicht mal ein bißchen Wind ab. 🙁
Heute Mittag als ich meinen Neffen von der Schule abgeholt habe, sah ich, das auch eine Weide an der Straße dem Wind nicht standgehalten hatte. Okay, der Baum hing schon sehr lange schief in einem anderen drin, doch nun hängen zumindest nicht mehr zwei Bäume schief über die Straße. Jetzt ist es nur noch einer 🙂 Der schon wurzellose schiefe Baum liegt zersägt daneben.

Nun sitzt der Junge am Tisch und macht Hausaufgaben. Danach gehen wir raus. Eine Runde Kinderreiten mit Björt und bißchen spielen

nein, eigentlich doofes Urlaubswetter Dienstag nur Regen in einer Tour. Zudem hatte ich mal wieder so richtig schön Kopfweh. Gut das ich für mich allein nicht unbedingt koche, es reichte schon ein Blick in den (fast leeren) Kühlschrank damit der Magen revoltierte. Natürlich nahm ich recht früh eine Migränetablette, lag relativ viel auf dem Sofa. Ab und zu zog ich mir die Regenjacke an, damit Askja raus konnte und ich mal nach de Pferden gesehen habe. Askja wollte aber in dem Regen und Sturm gar nicht richtig raus. Björt und Svandis blieben auch im Stall, wollten nicht auf den Paddock. So haben wir alle den total verregneten Dienstag rumgehangen.
Heute früh hörte ich auch noch den Regen an die Scheiben klatschen. Aber so gegen 9 Uhr war es trocken und ich ließ die Pferde für eine Stunde raus in die Wiese.
Die Physiotherapie scheint ein bißchen bei Svandis gewirkt zu haben. Sie geht hinten nicht mehr so breitbeinig und steht in sich auch gerader. Vorn tritt sie ohne Schuhe nicht gut zu. Zumindest nicht auf harten Untergrund. In der Wiese läuft sie ohne Schuhe, das geht dort recht gut. Am Nachmittag machten wir einen kleinen Spaziergang auf unserem Wiesenweg. Svandis war wegen der Nässe auch da ohne Schuhe unterwegs. Doch ihr schien es zu gefallen. Sie trabte von sich aus an, was Björt natürlich gefiel. So trabten die zwei munter Kopf an Kopf nebeneinander her, und ich konnte zusehen wie ich in dem hohen nassen Gras Schritt halten konnte. Puh….
Da es den ganzen Tag furchtbar geweht hat, und mein Kopf noch immer nicht so ganz ok war, habe ich auch wieder recht viel gelegen.

Urlaub ist was Feines – heute also noch immer frei – das ist so schön.
Morgens habe ich im Haus aufgeräumt und gesaugt, bei den Pferden wieder ordentlich sauber gemacht.
So toll Svandis gestern auch lief, heute war es wieder ganz übel. Sie wollte sich kaum bewegen und lief sich an der Hand auch nicht so ein wie sonst. Echt übel. Kein Vergleich zu gestern.
Dennoch habe ich sie am Nachmittag etwas abgewaschen. Schweif und Hinterhand waren ziemlich gelblich eingefäbt und verklebt. Das bekam ich nur mit putzen nicht ab. Die hätte am Abend niemand anpacken können. Selbst zum Hufemachen hätte ich sie abgewaschen.
Gegen 19 Uhr kam wie verabredet die Physiotherapeutin für Svandis. (www.pferdephysio.com)
Ich hab mich schnell bißchen wärmer angezogen und die alte Schlabberhose gegen eine Reithose getauscht. Dann sind Frau Stöhr und ich zu den Pferden runter. Björt fand Besuch total interessant. Svandis – nee, die merkte gleich das wir was von ihr wollten… Dennoch musste Svandis mit, und Frau Stöhr war ziemlich entsetzt wie Svandis zutritt. Sowohl vorne als auch hinten fand sie schlimm. Während sie sich mit Svandis anfreundete und schon mal Halswirbel und Wirbelsäule abtastete habe ich die Röntgenbilder der Hufe runtergeholt. Die von April… Hätte ich eigentlich schon längst der Tierärztin zurückbringen sollen/wollen, doch nun war es gut das die noch hier waren. Wieder die gleiche Reaktion wie von allen die die Röntgenbilder bisher angesehen haben : so schlimm wie die geht, das kann nicht von den Hufen kommen!
Frau Stöhr meinte, die Rückenwirbel stünden alle sehr eng zusammen, das ISG war total blockiert, die Wirbelsäule war schief nach rechts verhakt, die Hüftgelenke ließen sie zuerst kaum bewegen. Frau Stöhr lockerte, drückte und zog und Schob mit sanfter Gewalt teilweise. Zwei-drei-vier Mal musste ich auch Gegendruck auf der anderen Pferdeseite ausüben, oder Svandis vorn gerade halten. Madame guckt ja immer sehr gern, was da hinten gemacht wird.
Irgendwann machte es bei Svandis nach sanftem Druck/Stoß „knack“ und sie kaute sehr entspannt und da war der Rücken wieder etwas gerader und nicht so krampfig hochgezogen, auch in den Hüfhöckern hat es auf jeder Seite mal kurz angeknackt, danach stand Svandis wirklich gerader!
Probelauf mit Schuh und ohne Schuh. Ohne natürlich doof, mit ging Svandis besser, aber nicht so toll wie gestern.
Frau Stöhr meinte – das ISG und die Hüfte sei eine alte Geschichte – 2 Jahre kann hinkommen so wie sich das bei Svandis anfühlte. Der Rücken/Wirbelsäule sei bei Svandis auch sehr warm. Ebenso wie die Beine, aber starken Puls hat sie auch nicht fühlen können, also keine akute Rehe.
Zum Schluss meinte sie, ich solle Svandis doch auf jeden Fall den Rücken und das ISG röntgen lassen, und wenn möglich wegen der Lahmheit vorne „abspritzen“ lassen. Entweder sie spritzen in den Kronsaum und sie geht nicht mehr lahm – dann ist es wirklich die Hufrehe, oder sie spritzen weiter höher, dann eben dort untersuchen lassen.
Nun bin ich am überlegen, ob ich wirklich Svandis auf den Hänger packe und in eine Tierklinik fahre um zu Röntgen und die Lahmheitsuntersuchung so mit abspritzen und Co. machen lassen soll. Ich weiß nicht ob die Klinik in Röntorf die notwendigen Geräte hat. Die Klinik in Großmoor wurde empfohlen. Das wäre natürlich arg weit zu fahren… Aber die seien richtig gut.

Über Nacht habe ich Svandis erstmal ihre heißgeliebten Schuhe angelassen.
Mal sehen, wie sie sich die nächsten Tage so gibt.

Da für heute Nachmittag ziemlich schlechtes Wetter angesagt wurde, habe ich das Reiten auf den Vormittag verlegt. Björt hatte sich leider auf der Weide gewälzt und dabei wohl den ein oder anderen Maulwurfshügel plattgewalzt. Feuchte Erde bekam ich nicht gut ab. Nachdem der gröbste Dreck weg war, schnell gesattelt und losgeritten. Irgendwie war es sehr schwül-warm. Backsweg hoch fing Björt auch schnell an zu schwitzen. Sie bekommt jetzt schon wieder Winterfell. Wir sind zu Oma – ich wollte eigentlich gucken wie es ihr geht. Doch ich konnte Björt mal wieder nicht zum anhalten animieren. Sie sah nur den Waldeingang. Oma und Co. habe ich so durch die Fenster auch nicht entdecken können. Björt zog gleich weiter und sperrte sich total im Maul. Den Weg in den Wald hoch nahm sie incl. kleinem Sprung im Galopp. Dann hätten wir uns beinahe langgelegt, denn die Waldarbeiter haber definitv tiefe, hässliche und rutschige Matschspuren hinterlassen. Warum kann man wohl nicht mit Rückepferden arbeiten um den Wald zu schonen? Klar, zu teuer und zu langsam… Da tut es ja nicht zur Sache, das Naherholungsgebiete zerstört werden. Bestimmt werden die Wege auch noch ausgekoffert und mit Steinen aufgefüllt wie die anderen Reitwege. So das man nirgends mehr reiten kann. Wozu soll man dann noch die Reitabgabe zahlen, wenn einem das Reiten auf dem Wege vermiest wird?
Björt hat sich aber ganz gut benommen und ist trotz Matsch und Schlamm heil um die Ecken gekommen. Wir waren knapp eine Stunde unterwegs. Anschließend bin ich mit Svandis gelaufen, die wieder super zugetreten hat und kein Humpeln unterwegs gezeigt hat. Auch im Paddock bewegt sie sich noch immer mehr als vor dem Hufemachen. Bin sehr zufrieden mit ihr.

Gerade wurde mir Kuchen vorbei gebracht – hmm lecker. Muss aber noch auftauen. Kann ich morgen dann essen 🙂 Ich glaube, meine Tante wollte nur gucken, ob ich hier vor „Einsamkeit“ eingehe 😉

Vormittag habe ich sehnsüchtig auf Postboten und Bäcker gewartet. Bäcker kommt immer Samstagmittag und Postbote irgendwann dann mal. Wenn man schon mal was bestellt, kommt das natürlich immer zu falschen Zeit. So habe ich erst im Keller klar Schiff gemacht und ein paar Reitklamotten in die Waschmaschine gesteckt. Nebenbei ab und zu nach den Pferden geguckt.
Ich war gerade beim aufspülen, da kam der Hermesversandbote und brachte mein Päckchen mit dem bestellten Grünlippmuschelpräparat, was angeblich bei Gelenkbeschwerden und Arthrose und Lahmheiten beim Pferd helfen soll. Bin gleich freudig zu den Pferden mit ca 20 Gramm von den Pellets. Ja okay, das Zeug riecht schon nach Fisch – und sowohl Svandis (die sonst ja wirklich alles frisst) als auch Björt (die eher mäkelig ist) wollten das NICHT anpacken *nasuper* Es brachte auch nichts als ich es mit Hafer mischte und sogar noch etwas EM drüberkippte. Nein, sie wollten es nicht. 🙁 Mittlerweile war auch schon der Bäcker da gewesen. So konnte ich mich fertigmachen zum wegfahren. Askja gepackt und ins Auto… Den Hund habe ich dann bei Onkel und Tante auf dem Kappenberg abgeliefert und bin weiter nach Gräsebilde (Kreis Nienburg ca 45 Minuten Fahrzeit von hier) gefahren.
Dort war ein Islandpferde Hausturnier in einem Stall, wo meine Freundin ihr Pferd stehen hat. Als ich kam liefen gerade noch die Vorausscheidungen zum Dreigang. Danach kam die Endausscheidung „Simple Tölt“ wo Birthes Reitbeteiligung mit dem Isländer Arnold startete. Arnold wurde dritter! Morgens war er schon mit einer anderen Reiterin im Tölt für Einsteiger in der Jugendreiterklasse erster geworden. Dann kamen noch einige andere Endausscheidungen in verschiedenen Gangartenprüfungen und zum Schluss kam die Geschicklichkeit an die Reihe, wo dann Birthe mit Arnold startete. Die Hofchefin hatte sich wieder nette Sachen für die Geschicklichkeit ausgedacht. Zum Beispiel einen Zirkel reiten möglichst genau auf der vorgezeichneten Linie auf beiden Händen reiten. Zwei Kunststofftiere retten. Hinreiten und absteigen, die Tiere aufnehmen, aufsteigen und auf den kleinen Hügel reiten. Dort absteigen und zum Schluß die Tiere absetzen. Ich wäre mit Björt sofort disqualifiziert worden – Aufsteigen mit was in der Hand – das geht gar nicht!! Nett war auch Rückwärts an einen Ball heranreiten und mit der Hinterhand den Ball wegschießen. Wollten viele Pferde auch nicht. Und zum Schluß noch im Trab oder Tölt um die Ovalbahn reiten und dabei den Namen des Vulkans aufschreiben, der auf Island ausgebrochen war. Also Eyjafallajökull schreiben, während man auch noch reiten soll, ist schon mies.
Da bei der letzten Prügung nur noch 3 Starter dabei waren, gewann diejenige die als einzige den Namen richtig geschrieben hatte, 2te wurde die mit den meisten richtigen Buchstaben…
Als die Prüfung beendet war, war es auch schon 20 Uhr und ich machte mich wieder auf den Heimweg. Musste noch unterwegs Tanken, noch Einkaufen da der Kühlschrank leer war und Askja wieder abholen. Björt und Svandis warteten auch schon auf ihr Futter. Und weil es tagsüber nur Heu aus den Heunetzen gegeben hatte, fraßen sie abends wiederwillig und sehr langsam doch den Hafer mit den Grünlippmuscheln 🙂
Bis die Tiere versorgt waren und ich wieder im Haus, war es auch schon 22 Uhr… Ein schöner Tag!