Hausturnier-Besuch

Vormittag habe ich sehnsüchtig auf Postboten und Bäcker gewartet. Bäcker kommt immer Samstagmittag und Postbote irgendwann dann mal. Wenn man schon mal was bestellt, kommt das natürlich immer zu falschen Zeit. So habe ich erst im Keller klar Schiff gemacht und ein paar Reitklamotten in die Waschmaschine gesteckt. Nebenbei ab und zu nach den Pferden geguckt.
Ich war gerade beim aufspülen, da kam der Hermesversandbote und brachte mein Päckchen mit dem bestellten Grünlippmuschelpräparat, was angeblich bei Gelenkbeschwerden und Arthrose und Lahmheiten beim Pferd helfen soll. Bin gleich freudig zu den Pferden mit ca 20 Gramm von den Pellets. Ja okay, das Zeug riecht schon nach Fisch – und sowohl Svandis (die sonst ja wirklich alles frisst) als auch Björt (die eher mäkelig ist) wollten das NICHT anpacken *nasuper* Es brachte auch nichts als ich es mit Hafer mischte und sogar noch etwas EM drüberkippte. Nein, sie wollten es nicht. 🙁 Mittlerweile war auch schon der Bäcker da gewesen. So konnte ich mich fertigmachen zum wegfahren. Askja gepackt und ins Auto… Den Hund habe ich dann bei Onkel und Tante auf dem Kappenberg abgeliefert und bin weiter nach Gräsebilde (Kreis Nienburg ca 45 Minuten Fahrzeit von hier) gefahren.
Dort war ein Islandpferde Hausturnier in einem Stall, wo meine Freundin ihr Pferd stehen hat. Als ich kam liefen gerade noch die Vorausscheidungen zum Dreigang. Danach kam die Endausscheidung „Simple Tölt“ wo Birthes Reitbeteiligung mit dem Isländer Arnold startete. Arnold wurde dritter! Morgens war er schon mit einer anderen Reiterin im Tölt für Einsteiger in der Jugendreiterklasse erster geworden. Dann kamen noch einige andere Endausscheidungen in verschiedenen Gangartenprüfungen und zum Schluss kam die Geschicklichkeit an die Reihe, wo dann Birthe mit Arnold startete. Die Hofchefin hatte sich wieder nette Sachen für die Geschicklichkeit ausgedacht. Zum Beispiel einen Zirkel reiten möglichst genau auf der vorgezeichneten Linie auf beiden Händen reiten. Zwei Kunststofftiere retten. Hinreiten und absteigen, die Tiere aufnehmen, aufsteigen und auf den kleinen Hügel reiten. Dort absteigen und zum Schluß die Tiere absetzen. Ich wäre mit Björt sofort disqualifiziert worden – Aufsteigen mit was in der Hand – das geht gar nicht!! Nett war auch Rückwärts an einen Ball heranreiten und mit der Hinterhand den Ball wegschießen. Wollten viele Pferde auch nicht. Und zum Schluß noch im Trab oder Tölt um die Ovalbahn reiten und dabei den Namen des Vulkans aufschreiben, der auf Island ausgebrochen war. Also Eyjafallajökull schreiben, während man auch noch reiten soll, ist schon mies.
Da bei der letzten Prügung nur noch 3 Starter dabei waren, gewann diejenige die als einzige den Namen richtig geschrieben hatte, 2te wurde die mit den meisten richtigen Buchstaben…
Als die Prüfung beendet war, war es auch schon 20 Uhr und ich machte mich wieder auf den Heimweg. Musste noch unterwegs Tanken, noch Einkaufen da der Kühlschrank leer war und Askja wieder abholen. Björt und Svandis warteten auch schon auf ihr Futter. Und weil es tagsüber nur Heu aus den Heunetzen gegeben hatte, fraßen sie abends wiederwillig und sehr langsam doch den Hafer mit den Grünlippmuscheln 🙂
Bis die Tiere versorgt waren und ich wieder im Haus, war es auch schon 22 Uhr… Ein schöner Tag!

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