Gestern hatte ich ja noch fix beim Hufschmied angerufen und der war heute früh wieder super pünktlich. Bereits 8.45 Uhr war er da – ich wollte gerade Svandis sauber schrubbeln. Musste es halt mit nem dreckigen Pferd gehen.
Svandis ging schon bißchen klamm, aber besser als die Tage vorher mit Eisen. Da muss wirklich irgendwas gedrückt haben. Pulsation war nicht so zu fühlen, der Schmied meinte auch es sei vom Puls und von der Wärme alles okay – sie geht halt fühlig. Da mein Laptop gestreikt hat und die Verbindung zum „großen“ PC nicht aufbaubar war, gab es keine Röntgenbilder draußen. Hätte ich vorher im Haus laden müssen und dann draußen angucken, so war es nicht möglich. Für das nächste Mal weiß ich das aber.
Sohle und Trachten hat der Schmied stehen lassen, Zehen eingekürzt und den Huf wieder gerade gerichtet. Es war ihm auch sofort aufgefallen, das die Hufe plötzlich total breit und Zehen nach innen wachsen. Das sei nicht richtig – also war mein Gefühl da auch korrekt. 30 Minunten hat ess gedauert, da hatte Svandis wieder 4 schicke Hufe.
Gegen fühlig gehen hat sie nun zunächst wieder die Therapieschuhe an, wobei ich ihr die Nachts wegnehmen werde. Hufschmied und Tierärztin meinen auch, versuchen sie immer mehr ans barfußgehen heran zu führen. Wenn sie in 3-4 Wochen zum nächsten Nachbearbeiten noch fühlig geht, denken wir über Klebebeschlag oder sowas nach. Die Hufe haben das mit den Nägeln nicht gut verkraftet. Da brichts nur beim angucken und um die Nagellöcher ist gleich wieder Bluteinschuß entstanden. Nageln ist bei Svandis also suboptimal.

Heute Nachmittag bin ich zuerst mit Björt die Hausrunde geritten. Die ist zur Zeit echt entspannt und es macht Spaß mit ihr zu gehen. Der Shetty-Hengst war fast über den Zaun, als wir da lang sind – vor uns war jemand mit nem Bernhardiner da lang spaziert, vielleicht dachte Shetty, das ist auch ein Pony. Björt gab dort dann ordentlich Gas – so das ich nicht mitbekommen habe, ob Hengstchen es über/durch den maroden halb am Boden liegenden Zaun geschafft hat.
Wieder daheim, Svandis aus dem Stall geholt. Mein Neffe stieg auf Björt (ich auf Svandis) und meine Mutter führte zunächst Björt und Tim. Askja lief frei mit. Ab der Hälfte vom Südweg fing Svandis aber sehr an, das sie vorn rechts nicht klar ging. Abgestiegen und weiter geführt. Da meine Mutter Probleme mit Björt bekam, wechselten wir. Ich Björt und Askja – meine Mutter Svandis. Ohne Belastung von oben lief Svandis sich prima ein (mit Therapieschuh – ist klar!) Ging die halbe Stunde gut und flott mit. Sind zum Rütli hoch und da den Berg wieder runter. Tim wollte eine große Runde reiten 🙂

Tja, und dann habe ich bereits um 17 Uhr die Pferde gefüttert, mich geduscht und so weiter – um 18 Uhr war ich bei Claudia – um 19 Uhr fing Kino an.

Für heute hatte ich um 10 Uhr einen Kontrolltermin in der Klinik Röntorf mit Svandis. Irgendwie kam es mir so vor, das Svandis seit ein paar Tagen nicht so wirklich klar zutrat. Je mehr Bewegung desto besser, aber vorher war anders.
Heute früh also Pony versucht zu säubern – die Betonung muss auf Versucht liegen, da sie draußen im Matsch geschlafen hatte. 🙁
Auto und Hänger fertig gemacht, Pony verladen und losgefahren. Alleine – Björt habe ich daheim gelassen. So war es für mich und Svandis recht Stressfrei.
Die Tierärztin guckte, tastete, Schritt gehen, traben – Schulterzucken – Das Scheckpony ging dort aber auch wirklich besser als hier daheim… Okay, vorn rechts der Puls ist fühlbar, wird er wegen der Hufbeinsenkung und der rehebedingten erweiterten Venen auch immer sein. Hat sie extra nochmal erklärt. Der Huf sei nicht warm und nichts – … Nochmal vortraben und ganz enge Wendungen… Ja da sah man etwas. Ein bißchen. Es wurde sich über die Platte unter dem Eisen gewundert. Ja Hallo???? Das war „euer Schmied“ der hat das so drangefrimmelt. So konnte man wegen Hufgeschwür tasten oder Druckempfindlichkeit prüfen nur die Eisen abnehmen, was die Tierärztin kurzerhand gemacht hat. Svandis ging sofort noch ein bißchen besser! Schritt ging sie klar, Trab ganz leicht „getickt“. Bei Druck mit der Hufzange reagierte Svandis eher zur Strahlspitze – also nirgends wo üblicherweise Hufgeschwüre sitzen.
Tierarztmeinung:
Hufeisen zunächst ablassen! Hufschmied soll schön rund machen, wenig verändern, Trachten gut hoch lassen. Wenn sie dann noch fühliger geht, evtl doch Beschlag oder Klebebeschlag.
Viel viel Bewegung, auch reiten. Das bißchen Ticken ist nicht schlimm! Zum Reiten ruhig meine Hufschuhe nehmen. Damit nicht zu viel abgelaufen wird.
Medikamente gabs nicht. Soll auch erstmal nicht, es sei denn der Puls wird stärker und die Hufe viel viel wärmer.
Also – alles gut und ich soll mir keine großen Sorgen machen. 2 Jahre schlecht gehen, die muss sich jetzt erst auf „normal“ einstellen.

Den Hufschmied hab ich auch schon angerufen, der kommt morgenfrüh um 9 Uhr.

Seit Donnerstag pustete der Wind ziemlich um uns herum.
Am Donnerstag habe ich mit Björt noch einen kleinen Ausritt gemacht, da zog der Wind schon sehr unschön an der Jacke und den Haare. Sowohl Pony als auch ich hatten sehr viel Wind in den Mähnen. War ein netter kleiner Ausritt.
Mit Svandis bin ich dann noch 10 Minuten gelaufen. Und kaum das wir wieder im Stall waren, kam zum starken Wind noch starker Regen dazu. Das hat die Nacht ganz schön ums Haus gepustet.
Freitag merkte ich abends schon, das es zum Wochenende wieder ziemlich böse Kopfweh gibt. Habe überall geguckt, wo ich schon mal Medikamente „versteckt“ haben könnte, doch meine Vorräte waren wirklich aufgebraucht.
Samstag früh war das leichte Ziehen zu einem starken stehenden Schmerz geworden. Bin losgefahren um Medikamente zu besorgen – und dann lag ich bis Mittag im dunklen Zimmer. Danach ging es einigermaßen.
Abends haben die Ponys und ich wieder einen kleinen Spaziergang im starken Wind unternommen.
Heute ging es dem Kopf wieder etwas besser. Am Nachmittag sind wir zum Reitplatz gefahren. Losgefahren sind wir im trockenen, als wir ankamen war es am misseln, und als ich mit Björt geritten bin, da regnete es dann richtig. Aber zumindest war der Wind nicht so am pusten.
Mein Vater scheuchte Svandis ein bißchen, ab und zu verfolgte Svandis auch Björt und mich. Da der Regen nicht aufhören wollte, kam Svandis nur noch kurz an die Longe und dann sind wir wieder heim.
War ganz gut – trotz Regen und Kopfweh.

… ach was war das früher schön. Der große Bruder ist mit seiner kleinen Schwester und noch 2-3 Nachbarskindern durch die „Nachbarschaft“ hier oben gelaufen und wir haben uns Süßkram ersungen. Hier „draußen“ bei uns scheint dieser Brauch in Vergessenheit geraten zu sein. Zum einen sind hier kaum noch Kinder in der Nachbarschaft, zum anderen gehen die scheinbar nicht gern spazieren. Noch dazu wenn es nass ist. Okay – so werde ich wohl die besorgten Vorräte im Laufe der Zeit vernichten müssen 😉

Gestern beim Ponyspaziergang sind wir immerhin trocken geblieben. Heute bin ich mit Svandis nur auf dem Hof hin und her und wir haben etwas Verfolgen gespielt. Hat gut geklappt. Enge Wendungen sind noch nicht so gut, aber sie war eifrig dabei und hatte offensichtlich Spaß an dem was ich von ihr wollte. Nach 10 Minuten waren wir beide ziemlich nass. Mit Björt habe ich nichts gemacht – die lief im Paddock umher und verschaffte sich selbst Bewegung. Nachdem Svandis ihre Bewegung hatte, bekamen beide Pferde noch ihre abendliche Massage und dann war Feierabend. Jetzt ist bei mir aufwärmen mit Kuscheldecke und Wärmflasche angesagt.

gab es heute für mich, ganz viel frische Luft.
Eigentlich wollte ich heute Nachmittag zum Reitplatz, da aber schon wieder Regen für Nachmittags im Internet stand, habe ich kurzfristig umgeplant. Um 11 Uhr habe ich mir Björt geschnappt und bin mir ihr hoch in den Wald. Heute mal ganz artig durch Oberbecksen geritten und dort am alten Förster in den ausgewiesenen Reitwald. Als Björt spitz bekam, wo ich hin wollte – fing sie mal wieder auf der Straße an schneller zu werden, und gleich am Beginn des Reitweges hat sie sich durch einen nicht so netten Bocksprung ihren Galopp erkämpft. Im Schlamm liegen wollte ich nicht, darum durfte Björt da durch rasen. Auf Kämpfen hatte ich keine Lust. Wie üblich da oben im Wald, unangeleinte „gut erzogene“ Hunde, die „nix tun“ usw. Björt hatte nur schnell, schnell, schnell im Kopf. Wegen dem Schlamm hatte ich ihr keine Hufschuhe angezogen. Das halten die Theo Boots nicht so aus, bzw. rutschen dann oft runter. Und mit einmal Schlamm am Huf, hält der Schuh irgendwie nicht mehr. Aber Björt lief auch ohne Schuhe munter und taktklar voran. Keine Anzeichen von Fühligkeit oder so. Björt hat sich heute mal wieder richtig ausgetobt. Aber soll sie. Muss auch mal sein.

Nachdem Björt heute früh im Wald reichlich Tempo gemacht hat, war die Abschwitzdecke recht bald „durch“ – Pony aber einigermaßen trocken. Svandis war auch abgetrocknet (Regen/Matsch) so das ich sie ausbürsten konnte.
Nur schnell das Sidepull anezogen und die schöne lange Gerte genommen, vom Hocker auf das ungesattelte Pony gerutscht und losgeritten. Bis zum Backsweg hat sie kaum gemuckt! Ging total schön dahin. Dort bin ich abgestiegen und dann mit Svandis den Backsweg runter gelaufen, an der Straße lang bis zur Autobahnbrücke „Loher Busch“, dort ins Wäldchen runter. Der Shettyhengst war sehr sehr aufgeregt und Svandis bekam auch gleich wieder einen Kragen, aber Hengst blieb in seinem Matschloch und Svandis ging lieb mit mir weiter. Waren knapp 35 Minuten unterwegs. Björt ist geritten ca 10 Minuten schneller… Aber Svandis und ich sind nun mal nicht wirklich im Training – doch wir werden sicher auch noch schneller… und bald reite ich das Ponymädel hoffentlich auch wieder die ganze Runde und noch viel länger.
Daheim sofort nach dem Reiten und auch jetzt beim Füttern wieder Fußkontrolle: Keine warmen Fesseln, keine warmen Kronränder – Pulsation ok! Nichts auffälliges bei Svandis. Ich bin begeistert