Das es getaut hat, und noch etwas warm ist/bleibt musste ich gleich nutzen um einen Termin beim Hufschmied zu machen. Bei Svandis war es sehr notwendig.
So bin ich Dienstag um kurz nach 13 Uhr aus dem Büro verschwunden. Fix heim und schnell etwas gegessen. Dann raus, die Pferde sauber machen. Björt ging ja, aber Svandis? Ich habe das Ferkel mit Foxfire von oben bis unten eingesprüht, danach kam ich wenigstens etwas durch und irgendwann war der Eimer recht bald voll Haare.

Svandis ging auch ohne Hufschuh ganz gut mit mir mit hoch zum Hof. Dort habe ich die ausgebrochenen Nagelstellen und den großen Riss mit meinem letzten Rest Wasserstoffperoxyd sauber gemacht. Reichte nicht ganz, also wurde noch etwas reiner Alkohol zur Hilfe genommen.
Kaum waren die Hufe sauber und die Ponys korrekt auf ihr Plätze gestellt, kam der Schmied schon angefahren. Bei Björt war ja keine Großbaustelle – nur die Hufe seit Oktober nicht mehr gemacht. Wie immer bißchen Schief abgelaufen. War schnell wieder gerade. Probelaufen – alles prima.
Bei Svandis war einiges mehr, durch das Ausgebrochene und durch die Fehlstellung die durch die 5 Wochen Hufeisen zustande kam. Zum Glück aber keine doppelte Sohle, wie wir es schon mal hatten. Das tote Horn der Zehenspitze, was Thomas auch schon immer gut und weit weggeflext hat, ist fast rausgewachsen, aber eben auch nur fast. Danach kommt sehr schönes Horn runter – aber man sieht wieder deutlich eine Rille – wir schätzen, das ist der Oktober, als sie das Spray in der Klinik bekam. Die Hufe nahmen bald wieder Formen an. In 4-5 Wochen müssen wir aber nacharbeiten – die Stellung gefiel Herrn M. (und mir) noch nicht so ganz. Die Hufeisen waren wirklich nicht poitiv für die Hufe. Der Schmied meinte auch, nie wieder Nägel in den Huf! Wenn Hufschutz dann geklebt, oder Schuhe. Und drauf achten, das wir die Zehenrichtung wieder gerade bekommen. Der genagelte Beschlag hat die Zehen völlig nach innen gerichtet.
Auch Svandis Probelaufen – ohne Schuhe bißchen fühlig, aber nicht so gruslig wie im November. Dagegen ist es viel besser. Kaum hatte sie wieder ihre weichen Schuhe an, lief sie umher als wenn nichts ist. Herr M. musste auch grinsen und fand das sehr interessant. Meinte aber auch, ich soll sie häufiger ohne Schuhe lassen, damit sie Gewöhnung bekommt.
Puls und Hufwärme war vor und nach dem Hufemachen ok. Nichts auffälliges!!
Gestern den ganze Tag durfte Svandis mit ihren weichen Schuhen laufen – leider waren die Abends vom Regen so durchnässt, das ich sie ihr weg nahm. Heute bewegte sie sich daher etwas langsamer und vorsichtiger, doch sie geht auch umher. Und Wärme und Hufpuls sind noch immer völlig ok.

Ich find Tauwetter toll – von mir aus auch mit Regen und Wind (so wie heute) – hauptsache das weiße Zeug ist bald weg. Etwas grün sehen wir schon, es liegen nur noch die hohen zusammengeschobenen Schneeberge auf dem Hof.
Heute früh kamen endlich die letzten Fliesen ins Bad. Es gab im Dezember wegen dem Wetter ja einen unendlich erscheinenden „Baustop“. Die Fliesen müssen nun nur noch verfugt werden. Dann Tapeten ankleben und mit Seidenlatex (Farbe für Feuchträume) überpinseln. Tja… mal gucken wie und wann es weiter geht.

Nachdem ich am Nachmittag Staub und Fliesenreste beseitigt hatte, bin ich zu den Pferden raus. Habe dort den Paddock von Winterresten gereinigt. Björt und Svandis haben eifrig „geholfen“ – aber immerhin die Schubkarre mal nicht umgeworfen. DAS war dann schon eine Hilfe! Nachdem der Paddock sauber war, und die Heunetze wieder aufgefüllt und Wasser in den Tränkebottichen, wurden die Pferde geputzt. Mit Björt bin ich eine kleine schnelle Runde gegangen. Nur Straße lang, knapp 2 km – Björt war ziemlich fix unterwegs. Ich denke nicht, das es 20 Minuten gedauert hat.
Svandis stand schon in den Startlöchern und „sprang“ fast ins Sidepull als ich sie holen wollte. Ihre Schuhe hatte ich ihr schon beim Putzen angezogen, das es dann schneller geht. Wieder vom Hocker aufgestiegen – Svandis legte erst den Rückwärtsgang ein, entschloss sich dann aber doch zu einem Start nach vorn. Südweg hoch ist sie fast getrabt – soll sie doch noch gar nicht. Sind wieder nur die 600 m zum Backsweg und haben dort gedreht und wieder heim. Die Strecke macht sie schon echt toll und geht gut. Wird Zeit das das Wetter wieder Reitplatztauglich wird !

Das neue Jahr begann kalt und ungemütlich. Nachdem es bereits am Neujahrstag etwas getaut hatte, wurde es gleich wieder „schlechter“. So bin ich Sonntag nicht geritten, sondern die Pferde wieder nur auf der verschneiten Wiese gescheucht. Da mein Urlaub wieder zuende war, hatte ich immer nur morgens und Abends beim Füttern Zeit für die Pferde. Zum Reiten oder Spazierengehen war es mir abends bereits zu dunkel, zu rutschig und zu kalt.
Und in der vergangenen Nacht kam der Regen – wurde zu Eis und hat heute früh für eine Menge „Spaß“ gesorgt.
Um zu den Pferden zu gelangen, habe ich mir ein paar Stoff-Fetzen um die Schuhe gebunden. So rutschte ich wenigstens nicht die 15 Meter Rasengittersteine runter. ging einigermaßen gut. Der Arbeitsweg begann mit zaghaftem Testen „ist die Garageneinfahrt wohl glatt“??? Dort konnte ich gut gehen, habe also nicht abgestreut. Die Hälfte vom Südweg schaffte mein Auto ohne zu Rutschen. Dann kam das Eis. Wurde etwas heikler die letzten 100 Meter – doch ich bin hochgekommen, ohne Probleme. „Witzig“ wurde es in der Wölpke – die 700 Meter vom Südweg bis zur Amselschänke waren eine einzige Eisbahn mit einer ziemlich dicken Eisschicht. Mein Bruder hat das ganze mal fotografiert: Dickes Eis

Ich rutschte dort mit ziemlich wackeligen Knien runter. Hoffte das mir niemand entgegen kommt. Das Auto hat sich irgendwie einen eigenen Weg gesucht, blieb aber zum Glück auf dem vereisten Asphalt. Einen nochmaligen Ausflug in die Botanik möchte ich gar nicht erleben. Ab dem Borweg konnte man auch recht normal fahren. Allerdings gibt es nette Mitmenschen, die nicht viel von „Abstand halten“ halten. Ich kam zum Glück unfallfrei und pünktlich zur Arbeit 🙂
Der Heimweg am Abend war absolut kein Problem. Die Straßen waren nicht mehr glatt und auch die Eisschickt in der Wölpke war weggetaut. Hoffentlich ist das morgen früh auch nicht vereist.

Das alte Jahr ist rum – nun liegt wieder ein Neues vor uns.
2010 verabschiedete sich bei uns mit Glatteis und Regen. So blieb ich daheim. Fuhr weder nach Göttingen zu meinen Freunden, noch zu meiner Freundin „unten in Rehme“. Selbst die 6 km wollte ich bei Glatteis nur ungern fahren.
So verbrachte ich den Silvesterabend mit meinen Eltern und einer guten Flasche Wein vor TV und PC. Gescannte Dias etwas am PC sortieren und natürlich die 30 Jahre alten Bilder anschauen. War schon nett. Kurz vor Mitternacht sind mein Vater und ich raus gegangen. Ich bin zu den Pferden… Björt war etwas unruhig und lief (langsam) im Paddock umher. Svandis stand wie immer sehr ruhig im Paddock und sah sich den bunten Nachthimmel an. Was beiden Pferden nicht so gefiel war dieses elende Geböller und die „Kreischer“… Diesmal war sehr viel los in der Gegend hier oben. Wohl alle daheim geblieben wegen dem Wetter und dann ihre Vorräte verballert. Bis 0.30 Uhr blieb ich bei den Pferden, dann wurde es etwas ruhiger. Vom Wohnzimmerfenster aus beobachtete ich die Damen aber noch bis ca 1 Uhr. Vereinzelt hörte man noch bis ca 2-3 Uhr einige Böller. Ich finde Feuerwerk und Kracher an Silvester sehr überflüssig.

Neujahr und es taut!!! Wie schön! Das habe ich doch gleich mal ausgenutzt und die Pferde ordentlich gesäubert. Svandis fängt schon an zu haaren.
Mit Björt bin ich dann die normale, kleine 30 Minutenrunde geritten. Sie sollte sich eigentlich nicht aufregen, doch naja… 🙂 Sie ging die Hälfte der Runde entspannt am langen Zügel. Doch als sie die scheinbar unendlichen weißen Weiten des Niederfeld sah – da musste sie ihren Dickkopf durchsetzen und doch durch den angetauten, pappigen Schnee. Galoppierte da hoch und hatte sichtlich Spaß dabei. Im Wäldchen (Loher Busch) durfte Björt auch nochmal einen kurzen 200 Meter Galopp einlegen. Das ging aber viel besser, da dort kein pappiger Tiefschnee, sondern nur flacher, pappiger Schnee war. Feldweg und Straße lang zurück nach Hause ging sie nach ihrem Austoben wieder ganz entspannt am langen Zügel.
Dann war Svandis dran. Die hat ja seit Anfang Dezember keine Schuhe mehr angehabt und trat auf dem Schnee im Paddock und auf der tief verschneiten Wiese (beim abendlichen rumtoben) ziemlich gut zu. Heute hat sie aber die weichen Therapieschuhe anbekommen vorn, kurzer Probelauf auf dem Hof. Sah prima aus vom zutreten her. Vom Hocker aus aufgestiegen. Ja – 139,5 cm sind zu hoch. 😉 Hatte keinen Sattel, Svandis reite ich derzeit lieber ohne Sattel. Südweg hoch bis zum Backsweg die 600 Meter und wieder zurück den gleichen Weg. Wir sind noch immer beim langsam anfangen mit der Belastung, da Svandis wegen dem Wetter nun ja schon wieder 3-4 Wochen „reitfrei“ hatte. Wenn sie erstmal geht und ihren Rhythmus gefunden hat, geht sie sogar recht flott. Macht Spaß sie wieder so zu sehen. Hoffe, das es noch ein bíßchen besser wird im Laufe der Zeit und des Muskelaufbaus. So wie es jetzt ist, ist es aber schon um Klassen besser als es noch bis September 2010 war. Da hat ja wirklich niemand mehr mit reitbar gerechnet. Vielleicht mit (fast) schmerzfrei, aber nicht so wie jetzt.

Für mich war es jedenfalls ein toller Start ins Jahr 2011

Nach fast 24 Stunden am Ladegerät hat sich die Autobatterie erholt und der Yeti schnurrt wieder.
Probefahrt – alles fein.
Ob ich mir trotzdem besser eine neue Batterie zulege???
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Winter ist hier auch immer noch. Der Südweg ist irgendwie nur durch die hohen Schneemauern vom Acker zu unterscheiden.