Die ganze Woche kaum Zeit für die Pferde gehabt. Pfingstmontag elende Kopfweh, so das ich viel gelegen habe. Mit Björt war ich nur 30 Minuten unterwegs, und mit Svandis ca 15 Minunten. Die restlichen Wochentage hatten die Pferde viel Freizeit
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Freitag musste ich zwar bis 17 Uhr arbeiten, doch der Neffe wollte mit einem Freund zum reiten kommen. Kurz vor 18 Uhr wurden die zwei jungen Cowboys von meiner Schwägerin gebracht. Schnell die Pferde übergeputzt und gesattelt. Der Neffe wollte natürlich „seine“ Björt reiten, und sein Freund nahm auf Svandis Platz. Geführt von meiner Schwägerin übte Tim schon ein bißchen Lenken und Halten mit Björt. Svandis benahm sich mit Tims Freund auf dem Rücken auch sehr gut – und was für mich noch viel schöner war, sie ging flott und munter die 30 Minuten Hausrunde mit. Bergab etwas langsamer und bergauf schnaufte sie schon ein wenig, doch das ist aufgrund der mangelnden Kondition und der wenigen Muskeln klar. Der kleine Spaziergang hat jedoch gezeigt, es war Svandis nicht zu viel. Der Puls am Bein völlig ok und nach 5 Minuten kaum noch tastbar. Darauf kann man aufbauen! Prima!!

Heute Sturm und Regenschauer. Morgens bei Großewinkelmann nach neuen Gartenzaunelementen geschaut und sehr nett beraten worden. Und am Nachmittag in einer Regenpause den Pferden etwas Weide abgesteckt und grasen lassen. In der Zeit den Pferdestall gesäubert. Viel mehr wird es heute auch nicht werden, denke ich. Durch die Kopfweh ist mir furchtbar schwindelig, und der Magen rebelliert auch 🙁

Nachdem die Woche mit reichlich Arbeit ausgefüllt war (Heu umpacken, die letzten Hänger Heu abladen, Hänger und Heupresse sauber machen, Wiese von liegengebliebenem Heu befreien, im Garten mit Vater etwas umbuddeln) und ich nur Dienstag, Donnerstag und Samstag je kleine Runden mit Björt geritten bin und mit Svandis auch so 10 Minuten, wollte ich gestern mal wieder etwas länger weg.
So habe ich mir am frühen Nachmittag Björt geschnappt und bin in den Oberbecksener Wald. Es war schön leer – keine Spaziergänger, nichts. Richtung Reitweg runter – na toll – da hat so ein Schreibtischtäter bei der Stadt oder im Forstamt wohl noch ein paar LKW mit Schotter gefunden. Einfach mal drauf auf den Reitweg „kann man klasse drauf reiten“, auf losem Schotter. Nichts festgefahren – einfach hingeschmissen. Nein – Björt musste sich natürlich nicht die Hufe zerstören. Bin ich eben einen anderen Weg gegangen. Dieser wird momentan von allen Reitern und Spaziergängern genutzt, weil eben der Reitweg total unbereitbar/unbegehbar ist. Selbst für Hunde und Spaziergänger ist der wieder neu geschotterte Weg eine Zumutung. Björt war klasse drauf und lief flott über den schönen naturbelassenen Waldweg. Um die Kurven, über Bäume klettern – prima. Natürlich durfte sie auch galoppieren. Tölt war auch teilweise okay – obwohl gestern auch Trab kam, das war nicht so bequem. Da Björt wieder schneller war als gedacht, sind wir noch ein paar Schleifchen im Wald geritten und dann wieder Richtung Heimat. Aber nicht die Wölpke entlang, sondern den Habichtsweg runter und am Borstenbach zurück. Auch für die Fuchsgrund waren noch ein paar LKW mit Schotter über. Letztes Jahr schwimmt der Weg an den Schafweiden weg und wird Metertief ausgespült – nun ist mittlerweile alles Meterhoch mit Schotter übergekippt. Aber natürlich nicht verdichtet oder so – nein, das kippt man da einfach hin. „Irgendwer“ wird es schon festfahren. Schreibtischtäter – Nachdenken unerwünscht…
Björt hatte nicht mal mehr Lust auf dem Feldweg nach Hause zu galoppieren – sie hatte genug getan.
Mit Svandis bin ich dann auch sofort los. Südweg hoch hat sie mich fein getragen. Auf der Wiese gegenüber vom Südweg stehen derzeit zwei Pferde. Die wieherten mein Pferd sehr freundlich an, und Svandis blubberte zurück – wollte aber keinen Schritt weiter gehen. Stehenbleiben und Pferdeunterhaltung ist zwar schön, aber nicht so gewollt. Hab ein bißchen Druck gegeben, wollte ja weiter – doch Svandis reagierte mit Verspannung und deutete ein Bocken an. Ich saß natürlich wieder ohne Sattel auf dem Pferd… Hmm – bin ich eben abgestiegen und die kleine Runde mit ihr gelaufen, die ich eigentlich (halb) reiten wollte. Am Feldweg wäre ich sowieso abgestiegen, da sie auf unebenem Boden (noch) nicht so toll geht. Die Balance und Kondition fehlt einfach noch. Aber sonst geht sie schon toll.

Tja, unsere kleine Askja (manche behaupten sie heißt Tiffy) ist nun schon 11 Jahre alt. Vor ein paar Wochen habe ich das erste Mal für sie Seniorfutter gekauft. Askja sah mich ziemlich verständnislos an und war von der Futterumstellung nicht sonderlich begeistert. Mittlerweile mag sie aber auch ihren Seniorenteller.
Heute war es dann soweit, das sie „nüchtern“ beim Zahnarzt sein musste. Ich dachte ja so in meinem jugendlichen Leichtsinn, das das fix geht und wir das eben mal abends machen könnten. Aber da sie letzte Woche den Tierarzt nicht wirklich in ihr Maul gucken lassen wollte, ging es nur mit Vollnarkose. Heute früh um 8.30 Uhr also Askja beim Tierarzt abgegeben und um 10 Uhr kam der Anruf, das sie schon fertig und wach ist – „die will nur noch nach Hause“. Klar darf sie. Die Zähne sind wieder schön sauber, der Zahnstein ist weg. Leider musste auch ein Backenzahn gezogen werden, der hatte zu tief Karies. Der Zahn der mir am meisten Sorgen gemacht hatte – ganz hinten rechts – ist wunderbar in Ordnung. Warum der Kiefer dort eine Beule nach außen hat, ist nicht ersichtlich. Das Röntgenbild völlig unauffällig. Langsam kehren nun auch Askjas Lebensgeister zurück. Sie hat aber auch von 11 bis jetzt durchgeschlafen 🙂

Heute früh um 8.15 Uhr war der Hufschmied da. Die Tierärztin hatte gesagt, das ich zum Huftermin ruhig Equipalazone besorgen sollte – vorsorglich- doch heute früh habe ich Svandis noch nichts davon gegeben. Also vorlaufen (ohne Medikamente intus) unser Hufschmied fand das auch sehr gut, was Svandis da zeigte. Da genug Hufhorn nachgewachsen war, und ich lieber noch mal 5-6 Wochen ruhigstellen will – also wenig Hufbewegung – haben wir nochmal die Reheeisen drunter genagelt. Die Klebeschuhe hatte ich auch noch nicht vorbereitet. Durch das Heu kam ich noch nicht dazu die Klebe“eisen“ fertig zu machen. Egal, wieder Polster unter die Eisen und genagelt- Vorlaufen – klasse!! Dann die Hinterhufe ausgeschnitten und rund gemacht. Die Hinterhufe bleiben weiterhin barfuß und vorn soll auch so schnell wie möglich wieder auf barfuß umgestellt werden. Nachdem die Hufe von Svandis okay waren und sie gut lief, wurde bei Björt ein bißchen Kosmetik an den Hufen gemacht. Auch sie lief fein danach.
Als der Schmied weg war, bekam Svandis als Profilaxe ein halbes Päckchen Equipalazone. Dann Maulkorb drauf und von 9.30 Uhr bis 11.30 Uhr durften Björt und Svandis auf die Wiese. Und Abends nochmal von 17.45 – 19 Uhr. Geritten bin ich heute wieder nicht, es war mir einfach zu warm und ich war total fertig.
Heute hat mein Vater einen halben ruhigen Tag gemacht. Nur Nachmittags hat er mit dem Trecker und Schwader und ich mit der Harke auf der Heuwiese noch Reste zusammengeharkt. Dann Trecker sauber machen, Heuwender und Schwader sauber gemacht. Auf dem Heuboden muss ich noch einiges umpacken, und dann können wir die Reste auf den Dachboden packen.
Hab ja nun eine Woche Zeit. Urlaub als Arbeitsurlaub – aber war ja so geplant!

Am Mittwoch – 1.6. – haben wir die große Wiese gemäht und dann immer und immer wieder gewendet. Das überaus trockene und sogar heiße Wetter hat das Gras sehr schnell zu wunderbarem Heu weden lassen.
So war es bereits am Sonntag soweit, das wir pressen konnten. Der Bruder hat dies bereits auch schon geschrieben.

Dank einiger netter Helfer, die alle kurzfristig zugesagt hatten mir zu helfen das Heu von der Wiese zu bekommen, hat es auch wunderbar funktioniert. Die alte Köla-Fahr-Rivale hat in diesem Jahr super durchgehalten. Nachdem letztes Jahr beim Pressen einiges nicht funktionierte und wir ständig reparieren mussten, lief es dies Mal einfach nur gut.
Während des Abladens des 2ten Hängers, verdunkelte sich der Himmel immer mehr und es fing an zu Grummeln und zu Donnern. So wurden vom 3ten Ladewagen und vom Miststreuer nur jeweils die oberen 2 Reihen abgepackt auf den Dachboden, und die Hänger sicher im Carport und Schuppen verstaut. Mit Yeti und Pferdehänger habe ich noch die letzten Bunde von der Wiese geholt.
Mit Erstauen sahen wir auf die Uhr – kurz nach 21 Uhr!!! Dennoch gab es für die Helfer noch Würstchen und Kartoffelsalat.
Die Pferde bekamen entsprechend sehr spät ihre abendliche Heuration. Den Hof haben wir noch gefegt und dann war gegen 23 Uhr aber wirklich Feierabend.