Und wie jeder meiner Urlaube wieder „nur“ zum Arbeiten. Diesmal: Der Mist muss weg.
Es waren schöne tiefe Temperaturen vorhergesagt, und das gefiel mir sehr gut. Samstag und Sonntag war es noch nicht kalt genug. Und als ich Montag mal auf der Wiese testete, ob man da wohl drüber fahren kann, war es noch nicht hart genug durchgefroren. Das hätte nur tiefe Spuren hinterlassen. So habe ich schon mal einiges vorbereitet. Trecker vollgetankt, Aufsitzmäher und Trecker so rangiert, dass ich den Aufsitzmäher nicht hin und her fahren muss um den New Holland aus dem Schuppen zu holen. Dungstreuer frei geräumt und so weiter. Heu vom Dachboden holen stand auch noch für Montag auf dem Plan.
Dienstag habe ich dann früh morgens angefangen den Misthaufen zu verringern. Eigentlich wollte meine Mutter mit helfen, doch dem kleinen Neffen war kalt und nach einmal Trecker fahren ist er mit meiner Mutter ins Haus. Ich habe von 8 – 12 Uhr vier Hänger voll geladen bekommen und schön dünn auf dem Land verteilt. Feiner Dünger und so schön biologisch – andere zahlen da viel Geld für! Ab Mittag kam leider die Sonne heraus und trotz eisiger Temperaturen konnte ich nicht mehr auf der Wiese fahren. Also Dungstreuer und Trecker wieder weggestellt. Der kleine Hund ist natürlich bei mir draußen gewesen, immer hin und her gelaufen, und jedesmal mit Trecker gefahren.
Heute früh sind Mutter und ich auch so gegen 8 Uhr angefangen den Mist zu bekämpfen. Da heute kein Neffe kam, wollten wir so weit wie möglich kommen. Leider hatten wir den ganzen Vormittag über Schneefall. Mal mehr mal weniger, aber immer vorhanden. Schnee ist zum Mistfahren doof. Es wurde auch nach der zweiten Fuhre etwas rutschig, aber wir haben trotzdem weiter gemacht. Ich hatte das Gefühl, es wird diesmal gar nicht weniger. Aber nach und nach sah man ein Vorankommen.


Gegen 13.30 Uhr – kurz nach dem Einsetzen des Tauwetters war der letzte Wagen voll verteilt. Wegen dem Schneefall und der dadurch entstehenden Glätte konnten wir den Dungstreuer auch nicht richtig voll laden. Daher waren es ein paar Fuhren mehr als normal. Den Dungstreuer haben wir grob sauber gemacht, richtig „abwaschen“ kann ich den erst, wenn der Winter dann wirklich vorbei ist. Dexter war natürlich auch heute wieder mit draußen. Spielte erst mit seinem großen schwarzen Freund, erst bei unseren Nachbarn, dann bei uns. Als er sich ein kleines Spielzeug bei unseren Nachbarn gemopst hatte, blieb er bei uns. Ab und zu haben wir ihm das Wurfding weggeworfen und er brachte es auch wieder. Er stöberte im Schnee herum und passte immer schön auf, das er es auch bloß nicht verpasst, wenn ich in den Trecker steige. Heute Nachmittag/Abend ist Dexter sehr sehr müde 🙂 Liegt in seiner Ecke und schnarcht.
Die letzten 2 Winterurlaubstage kann ich dann auch zum Ausspannen nutzen, und etwas mit den Pferden machen. Die benötigen dringend eine Grundreinigung – außerdem werfen die schon wieder Unmengen von Haare ab. Ob der Winter echt zuende geht?
Klein gemacht
Letztes Jahr im Sommer habe ich angefangen den uralten Kipphänger zu zerlegen. Die Holzbretter und den Holzboden habe ich vom Eisengestell entfernt. Seitdem stand das Metallgerippe an der Seite herum.

Ich kann mit der großen Flex nicht umgehen und traue mich auch nicht Metall zu zerstören. Habe einen gehörigen Respekt vor dem Funkenflug. Der große Bruder hatte bisher auch keine Zeit den Hängerunterbau zu zerkleinern.
Mein Onkel hat heute die große Flex in die Hand genommen und nun ist alles in transportable Stücke zerlegt worden. 
Der Onkel sagte, bis zur Rente hat er das die letzten 8 Jahre nur gemacht, Metall klein flexen. Er weiß wie das geht. Nun ist der Onkel aber auch schon gut 20 Jahre in Rente…. Trotz seines Alters hat ihm die Arbeit wohl Spaß gemacht und in knapp 2 Stunden war er fertig, wie meine Mutter sagte. Hoffentlich war das nicht zu viel für ihn. Morgen mal fragen, was Schultern und Rücken so machen.
Start ins neue Jahr
Die letzten Wochen des alten Jahres war nicht so viel los. Noch ein paar mal Rasen mähen, den Schilfteich Winterfertig machen, bei den Pferden für Ordnung sorgen. Mit Björt reiten ist größtenteils ausgefallen, da sie durch dieses furchtbare Hufgeschwür Anfang Oktober noch immer etwas klamm geht. Beim letzten Ausschneiden kurz vor Weihnachten wurden noch immer große Krater und Einblutungen im betroffenen Huf gefunden. Das soll erst vernünftig ausheilen, bevor wir wieder loslegen.
Weihnachten und Jahreswechsel waren ganz ruhig und nur daheim, bzw. mit Familie. Silvester war der kleine Neffe bei uns zum übernachten. Ich dachte ja, er kann hier durchschlafen, da normalerweise nicht so viel geballert wird. Doch dieses Jahr dachten sich wohl alle „in die Luft blasen was auch immer geht“. Es war irgendwie schlimm. Neffe 2.0 ist auch wach geworden und hat den bunten Sternen von meinem Wohnzimmerfenster aus zugesehen. Leider wollte er danach nicht mehr ins Bett. Meine Mutter musste schon etwas Überredungskünste anwenden. Dexter fand das Geballer auch nicht so gut, und als ich kurz nach Mitternacht meine Mutter und meine Freundin allein ließ um mal schnell bei den Pferden nach dem Rechten zu gucken, da nahm ich Dexter auch lieber an die Leine. War aber alles gut. Pferde waren ganz ruhig, wie immer standen sie im Paddock und sahen dem Feuerwerk zu.
Die letzten 2 Tage lag ich etwas flach. Kopfweh, Drehschwindel und irgendwie war es nicht so richtig gut. Heute früh auf den 10 Metern zum Offenstall fast hingeflogen, weil da plötzlich etwas glatt war. Dexter fand mein Rudern total witzig und wollte auch gleich spielen.

Heute Mittag – Svandis lag ein wenig herum – habe ich den Stall sauber gemacht

Björt fand das Ganze eher langweilig. Schneeregen gefällt uns auch nicht wirklich und wenn das auch noch glatt wird heute Nacht – na toll.

Mit Björt bin ich dann eine kleine Runde spazieren gegangen. Einmal ums Feld – Madame war ziemlich flott und wäre gern auch mal losgerannt, doch sie hört dann ja schon und benimmt sich, wenn ich „nein“ sage. Svandis war nicht so motiviert, hatte keine große Lust zu laufen. So musste sie auch nicht raus. Mit ihr bin ich auf dem Paddock etwas hin und her gegangen.
Dexter war in der Zeit, die ich bei den Pferden zubrachte, bei unseren Nachbarn um mit seinen Freunden zu spielen. Die 3 Hunde hatten auch richtig Spaß, und als man uns Dexter nach gut einer Stunde wieder brachte – 
musste er erstmal in die Badewanne. So geht das ja nicht..

Nun ist er wieder fluffig und sieht aus wie ein aufgeplatzer Wischmop. Aber er ist schön müde und wir machen jetzt einen kleinen Nachmittagsschlummer.
infa 2015
Ich gebe zu, ich hatte noch nie von der infa gehört. Als mich meine Freundin fragte ob ich mit ihr zu der Messe fahre, musste ich erstmal nachsehen was das überhaupt ist.
Naja – das Wetter war die Woche auch eher mäßig und obwohl ich Samstag reichlich zu tun gehabt hätte, bin ich mit meiner Freundin nach Hannover. Die Hinfahrt war okay, nur bei Bad Nenndorf etwas zähfließender Verkehr. Um kurz nach Zehn waren wir in den Messehallen. Das Bauen und Wohnen war nicht so unser Ding. In der Halle „Lebensart“ fühlte ich mich total falsch, das war überhaupt nicht mein Geschmack was da angepriesen wurde. Der Rest war doch sehr interessant und schön anzusehen. In der Markthalle wollte man uns partout mit Sekt und Wein abfüllen, da Claudia aber fahren musste und ich mich mit Kopfschmerzmitteln vollgepumpt hatte, wäre der Alkohol nicht gut gewesen. Auch auf den Probierkäse verzichtete ich gern. Ein oder zwei Scheiben Wurst/Schinken wurden gern angenommen 🙂 Crepes und Kaffee zum Frühstück… Das Mittagessen bestand aus Bratwurst und Pommes, obwohl es auch alles mögliche andere in den Hallen hätte sein können. Da ich nicht so eine Deko-Queen bin, habe ich auch nicht viel eingekauft. Nur für den Weihnachtsbaum eine neue „Spitze“ weil unsere alte schon so unschön anzusehen ist, und 2 weihnachtliche Lampenschirme für Teelichter. In der Wellnesshalle haben wir noch Nackenrollen gekauft und das war es dann für mich. Claudia nahm etwas mehr mit. 🙂 Um 15 Uhr hatten wir irgendwie alles gesehen und es ging wieder Richtung Heimat. Bis Bad Eilsen alles kein Problem, dann standen wir im Stau. Rein aus Prinzip ist dort immer Stau. Meine Freundin hatte schnell die Nase voll von Stopp and Go und fuhr dann über Land nach Hause.
War ein netter Tag, mal eine schöne Abwechslung. Jedoch glaube ich nicht, das ich „unbedingt“ nochmal zu der Messe muss.
zweiter Schnitt – erledigt
Das spät gemähte Gras wurde langsam aber sicher schönes Heu. Täglich habe ich es einmal gewendet. Mittwochabend habe ich es das erste Mal in Reihen gezogen. Donnerstagmittag wieder auseinander geschmissen und am Abend wieder feine Reihen gezogen.

Am 2.10 füh morgens war ich beim Bäcker und habe fix für das Wochenende das Notwendigste geholt. Denn der übliche Einkaufssamstag ist dem Feiertag zum Opfer gefallen. Gegen 10 Uhr kam Carina Terhorst und hat bei Svandis wieder Blutegel an die Hufe gesetzt. Den Stoffwechsel ankurbeln, hat im Sommer schon nicht geschadet und jetzt wollte ich nochmal „nachschieben“. Außerdem wurde Dexter schon wieder flauschig. Während die Blutegel sich voll saugten, hat Carina den Dexter von seiner überschüssigen Wolle befreit. Wieder war es so, dass der letzte Blutegel bei Svandis loslies, als der Hund auch fertig frisiert war. Nachdem ich dann auch bei Björt den Hufverband gewechselt hatte, kamen die Pferde wieder auf die Wiese und ich musste etwas weiter arbeiten.

Ich habe den Ladewagen aus dem Schuppen geholt, mit dem Gitter versehen und so hingestellt, das wir es gleich hinter die Presse kuppeln konnten. 
Um 14.30 Uhr hat unser Nachbar angefangen zu pressen. Meine Schwägerin und ich haben auf dem Hänger gepackt. Später kam noch der Freund von Alexandras Nichte zum helfen und auch mein Bruder kam um die Bunde auf den Heuboden zu werfen. Da wir nur einen Ladewagen hatten, hat unser Nachbar weiter gepresst aber die Wiese fallen lassen, während wir den ersten Schwung Heu auf dem Dachboden verstauten. Danach wurden die restlichen Bunde auf der Wiese „altmodisch“ von Hand auf den Ladewagen gewuppt, meine Schwägerin und unser zusätzlicher Helfer packten auf dem Wagen, während mein kleiner Neffe und ich Trecker gefahren sind.
Insgesamt haben wir 260 Bund auf dem Dachboden untergebracht. Nun passt da aber wirklich nichts mehr hin. Um 19 Uhr waren wir mit dem Packen fertig.

Samstag haben meine Mutter und ich noch Reste von der Wiese geholt 16 Bunde, die uns zu feucht waren um sie mit dem anderen Heu auf den Dachboden zu packen. Die habe ich noch zum Nachtrocknen in der Sattelkammer/Futterkammer gestapelt. Und auch das lose Schattenheu vom Waldrand haben meine Mutter und ich mit dem Pferdehänger in die Mitte der Wiese gebracht und zum trocknen ausgebreitet. Das waren 3 Hänger voll – zum wegwerfen wirklich etwas zu schade, aber wohin bloß damit?

Mit dem Verteilen des Heus und Reinigen des Hängers waren wir dann auch so gegen 18 Uhr fertig und nach dem Pferde versorgen war Feierabend.
Sonntagnachmittag habe ich das Heu einmal per Hand gewendet. Ich hatte keine Lust für „das Bißchen“ den Heuwender und den Trecker zu bemühen. Nach dem Heuwenden wurde noch schnell der Pferdestall gemistet und wieder bei Björt der Verband erneuert. Das Hufgeschwür ist mittlerweile am Kronrand aufgegangen und es scheint gut ausgelaufen zu sein. Ich habe nochmal das von der Tierärztin an der Hufsohle geschnittene Loch ausgespült und am Kronsaum auch mit Jodoform die Geschwürtasche ausgespült. Wieder einen Verband angelegt und im Hufschuh verstaut. Björt humpelt kaum noch und läuft auch schon wieder im Galopp über die Wiese. Das wird bald wieder okay sein.
Heute Abend hat sich eine Bekannte das lose Heu für ihre beiden Ponys geholt. Ich habe ihr 2 Hänger voll Heu hingefahren und sie hat im Auto 3 große Säcke voll Heu gefahren. Nun muss sie es nur noch im Stall verstauen. Wir haben das Heu aus dem Hänger erstmal vor den Stall auf die Wiese gepackt, gleich ich den Stall ging leider nicht.
Um 19.30 Uhr war ich wieder daheim und habe den Pferdehänger abgestellt. Dann noch den Schwader auf den Hof gestellt. Damit wir das Heu besser verladen konnten, hatte ich es fix mit Trecker und Schwader in eine Reihe gezogen. Nun muss ich nur noch die Geräte und den Trecker sauber machen und dann ist die Heuernte 2015 wirklich beendet.