Sonntag bin ich noch mit Björt und Svandis eine kleine Runde um die Heuwiese spaziert – da war noch alles in Ordnung und ich freute mich, das nach dem zu trocknen Sommer etwas Gras wächst. Jedoch hörte ich in der Nacht zu Montag schon verdächtige Geräusche draußen. Das kam definitiv nicht von meinen Offenstallpferden und auch nicht von den Pferden der Nachbarn.
Und als ich Montagfrüh kurz nach 7 Uhr in der Dämmerung etwas auf der Heuwiese erkennen konnte, da ahnte ich schon schlimmes.

So habe ich am Montagabend versucht bei den für Oberbecksen zuständigen Jagdpächtern jemand zu erreichen. Zwei waren im Urlaub und der dritte unterwegs. Der Schaden wurde aber telefonisch von der Ehefrau des dritten Jagdpächters aufgenommen und es wurde versprochen das jemand kommt. Da wohl auch unsere Nachbarn dort angerufen hatten – denn auf ihrer Wiese ist auch ein nicht ganz so drastischer Schaden – kam heute Nachmittag auch der Herr O. aus Rehme und sah sich meine Wiese zusammen mit meiner Mutter an. Herr O. hatte gedacht, dass ich etwas übertrieben hätte, aber als er über unsere Wiese ging, konnte er mich wohl verstehen. Er hat dann auch einen Hochsitz aufgestellt.

Mittwoch will der Jäger noch einen Wildzaun am Wald entlang ziehen. Vielleicht hilft das, aber ich hoffe, das nun auch endlich mal ein bis zwei Wildschweine “dauerhaft entfernt” werden. Außerdem wurde mir ein Stück Braten versprochen, wenn ein Schwein auf meinem Land fallen würde. 🙂 Die hiesige Rotte umfasst ca 25 Wildschweine, dass ist wirklich viel zu viel.
Wenn die Schweine schon bei mir sind, dann dauert es vielleicht auch nicht mehr lang, bis sie 900 Meter weiter bergauf den Waldkindergarten finden. Dann gibt es bestimmt richtig Ärger, wenn die neu eröffnete Einrichtung zerstört wird.
Naja, erstmal Daumen drücken das meine Wiese endlich mal in Ruhe gelassen wird. Am Wochenende versuche ich dann mal mit Trecker und Wiesenegge das ganze wieder etwas gerade zu ziehen und mit Gras nachzusähen.

Da ich für den New Holland ja eine neue Batterie geholt hatte, und die Probefahrt auch gut lief, stand einem erneuten Ernteeinsatz nichts im Weg. Auf der Heuwiese war zwar nicht viel gewachsen, doch diese Jahr braucht man ja “alles”. Meine Mutter und ich haben das Mähwerk gut aus dem Carport bekommen und auch das Anbauen an den New Holland hat gut geklappt. Dieses Mal habe ich auch an die Neutralstellung des Mähwerks gedacht und das Mähen klappte Problemlos. Nach dem Mähen schnell noch das Mähwerk mit dem Hochdruckreiniger sauber gemacht, abgebaut und wieder in den Carport geschoben. Gewendet habe ich am Samstag nicht mehr. Sonntagnachmittag habe ich dann den Wender an den Trecker gemacht und habe meine Runden gezogen. Das hat gestaubt wie wild. Puh… Montagnachmittag habe ich das bißchen Gras bereits in Reihe gezogen. Auch am Wald im Halbschatten war das Gras schon super durchgetrocknet. Das in Schwaden legen war gruselig, denn teilweise habe ich wegen dem ganzen Staub wirklich nichts mehr gesehen. Dann musste ich warten, bis der Staub sich verzogen hatte, um zu sehen wo ich lang fahren musste. In der Mitte der Wiese hatte ich eine lange Reihe zusammengezogen und am Wald, wo etwas mehr Gras war, lagen 2 halbe Reihen. Nachdem das bißchen Gras zusammengezogen war, habe ich Wender und Schwader auch wieder sauber gemacht und in den Schuppen gestellt. Auch der Trecker brauchte eine Dusche, denn durch die Fenster konnte man die Umgebung nur noch Schemenhaft sehen. Da es nur so sehr wenig Heu und so fusseliges Zeug war, habe ich es nicht pressen lassen. Meine Mutter und ich wollten das ganze lose einfahren. So sind wir Dienstagnachmittag mit dem Yeti und dem Pferdehänger auf die Wiese gefahren und haben das Heu in den Hänger gepackt. Mit einer Forke kam man nicht weit. So haben wir mit Laubrechen und Laubsack das Heu zusammengeharkt und in den Hänger gepackt. Dienstag haben wir nur einen Hänger voll gepackt und auch wieder abgeladen. Beim Heu in den Hänger wuppen, hat es in meinem Rücken “Knack” gemacht und zwar so laut, das es meine Mutter ein paar Meter weiter gehört hat. Danach tat fast jede Bewegung arg weh, daher auch nach dem Abladen nicht wieder auf die Wiese. Mittwoch Mittag ging es aber weiter. Wir haben wieder den Hänger vollgepackt und auch abgeladen, danach nochmal den Pferdehänger vollgepackt. Als wir die letzten 3 Meter noch vor uns hatten, fing es an zu stippeln. Und als wir die letzten 2 Säcke in den Hänger warfen, regnete es mehr. Den Hänger haben wir auch nur noch auf den Hof gestellt. Ich habe wieder die Weidezaunpfähle eingesteckt und die Zäune gezogen. Schnell den Staub abduschen und noch einkaufen fahren.
Heute früh haben wir dann im leichten Regen den Rest aus dem Hänger auf den Heuboden gebracht und gegen 12 Uhr war der Pferdehänger leer und wir haben die Heuernte abgeschlossen. Am frühen Nachmittag kam der Hufschmied und nun sind Björt und Svandis auch erstmal wieder schick. Nachdem der Schmied weg war, habe ich den Hof von Pflaumen und Eicheln befreit und anschließend Pferdehänger und Yeti vom Staub befreit. Nun steht der Pferdehänger wieder vor dem Schuppen, dort nimmt er am wenigsten Platz weg.

Mal gucken, ob ich morgen dann mit Mutters Punto zum TÜV fahren kann, und für die Pferde muss ich auch wieder Mineralfutter und für Björt Seniorfutter holen. Und auch das Hundefutter neigt sich dem Ende zu. Muss der Punto eben mal als Transporter herhalten.

Bereits zur Heuernte im Juni hatte ich ja leichte Startschwierigkeiten mit dem New Holland. Ständig war die Batterie leer und musste vor Gebrauch des Treckers geladen werden.
Zwar war die Batterie erst 4 Jahre alt, hat sich aber wahrscheinlich kaputt gestanden. Ich benutze den New Holland einfach zu wenig. Da ich aber nun ab nächste Woche wieder Urlaub habe, und meine Heuwiese “dran” wäre, habe ich mir heute eine neue Batterie geholt. Auf der Heuwiese ist zwar nur nichts (in der prallen Sonne) bis ca 10 cm (im Waldschatten) gewachsen, aber durch die eher geringe Ausbeute bei dem ersten Schnitt, will ich einen zweiten Schnitt versuchen. Denn etwas dazu kaufen wird in diesem Winter sehr sehr schlecht werden, oder sehr sehr teuer.
Meine Mutter und ich haben uns überlegt, dass wir das bißchen was auf der Wiese ist, lose einfahren werden. Haben wir vor vielen Jahren schon mal gemacht. Auf dem Dachboden ist auch genug Platz, da werde ich das zu erwartende Heu unter bekommen.
Naja, jedenfalls war die alte Batterie schnell ausgebaut, und die neue Batterie war ebenso fix eingebaut.

Einmal Schlüssel umdrehen und sofort sprang der New Holland an. Kein Stottern, keine Warnblinker, keine Explosionen. Hab ich wohl richtig gemacht. Auch eine Probefahrt haben Dexter und ich mit dem Trecker gemacht 🙂 Alles fein und 41 km/h auf gerader Straße.
Weil es Dexter vor der Treckerfahrt zu lange gedauert hat, hat er seinem großen schwarzen Freund das Spielzeug geklaut. Aber als der Trecker lief, stand der kleine Mann sofort da. Ohne ihn Treckerfahren geht gar nicht. Da er aber mit durfte, war für ihn alles gut.
Nach der Probefahrt noch schnell die Pferde versorgt und dann war Feierabend.

Ja, alle paar Wochen – eher später als früher – gehe auch ich um Friseur. Und weil meine Mutter nicht gern Auto fährt und schon gar nicht in irgendwelche Einkaufszentren oder so, mache ich immer Termine für 2 Personen. Darf man es schreiben? Schon als “Essanelle” noch bei Hagemeier in der Innenstadt von Oeynhausen eingemietet war, sind wir dort Kunden gewesen. Und mit dem Wechsel in den Werre Park sind wir dort auch treu geblieben. Eigentlich alles nichts besonderes – wir sind halt treue Seelen und bisher war auch immer alles fein.

Heute jedoch war es eine Katastrophe. Wir hatten um 17.30 Uhr den Termin bekommen. Waren wie immer etwas früher da. Jedoch mussten wir heute über eine Stunde warten bis wir dran kamen. Das kenne ich noch aus den Zeiten, wo dort ohne Termin gearbeitet wurde, aber seit der Terminvergabe lief es eigentlich immer pünktlich. Heute waren nur 2 “Stylistinnen” dort. Sonst sind es innerhalb der Woche um die Uhrzeit immer so 4-5. 2 Kundinnen wurden bereits bedient, 1 Kunde wartete. Wir nahmen auch Platz. Die Dame vor uns war mit dem Schnitt, den die “Stylistin 1” (neu in dem Laden) ihr verpasst hatte schon nicht zufrieden und bestand auf Nachbesserung – aber durch die Kollegin. Natürlich war “1” entsprechend angefressen, hat aber den wartenden Herren bedient. Auch er sah eher unglücklich aus betreffend seiner neuen Frisur, sagte aber nichts. Denn so wie ich es mitbekommen habe, hat er auch schon länger als geplant gewartet und noch einen Anschlusstermin den er wahrnehmen wollte… Tja, dann kamen wir dran. Wie gesagt, nach über einer Stunde warten.

Meine Mutter meinte, bei ihren kuren Haaren könne ja nicht viel passieren und wurde daher von “Stylistin 1” bedient, ich war froh, das sich “2” meiner langen Haare annahm und da ich “2” auch kannte war das kein Problem. Fix Haare waschen, Spitzen ab, locker föhnen, fertig. In der Zeit hatte “1” bei meiner Mutter gerade mal die Spitzen etwas gekürzt, aber keinesfalls dem Wunsch meiner Mutter entsprochen und die Haare “richtig kurz” zu schneiden. Ich erdreistete mich zu sagen “meine Mutter möchte die Haare kürzer und um die Ohren frei” – bekam dann von “1” zu hören, das das dem natürlichen Haarwachstum und der Fallrichtung widersprechen würde und das man die Haare nur auf anderem Wege zum Wachstum anregen könnte. Dennoch – ich bin sturer Ostwestfale – sagte ich erneut, das es kürzer soll. Und auch meine Mutter, die schlecht Schimpfen oder Widersprechen kann, bestand darauf, dass die Ohren freigeschnitten werden, und auch das Deckhaar noch kürzer. Okay, die Scheere wurde nochmal etwas bemüht, aber nur minimal. Als “1” mit einem erfreuten Lächeln, sie fand ihre Arbeit toll, die Haare meiner Mutter in Form zupfte, sagte ich “die Haare sind noch zu lang, Mutter hat die immer kürzer” “Gut das ich auch noch da bin” erwiderte “1” . Mutter schüttelte nur den Kopf und sagte, “ich kann und will jetzt nicht mehr, sowas habe ich ja noch nie erlebt – ich weiß nicht ob ich wieder herkommen will”
An der Kasse bekam leider “2” den Frust ab. Mama beteuerte erneut, das sie total unzufrieden ist – sie zitterte sogar vor Wut. So habe ich sie selten gesehen. “2” entschuldigte sich vielmals und wir bekamen jeweils einen 3,-Euro Gutschein – einzulösen beim nächsten Besuch. Trinkgeld gab es wegen der langen Wartezeit und der völlig am Kundenwunsch vorbei gegangen Arbeit auch nicht.
Wir wissen wirklich nicht, ob wir dort noch weiter Kunden sein möchten. Jedenfalls nicht, wenn “Stylistin 1” dort noch länger beschäftigt ist.

Anschließend haben wir uns zur Frustbekämpfung ein Eis gegönnt und sind einmal durch den Werre Park gelaufen. Auf dem Rückweg dann in den Elektroladen, da ich für das Büro eine neue Kaffeemaschine besorgen sollte. Prima, unsere Wunschmaschine im Angebot für nur 37,- € statt der normalen 52,- €. Ich habe noch 2 Kleinigkeiten für mich mitgenommen und fix bezahlt . Gar nicht so drauf geachtet, und irgendwie – wir waren fast raus aus dem Werre Park “Moment – die hat mir doch Zuviel für die Kaffeemaschine abgenommen… also wieder zurück, von der Kasse wurden wir in die Abteilung zurückgeschickt, dort musste die Beraterin mir einen entsprechenden Storno- und Auszahlbeleg erstellen und damit dann wieder zur Kasse, damit ich das Geld zurück bekomme. Heute ist echt nicht mein Tag… gut das der nun rum ist.

Wie immer muss das gemähte Gras einige Tage gewendet werden. Idealerweise bei Sonnenschein und etwas Wind. Montag und Dienstag war es kühl und bedeckt, dennoch trocknete das Gras gut ab. War ja auch schon fast “Heu auf Halm” als ich gemäht habe. Natürlich ist auch immer der kleine Mann bei mir im Trecker, denn Dexter liebt das rumfahren.

Am Donnerstag habe ich um 8 Uhr mit Dexter einen Arzttermin gehabt, denn die jährliche Impfung stand wieder auf dem Plan. Gegen Mittag kam der Hufschmied und hat bei Björt und Svandis wieder alles schick gemacht. Da ich recht lang mit dem Anruf beim Schmied gewartet hatte und dann auch nicht gleich einen Termin bekommen konnte, waren es jetzt gut 10 Wochen wischen den Terminen. Da die Vorderhufe der Pferde arg lang geworden waren und ausbrachen hatte ich zwischendurch schon etwas weggeschnitten und begradigt. Aber unser Schmied kann das deutlich besser als ich. Als der Schmied wieder vom Hof war, sind Dexter und ich wieder mit dem Trecker durch das Heu. Anschließend habe ich die Ränder per Hand etwas in Form gezogen. Nach ein bißchen Pause und bangen Blicken auf die Wettervorhersagen auf diversen Internetseiten habe ich am Abend dann das liegende Heu in Reihen gezogen. Wenn es denn regnen sollte, ist wenigstens nicht alles nass.
Der Wind hat einige meiner schönen Reihen etwas auseinander geworfen 🙁 Aber nicht schlimm. Tatsächlich ist Donnerstag Abend/Nacht einiges an Regen in das Heu gekommen. Freitag am späten Morgen habe ich es dann wieder ausgebreitet. Dank etwas Sonne und Wind trocknete das Heu wieder schön durch. Freitag abend habe ich wieder in Reihen gezogen.

Samstag Mittag fing unser Nachbar an das Heu zu pressen. Der Bruder und die Schwägerin und die Neffen kamen zum Helfen, ebenso wieder eine sehr nette Arbeitskollegin und eine Freundin aus Realschulzeiten. Tante und Mutter haben auch mit angepackt. Eigentlich hat alles ganz gut geklappt mit dem Einfahren. Laut Zähler an der Presse waren es 518 Bund Heu. Das langt leider nicht ganz für 1 Jahr, da die Pferde ganzjährig mit Heu zugefüttert werden und ich knapp 700 Bund bräuchte. Nun überlegen einen zweiten Schnitt zu machen im September oder wie dieses Jahr etwas dazu zu kaufen. Dazu kaufen ist weniger anstrengend und nervenaufreibend.

Nachdem das Heu auf dem Dachboden verstaut war, gab es noch Nudel- und Kartoffelsalat. Da das Wetter noch schön warm war haben wir draußen vor dem Schuppen gesessen und unser Abendessen genossen. Dann noch Hänger, Höhenförderer und Trecker in den Schuppen bugsieren. Irgendwie nimmt der Höhenförderer mehr Platz weg als gedacht. Passt alles nicht mehr so wie vorher und wenn ich Schwader und Zetter sauber gemacht habe muss ich das Puzzle der Landmaschinen im Schuppen noch mal neu ordnen.
Nachdem die Helfer fort waren haben Mutter und ich noch etwas den Hof gefegt und ich musste noch die Pferde versorgen. Anschließend noch geduscht und gegen 22.45 Uhr war dann auch endlich Schluss und ich bin auch früh ins Bett.
Heute war mehr so ein Tag Pause. Habe nur den Zaun an der Heuwiese wieder eingepflanzt und bei den Pferden etwas aufgeräumt.
Dexter ist auch noch ganz kaputt und genießt das Nichtstun.