Und das muss man ausnutzen!

Heute musste ich bis 16 Uhr arbeiten und verließ auch pünktlich das Büro.
Halb fünf daheim, meine Mutter hatte das Essen schon heiß. Ich habe mich schnell umgezogen, noch schneller gegessen und um 16.45 Uhr als Kirsten kam, war ich bei den Ponys. Gleich als ich kam musste ich mit ihnen schimpfen, denn die Damen meinen die Weidesaison wird eröffnet. Das untere Zaunband war sehr langgezogen… Grummel.
Kirsten und ich haben dann fix die Pferde geputzt. Die Beine der Pferde mit Reflektorbändern versehen, ich hatte meine Reflektor-Regenjacke angezogen (die ist so schön winddicht) damit man mich besser sieht bei dem trüben Wetter, und Kirsten bekam meine Reflektorweste. Björt war ziemlich knackig – die wollte gern laufen. Aber Kirsten kommt da schon gut mit klar. Svandis war auch sehr fein. Wir sind durchs Dorf, bis zum Habichtsweg, dort hinunter geführt und dann am Borstenbach lang durch die Fuchsgrund nach Hause. Björt hatte wirklich Hummeln im Hintern. Und an der Schneiderwiese, wo der Asphalt aufhört und der geschotterte Feldweg bergauf geht, durfte die Kleine auch Gas geben. Der Schotter ist recht gut festgefahren, nicht so schlimm wie es mal war. Bißchen Laub liegt auch schon drauf. Svandis ist auch den Berg hinauf galoppiert mit mir. Sie hielt ziemlich gut mit Björt mit, aber so zum Schluß vergrößerte sich der Abstand schon. Björt töltete dann noch munter bis zum Waldeingang und Svandis trabte hinterher. Ins Wäldchen bergab natürlich Schritt, und den ganz kleinen „Hang“ aus dem Wald heraus nahm Björt wieder ordentlich Schwung – Svandis natürlich hinterher. Björt galoppierte noch etwas länger, Svandis konnte ich sehr gut zurücknehmen. Nicht das mir der kleine Trampel auf dem halbgefrosteten Feldweg ausrutscht. Ich kenn doch Svandis. Die legt sich da garantiert lang, wenn man nicht für sie aufpasst.
Björt war dann auf Betriebstemperatur und hätte gern nochmal so richtig losgelegt. Doch wir sind dann nach Hause. Svandis hat auch „gut“ geschwitzt. Björt nicht so – trotzdem bekamen beide für ca 40 Minuten die Abschwitzdecken über.
Kirsten und ich haben noch gemeinsam gefüttert und dann ist sie auch wieder heim.
War klasse, der kleine Ausritt heute!!!

Auch heure früh nichts mit ausschlafen. Um 6 Uhr Pferde gefüttert und Paddock sauber gemacht. Um 7 Uhr brachte mein Vater den ersten Hänger mit Mist auf den Acker und dann ging es immer wieder aufladen, wegfahren, aufladen, wegfahren. um 10.30 Uhr waren wir dann fertig. D.h. unsere Miste war leer. Schön!!! Geschafft bevor alles taut.
Ich war gerade noch bei Nachbarn auf dem Hof am Mist wegfegen, da kam Thomas mit Mariele zum reiten. Die beiden haben Björt und Svandis geputzt und gesattelt und als ich mit fegen fertig war, sind wir losgegangen. Mariele wollte gern eine „mittlere Runde im Wald“ Gar nicht so einfach die Aufgabenstellung. Ich bin dannmit den beiden zum Rütli rauf. Der Berg ist ganz schön heftig und Svandis und ich schnauften um die Wette. Svandis mangels Kondition und ich habe die gleiche Ausrede. Nur Björt zog mich fast den ganzen Weg. Die wollte da im Galopp hoch. Hatte ja auch nur ein federleichtes Kind oben drauf. Das merkt sie kaum.
Wir sind dann im Wald am Rütli einmal in die Runde gelaufen. Thomas hat Svandis im Wald geführt, damit sie merkt das er nicht nur zum Reiten kommt und auch vom Boden auf ihn achtet. Björt wurde mit der Zeit ruhiger, wollte aber liebend gern laufen. Ging nicht – ich nicht schnell genug, Mariele noch nicht so weit das sie allein reiten könnte (auf meinen Pferden)
Dann sind wir wieder den steilen Berg hinab nach Hause.

Eigentlich wollte ich so gegen 17 Uhr nochmal eine ganz schnelle Runde mit Björt einlegen – aber ich habe im wahrsten Sinne des Wortes verschlafen. Muss auch mal sein.

Morgens Möhren kaufen, meine Mutter wollte schon die ersten Sämereien für den Garten. Das Wetter täuscht – die Händler haben noch nichts. Bzw. die Händler haben noch nicht so viel.
Dann habe ich meinem Vater etwas geholfen den Miststreuer fertig zu machen. Unser Nachbar war schon sein 7.30 Uhr am Mistfahren. Es war auch schön gefrohren, da ging das. Mein Vater und ich haben dann noch einen Hänger voll mit Mist beladen, doch da es schon zu angetaut war, brachten wir den doch nicht mehr auf den Acker.
Ich habe dann den Ponystall gemistet, damit das auch noch mit weg kommt, und anschließend in der Waschküche/Keller sauber gemacht. Dauert alles – und raubt Zeit. So war ich erst um 17 Uhr bei Björt und Svandis zum Reiten. Mit Björt bin ich schnell – sehr schnell – die Hausrunde geritten. Die Kleine hatte Hummeln im Hintern. Eine Woche nichts getan. Aber süß ist sie dabei.
Mit Svandis wollte ich eigentlich nur longieren – doch da unser Nachbar Silagerollen holte, und das nun mal die einzig mögliche Stelle für Longe bei mir ist – wurde Svandis doch gesattelt. Bin mit ihr aber nur ganz kurz und nur im Schritt die Mini-Runde Feldweg/Straße/Südweg geritten. Und obwohl sie auch 1 Woche nichts getan hat, war Svandis auch sehr lieb.
So kann das weitergehen…
Abends war ich dann schon ziemlich fertig und schlummerte vor dem TV ein.

Donnerstagsfrüh um 5 Uhr klingelte der Wecker erbarmungslos. Ich musste zu einer Schulung, die in Hamburg stattfand. Die Wahl der Anfahrt bestand zwischen Bahn und PKW. Da ich nun mal ungern Bahnfahre, und auch da der Zug bereits um 5.55 Uhr aus Oeynhausen abgefahren wäre, entschied ich mich doch zum Autofahren.
Mein Vater hat sich ein neues Spielzeug zugelegt. Ein Navigationssystem! Das durfte ich dann auch benutzen. Um kurz vor 6 Uhr früh bin ich losgefahren – das Navi lotste mich einwandfrei nach Hamburg und zur Zieladresse. Bereits um 8 Uhr war ich am Schulungshotel in Hamburg-St.Georg. Parken konnte/musste ich bei Real im Parkhaus (10 Euro am Tag. Da ich noch reichlich Zeit hatte bis zum Schulungsbeginn, stöberte ich noch bei Real umher.
Von 9 bis 17 Uhr haben wir dann was über Kundenorientierung gelernt. Zwischendurch eine kleine Mittagspause mit gutem Essen.

Nach Schulungsende ließ ich mich durch das Navi quer durch Hamburg zu meiner Brieffreundin Janet lotsen. Bis kurz vor 20 Uhr war ich noch bei Janet und Andreas und ihrem Sohn Finn. Die drei hatte ich auch gut 4 Jahre nicht mehr gesehen. Wann kommt man schon mal nach Hamburg?? 😉
Wir hatten eine Menge zu erzählen, und so wurde es doch nicht nur „ne halbe Stunde“ die ich dort blieb.
Da ich aber Freitag wieder ins Büro musste, machte ich mich dann auch mal auf die Autobahn und stand um 21.46 Uhr in der Garage daheim.

Anstrengender Tag, aber interessant und schön.

Heute nach der Arbeit fix zu den Pferden und „longieren“ – trotz schönem Wetter muss man ja immer zu lange Arbeiten und so kurz vor dem Englisch Kurs blieb nicht mehr viel Zeit.
Also ran an die Longe. Es sind auch ein paar Silagerollen am Wäldchen weg, so das wir da laufen lassen konnten. Björt wieder so vorblildlich. Schön artig Schritt und Trab, als wenn sie fein ausgelastet wäre.
Svandis hingegen freute sich schon als sie die Longe sah. Und als wir dann auf dem Rasenstück standen kam die Freude überschwänglich aus ihr heraus. Da dort nun nichts eingezäunt ist, und sie mir auch nicht in die Silagerollen des Nachbarn springen darf musste ich schon ein paar Mal nett zupacken. Und Svandis kann erstaunlich schön steigen und bocken – für eine Stute… Ist ja schön, das sie so Dampf ablassen konnte. Aber mein Arm hat ganz schön unter Spannung gestanden. *uff*
Nach 10 Minunten rundlaufen mit reichlich Hüpfern, Steigern und auskeilen dabei ging sie irgendwann auch nett an der Longe – nach 15 Minuten dampfte Svandis. Da haben wir dann lieber aufgehört.
Verrücktes Vieh – und meine Hand und mein Arm taten noch während des Englisch Kurs weh