Mensch was für ein dummes Wetter.
Da war man beinahe froh, das man im Büro arbeiten „durfte“. Es war ja nur nass. Als ich Feierabend machte hat es auch nicht aufgehört zu Regnen.
Ein Anruf bei Thomas bestätigte mir das wir doch Schönwetter-Reiter sind, denn Thomas hatte keine Lust zu reiten. So ließ ich mir auch extrem Zeit um zu den Pferden raus zu gehen. Auch ich hatte nicht so große Lust im Regen zu reiten. Doch die Pferde hatten schon seit Pfingstmontag nur rumgestanden. Die hätten schon gern mal Abwechselung.
So habe ich erst mal im Stall geputzt. Und da es dann doch freundlicher wurde, konnte ich mir Björt fertig machen. Sie bekam auch wieder die schicken roten Easy-Boots an. Marschierte los, als wenn es galt einen Pokal im Schnellgehen zu gewinnen. Desöfteren blickte ich nach unten, ob die Schuhe noch an den Hufen sitzen. Klappte auch ca 1,5 km hervorragend – dann hupte plötzlich eine aufmerksame „Neu Käfer“Fahrerin. Als ich mich umsah, lag der linke Hufschuh 20 m hinter uns auf der Straße. Also zurück, absteigen, Hufschuh anziehen, wieder aufsteigen und weiter. Leider nicht viel weiter, denn bereits 20 Meter weiter verlor Björt den Schuh schon wieder – also nochmal absteigen, anziehen…. Weiter… wieder nicht weit. Nach dem 3ten Mal verlieren hatte ich die Nase voll. An den nassen Hufen wollten die Schuhe einfach nicht halten. Also beide Vorderhufe ausgezogen. Schuhe am Sattel angeklettet und barhuf weitergeritten. Björt ging gut und auch nicht fühlig. War alles prima. Hatten noch unseren Spaß.
Anschließend bin ich mit Svandis losgeritten – aufgrund der Schuhexperimente mit Björt ließ ich Svandis gleich barfuß laufen. Zwar ist die Hufgeschwürstelle vom Oktober nun runtergewachsen und etwas ausgebrochen, doch das hatte ich schon angeraspelt. Da passierte so nichts weiter. Svandis ging flott voran. Kein rumärgern, kein Zögern und kein Bocken. War richtig gut heute.
Und kaum daheim, fing es erneu an etwas zuu regnen, aber nicht so doll.

Abends waren Claudia, Bianka und ich im Kino. „Verliebt in die Braut“, was fürs Herz und zum lachen. Hat Spaß gemacht.

Nun ist es 2 Wochen her, das ich mir den Ringfinger der linken Hand so schick gequetscht, gezerrt oder so habe. Der Bluterguss ist (fast) herraus, aber die Beweglichkeit des oberen Fingergliedes ist keinesfalls wieder eingetreten. Okay, der Arzt sagte was von Geduld und Zeit – aber ich merke, das das in Bezug auf meinen Finger nicht gerade meine Stärke ist.
Zu allem Übel schmerzt der Finger seit heute früh auch furchtbar. Entweder nun heilt es – oder es wird schlimmer.

Pfingstsonntag habe ich ziemlich rumgegammelt.
Da meine Mutter morgens einen Kuchen gebacken hatte, und wir Mittags noch von meiner Tante Kuchen bekamen, habe ich keine Waffeln mehr gemacht. Zudem sind meine Eltern Nachmittags auch zu meiner Oma spaziert – und ich wusste nicht wann sie wieder kommen. Daher habe ich nicht gebacken. Nachmittags lag ich von 15 Uhr bis 17 Uhr im Bett und habe tief und fest geschlafen. So gegen halb sechs kamen meine Eltern wieder. Und um kurz nach 18 Uhr kam Kirsten. Die Ponys hatte ich da schon sauber.
Also brauchten wir nur noch schnell Satteln und losreiten. Björt und Svandis waren auch gut drauf und gingen schön voran. Mit den Hufschuhen ausgestattet gehen sie auch gut.
Pfingstsonntag sind wir eine mittlere Schrittrunde im Wald geritten. Sogar Björt akzeptierte, das sie nicht rennen durfte. Wir sind zwei sonstige Galoppstrecken sehr schön Schritt gegangen. Dann durchs Dorf zurück – An den Terassenhäusern runter und am Borstenbach zurück. Die Pferdchen hätten schon gern mal Gas gegeben. Doch das Nein unsererseits hat gewirkt.
Dann bekamen die Pferde ihr Abendessen und für uns war auch Feierabend.

Heute war dann auch schon wieder so warmes Wetter und mein Kreislauf machte nicht so recht mit. Nach dem Mittag durften die Ponys etwas auf die Wiese. In der Zeit habe ich den stall sauber gemacht und Heu vom Dachboden geholt. Als ich damit fertig war, mussten die Pferde wieder von der Wiese. Als ich sie rief kamen sie aber schon freiwillig an. Die finden Sonne auch nicht so prickelnd. Den ganzen Nachmittag verbrachten sie dösend in der Hütte im Schatten. Ich verbrachte den Nachmittag dösend auf dem Sofa.
Um 18 Uhr kam Kirsten und wir sind wieder eine Runde im Wald geritten. Björt hatte heute scheinbar irgendwas im Futter. Sie war der Meinung, das man nicht vernünftig Schritt gehen kann. Die war wie aufgezogen und kam nicht zur Ruhe. Svandis hatte aber auch einen Clown gefrühstückt – Sie war ständig am auftraben, teilweise ging sie auch vorn, was Björt allerdings überhaupt nicht gefiel. So hatten wir gerade auf dem Rückweg ein richtiges Schrittrennen zwíschen Björt und Svandis. Ganz schlimm…
Nach dem Ausritt durften die Ponys noch 10 Minuten auf die Weide – in der Zeit haben Kirsten und ich den Hafer und das Mineralfutter fertig gemacht und Heu verteilt. Als ich aber mit den Hafereimern um die Ecke kam, verließen Björt und Svandis ohne zu zögern die Weide. Das war dann doch wichtiger 🙂 Verfressene kleine Monster.
Aber süß sind sie trotzdem…

Mittwochabend haben Kirsten und ich einmal die Hausrunde im Schritt geritten. Kirsten hat Björt zum 2ten Mal mit Sidepull geritten, und diesmal klappte es hervorragend. Björt und Svandis hatten beide an den Vorderfüßen die Hufschuhe an. Gingen auch prima. Da es so warm war/ist haben beide auch nicht die Lust zum rennen. War eine sehr entspannte halbe Stunde.
Nach dem Reiten fix die Pferde versorgt und dann musste ich ja zum Englisch…

Donnerstag früh hat mein Vater den Minibagger geholt und angefangen zu buddeln. Bei den starken Regenfällen im April haben wir gemerkt, das wohl ein oder zwei Abwasserrohre nicht mher gängig sind. Unser Schuppen ist teilweise vollgelaufen – trotz Abflüsse davor. Also hat mein Vater aufgebuddelt und Rohre neu verlegt und nun müssen wir noch zubuddeln. Wenn Männer so ein feines Spielzeug wie einen Minibagger haben, ist „frau“ aufgeschmissen. Ich wollte auch sooo gern mal buddeln, durfte aber nicht. Nur als der Graben fertig war, da durfte ich von der Wiese zum Hänger fahren. Ansonsten war Donnerstag Unkraut vernichten im Blumengarten angesagt, und sowas alles wo ich nicht wirklich Lust zu habe.
Zwischenzeitlich war ich Donnerstagvormittag auch wegen meinem geschwollenen, unbeweglichem und blauen Ringfinger beim Arzt – doch der sagt, noch 2 Wochen abwarten und dann weitersehen. Noch sei alles zu akut – so ein Mist.
Freitagfrüh musste ich dann einkaufen, und dann Rasen mähen und wieder Unkraut bekämpfen…. ab und zu beim meinem Vater mit anpacken, beim Rohre verlegen.
Samstag ist Saubermachtag – im Keller gefegt, und weil Pfingsten ist, den ganzen Hof und unsere Zufahrt. Die Erde muss da ja weg, damit die nicht noch mehr festgefahren, festgetrampelt wird.
Um halb sieben habe ich mir dann Svandis geschnappt und bin mit ihr die Feldwgrunde (nichtmal 10 Minuten) geritten. Sie war so ein Engel. Ganz lieb!!! Anschließend mit Björt die gleiche Runde – auch sie nur klasse.
Dann fix füttern, schnell frisch machen und den Abend verbrachte ich bei Claudia. DSDS guckend auf dem Sofa.

Heute Mittag so um 12.30 Uhr kam dann der Tierarzt. Ich hatte ja auf Frau Dr. gehofft, aber leider kam nicht Frau Dr. sondern ihr Partner. Und den mögen Björt und Svandis nicht sonderlich, habe ich so das Gefühl. Björt war wieder sehr mistrauisch „Fremder Mann mit was in der Hand“ nämlich ein Stethoskop… Uuuuiiiih Gefährlich. Hatte auch gleich Herzrasen sagte der Doc. Puls schnellte wohl gleich hoch. Auch Svandis war ziemlich zappelig – obwohl sie „damals“ bei unserem ehem. Tierarzt ja immer die Ruhe selbst war. Der konnte sie ja sogar ohne Halfter impfen.
Das mit dem Pieksen lassen von „fremden Männern“ müssen wir wohl nochmal üben. Beide Ponys wollten ziemlich ausweichen – aber zumindest haben sie nicht nach ihm geschnappt oder getreten.
Dann musste Björt an der Hand vorlaufen – von wegen unklar gehen am Wochenende und Stolpern und so. An der Hand und Traben, das wiederspricht sich nach Meinung von Björt. Schrölt/Prölot/Trallop – aber nix Klares. Puls konnte der Doc auch nicht finden. Da er so vom auf dem Weg laufen nix sagen konnte, Pony an die Longe und an den Silagerollen longiert. Dort lief sie sehr schön und auch klar Trab. Kein Umspringen, kein Lahmen, nix zu sehen und auch kein Puls.
Dr. K. meinte, schonend weiter reiten (heute und Morgen wegen Impfen eher nur so 30 Minuten Schritt) – Dank Marion hab ich ja die Hufschuhe – die werden nun also zum Einsatz kommen.

Heut Abend kam Thomas mit Anna und einer Freundin von Anna -der Miriam- zum Kinder spazieren gehen. Da konnte Thomas auch nochmal die Hufe begutachten. Mit meiner Hand konnte ich per Hufzange nix finden am Huf. Weil ich nicht die Kraft und so habe festzuhalten und zu tasten. Dazu braucht man (leider) 2 gesunde Hände…. Ich zumindest.
Thomas konnte an Björt auch nicht auffälliges entdecken. Die ging mit den Hufschuhen sehr gut und trat prima zu. Das war richtig gut. Die Miriam saß auch gut auf Björt. Nur warum lernen die Kinder in den Reitschulen immer „Beine ans Pferd“ und zum Antreiben rutschen die Reitschulkinder immer im Sattel hin und her, als wenn sie einer Schaukel Anschwung geben wollen. Meine Pferde sind doch keine Schiffsschaukel. Was soll das? Warum bringt man Kindern sowas bei?
Naja – gut das meine Pferde das nicht immer aushalten müssen. *kopfschüttel*

Wichtig war für mich zu sehen, das Björt mit den Schuhen gut geht. Das beruhigt mich doch wirklich ungemein.