Aber das macht ja nichts.
Mein Heu ist eingefahren – dank vieler tatkräftiger Unterstützung.
Die Ponys hatten seit Sonntag frei – eben wegen dem Heu, Dienstag hatte ich nach der Arbeit eingach keine Lust zum reiten, und musste auch die Weide abäppeln. Mittwoch war noch einmal Englisch Kurs vor der Sommerpause und heute fing der Regen an.
So habe ich erst, eben weil es regnete, das (traurige) Fussballspiel Deutschland-Kroatien geschaut und bin dann zu den Pferden.
Björt kam sehr gern mit mir mit. Ich hatte nur die Trense dabei und wollte eine schnelle entspannte Runde ohne Sattel gehen. Daraus wurde nichts, denn kaum saß ich oben, fing Björt an wie sie Sonntag aufgehört hatte. Hampeln, zappeln nur Rennen im Kopf. Ich bin lieber abgestiegen, habe den Sattel geholt und wieder los. Björt wollte eigentlich nur Tempo machen – und ich ließ sie nicht. Wir hatten schon etwas Meinungsverschiedenheiten, heute war es echt heftig. Fast so wie vor 2 1/2 Jahren als sie zu mir kam. Sie musste aber die Mini-Runde trotzdem im Schritt gehen und kam nicht mit ihrem Willen durch. Die nächste Zeit wird ganz bestimmt nur Schritt geritten, bis sie wieder zuhört.
Mit Svandis bin ich dann auch noch los. Mit ihr bin ich den Südweg hinauf und zum Backsweg, dort umgedreht – noch bestimmt 20 Minuten oder länger mit Sieglinde gequatscht und dann wieder heim geritten. Svandis war super lieb und hat gar nichts gemacht. Außer etwas Hampeln als wir bei Sieglinde standen, aber da war Svandis auch langweilig. Und das Svandis-Hampeln war nicht vergleichbar mit Björts Durchdrehen.
Nachdem wir wieder daheim waren und die Ponys ihren Hafer und ihr Heu hatten, bin ich wieder ins Haus.
Heu einfahren
Montag war ich bis 14.15 Uhr im Büro – dann ab nach Hause. Familie war schon am arbeiten. Mein Vater fing gerade an, den Rest des getrockneten Grases zu pressen. Das funktionierte prima. Die Presse macht echt gute Bunde und das Heu war klasse trocken. Kirsten kam kurz nach 16 Uhr zum helfen. 518 Bunde haben wir noch von der Wiese bekommen – also insgesamt 818 Bund!!! Das ist super! Da ich mit meinem kaputten Finger der linken Hand zwar Bunde tragen konnte (mit rechts), aber nicht aufstecken oder auf dem Hänger oder dem Dachboden packen kann, wurde ich zum Treckerfahren abkommandiert. Kirsten und mein Onkel haben aufgesteckt und mein Vater packte das Heu auf dem Hänger. So war der erste Hänger recht fix voll. Meine Mutter und meine Schwägerin harkten loses Heu zusammen und meine Tante suchte noch Steine von der Heuwiese.
Den ersten Hänger haben dann Onkel/Tante und meine Mutter auf dem Heuboden verstaut. Währenddessen haben mein Vater, Kirsten, Alexandra und ich den 2ten Hänger voll gepackt. Parallel habe ich bei meiner Arbeitskollegin Nina angerufen und sie hat ihren Lebensgefährten organisiert, das er mit Trecker kommt Heu abholen. Als wir so 150 Bund Heu auf dem Hänger hatten, erschien der Andreas auch und schnell war der Hänger am kleinen Güldner Trecker. Wir haben dann noch die restlichen 109 Bunde auf dem Acker in Häufchen gelegt und abgedeckt. Kurz nach 21 Uhr fuhren Kirsten und Sohn Luca heim. Alexandra und Tim waren kurz vorher abgehauen. Tim und Luca haben den Nachmittag ganz toll miteinander gespielt. Ich habe dann die Ponys gefüttert, und um 21.30 Uhr brachte man uns den leeren Heuhänger zurück. Und dann war auch endlich Feierabend.
Besuch letzter Tag
Sonntagfrüh kam Thomas um 10 Uhr zum Reiten. Die 4 Pferde waren schnell sauber und gesattelt. Thomas natürlich wie immer Svandis und ich Björt. Man merkte schon, das meine etwas über eine Woche rumgestanden hatten. Die wollten beide los! Holla! Am Backsweg wechselten wir dann die Reihenfolge. Da Svandis und Björt extrem Tempo vorlegten, ließen wir Nauti und Tinna vor, so das sich unsere anpassen mussten. Das gefiel Björt natürlich gar nicht. Svandis war es relativ egal – hauptsache Björt war in ihrer Nähe. Im Reitwald ging ich dann vor – Thomas blieb hinten. Da hatte er mit Svandis dann ziemlich zu tun. Björt wollte gern mehr als ich ließ. Ich glaube, ich war teilweise ziemlich grob.
Wir sind über den „unteren Schlangenweg“ – über die dicke Buche klettern. Florian und ich sind nicht abgestiegen, Anke und Thomas führten lieber über den Baum. Und als dann die Quellen und Baumstämme überwunden waren, durfte Björt auch angaloppieren. Hat die sich gefreut! Die anderen kamen (mit Abstand) hinterher. Florian meinte, das solche Berge dann doch eher ungewöhnlich bei ihnen sind – Aber Spaß hatten sie auch daran. Wir waren flott unterwegs – wechselten auch öfter die Reihenfolge der Pferde. Nur Thomas wollte unbedingt, das Svandis hinten blieb. Was Svandis nicht so mochte. Da muss mein Schecke aber durch. Muss sie lernen. Als wir am Rütli den Berg hinab führten, kamen uns Gabi und Sandra mit 2 Großpferden entgegen. Wir 4 gingen ganz an den Wegesrand, doch trotz unserer braven Ponys scheuten die Großen. Gabi und Sandra stiegen ab, wollten an uns vorbei führen – doch die Warmblüter rissen sich los und rannten wie irre weg. Die hatten Panik vor uns!!! Da die erst eingefangen werden mussten, sind wir 4 langsam weiter den Berg runter.
Am Fuß des Berges wieder auf die Ponys geklettert und heim geritten. In der Zeit hatten die Großpferde auch ihre Reiterinnen wieder und gingen erneut Bergauf…
Nach dem Ausritt haben Thomas und ich Björt und Svandis abgewaschen und Nauti und Tinna – die wesentlich weniger schwitzten als unsere – standen erst am Anbinder… Dann brachten wir meine beiden auf die Weide und die Gastpferde durften Offenstall und Paddock für sich nutzen. Daheim stehen die wohl kaum im Offenstall – bei mir nutzten sie den Stall/Schatten sehr gern. Auch die Heunetze fanden die beiden ganz interessant. Nachdem das Auto wieder gepackt war, der Hänger angekuppelt wurden auch Náttfari und Tinna verstaut und meine Gäste sind wieder Richtung Heimat gefahren.
Ich bin dann gleich auf die Heuwiese und habe geharkt und geschüttelt… Mein Vater hat dann noch einiges in Reihen gezogen und wir haben knapp 300 Bunde gepresst. Meine Tante und mein Onkel kamen noch zum Helfen und so landeten 200 Bund noch auf dem Heuboden und 100 lagerten über nacht im Schuppen. Montag haben das meine Eltern und Onkel/Tante abgeladen als ich arbeiten war. Sonntag war um 21.30 Uhr Feierabend.
Sattelseminar
Samstagfrüh habe ich alle 4 Pferde versorgt und so gegen neun Uhr fingen wir dann an, Tisch und Bänke auf den Hof zu stellen… Und so um kurz vor 10 bekam ich auch von Susanne eine sms, das sie am Sattelseminar teilnimmt… Hmm, hatte ich eigentlich nicht mit gerechnet, aber okay – Platz genug hatten wir ja. Petra kam pünktlich, Thomas und Mariele auch – sogar Susanne war um 10 Uhr hier und auch Manuela (www.aufgesattelt.de) kam auf den Punkt. Natürlich war ich mit vorbereiten nicht fertig. Sonnenschirm, Getränke und Sattelbock mussten noch fix gesucht werden. Typisch ich.
Nachdem auch das Chaos geordnet war, erklärte Manuela anhand eines Mustersattels den Aufbau und die Passform eines Sattels, worauf man achten sollte (Nähte, Biegsamkeit- die je nach Satteltyp unterschiedlich ist usw.) Ebenso wurde die Sattelpflege angesprochen und worauf man dabei achten sollte – eben nicht unbedingt immer ölen und auch dieses angeblich so tolle „Faulpelz“ Lederpflegezeug vom guten teuren Leder lassen. Ich wusste nichtmal das es sowas gibt. Ich schrubbe und fette noch immer so wie ich es vor 20 Jahren gelernt habe. Richtig interessant wurde es dann, als ich Björt und Svandis holte, zwecks Erklärung der Passform des Sattels am Model. Mariele hielt Björt und schmuste sie lieb. Ich stand mit Svandis daneben.
Erst legte Manuela einen Startrekk Dressur auf Björt – einen der „festeren Baumlosen“ (http://www.deuber.de/start/index.html).. So einen wollte ich evtl für Svandis haben… Der Sattel an sich lag recht gut auf Björt. Auch keine Brückenbildung und so – nur ZU LANG für Björt, obwohl das ein recht kurzer Sattel ist. Dann probierten wir noch einen Massimo Tölt auf Bjröt (zu weite Kammer, zu lang) und auch ein Goertz Champion und noch ein anderer Sattel lag nicht gut auf Björt. Das konnten wir dann alle tasten und ansehen und so die Passform selbst überprüfen. Der Startrekk Dressur lag gut auf Svandis. Sah erst zu eng aus, aber da man die Kammer ja bequem „umkletten“ kann und alles so verändern wie man möchte, ging das gut. Der Massimo Tölt lang nicht so optimal bei Svandis und der andere Isi-Sattel war zu lang und klemmte in der Schulter… Das sah und fühlte man. Anke und Florian holten dann noch Tinna und Nauti und die eigenen Sättel. Florians Sattel für Nauti ist okay und baugleich mit einem Isi-Sattel den Manuela dabei hatte, Florian war glücklich, das der Sattel nach so langer Suche nun wirklich okay ist. Tinnas Sattel passt leider wirklich nicht gut und sollte ersetzt werden. Der Massimo Tölt klemmte bei ihr am Widerrist und war nicht optimal in der Länge. Was gut lag war auch hier der Startrekk. Manuela konnte Anke aber immerhin gut beraten und gab ihr auch die Adresse/Telefonnummer einer Sattlerin aus dem Hildesheimer Raum an die sich Anke wenden kann. Und die Sattlerin kann dann auch bei Manuela nachfragen was wie gemacht werden könnte, denn die Sattlerinnen kennen sich.
Wir haben dann noch mal den Startrekk auf Svandis gelegt und als erstes ritt Thomas mal damit Probe. Er behauptet ja, mein Torsion sei schwammig – aber auch der Startrekk schaukelte auf Svandis. Der Sattel saß aber super! Es liegt nicht am Sattel – mein Pony ist schwammig :-(((
Manuela meinte, das ein Baumsattel das Gefühl bei Svandis noch verstärken würde! Und das aufgrund ihrer Figur und des kurzen Rückens eigentlich ein Baumloser Sattel bei Svandis schon absolut gut wäre. Sie konnte auch weder bei Björt noch bei Svandis Druckstellen oder Empfindlichkeiten feststellen, die den Baumlosen Sätteln ja so gern nachgesagt werden. Also bei meinen Pferden scheint das zu passen.
Obwohl so ein Startrekk echt nicht übel zu sitzen war. Nach Thomas saßen auch Florian, Anke und ich den Sattel nacheinander auf Svandis Probe. Der setzt einen natürlich ganz anders als meine „Sattelkissen“. Um kurz nach 12 Uhr war das alles dann auch zu Ende…. Mit Petra muss ich mich mal wieder so zum Klönen verabreden, dazu hatten wir recht wenig Zeit. Und auch mit Susanne muss ich mich mal treffen um ihre Carina und ihre neue Pinto-Mix Stute anzugucken. Carina hat sich in den 3 Jahren die sie nun nicht mehr bei mir ist, sicher sehr verändert… So gegen halb eins waren alle (bis auf A.+F.) vom Hof
Nach dem Mittagessen sind Anke, Florian und ich etwas durch die Gegend gefahren. Habe ihnen die Klinik gezeigt wo ich arbeite, dort sind wir einmal durch den Park gewandert. Dann waren wir im Werre Park und haben da etwas geshoppt.
Abends als es etwas kühler war, sind wir die Hausrunde geritten. Damit die Pferde nicht nur rumstehen und langeweile haben. Ich ritt Björt – das war mir sicherer. Das Reiten mit fremden Pferden hat ihr nichts ausgemacht. Als wenn es immer so wäre, das da noch welche mitkommen. Fix war sie wieder, warten wollte sie nicht aber sonst ganz lieb. Wir sind auch nur Schritt gegangen, d.h. einen kleinen Tölt von ca 200 m haben wir auf dem Feldweg noch gemacht. Im Schritt hatten Nauti und Tinna gut zu tun, das sie hinterher kamen.
Nach dem Ausritt musste ich noch etwas ins Heu. In der Zeit haben meine Gäste den Paddock und die Weide abgeäppelt. Gegen 21.30 Uhr sind wir zum Vlothoer Stadtfest gefahren. Das gefällt mir super gut. Dort sind wenigstens nicht nur Sauf und Fressbuden wie in Oeynhausen. In Vlotho gibt es auch Fahrgeschäfte für Kinder und auch Autoscooter und eine „Raupe“…. Also für die etwas Größeren was. Wir waren bis halb zwölf da. Da machten auch schon die ersten Buden zu.
Besuch bekommen
Freitagfrüh bin ich schnell einkaufen gefahren. Getränke holen, und überhaupt war unser Kühlschrank leer. Dann daheim sauber machen, Stall reinigen, Paddock unterteilen, mein Vater hat Gras gemäht… ich habe in 3 Portionen rationiert (1x sofort und 2 für später für je 2 Ponys)
Heu vom Dachboden geholt, Weide sauber gemacht…. Tisch und Stühle auf die Terrasse getragen, Grill vorbereitet…. Dann fiel mir ein, das ich ja auch Petra zum Sattelseminar einladen könnte – und auch an Susanne (die mal Carina bei mir stehen hatte) hab ich eine sms geschickt. Petra antwortete gleich, das sie super gern kommt und von Susanne kam zunächst nichts.
Anke und Florian kamen am Freitag so gegen 17.30 Uhr. Náttfari und Tinna waren von 4 Stunden Hängerfahren arg fertig. Nauti hatte ganz verhärtete Falnken und beide Pferde gingen ziemlich steif. Die beiden Gastpferde durften erstmal auf der Weide laufen. Das gefiel den beiden auch, und es wurde gefressen, gewälzt und entspannt. Das die beiden da liefen bemerkten Björt und Svandis natürlich sofort. Svandis blubberte und guckte ganz arg. War doch sehr interessant für meinen Jungspund. Björt interessierte es zwar auch, aber nicht so sehr wie Svandis. Náttfari und Tinna erkundeten die Weide und den Paddock – schnupperten auch mal zu Björt und Svandis und gingen wieder auf die Weide.
Thomas und Steffi kamen mit Mariele so gegen 19 Uhr zum Grillen. Mariele wollte noch gern eine Runde reiten. So ging Familie B. noch vor dem Essen eine kleine runde spazieren und Anke, Florian und ich bereiteten das Ponyabendessen vor. Als Thomas & Co zurück kamen, gab es Pony-Futter und auch der Grill war heiß und mein Vater hatte schon Fleisch und Wurst fertig. So konnten wir gleich Essen. Haben bis ca 22 Uhr oder länger draußen gesessen und uns nett unterhalten. Anke, Florian und ich haben dann später noch bis ca halb zwölf im Wohnzimmer gesessen und gequatscht.