Donnerstagfrüh war ich zur Kontrolle im Krankenhaus „sieht gut aus“
Ist das sowas wie „der tut nix – der will nur spielen“???
Alle sagen „sieht gut aus“ – hmmmm….

Der diensthabende Arzt guckte einmal kurz auf die Naht und sagte dann zum Pfleger, kann wieder verbunden werden
Ääääh – Hallo??? Fäden ziehen??
Auf meine Frage har der gar nicht reagiert – erst als der Pfleger nochmal wiederholte – OP ist 1,5 Wochen her – sollten die Fäden gezogen werden?? Erst da reagierte der Arzt, und gab sein okay dazu. Hört man als Arzt nicht auf Patientenfragen? Komisch – kenne ich anders.
Gerade als meine Hand wieder verpackt war, kam der Oberarzt herein der die Voruntersuchung und die OP gemacht hat. Fand es schade das die Hand schon verbunden war, hätte gern nochmal geguckt. Hat sich noch wegen Folgeschmerzen und so erkundigt (hat sein Assi nicht gemacht) und Ende vom Lied – nächster Termin beim Oberarzt – er will das in der Hand behalten.
Nächste Woche noch mal Röntgen ohne Gipsschiene und evtl. Anpassung einer Kunststoffschiene – man, bin ich froh, wenn diese dämliche Gipsschiene weg ist.

Dann war ich bei meinen KollegInnen in der Klinik und hab gesagt, das ich wieder grünes Licht hab ab Montag zu arbeiten. Freuen sich alle.

Meine Eltern sind morgens früh weggefahren – mit meinem Onkel und meiner Tante nach Rietberg zur Landesgarten Schau.
Bin also allein daheim mit Askja und den Ponys gewesen.
Sollte ein wachsames Auge auf meine Pferde haben. Falls es ein freilaufender Hund war, der gescheucht hat… die meisten Spaziergänger haben so feste Zeiten, wenn es Hunde von nebenan waren… die kommen unterschiedlich.
Weiß nicht, was es sonst sein könnte, was die Mäuse so geschockt hat.
Vor der Hütte auf dem gepflasterten lagen Pferdeäppel und im Rasen sind Hufabdrücke – so bis zur Miste.
Das Tor war auch nicht zersplittert, sonder „nur“ der Holzriegel und das E-Band war zerfetzt, die „Flügeltüren“ des Tores waren etwas verzogen.
Ich tippe auf : Ponys in Panik gegen das Tor, Riegel zersplittert und Ponys rennen kurz raus und wieder rein.

Mein Vater hat Montag einen schönen neuen Riegel ans Tor gebastelt und das verzogene Torgatter gerichtet.
Einhändig helfen konnte ich nicht. Aber ich musste die Pferde fernhalten, da die furchtbar neugierig sind, und so ein offenes Stalltor ist doch sehr einladend.

Ansonsten habe ich nichts auf die Beine gestellt am Dienstag. Wie auch – so eingeschränkt. Habe mal wieder ein Buch gelesen (Anatomisch richtiges Reiten) und etwas Briefe geschrieben – Brief per Hand. Wenn man das Schreiben mit 10 Fingern gewohnt ist, sind plötzlich 5 Finger irgendwie viel zu wenig.

Abends kam (wie nun fast immer) Kirsten zum Ponys versorgen.

Heut früh war ich beim Arzt – Verband wechseln (und neu ArbeitsUnfähig)
„Finger sieht okay aus“
Na toll – ich will diese dumme Gipsschiene nicht mehr haben.
Habe auch (mit Handy) Foto vom Finger ohne Verband gemacht – um daheim festzustellen, das ich kein passendes USB kabel oder sowas zum auf den PC bringen habe. Also gibts keine „Grusel-Fotos“

Komme nach Hause, gucke zum Stall:

Panik ergreift mich!!!

Das Stalltor steht sperrangelweit offen!!! Wo sind meine Ponys???
Von oben vom Hof kann man ja nicht alles sehen, darum runtergelaufen.
Björt und Svandis standen beide vollkommen verängstigt in der hintersten Paddockecke. Beide trauten sich nicht zu mir zu kommen, Hufe bis auf den Eco-Raster-Teil des Paddock, und sofort wieder zurück in die Ecke. Das E-Band über dem Holztor war zerrissen, der dicke Holz-Riegel des Tores ist zersplittert!!!!
Die beiden müssen wahnsinnige Angst/Panik vor irgendetwas gehabt haben.
Meine Mutter und mein Vater haben nichts gehört.
Ich habe die Weide geöffnet – Svandis traute sich im dritten Anlauf hinunter.
Björt gar nicht – sie ging bis zwei Meter vor das Tor am Stall und dann zurück in die Paddockecke. Beide Pferde gucken ängstlich immer wieder Richtung Feldweg auf der Wölpke. Ich habe Björt dann ans Halfter genommen und sie auf den Weideweg geschickt.
So konnte mein Vater schon mal anfangen Die E-Litze zu ersetzen und ein Tor Provisorium zu basteln.

Verletzungen sind bei den Pferden nicht sichtbar.
Nur völlig ängstlich und panisch
Was da wohl passiert ist???
Fremder Hund hat sie gejagd oder was???

Samstag früh sind meine Eltern mit Tim einkaufen gefahren.
Und ich habe mich einhändig am Essenkochen versucht. War nicht einfach und ich musste ständig Pause machen – Hand hoch lagern und kühlen.

Nachmittags wollte ich dann bei den Pferden nach dem rechten zu gucken – geht aber nicht wirklich. Man kann nichts anpacken. Irgendwie schlecht – so nur eine Hand.

Dann musten wir uns Schick machen.
40ter Hochzeitstag meiner Tante und meines Onkels. Hatte ich irgendwie voll verdrängt.
Bei Onkel und Tante wurde gegrillt – 14 Gäste – Fleisch für ungefähr 30 Personen. Wer soll das bloß alles aufessen?? Es wurde auch absolut nicht aufgegessen und jeder bekam ein Fresspaket mit nach Hause. Um halb elf waren wir wieder daheim
Habe dann noch Fußball zuende geschaut

Donnerstag war ja Verbandswechsel – und die ganze Hand tat weh, als wenn sie mir die anderen Finger auch noch gebrochen hätten.
Trotzdem habe ich Nachmittags versucht Erdbeeren zu pflücken (mit einer Hand)- tat höllisch weh in der linken Hand obwohl ich die immer schön hochgehalten habe. Also aufgehört.
Abends wurden die Pferde von Kirsten geärgert (Longe Bodenarbeit).

Freitag – so kurz vor 14 Uhr rief Thomas an „Hufe machen – komme jetzt“
Ihm war schon klar, das ich nicht aufhalten konnte. Kirsten war logischerweise um die Zeit noch am arbeiten. Aber Anna (11) sollte mitkommen und aufhalten.
Habe vorsichtshalber meinen Vater schon gefragt, ob er evtl. ausnahmsweise, die Hufe aufhält. Anna probierte bei Björt einen Huf, aber das Mäuschen ist nun mal sensibel, sie mag nicht an bestimmten Stellen berührt werden… Bei Anna klappte schon das Huf geben nicht. Also hat mein Vater die Hufe gehalten, damit Thomas schneiden konnte. Bei Svandis war mehr zu tun als bei Björt, und Svandis ist ja längst nicht so einfach bei den Hufen wie Björt. Svandis zieht schon mal weg, stützt sich auf dem Menschen ab und so. Aber sonst ist sie brav. Sie fängt nur dann an zu zappeln, wenn die Hufe auf den Bock sollen zum raspeln. Das konnte mein Vater aber auch gut festhalten.
Die Hufe waren fix fertig und schon kurz nach 15 Uhr sind Thomas und Anna wieder heim – zum reiten hatten sie keine Zeit, Anna war um halb vier mit einer Freundin verabredet und Thomas wollte noch mit einem Freund Fahrrad fahren.

Da meine Hand furchtbar weh tat habe ich abends dann ein Eispack auf die Hand gelegt.
Freitag abend kam Tim zum übernachten.