Montag und Dienstag haben die Pferde frei gehabt.
Mittwoch konnte Kirsten so kurz vor 19 Uhr zum Reiten kommen. Ich hatte schon angefangen Pferde zu putzen – Also fix gesattelt und los. Sind durchs Dorf geritten. Björt und Svandis waren ausnehmend lieb. Sie benahmen sich sich wirklich gut. Auch nachdem wir den Habichtsweg hinunter geführt hatten und wieder aufgestiegen sind, war auch noch alles prima okay. Das Stück bergauf zu den Schafweiden durften Svandis und Björt mal loslegen. Björt schoss los – Svandis natürlich hinterher. Doch als dann die Schafe ins Blickfeld kamen, wollte Svandis nicht mehr unbedingt hinter Björt her. Zumindest nicht im Galopp. Sie ging dann Trab / Tölt. Kirsten meinte – von vorn sah es aus wie Tölt, gefühlt habe ich mich eher wie Trab. Irendwie muss ich mal am sortieren der Beine arbeiten.
Ins Wäldchen rein war dann auch kein Problem für die Pferde. Aber dann legte Björt los. Sie wollte rennen. Und Kirsten wollte das nicht. Im Wäldchen ging es noch – aber auf dem Feldweg Richtung Heimat… uuuuiiiiihhhh – Björt war ein paar mal kurz davor zu steigen. Sie legte sich voll auf das Gebiß, zog gegen den Zügel. Und immer leichte Ansätze von Steigen. Kirsten ließ dann sofort die Zügel nach und trieb nach vorn – damit es eben nicht hoch geht. Das war jedoch nur in Björts Sinn, denn sie wollte ja die vortreibende Hilfe von Kirsten, damit sie losrennen konnte. Also Kirsten sofort wieder zurück genommen… Björt war wirklich ziemlich garstig auf den 200 m. Sind aber ohne rennen und ohne Steigen/Bocken daheim angekommen. Svandis ließ sich auf dem Stück auch nicht von Björt anstecken. Sicher wollte sie auch schneller, weil Björt vorstürmte – doch sie kam mir nicht so explosiv wie Björt vor.
Nach dem Reiten gemeinsam gefüttert und Kirsten „wurde von den Pferden zum kraulen genötigt“
Und dann war auch Feierabend.

Heute haben wir nichts mit den Pferden gemacht. Meine Eltern fahren morgen in Urlaub – und da war noch einiges vorzubereiten.
Dann hat mein Vater mit nochmal die Motorsense erklärt und die Handhabung auf der Wiese gezeigt. Hab ja schon ab und zu mal damit was gemacht – nur eben nicht so regelmäßig. Aber nun hat mein Vater so viele Stellen neu eingesät – da dürfen die zwei nicht drauf, das muss ich ihnen dann so abmähen. Das werde ich schon schaffen.

Samstag war ich von früh moorgens bis 16 Uhr ausnahmsweise beruflich eingespannt.
Man kann sich an Samstagen sicher etwas anderes vorstellen.

Um kurz vor 18 Uhr kam Kirsten und wir sind schön 1 Stunde geritten – oben am Rütli im Wald. Björt wollte nur Rennen und war ziemlich garstig zu Kirsten. Und auch Svandis war der Meinung das 1 x lieb sein doch reicht. Ständig zog sie gegen den Zügel und machte auch mal Ansätze zum bocken. Aber es hielt sich eigentlich in Grenzen, so das es doch ein ganz guter Ausritt war.

Als ich um 20 Uhr ins Haus kam…. Gucke im Kühlschrank… gähnende Leere – also durfte ich da noch in den Supermarkt fahren. Gut das der WEZ bis 22 Uhr auf hat.

Sonntag war dann gar nicht meins.
Kirsten hatte keine Zeit zum reiten – Thomas hab ich nicht erreicht
Allein hatte ich keine Lust.
Kopfweh hatte ich sowieso wegen der Luft / dem Wetter…
So gegen 19 Uhr bin ich dann doch mit Longe bewaffnet zu den Pferden.
Svandis wollte auch gern mit raus – aber dann hat sie nur rumgebockt – gezogen, nicht zugehört – nach mir getreten und (sie ist nun mal stärker als ich) hat mich durch die Weide gezogen. Hab sie derbe ausgeschimpft, sie war irgendwie gar nicht auf meiner Wellenlänge und ich nicht auf ihrer – das brachte gestern gar nix. – Nur Frust.
Björt hingegen war ganz lieb an der Longe und hat fein reagiert und mit gemacht.
Wegen Kopfweh bin ich dann früh ins Bett gestern.

Und heute Dauerregen – nasse Pferde, nasse Feldwege – so wird es bei knuddeln und massieren bleiben. Vielleicht hat Svandis mich dann ja doch wieder lieb

Am Aben, als ich endlich mal daheim war, erst etwas gegessen und dann zu den Pferden. Mit Svandis bin ich nur so 20 Minuten geritten.
Wir sind zum Feldweg – und haben uns ganz gefährliche Strohballen angesehen. Gabi hat ihren Strohvorrat in ihrer Weide zu einer großen Pyramide aufgeschichtet und mit Plane abgedeckt. Das liegt da sonst natürlich nicht – ist auch erst seit Dienstag da. Mittwoch bin ich mit Svandis ja anders geritten, da hat sie das noch nicht gesehen. Also war heute gucken angesagt. Dann stand auch noch eine Nachbarin im Gebüsch und hat Brombeeren gepflückt. DAS war auch schrecklich. Doch Svandis Neugier siegte. Sie wollte gucken was da so ist und wer da im Gebüsch steht. Am Südweg sind wir auch Problemlos vorbeigegangen weiter Richtung Backsweg. Sonst biegen meine Pferde ja schon gern mal ab Richtung Heimat, weil sie die Wege logischerweise kennen. Heute war Svandis sehr kooperativ. Das war ganz anders als Mittwoch. So wie heut könnte sie gern häufiger sein. Am Backsweg sind wir umgedreht und wieder heim.

Mit Björt bin ich heute wieder die Hausrunde richtig rum geritten. Das gefiel ihr wesentlich besser als mittwoch die Runde anders herum. Bei einem Haus am Backsweg dachte ich mir „Ist schon weihnachten????“ Da war allen ernstes eine Tanne mit Goldgirlande geschmückt und als Björt und ich um die Ecke bogen – da waren dort die Nachbarn am Kränzen. Also Goldhochzeit.
Björt ging da vor lauter aufregung (alles Goldig, alles raschelt) einen sehr schönen Tölt. An der Kuhweide regte sie sich auch nochmal auf. Am Borstenbach ging sie ganz gruslig Tölt/Trab gemixe. Dann wollte sie losrennen bergauf. Da hat’s mir gelangt. Habe sie umgedreht und sie musste nochmal zu den Fischteichen tölten – die war so sauer, das sie schön getöltet ist. An den Teichen wieder umgedreht Richtung Borstenbachbrücke. Björt musste Schritt gehen. Gut, ab der Brücke durfte sie etwas Galoppieren, dann wollte sie um die Ecke ziehen und gleich weiter rasen. Aber nicht mit mir. Wieder umgedreht und auf der „Kreuzung“ stillstehen. Habe so ganz leise vor mich hingezählt – hab keine Uhr beim Reiten. Kam so hin, das wir da etwa eine Minute rumstanden. Oh wunder- Björt kann stillstehen!!! Aber nicht gut. Kaum das sie wieder gehen durfte, wollte sie auch wieder laufen. Aber bis daheim war Schrittgehen angesagt. Hat Björt auch gut hinbekommen. Wiederwillig aber okay.

Dann füttern und schluß

Als ich vorhin heimkam, hatte ich nicht so große Motivation zu den Pferden zu gehen. Es regnete auch immer wieder. Mal stark, mal weniger Stark.
Hab mich dann kurz vor 18 Uhr aber doch aufgerafft und bin runter. Es war auch gerade mal trocken. Also schnell Svandis genommen und gesattelt und losgeritten.
Da es stark windig war, hat Svandis natürlich überall Gespenster gesehen. Sie war unheimlich hart und steif – angespannt wie eine Sprungfeder. Aber sie blieb unten. Hat nur einige Male mit dem Kopf (und 2x hinten raus) geschlagen. Das war für mich ganz okay so, immerhin reite ich sonst bei solchem Wetter nicht unbedingt.
Mit Björt bin ich dann auch los. Der Turbo war an. Sie war völlig verwirrt, weil ich die Hausrunde für ihre Begriffe falsch herum gegangen bin. Dann ist sie immer komplett fertig mit den Nerven. Zudem zog sich der Himmel immer mehr zu, es begann noch stärker zu wehen und es fing an zu grummeln. Doch wir sind noch vor dem Regen daheim gewesen. Habe sogar noch im Trocknen gefüttert. Erst als ich den Stall zu machte, fing das Gewitter an.
Bei solchem Wetter und 2 Pferde die absolut unterbeschäftigt sind. Das war ein gutes Stück Arbeit. Obwohl ich den Zügel ja falsch in der Hand halte, ich merke meinen Finger sehr.

Sonntag im Regen. Hat auch nicht viel. 18 Grad und stetiger Fisselregen, oder auch mal starker Regen, das ist nicht gerade meine Vorstellung von Sommer. Kühlere Temperaturen finde ich generell gut, doch der Regen kann nun langsam wieder aufhören.
Nachmittags habe ich mich dann dazu aufgerafft mit beiden Ponys zusammen spazieren zu gehen. Björt links und Svandis rechts. Bei Björt brauche ich mir keine Sorgen zu machen, das sie mir den Strick durch die Hand zieht. Dazu ist die viel zu lieb erzogen. Die lässt meinen Finger leben. Svandis war auch artig, hat aber wieder wie immer versucht zu fressen. Auf der Straße haben wir gemeinsam nebeneinander traben geübt. Findet Björt nicht gut. Hört nach ein paar Metern Trab an der Hand auf – aber sonst war sie lieb. Dann haben wir uns bei einem Bungalow Partyzelt und Luftballone angesehen – das fanden Björt und Svandis gar nicht aufregend. Interessierte sie nicht mal, das die Luftballone da im Wind flatterten. Wahrscheinlich wären sie aber ausgerastet, wenn ich geritten hätte… So hatten wir einen sehr netten, aber sehr nassen Spaziergang