Letzte Woche habe ich nicht wirklich viel mit den Pferden gemacht.
Montag nichts, weil wir Möhren eingekocht haben.
Dienstag mit beiden Pferden nur spazierengehen, Mittwoch und Donnerstag auch nicht geritten aber immerhin etwas gelaufen.
Freitag dann mit Björt eine wunderschöne kleine gemütliche Schrittrunde geritten. Sie durfte bestimmen wo lang. Hatte ganz lange Zügel (für ihre Verhältnisse, sie hasst durchhängende Zügel) und so trottenten wir erst ganz normal die Hausrunde entlang – ich wollte dann an der Autobahnbrücke wie immer rechts runter in den Wald, aber Björt ging einfach weiter gerade aus ganz an der A2 lang. Sie war völlig gelassen und hupende Autos und flatternde LKW Planen usw. interessierten sie gar nicht. Als wie dann wieder in der Fuchsgrund waren, wollte sie allerdings doch „ihren“ Berg zu den Schafweiden hochrennen. Ich ließ sie nicht, und auch zwischen den Wiesen durfte sie nicht, und auch nicht auf dem Feldweg heim. Das hat sie dann aufgeregt – brachte uns aber auf dem Feldweg einen genialen Tölt ein.
Mit Svandis bin ich Freitag auch wieder Spazieren gegangen. Dabei tritt sie sehr gut. Nur in der Hütte / Paddock bewegt sie sich eindeutig zu wenig und ist dort daher unheimlich steif und tritt hinten ganz furchtbar. Aber unterwegs ist das alles ok.
Samstag hat mein Vater im Garten die Erdbeeren entkrautet und belüftet
Ich habe den Wocheneinkauf erledigt. Dann den Ponystall gemistet.
Björt durfte auf die Weide – und als ich nur noch eine Schubkarre wegfahren musste, bekam Svandis den Maulkorb auf und durfte auch auf die Wiese. Hat die sich aufgeregt. Bocken, steigen, rennen, buckeln…. alle 5 Gangarten und noch ein paar mehr. Galopp und Pass waren aber ihre bevorzugten Gänge. So sind Björt und Svandis ca 10 Minuten über die Weise gerast wie die Irren. Als ich den Stall fertig hatte und die Netze wieder mit Heu gefüllt, Wiese aufgemacht, da kamen beide ziemlich freudig schnaubend an.

Da die APM Therapeutin gesagt hatte, ich solle nicht reiten, putzen oder spazierengehen wenn sie kommt, mussten die Pferde gestern bei dem tollen Wetter nichts machen. Ich bin also in den Gemüsegarten und habe die letzten 2 1/2 Reihen Möhren ausgebuddelt… Eigentlich will meine Mutter die auch noch einkochen, doch so nach und nach werden die sicher nicht eingekocht im Pferdemagen landen.
Anke – die APM Therapeutin – erschien so um kurz nach 17 Uhr.
Svandis zeigte völliges Desinteresse und drehte nus den Po zu. Aber Björt kam gleich an. Da war wer Neues! Völlig gegen ihre sonstige Abneigung gegen Fremde durfte Anke sie überall anpacken und als sie dann anfing mit ihrem APM-Stab zu „zeichnen“ hielt Björt unheimlich still. Die Augen gingen immer weiter zu, der Kopf wurde schwer, sie entspannte völlig. Normalerweise darf man sonst nicht mal mit einem Stöckchen oder irgendetwas in Björts Nähe kommen, aber den APM-Spannungsausgleich fand Björt echt toll.
Svandis gefiel Anke nicht so recht. So wie sie ging und desinteressiert herum stand… Anke wusste nicht so wirklich wo anfangen. Auch sie vermutet das Problem eher hinten – Aber vorn geht Svandis im Stall/Paddock natürlich auch nicht gut. Und sie hatte beim herumtoben auf der Weide wahrscheinlich zu viel gemacht. Jedenfalls war Svandis nicht so begeistert. Anke hat dann bei Svandis auch einen Spannungsausgleich gemacht. Erst wollte sie die Energie von unten in den Rücken ziehen (Dorsale Therapie) doch da die Beine kalt waren, und auch die Kronränder nicht warm erhielt Svandis die gleiche Therapie wie Björt.
D.h. die Energie wird komplett in den unteren Pferdeteil (Bauch, Beine) gezogen und dann muss das Pferd in den nächsten 72 Stunden durch den „Ebbe-Flut-Effekt“ die Energie wieder ausgleichen. Anke meinte, es kann sein, das Svandis nun erstmal wieder schlechter geht – wenn sie zum Wochenende absolut nicht besser geht, will sie nochmal kommen und dann doch diese Dorsale Therapie machen.
Björt und Svandis sollen nun also bis Dienstag nix tun, um ihren Energieausgleich in Ruhe machen zu können. Und dann mal gucken, ob Björt ruhiger und gelassener ist und ob Svandis besser läuft.
Björt war um 21 Uhr noch immer schläfrig und schmusig, aber sehr zufrieden – und Svandis, die während der APM Behandlung lieber gefressen hat, durch die Gegend guckte aber nicht entspannte… Svandis hatte einen nassgeschwitzten Kopf und Hals – und auch der Rücken war etwas feucht. Also irgendwas muss diese Behandlung ja bewirkt haben – Svandis hat sonst nix gemacht zwischen 19.30 und 21 Uhr….

Heut früh war Björt wie immer, wollte Leckerlie und knuddeln…
Svandis war nach unten in den Paddock geschlichen und wollte ihre Ruhe. Aber nass war sie nicht mehr – und die Beine noch immer nicht warm, kein erhöhter Puls in den Fesselarterien… Gut oder schlecht – ich weiß es nicht. Abwarten…

Samstagfrüh hat mein Vater mir dann einen Hänger voll Sand geholt und ich habe das dann per Schubkarre auf den Paddock gefahren. Waren nur 8 Schubkarren voll. Nun ist es wieder „weicher“ auf dem Paddock und Björt und Svandis lieben es. Sie lagen gleich drin und haben geschlafen.
So gegen 18 Uhr bin ich dann wieder zu den Pferden.
Nachdem Björt und ich Freitag etwas Differenzen bezüglich der Gangart und der Richtung hatten, wurde Samstag wieder mit normaler Zäumung, also mit doppeltgebrochener Wassertrense geritten. Auf dem Feldweg an Gabis Weide stand wieder der Geländewagen. Nur um Björt zu Ärgern musste sie Samstag die Hausrunde „falsch“ herum gehen. Sie ging schon mal im Tölt vom Hof den Feldweg entlang. Problem – Askja fand das ganz toll und wollte mit. Meine Mutter war auf der Heuwiese am Champion suchen, da ritt ich also zunächst zu meiner Mutter und brachte ihr Askja – und dann wieder zurück auf den korrekten Weg.
Am Geländewagen stockte Björt. Nix ging mehr – sie wollte nur noch heim. Aber sie durfte nicht. Sie musste voran, und da der Wagen so unheimlich war, ging sie super toll mir kreuzenden Vorderbeinen vorbei. Toll, das in einer Reitstunde und ich wäre begeistert.
5 m weiter stand Renate und zog Zaun – sie fragte dann, ob ich mir beim Sturz am Freitag was getan hab. Björt regte sich wieder furchtbar auf, das da jemand stand und noch schlimmer – die hat uns angesprochen!
Im Wäldchen bergab zum Borstenbach ging Björt ganz anständig, an der Straße/Autobahn war sie auch sehr aufgedreht – aber blieb im Schritt. Björt wollte den Backsweg hochrennen. Ich ließ sie nicht. Also war sie doch wieder nassgeschwitzt als wir heim kamen. Björt durfte auf die Wiese. Eigentlich sollte sie sich wälzen, doch Björt zog es vor zu fressen. Mit Svandis bin ich noch „schnell“ ein paar Runden um Björt herumgelaufen, und das ging auch recht gut.

Abends war ich bei Claudia und wir haben DVD geguckt. Um 23.40 uhr war ich wieder daheim

Heute am Sonntag hab ich wie immer früh morgens die Pferde versorgt, und wieder ins Bett gekuschelt.
Irgendwie war es heute noch schlimmer als sonst, das mit dem Aufstehen. Mir war so unerträglich kalt und schwindelig und so schlapp. Kam gar nicht richtig „hoch“ auch Kaffee brachte keine Besserung. Und nicht mal Kopfweh – im allgemeinen einfach schlapp.
Nachmittags bin ich zu den Pferden. Björt fix auf die Wiese gelassen. Svandis geputzt, Rücken und Beine massiert, das Kühlgel einmassiert… und im strömenden Regen mit ihr auf dem Feldweg hin und her gelaufen. Als ich losging, war der Regen nicht so schlimm war – aber dann kam es runter.
Björt hatte frei. Die bewegte sich von allein auf der Wiese, weil Svandis ja weg war.
Hoffe auf besseres Wetter für die kommende Woche.

… haben Björt und ich uns kurzfristig… Zum allerersten Mal seit sie vor knapp drei Jahren bei mir einzog. Mein erster unfreiwilliger Abgang von Björt.

Bekomme am rechten Oberschenkel sicher einen riesigen großen blauen Fleck.
Momentan ist dort eine riesige große druckempfindliche Beule. Falle auf dem Acker vom Pferd und treffe den einzigen Stein der weit und breit herum liegt.

Björt war eigentlich goldig lieb. Sidepull reiten hat ganz ruhig mitgemacht – bis wir zur Borrstenbachbrücke kamen. Da zog sie dann im Galopp ab Richtung Heimat. Kurz vor Waldausgang konnte ich sie etwas bremsen, weil ich wusste, das geht nicht gut – ein paar Meter hinter Waldausgang stand Gabis Geländewagen, die machten die Weide dort heile. Am Geländewagen lang trippelte Björt im Schritt, dann fegte sie weiter, wollte rechts abbiegen nach Hause – das konnte ich „verhindern“ sie rannte weiter, ich sah schon die 2 Männer unterm Baum hocken und rauchen. Ich wollte Björt abbremsen, aber sie weigerte sich, neben den Männern erschrak Björt furchtbar, sprang nach links auf den frisch umgepflügten Acker und hupfte einmal hoch, knickte im gepflügten Feld vorn etwas ein und unten lag ich.
Bevor mir der Zügel die linke Hand wieder zerstört ließ ich los. Sofort ergriff mich der Gedanke „du kriegst Björt nie wieder“ doch sie bremste sofort, drehte sich um und kam zu mir, ließ sich lieb einfangen, den Sattel richten und sah sich die Männer an, die sich ernsthaft sorgten, das mir was passiert sei. Bin aufgestiegen und schon wollte Björt wieder rennen. Aber sie drehte gleich Richtung Heimat und das wollte ich nicht. Soll sie sich nicht einfallen lassen, also wieder Richtung Straße gewendet – und das war ne ganz üble Idee. Da schoß sie los wie irre und ich konnte mit Sidepull nicht gegenhalten – bis fast zum Südweg ist sie galoppiert. Man, ich hatte Bammel! Sie musste dann noch so 200 m brav im Schritt bis zum Bungalow weitergehen und auch mich den ganzen Südweg im Schritt runter tragen.
Eigentlich hätte ich nochmal Trense draufmachen sollen und die Feldwegrunde im Schritt reiten – aber dazu hatte ich keine Lust mehr.
Björt stand völlig entspannt auf dem Hof, pumpte nicht – sie sah echt zufrieden aus. Nachdem ich die letzten 3 mal so prima ohne Sattel geritten bin, dachte ich auch heut wird ein entspannter Tag mit ihr. Aber das war wohl nix. Also doch wieder mit Trense reiten!

Mit Svandis bin ich wieder Südweg hoch, Straße lang, Feldweg runter und sie ging noch etwas besser als gestern. Habe ihr nach dem Spaziergang wieder Durchblutungsgel auf die Fesselgelenke und in die Fesselbeuge einmassiert. Das scheint auch etwas zu helfen und zu kühlen.
Meine Hand puckert danach jedenfalls nicht übel. Die durchblutet dann schon mal sehr gut.

Donnerstag war ich den ganzen Tag furchtbar müde. Hätte eimerweise Kaffee trinken können. Brachte nur nix. Um 17.40 Uhr war ich daheim und kurze Zeit später bei den Pferden.
Mit Björt ohne Sattel die Minirunde mal anders herum geritten. Also erst Südweg hoch, Straße lang, Feldweg runter. Wie Sonntag wollte Björt an dem Pflug unserer Nachbarn nicht gern vorbei. Jedenfalls findet Björt diesen Pflug ganz schlimm. Der gehört da nicht hin.
Mit Svandis bin ich die gleiche Runde gelaufen. Sie ging auf dem Hof nicht so toll, aber auf den Seitenstreifen und auf dem Feldweg sah man nichts auffälliges an ihrem Gang.
Kaum waren wir wieder im Stall, setzte der Regen wieder ein.
Nach dem Laufen und dem Füttern wurden die Pferde wieder massiert. Genießen sie in vollen Zügen.
Svandis Beine und Hufe sind nicht mehr warm. Scheint aufwärts zu gehen

Mittwoch nach der Büroarbeit schnell zu Svandis und Björt. Björt durfte wieder etwas auf der Wiese futtern, und mit Svandis lief ich 10 Minuten in die Runde. Klappte ziemlich gut. Ich fands nicht übel. Im Eilverfahren gefüttert und massiert und dann ganz schnell ins Haus und in Schale geworfen.

Claudia hat mich kurz nach halb sieben abgeholt. Da die Autobahn frei war, sind wir auch zügig in Bielefeld gewesen.
Lord of the Dance fing dann (fast pünktlich) um 20.10 Uhr an. Der männliche Hauptdarsteller versuchte teilweise Michael Flatley zu immitieren – fand ich bißchen affig, denn er war als „Lord“ doch völlig anders als der von Flatley. Die Aufführung war teilweise etwas moderner und die Kostüme der „Elfen“ und „Feen“ bunter als zb. auf meinem Video…
Natürlich war die Story nicht anders als das Video oder die Aufführungen im TV. Es mal Live zu sehen war jedoch toll. Hat mir schon gefallen. Die Zeit verging bei toller Musik und klasse Tänzern auch sehr schnell und schwupp die wupp war es 22 Uhr. Bis wir dann aus dem Parkhaus raus waren, war es 22.40 Uhr. Claudia hatte noch etwas Hunger, so das wir einen Zwischenstopp bei einem Fast Food Restaurant machten.
Somit war ich Mittwoch auch kurz vor Mitternacht im Bett.