Langes Arbeiten im Büro – das heißt wenig Zeit im Hellen für die Pferde.
Montag und Dienstag daher mit Björt und Svandis in der Dämmerung kurze Spaziergänge gemacht. Damit nicht einer immer rumschreit mit beiden gemeinsam. Das klappte prima und beide waren zufrieden. Svandis trat sehr schön zu – gefiel mir sehr.

Heute bin ich mit Björt wieder die Hausrunde geritten. Wieder mit Refektorweste und Reflektor an den Hufschuhen. Und Björt war heute wieder total lieb beim Reiten. Was war da Sonntag bloß los?
Mit Svandis heute allein an unserer Heuwiese entlang spaziert. Sie war wahrscheinlich aufgrund der plötzlichen Kälte ziemlich steif. Als sie sich eingelaufen hatte, ging sie flott und ohne Stolpern voran. Vor dem Spaziergang wollte sie im Paddock nicht so recht laufen – als wir wieder kamen, ging sie sehr flott und flüssig auch ohne „treiben“ im Paddock hin und her. Sie braucht mehr Bewegung. Dann geht sie jedenfalls besser.

Samstag im Dauerregen versucht den Hof vom restlichen Schlamm zu befreien – hat nicht ganz geklappt. Nachmittags war ich mit meiner Mutter in Bad Salzuflen und habe im Raiffeisenmarkt ziemlich eingekauft. Muss auch mal sein. Abends in einer Regenpause kurz mit den Pferden das in den Hänger einsteigen geübt. Klappt schon hervorragend. Ansonsten hatten die Pferde Samstag regenfrei.

Und Sonntag? Morgens einen entspannten Ausritt? Nein, das kleine Fuchspony ist völlig verrückt!! Kühle Temperaturen, Wind – genau das scheint „ihr“ Wetter zu sein.
Durchs Dorf Richtung Wald war Madame nur am Traben/Tölten, nur am ziehen, – kein Vergleich zu Freitag, wo sie so lieb war.
Im Wald drehte sie noch mehr auf. Ich habe einige Male unschön zugreifen müssen. Björt nahm Spaziergänger richtig ins Visier und zog drauf zu. Bin den Reitweg lang. Natürlich mit Hufschuh, sonst geht das auf dem elenden Schotter dort überhaupt nicht. An einigen Stellen hat der Starkregen etwas gebracht und Waldboden über den Schotter gespült, doch das sind die kleinsten Stellen. Bei „ihren“ Bergen wollte Björt natürlich erst recht das Tempo bestimmen. Leider hielt hinten rechts der Schuh das nicht aus. Aber dank der Fangriemen muss man nicht suchen. Wieder angezogen, nochmal alle nachgestellt und wieder aufgestiegen. Hatte noch nicht mal rechten Fuß im Bügel und die Zügel sortiert – da preschte Björt schon weiter. Das gab Ärger!!! Aber so richtig. War drauf und dran mir ein Stöckchen zu brechen. Doch dann hätte ich noch mehr Probleme gehabt. Tölten durfte sie, aber nicht in den Galopp und das machte sie total sauer. Auf dem Rückweg durchs Dorf fing sie glatt auf dem Borweg das spinnen an! Wollte wieder schnell, ging mitten auf die Straße, bockte sogar etwas. Fand ich nicht prickelnd, da von hinten Autos kamen. Ich konnte Björt in eine Einfahrt lenken und sie zur Ruhe bringen. Wieder auf dem Weg, fing das Theater wieder an. Und das ging den ganzen Weg durch die Wölpke weiter. Ließ ich ihr die Zügel, gleich in den Tölt und los. Sollte sie aber nicht, und wenn ich sie zurück nahm – Kopfschlagen, stampfen, ausschlagen.
Heute war echt ein schlechter Ausritt. Madame ist total durchgeschwitzt und ich auch….

Dafür geht Svandis munter im Paddock umher und tritt ziemlich gut zu. Gestern trabte sie sogar kurz, und heute beinahe auch…

Der Herbst kommt, oder wie? Es wird schon wieder zu früh dunkel. Noch schnell mit Björt losgeritten so gegen halb sieben am abend. Da war es gut, das ich meine Reflektorweste angezogen hatte, und Björt ihre Hufschuh mit Reflektorband. Das wurde richtig fix duster.
Im Wäldchen (Loher Busch) konnte ich kaum noch etwas sehen, das war mehr ein Ahnen. Gut das Björt anständig blieb und nicht Gas geben wollte. So war es ein schöner Dämmerungsritt