Montag früh Feierabend. Wollte mit Askja zur Tierärztin, da sie sich ihre Kralle mal wieder blutig eingerissen hatte. Ich war davon ausgegangen, das die Tierarztpraxis zwischen 13 und 14 Uhr geöffnet ist. Daher um 12 Uhr aus dem Büro entschwunden. Daheim was essen… und dann verschwand mein Vater plötzlich, und als wir raus guckten, hat er Reifen gewechselt. So sind Winterreifen auf den Punto gekommen.

Ich bin um 13.45 Uhr zum Tierarzt mit Askja ,war um 13.55 Uhr dort, gucke aufs Praxisschild: Mo,Mi, Fr von 14 bis 15 Uhr, Di und Do 18-19 Uhr. PUH! Glückgehabt. Tierärzte guckten sich Askjas Pfote an, konnten aber nicht viel machen, da die eingerissene Kralle noch zu fest saß. Muss so rauswachsen. Nun humpelt Askja noch immer auf 3 Beinen umher.
Anschließend bin ich mit dem Auto in die Waschanlage. Nachmittags Reiten mit Björt, Abends auf dem Sofa einschlafen…


Heute früh habe ich zunächst mal länger mit Petra telefoniert, ob ich wirklich und ganz ehrlich auf ihren Reitplatz darf. Ja, durfte ich. Als das geklärt war, habe ich die Pferde geschrubbt und dann erst einen Spaziergang mit Björt und Svandis (ohne Hufschuh) gemacht. Svandis trat, wie ich finde, sehr schön zu, und wenn ich nicht zu viel Angst hätte, das Hängerfahren wieder Hufrehe gibt, hätte ich sie Nachmittag auch gern mitgenommen – nur so zum dort Laufen lassen oder Spazieren gehen. Nach dem kleinen Spaziergang habe ich dann den linken Vorderhuf neu verbunden und auch rechts vorn einen dünnen trocknen Verband angelegt, das sich dort erst gar keine Scheuerstellen von den Hufschuhen bilden. Ponys zurück in den Stall.
So kurz vor 14 Uhr Hänger klar gemacht, Vater hat Auto aus der Garage geholt, angespannt… Pony geholt. Gleich beim ersten Versuch ging Björt rein in den Hänger. Allein drinstehen fand Björt jetzt nicht so prickelnd, aber sie war lieb und blieb stehen. Ich durfte dann den Volvo mit Hänger fahren. Für das erste Mal das Gespann bewegen, fand ich mich gar nicht schlecht. Immerhin sind meine letzten Hängerfahrten in Scheden gewesen – und da bin ich seit 1996 nicht mehr.
Oben auf dem Winterberg – da hat es geweht. Hui! Nach der Hängerfahrt, auch wenn es nur knapp 15 Minuten waren, habe ich Björt auf dem Platz frei laufen lassen. Sie war auch sehr aufgeregt. Weil sie dort noch nie war, alles neu – der Wind und überhaupt. Satteln und Aufsteigen war dann gar kein Problem. Ich hätte jetzt damit gerechnet, das sie gleich abgeht, und nicht wartet bis ich oben bin. Doch sie blieb stehen, wie wir es so lang geübt haben, bis sie ihr Leckerlie hatte. Dann wollte sie aber fix los.
Vater hat ein paar Fotos und Filmchen gemacht. Klar einige Rollen drin im Tölt und wahrscheinlich haben ganz viele Leute was zu meckern, aber mir egal. Wir waren das erste Mal in unserem Leben gemeinsam auf einem Reitplatz! Nachdem wir 4 Jahre nur ins Gelände sind.
Seitengänge nach links hat auch geklappt. Rechts nur ein paar Tritte. Volten gingen, Schlangenlinien kein Problem. Zirkel – naja, waren bessere Ostereier. Linke Hand klappte fast alles, was ich so aus meinem tiefsten Gedächtnis hervorkramen konnte. Rechte Hand ist Björt eindeutig schwächer und wollte nicht so. Absatteln nach 30 Minuten auf dem Platz – Pferd eindecken, da sie schon geschwitzt hatte. Verladen, diesmal im 2ten Anlauf. Heimfahren durfte ich dann auch wieder.
War ein schöner Tag…
Nun noch Svandis fit bekommen, damit wir dort antrainieren können!

Heute früh hatte ich mal wieder elende Kopfweh. Habe etwas im Stall sauber gemacht, damit neues Heu nach unten konnte. Dann bin ich beauftragt worden, nach Bad Salzuflen zu fahren um dort beim Wohnwagenhändler neue „Bremsbacken“ für die Anti-Schlingerkupplung des Wohnwagen zu kaufen und wo ich schon mal da bin, sollte ich mir für den Pferdehänger ein Diebstahlschloss und eine Deichselabdeckung kaufen. Habe auch alles bekommen. Und weil der Wohnwagenhändler fast um die Ecke beim Raiffeisenmarkt ist, habe ich dort auch angehalten und mir noch Gummi-Schlupf-Schuh gekauft und Pferdelecker und Hundelecker…
Nach dem Mittagessen bin ich dann trotz massivem Kopfdröhnen raus. Svandis Verband abgenommen – der Hufballen heilt schön ab. Etwas ohne Schutz stehen lassen, gefiel ihr nicht. Ich habe schnell den Stall gemistet und den Misthaufen plattgetreten. Dann Svandis wieder einen Verband angelegt und die Vorderhufe in die Schuhe verstaut, geht sie wieder besser – aber noch immer nicht gut. Mit Björt bin ich dann geritten. Sind etwas nass geworden, aber okay, kann ich mit leben. Hatte meine Regenjacke an, von daher war der Regen auch egal. Allerdings war Björt etwas schreckhaft. Als einmal eine Windböe meine Regenjacke erwischte und es flatterte, da erschrak Björt furchtbar, rannte ein paar Meter, blieb dann wie angewurzelt stehen. Ging weiter, um sich bei Flatterplane auf Strohballen erneut zu erschrecken – dort ist sie aber dran vorbeigegangen ohne zu rennen. War trotz Regen und Sturm doch schön der Ausritt. Das Gewitter beim abendlichen Füttern hätte sich der Wettergott auch sparen können.

Freitag – bis 17 Uhr arbeiten – Danach Pferde versorgen… Und plötzlich kam Askja blutend und humpelnd um die Ecke. Hat sich schon wieder eine Kralle eingerissen/ausgerissen. Wie Askja das imer schafft weiß ich nicht. Ich wollte sie gleich schnappen und verbinden, doch sie humpelte zu fix weg – ich musste erst Stallschuh ausziehen – da war Askja in den Keller gelaufen und hatte die Fliesen im Stall/Durchgang zum Haus schon zugesaut. Da ich die Kralle allein nicht ganz raus bekam, habe ich Vater zu Hilfe geholt. Der traute sich, die eingerissene Kralle abzuschneiden. Ich legte einen Verband an. Damit wollte Askja zwar auch nicht zutreten, aber sie blutete nicht mehr die Wohnung voll.

Freitagabend ging es mal wieder ins Kino. Ich wollte den Film nicht gucken, aber meine Freundin schon. Die freute sich sehr auf den Film. „New Moon – Biss zur Mittagsstunde“ Kino war fast ausverkauft und zu 80 % alles Mädels unter dreißig. Eine Handvoll Männer, die wahrscheinlich mitgeschliffen wurden.
Ach was Schmalz. Was langatmig – und überhaupt: Was findet alle Welt so toll an diesem Robert Pattinson?? Ich finde den kein bißchen hübsch. Da gefiel mir Taylor Lautner besser – ganz davon abgesehen, das die Schauspieler alles „Kinder“ sind. Was für einen Film über Teens und Twens natürlich okay und gewollt ist.
Ungefährt 30 Mal hätte ich am liebsten gesagt, „nun beiß das Mädel endlich, damit der Film zuende ist“ – aber nee – ist ja ein Vierteiler.
Es ist nicht schade, das ich den ersten Teil nicht kenne – und ganz ehrlich, die noch kommenden 2 Teile möchte ich auch nicht gucken (müssen)

Letzten Sonntag bin ich am Nachmittag noch mit Björt durchs Dorf geritten. Am Bach lang zurück. Bis auf ihre Bergrennstrecke war Björt ein nettes Pferdchen. Aber weil sie den Berg wieder so stürmen wollte – ich nicht, da ich keine Lust auf Hufschuh fliegen hatte – haben wir uns dabei etwas gestritten haben, durfte sie die „Hausrunde verkehrt herum“ gehen. So waren wir insgesamt knapp eine Stunde unterwegs waren. Hat sogar gepaßt und wir sind nicht nass geworden.
Monatg war das letzte Mal Englisch Kurs bei der VHS. Fiona (unsere Lehrerin) hatte aus dem Army-Shop in Herford Englische Knabbereien mitgebracht, Regina hatte Kekse gebacken und Alexandra hatte Apfelkuchen dabei. Die englischen Küchlein (Schoko-Röllchen und Muffins mit Rosinen/Minz-Füllung) schmeckten für mich gewöhnungsbedürftig. Die Chips waren ok – Cheese and Onion, „Salt“ und „Salz und Essig“… Wobei Salz/Essig für mich ziemlich furchtbar im Geschmack waren. Wir haben Sekt getrunken und auf Englisch „Wer wird Millionär“ gespielt. Wahrscheinlich melden Claudia und ich uns auch wieder für den Februar Kurs an. Fiona ist ganz nett – und es macht auch Spaß… Auch wenn Claudia sagt, ich sei zu „gut“ für den Kurs. Mir kommt es drauf an, das man im Sprechen bleibt und die Vokabeln nicht völlig vergißt. Dafür ist der Kurs nett. Wenn ich „lernen“ wollte, müsste ich noch beim Business-Kurs weiter machen.
Dienstag und Mittwoch bin ich abends im Regen mit Svandis umhergelaufen. Spazieren gehen auf dem Hof geht. Im Paddock allein ohne besondere Motivation noch immer nicht wirklich.
Donnerstag habe ich Björt etwas an der Longe laufen lassen auf dem Hof, aber das hat ihr nicht viel gebracht.