Von 9.30 Uhr bis 12 Uhr Südweg hoch schüppen – auch wen wir zu dritt waren – es war furchtbar anstrengend, da die Schneeverwehungen teilweise wirklich fast 1 m hoch waren. Vater hat versucht mit dem Holder zu schieben. Doch so richtig durch kam er nicht – darum blieb ca 3/4 des Weges für uns zum Schüppen.

Nach Mittag bin ich mit Björt die Hausrunde geritten. Wollte wegen der Kälte nur kurz – ich kann sie ja bekanntlicher Weise nirgends zum abtrocknen in eine Box stellen. Daher bei dem Wetter lieber nur kleine Runden – dabei aber Spaß haben. Straße lang bis zum Backsweg waren schon einige wenige Autospuren – geschoben wurde heute bei uns von der Stadt keinen Zentimeter. Für Björt zum reiten war das natürlich optimal – für die Autofahrer eher nicht. Backsweg abwärts ging Björt auch ganz nett, fand den Schnee aber so toll, das sie beinahe Bergab testen wollte, wie schnell ich mitmache. Ganz bestimmt nicht schnell. Ich hasse Bergabrennen. Der ganze Backsweg stand noch schlimmer zu als die Wölpke – da lag der Schnee „unterbodenhoch“ – so in Autohöhe gemessen. Bei Björt durch die Verwehungen auf der Straße teilweise bis Vorderfußwurzelgelenk. Sie hat nun mal nur kleine Stöpsel! Hinderte sie aber nicht daran, ab der Borstenbachbrücke bis hoch zur Borstenbachstraße mitten auf der tief verschneiten Straße einen Galopp einzulegen. Auf dem Feldweg Richtung Heimat wollte sie auch noch galoppieren, doch die Schneeverwehungen waren dort zu hoch. Sie ging von allein langsamer. Ich ließ ihr die Zügel, so das sie Weg und Geschwindigkeit bestimmen konnte. Teilweise waren die Verwehungen so hoch, das Björt rausspringen musste.
Daheim wieder Björt den Kopf mit Handtuch geschrubbelt, und sie zugedeckt – Svandis geholt und die 700 Meter zum Backsweg gelaufen und zurück – So hatte Svandis also auch Bewegung. Und Björt noch etwas zum Abkühlen.

Danach habe ich schon wieder die Garageneinfahrt frei geschaufelt. Lagen schon wieder 3 bis 4 cm Schnee drauf. Ich mag nicht mehr…. Kann ja kalt bleiben, aber bitte kein Neuschnee mehr.

Das heißt: hilf dir selbst – es hilft dir sonst bestimmt keiner.
Heut früh habe ich um 6.30 Uhr die Lichter vom Streu/Schiebewagen am Rütli blinken sehen. Hier war niemand.
Der Südweg ist komplett dicht. Wir haben keine Chance den frei zu bekommen.
Das kann ja heiter werden.

Ich mag kein Schnee mehr sehen. Seit Mittwoch, bin ich nicht mehr geritten und auch spazieren gehen gestaltet sich sehr schwierig.
Freitag habe ich die Pferde abends an der Longe gehen lassen. Svandis trat auch ganz gut zu – aber rechte Hand tritt sie vorn rechts deutlich kürzer als vorn links. Linke Hand sieht man fast keinen Unterschied. Links herum ist sie auch freiwillig angetrabt und auch mal angaloppiert – rechts herum langsamer und schneller Schritt, mehr nicht. 15 Minuten Bewegen an der Longe, hat ihr gereicht um ordentlich zu schnaufen.
Björt kam auch an die Longe. Sie wollte gleich losstürmen, also mit ihr wieder am Langsam gehen gearbeitet. Klappte dann auch. Traben hat sie nach 2 Runden von selbst abgebrochen, war ihr im hohen Schnee zu anstrengend.

Heute mussten wir zur Mittagszeit zu Onkel und Tante auf den Kappenberg. Autofahren wollten wir bei dem Wetter nicht. So sind wir Edlers dick vermummt losgestapft. Feldweg… nein. Kein Durchkommen. Umgedreht – Südweg hoch. Teilweise Kniehohe Schneeverwehungen. War schon ziemlich anstrengend da hoch zu kommen. Durch Oberbecksen war auch nicht geschoben. Aber da lag durch den Schutz der Häuser nicht ganz so viel Schnee. Und einige Fahrspuren waren auch da, in denen man ganz gut laufen konnte. Statt 30 Minuten wie „normal“ haben wir heute trotz zügigem Gehen fast eine Stunde gebraucht.
Zurück das gleiche Spiel. Ca 16.40 Uhr losgelaufen, 17.20 Uhr waren wir wieder hier. Südweg ist tagsüber noch mehr zugeweht. Das wird Vaters Holder nicht freischieben können. Vielleicht Tunnel unter dem Schnee bauen??? Ist bestimmt einfacher als freischaufeln.

Bin bereits um 14 Uhr aus dem Büro verschwunden. Noch schnell einkaufen und dann gut heimgerutscht. Sogar der UPS Fahrer hat es im 2ten Anlauf bis zum Südweg geschafft. Dienstag hat er an der Amselschänke „abgebrochen“. Mittwoch ist er dann oben am Südweg stehen geblieben und hat mir mein Paket runtergetragen. Grummel – machen Zeitungsbote und Postbote auch, das die den Südweg gerade zu Fuß machen. Nur UPS ruft an und sagt „wir lassen Ihr Paket zurückgehen – sie sind nicht erreichbar“. Das ist doch echter Kundenservice…

Nachdem ich mich fix umgezogen hatte, bin ich ins Schneetreiben zu Björt und hab mir die Kleine gesattelt. Sie war schon voller Freude und rannte gleich den Feldweg im Galopp hoch. Quer über das tief eingeschneite und gefrorene Feld Richtung Fuchsgrund ist sie einen Teil getöltet. Dann war ihr das aber zu anstrengend und sie ist im Schritt weiter. Wir sind wieder den Weg runter bis zur „Erni+Boni-Brücke“ und dort umgedreht und Yippiejeah! Vorher hatte ich schon 2 Väter (mit 3 Kindern und Schlitten) gefragt, ob sie mich da wohl mal hochdüsen lassen und solange nicht rutschen. Die haben sich gefreut, das Björt da so hochgeschossen ist. Bin mit ihr dann noch runter bis zur Bachbrücke und da umgedreht und wieder so schnell das Pony wollte den ganzen Berg hoch bis zu den Schafweiden. Wieder umgedreht und auf dem Feldweg ab nach Hause. Im Wäldchen Björt natürlich im Galopp. Auf dem Feldweg war ihr Tölt und Galopp zu schwer, weil der Schnee so tief war. Da ging sie dann freiwillig Schritt. Straße lang und Südweg runter habe ich geführt. War mir zu glatt. So hat Björt 20 Minuten rumgetobt – fand sie toll.
Anschließend bin ich mit Svandis spazierengegangen. Im Paddock/Stall ist Svandis etwas leidend. Will nicht unbedingt gehen. Kaum am Halfter und 4 Schritte gegangen lebt sie auf und kann richtig fix werden! Südweg hoch ging sie erst hinter mir, dann war ich ihr zu langsam und sie hat mich gezogen. Straße lang: totaler Imponiertyp, Kopf hoch, wache Augen, ein wahnsinnig Schickes Pferd!! *schwärm* Feldweg runter ist sie mir ständig angetrabt. Mit ihren langen Beinen auch nicht so die Probleme wie „Stöpsel-Björt“ Bei Walter an den Silage Ballen bis auf unseren Hof ist Svandis sogar angaloppiert! Ich hab Strick losgelassen – wollte mich nicht langlegen – auf unserem Hof blieb sie natürlich stehen.
Schade, das sie im Paddock nciht so zügig ist, wie unterwegs… Doch ich denke, das kommt auch wieder.


Bin ich froh, wenn der bescheuerte Schnee wieder fort ist. Ich kann es echt nicht mehr sehen. Arbeiten muss ich morgen auch wieder. Falls ich denn mal hier weg komme. Vater hat zwar sämtliche Spritvoräte die er noch hatte für den Holder zusammengerafft, aber ob das noch für morgen Südweg schieben reicht, weiß ich nicht. Die Garageneinfahrt können wir eh nicht mit dem Holder räumen, das ist noch gute alte Handarbeit *ächz*

Heute Nachmittag habe ich dann einen Spaziergang mit Björt und Svandis gemacht. Gar nicht so einfach, beide Pferde und den Fotoapparat zu koordinieren. Unterwegs hätte ich gern beim Spaziergang noch das ein oder andere hübsche Foto gemacht, aber die Damen wollten nicht still halten und schon gar nicht posieren. Anbinder loslassen und knibsen ging auch nicht, da Björt Bewegungsdrang hatte, und Svandis nur auf der Suche nach Fressbarem war. Schön mitgelaufen sind beide. Das hat gut geklappt.