Der Samstag fing schon sehr schlecht an: Regen
Bin einkaufen gefahren, Möhren für die Pferde geholt und sowas. Nachmittags, als es mal gerade nicht regnete, bin ich mit Björt und Svandis zusammen spazieren gegangen. Freitag war ich ja so verunsichert, weil Svandis so komisch zugetreten hat – Samstag für Spazierengehen hab ich ihr keine Hufschuh angezogen und sie ging richtig normal und gut.
Samstagabend war ich mit Claudia im Kino. Wir haben „Verwünscht“ angeguckt.
So ein richtiger Disney-Film. In den Zeichentricksequenzen singen und tanzen die Leute herum, und dann auch noch in den Realszenen… *grusel* Claudia meinte, ab und zu braucht man das. Mir hätte ein Actionreißer auch gefallen. Naja, muss ich durch.

Heute fing dann auch schlecht an. Migräne vom feinsten. Warum bloß??
Und außerdem wieder Regen.
Nachmittags um 14 Uhr rief ich bei Thomas an, ob er kommen wollte. Aber ging nicht, da sie Besuch bekamen. Also musste ich wieder beide Pferde ärgern.

Mit Svandis wieder zuerst los. Und wieder hatte ich das bescheidene Gefühl, das sie mit den Hufschuhen nicht ordentlich tritt/klamm geht. Und sie war auch wieder so hibbelig. Oder liegt es an mir, das ich schon im Vorfeld denke „Klappt nicht“ und sie dadurch verunsichere? An der doofen Kuhweide machte Svandis wieder einen Aufstand, obwohl keine Kühe drin sind. Als dann auch noch ein Rollerfahrer von hinten angedröhnt kam, war „Schicht im Schacht“ bin abgestiegen und habe sie geführt bis unten ins Wäldchen (ca 500 m) Dort wieder aufgestiegen und sie wollte so gern los. Doch von vorn kam eine 4köpfige Familie mit Hund. Ich weiß nicht was die sich immer so denken. Blieben Stehen, weil Svandis auch wie angewurzelt stand, und
meinten „kommen sie schon“… Ich meinte, nee – mein Pferd müsse sich das erst noch angucken und überlegen ob sie gefährlich sind.
Die Mutter und die 2 Kinder kamen dann an und gingen vorbei. Aber der Familienvater ging mit dem Hund ins Gebüsch und duckte sich und hielt den Hund fest. Äh ja… Toll, denkt mein Pferd natürlich, das da Kobolde im Gebüsch sind und regt sich noch mehr auf. Okay, wir sind dann heil bis nach Hause gekommen. Die 3,5 km Runde hat fast 45 Minuten gedauert, weil Svandis so schlecht drauf war.
Mit Björt bin ich die gleiche Runde in ca 30 Minuten gegangen. Erst wollte ich mit Björt in den Wald, aber es sah verflixt nach Regen aus und es war schon 16 Uhr – da bin ich doch nur die Hausrunde gegangen.

Mein Ausreiten heute war nicht so prickelnd.
Erst mit Svandis los. Sie ging auch naja – okay??!
Mir kam es so vor als ob sie vorn rechts nicht klar ging. Abgestiegen – geführt – nix gesehen, sie trat ordentlich zu. Wieder rauf, weiter reiten, klar gelaufen – auch an Schafweiden ohne Probleme vorbei. Bei Baumsägearbeiten mitten im Dorf bin ich lieber abgestiegen. Sie ging danach auch mit mir drauf flott voran. An den Terassenhäusern wieder abgestiegen. Kaum war ich unten, schoss ein Labrador aus einer Ecke hinterm Zaun hervor und Svandis bekam fast einen Herzinfarkt. Sie sprang mit allen vieren in die Luft, stieg und bockte. Gut das ich unten war!!! So konnte ich ihr den Hufschuh auch wieder anziehen. Der hat nun an der Spitze einen Riss – aber kaputt ist er nicht. Bergab an den Terassenhäusern stolperte sie super oft.
Auf einem geraden Stück habe ich sie mir im Trab an der Hand angeschaut – das war völlig okay! Am Bach lang war sie nur verspannt und zackelig – zu den Schafweiden hoch ist sie getrabt, dann hat sie nochmal einen Bocksprung gemacht und 3 Galoppschritte. Dann ging sie lieb im Schritt weiter – aber es kam mir wieder so vor als würde sie vorn rechts nicht klar gehen. Nach einigen Metern war dieses Gefühl wieder weg. Auf dem steinhartgefrorenen Feldweg heimwärts bin ich dann freiwillig abgestiegen und habe geführt. Sie war so nervös, weil ein Hund von hinten, einer von der Seite. Und dann spackelte sie so und bevor ich einen unfreiwilligen Abgang mache… An der Hand zackelte sie nicht mehr so, trat auch klar.
Zuhause erstmal Hufschuh ausgezogen, abgesattelt und hin und her geführt und geguckt – trat aber ordentlich zu. Ob ich die Schuh zu stramm hatte??? Oder ob der Sattel falsch lag? Fühlte sich für mich richtig an.
Ich weiß ja nicht – hab schon wieder Panik.

Mit Björt bin ich dann nur die Hausrunde geritten, weil es mit Svandis ja durch’s Dorf heute länger gedauert hat. Björt war super lieb und ging ganz fein.

So – nun hab ich meine Wärmflasche, heiße Schokolade und gucke schön „Herr der Ringe“ im TV. Nun geht’s besser.

Seit ich Nachmittags geritten bin, ist mir furchtbar kalt.
Habe erst Svandis geritten. Sie war „erwartungsgemäß“ hopsig. Das erste Mal standen wir nach ca 400 m – Sie wollte partout nicht an einigen gelben Säcken vorbei, die an der Straße lagen. Als dann noch ein Auto von vorn kam, bin ich lieber abgestiegen. Habe die Maus dann 4mal an den Säcken vorbeigeführt, bis sie endlich nicht mehr rumhampelte. Dann wieder aufgestiegen. Aber bei noch zwei weiteren Autos bin ich an Engstellen abgestiegen, weil sie so Nervös war. An noch einigen Häufchen von gelben Säcken an der Straße ging Svandis dann problemlos vorbei. Kamen auch ohne große Zicken oder gar Unfälle daheim an.
Mit Björt bin ich die gleiche Runde geritten und sie war zwar auch nervös, aber sie ging sehr fein und stand heute auch sehr gut an den Hilfen.
Das machte dann schon mehr Spaß als mit Svandis *g*

Auch heute haben wir ausgeschlafen. Aber da man relativ zeitig ins Bett gegangen ist, wurde nicht so lang im Bett gelegen wir an Neujahr. Mit den Hunden sind wir dann heute eine große Runde im Wald „hinter dem Haus“ gegangen. Askia gewöhnte sich langsam an die Leine, und die beiden Rüden gingen sowieso freudig mit. Auch heute hatten wir leichten Schneefall während unseres Spaziergangs. Das ist echt schön so.
Gegen 13.45 Uhr bin ich dann losgefahren um Heim zu kommen. Es war deutlich zu merken, das kein Feiertag mehr war und das viele wieder ganz normal arbeiten mussten. LKW ohne Ende, viele Autos unterwegs. Stellenweise war es auch glatt auf den Straßen. So brauchte ich für den Rückweg fast 2,5 Stunden.
Mein erster Weg führte logischerweise zu den Ponys. Björt und Svandis blubberten mir auch erfreut entgegen. Was aber zu 90% an den Möhren lag, die ich mir schnell gegriffen hatte. Meine Askja hüpfte auch wie wild um mich herum und freute sich, das ich wieder da war.
Abends bei den Pferden natürlich lange geknuddelt, die beiden ordentlich geputzt und mich gefreut, das ich die zwei wieder hab.

Natürlich haben wir ausgeschlafen, so richtig ausgeschlafen. Gegen halb drei fuhren wir mit den Hunden wieder auf’s Land und haben dort eine große Runde gemacht.

Anschließend haben wir das Jahr sportlich angefangen. Wir haben Frank abgeholt und sind ins „Badeparadies Eiswiese“ (www.badeparadies.de) gefahren. Dort haben wir 2 Stunden verbracht. Schwimmen kann wirklich anstrengend sein. Da ich bestimmt schon 2 Jahre nicht mehr im Schwimmbad war, war ich sehr schnell aus der Puste. Kondition = Null. Erst haben wir so herumgeplanscht, sind durch den Strömungskanal und waren im Außenbecken. Dann versuchten wir uns am ernsthaften Schwimmen, jedoch war nach 12 Runden für mich wirklich Schluss. Da war keine Luft mehr. Also nochmal in die Wellnessbäder, einmal in einen Whirlpool und dann noch ins Solebad.
Nach 2 Stunden waren wir k.o. aber es hat wirklich unheimlich Spaß gemacht.

Abends gab es Reste vom Silvesteressen. Und wir haben wieder TV geschaut und bis 0.30 Uhr mit der Play-Station gedaddelt…