… das mit dem 6 Wochen nicht reiten.

Der ganze Tag ein doofes Wetter.
Gewitter, Regen, Sonnenschein – eisekalt, zu warm. Ich mag das nicht. Aber naja, da muss man durch.
Mein Vater konnte morgens wieder nicht schlafen. Um 6.30 Uhr hörte ich, wie er zu den Pferden runter schlich und sie auf die Wiese ließ. Auch gut. Brauchte ich nicht aufstehen. Gegen 9 Uhr hörte ich den Regen an die Scheibe prasseln. Bin aufgestanden und wollte die Ponys reinholen, nachdem ich gefrühstückt hatte. Aber mein Vater war da bereits wieder unten und fing die Pferde ein.
Als es am frühen Nachmittag mal länger trocken war, ist mein Vater runter an die Werre gefahren mit dem Fahrrad. Weil dort ja das Weserfloß vor Anker lag. Das wollte er sich mal ansehen.

Ich longierte derweil Björt und Svandis. Beide mit Kappzaum – beide sehr lieb dabei. Fand ich gut. Obwohl es stark geweht hat und das Plastik der Silagerollen ziemlich flatterte, blieben beide Pferde ganz ruhig.
Dann kam zwischendurch mal wieder Tropfen vom Himmel… Gegen halb fünf erschien mein Vater wieder. Wir haben Abendbrot gegessen und anschließend bin ich zu den Pferden runter.

Da es zwar nach Regen aussah, aber noch trocken war, habe ich die Pferde erstmal ordentlich geschrubbt. Björt haart schon wieder etwas. Svandis habe ich dann mitgenommen. Sidepull drauf, Birgit rauf – Südweg hochgeritten. Da aber wieder abgestiegen und Straße lang und Feldweg geführt. Heute ganz lieb und keine Fressversuche!
Dann Björt genommen – Sattel drauf, Svandis Sidepull drauf, Birgit rauf und da lief Björt schon weg.. Südweg im Galopp hoch (einhändig) Den weiteren Weg auch immer nur rechte Hand am Zügel und Björt ging artig voran. Schnaubte fein ab, kein Kopf hochreißen – sie ging erstaunlich nett. Sicher schneller als sonst, aber regulierbar. Im Wäldchen Richtung Heimat war dann einhändig nicht viel zu halten. Vor der Borstenbachbrücke Trab (oder Trölt), dann Galopp bis fast an die Feldwegkreuzung. Ab dort aber wieder fein im Schritt am langen Zügel nach Hause. Kaum hatte ich den Sattel ab, fing es an zu regnen. Ich war gerade fertig mit Füttern, da fing es an zu gewittern – und gerade fließt uns der Garten davon…

Habe gestern abend geknibbelt
Unter der Plastikschiene wird die Haut irgendwie feucht – kann das wohl sein? Jedenfalls war die Haut, als ich die Schiene mal abgenommen habe beim TV gucken, sehr aufgeweicht. Finger häutet sich wie Schlange, und so konnte ich dann ganz problemlos und ohne Schmerzen die „Robe“ abknibbeln. Hat sich ja sogar in einem Stück gelöst. Die Naht am Finger ist nicht wieder aufgegangen. Ich glaub, das ist okay so.

Heute früh musste ich mal wieder im Krankenhaus zur Kontrolle erscheinen. Wieder Finger röntgen und dann gucken was ist. Zum Vergleich die Rö-Bilder vom letzten Mal mit denen von heute angesehen. Keine Veränderung – Fein –
Nun habe ich nur eine kleine Fingerkuppen Schiene bekommen um das obere Gelenk noch nicht so zu belasten. Die anderen Finger und Gelenke soll ich nach und nach immer mehr normal gebrauchen. Ist eine richtige Wohltat die Gips bzw. Kunststoffschiene los zu sein. Das mit der Fingerkuppe geht gut.
Der Hausarzt hat mir auch 6x Krankengymnastik für die Hand aufgeschrieben. Morgen oder Montag mal an eine Physio-Praxis anhalten und nach Terminen fragen.
In 2 Wochen ist im Krankenhaus nochmal Röntgen Kontrolle

Montag sind Kirsten und ich einen langen Spaziergang durchs Dorf gelaufen. Askja wollte auch gern mit, so das Kirsten Hund und Björt führte und ich Svandis. Meine Scheckdame nutzt es arg aus, das ich nur eine Hand zur Verfügung habe. Demnächst nehme ich auf jedenfall wieder eine Gerte mit zum Spazierengehen. Sonst macht Svandis an jeder Ecke den Kopf runter. Das ist grausam! Als wenn sie daheim verhungern muss. Björt hingegen ist in letzter Zeit überaus lieb beim spazierengehen.

Dienstag konnte Kirsten nicht kommen. Daher haben meine Eltern beim Abendfüttern geholfen. Ich habe nur Hafer und Mineral Futter gegeben und etwas geschmust… Und Erbsen habe ich gepflückt und aus den Schoten gepellt. War eine „feine Abendbeschäftigung“ – und danach merkte ich die linke Hand schon ziemlich – obwohl ich damit ja nur die Schoten festgehalten habe.

Mittwoch sind Kirsten und ich dann wieder spazieren gegangen mit den Pferden
und wieder war Svandis so fies und wollte nur Fressen. Das geht mir echt auf
die Nerven. Blöde Kuh die. Aus Rache übten Kirsten und ich mit den Pferden das durch die Pfützen gehen. Das fanden beide Pferde nicht gut. Aber wir hatten unseren Spaß.

Heute am späten Nachmittag – früher Abend – kam Kirsten mit Mann und Sohn.
Luca wollte unbedingt mit Ralf „Erkundungstour“ spielen. So zogen die 2 Männer los und suchten Heuschrecken, Frösche oder ähnliches Getier.
Das fanden Björt und Svandis irrsinnig interessant, wie die zwei da durch die Wiesen gekrochen sind, Kirsten hat meinen Stall gemistet – ich kann ja noch nicht so zugreifen. 2 Hände haben irgendwie Vorteile. Diese doofe Schiene an der Hand hindert wirklich.

Anschließend Ponys grob übergeputzt und …. Kirsten wollte unbedingt mal ausprobieren wie Björt so ohne Sattel ist. Trense auf Björt, raufgehüpft, Südweg hoch geritten. Kirsten ist die Feldwegrunde geritten. Ich führte nebenher. Hat sehr gut funktioniert. Ponys beide sehr lieb.
Dann wurde gefüttert und Feierabend