… haben Björt und ich uns kurzfristig… Zum allerersten Mal seit sie vor knapp drei Jahren bei mir einzog. Mein erster unfreiwilliger Abgang von Björt.

Bekomme am rechten Oberschenkel sicher einen riesigen großen blauen Fleck.
Momentan ist dort eine riesige große druckempfindliche Beule. Falle auf dem Acker vom Pferd und treffe den einzigen Stein der weit und breit herum liegt.

Björt war eigentlich goldig lieb. Sidepull reiten hat ganz ruhig mitgemacht – bis wir zur Borrstenbachbrücke kamen. Da zog sie dann im Galopp ab Richtung Heimat. Kurz vor Waldausgang konnte ich sie etwas bremsen, weil ich wusste, das geht nicht gut – ein paar Meter hinter Waldausgang stand Gabis Geländewagen, die machten die Weide dort heile. Am Geländewagen lang trippelte Björt im Schritt, dann fegte sie weiter, wollte rechts abbiegen nach Hause – das konnte ich „verhindern“ sie rannte weiter, ich sah schon die 2 Männer unterm Baum hocken und rauchen. Ich wollte Björt abbremsen, aber sie weigerte sich, neben den Männern erschrak Björt furchtbar, sprang nach links auf den frisch umgepflügten Acker und hupfte einmal hoch, knickte im gepflügten Feld vorn etwas ein und unten lag ich.
Bevor mir der Zügel die linke Hand wieder zerstört ließ ich los. Sofort ergriff mich der Gedanke „du kriegst Björt nie wieder“ doch sie bremste sofort, drehte sich um und kam zu mir, ließ sich lieb einfangen, den Sattel richten und sah sich die Männer an, die sich ernsthaft sorgten, das mir was passiert sei. Bin aufgestiegen und schon wollte Björt wieder rennen. Aber sie drehte gleich Richtung Heimat und das wollte ich nicht. Soll sie sich nicht einfallen lassen, also wieder Richtung Straße gewendet – und das war ne ganz üble Idee. Da schoß sie los wie irre und ich konnte mit Sidepull nicht gegenhalten – bis fast zum Südweg ist sie galoppiert. Man, ich hatte Bammel! Sie musste dann noch so 200 m brav im Schritt bis zum Bungalow weitergehen und auch mich den ganzen Südweg im Schritt runter tragen.
Eigentlich hätte ich nochmal Trense draufmachen sollen und die Feldwegrunde im Schritt reiten – aber dazu hatte ich keine Lust mehr.
Björt stand völlig entspannt auf dem Hof, pumpte nicht – sie sah echt zufrieden aus. Nachdem ich die letzten 3 mal so prima ohne Sattel geritten bin, dachte ich auch heut wird ein entspannter Tag mit ihr. Aber das war wohl nix. Also doch wieder mit Trense reiten!

Mit Svandis bin ich wieder Südweg hoch, Straße lang, Feldweg runter und sie ging noch etwas besser als gestern. Habe ihr nach dem Spaziergang wieder Durchblutungsgel auf die Fesselgelenke und in die Fesselbeuge einmassiert. Das scheint auch etwas zu helfen und zu kühlen.
Meine Hand puckert danach jedenfalls nicht übel. Die durchblutet dann schon mal sehr gut.

Donnerstag war ich den ganzen Tag furchtbar müde. Hätte eimerweise Kaffee trinken können. Brachte nur nix. Um 17.40 Uhr war ich daheim und kurze Zeit später bei den Pferden.
Mit Björt ohne Sattel die Minirunde mal anders herum geritten. Also erst Südweg hoch, Straße lang, Feldweg runter. Wie Sonntag wollte Björt an dem Pflug unserer Nachbarn nicht gern vorbei. Jedenfalls findet Björt diesen Pflug ganz schlimm. Der gehört da nicht hin.
Mit Svandis bin ich die gleiche Runde gelaufen. Sie ging auf dem Hof nicht so toll, aber auf den Seitenstreifen und auf dem Feldweg sah man nichts auffälliges an ihrem Gang.
Kaum waren wir wieder im Stall, setzte der Regen wieder ein.
Nach dem Laufen und dem Füttern wurden die Pferde wieder massiert. Genießen sie in vollen Zügen.
Svandis Beine und Hufe sind nicht mehr warm. Scheint aufwärts zu gehen

Mittwoch nach der Büroarbeit schnell zu Svandis und Björt. Björt durfte wieder etwas auf der Wiese futtern, und mit Svandis lief ich 10 Minuten in die Runde. Klappte ziemlich gut. Ich fands nicht übel. Im Eilverfahren gefüttert und massiert und dann ganz schnell ins Haus und in Schale geworfen.

Claudia hat mich kurz nach halb sieben abgeholt. Da die Autobahn frei war, sind wir auch zügig in Bielefeld gewesen.
Lord of the Dance fing dann (fast pünktlich) um 20.10 Uhr an. Der männliche Hauptdarsteller versuchte teilweise Michael Flatley zu immitieren – fand ich bißchen affig, denn er war als „Lord“ doch völlig anders als der von Flatley. Die Aufführung war teilweise etwas moderner und die Kostüme der „Elfen“ und „Feen“ bunter als zb. auf meinem Video…
Natürlich war die Story nicht anders als das Video oder die Aufführungen im TV. Es mal Live zu sehen war jedoch toll. Hat mir schon gefallen. Die Zeit verging bei toller Musik und klasse Tänzern auch sehr schnell und schwupp die wupp war es 22 Uhr. Bis wir dann aus dem Parkhaus raus waren, war es 22.40 Uhr. Claudia hatte noch etwas Hunger, so das wir einen Zwischenstopp bei einem Fast Food Restaurant machten.
Somit war ich Mittwoch auch kurz vor Mitternacht im Bett.

Montag in einer Regenpause longierte ich Björt etwas. Aber sie war auch völlig lustlos und wuselte da einen Gangsalat… Bergab Tölt, Bergauf Galopp, gerade Trab… (wir waren auf einer leicht schiefen Wiese) Mochte sie nicht gern, hab sie dann viel Schritt gehen lassen und anhalten und losgehen auf Stimme geübt. Klappte auch dann recht gut.
Anschließend durfte Björt noch 10 Minuten auf der Wiese fressen, während ich mit Svandis über die Wiese gelaufen bin. Auf der Wiese tritt Svandis richtig gut zu.
Dienstag musste ich lang arbeiten und war somit erst im Halbdunkel und Regen bei den Pferden. Björt hatte frei und ich bin mit Svandis kurz – so fünf Minuten – auf dem Hof hin und her gelaufen. Erst nicht so gut, aber dann immer besser zugetreten.
Nachdem ich durchgefroren war, habe ich mich mit Wärmflasche auf Sofa geworfen und bin eingeschlafen. Kurz nach Mitternacht bin ich dann ins Bett umgezogen.

Heute mal wieder die Ponys beschäftigen.
Thomas ist in Dänemark für die Herbstferien.
Kirsten ist (mal wieder) in/auf Island.
Also habe ich die Pfede für mich allein. Was ja nix ausmacht, denn es ist nur eins reitbar.
Mit Björt und Askja bin ich die Hausrunde geritten. Dem Hund langt das irgendwie – dem Pferd nicht so wirklich. Aber zu ner größeren Runde hatte ich nicht so die Lust (Migräne vom allerfeinsten)Askja wollte partout Katzen jagen und sich mit anderen Hunden angrummeln. Die Herrchen waren aber alle sehr nett und nahmen ihre Hunde kurz und gingen auf der Hundeabgewandten Seite an meinem strampelnden Pony vorbei. Askja hat auch nur bei dem einen Hund von der Seite geknurrt, weil der auch schon so grimmig guckte. Bei dem ersten Hund klappte alles ohne Probleme.
Beim zweiten Hund hatte ich nicht nur das Problem, das die beiden Hunde nicht so wollten wie wir Menschen, neee – auch Björt hatte die Nase voll von Schritt gehen. Auf ihrer Galoppstrecke nicht laufen dürfen. Das war echt schlimm für sie. Einen angedeuteten Schnellstart konnte ich nach 4 Galoppsprüngen abfangen. Ziemlich unsanft, aber Björt sollte Schritt gehen. Bis daheim kämpften wir dann mehr oder weniger um die Gangart, aber ich gewann Mit Svandis bin ich dann um die Heuwiese gelaufen. Sie trat auch ganz gut zu. Im Paddock geht sie wesentlich schlechter als auf dem Wiesenboden. Aber es wird, denke ich.
Gestern früh hat Svandis zuletzt das Metacam in geringer Dosierung bekommen (für 150 kg Pferd) nun bekommt sie von mir ein „Rehe-Ex“ Schaden kanns nicht – vielleicht hilfts ja. Schmeckt scheußlich nach zitrone was logisch ist bei der Zusammensetzung Kräutermischung (Brennnessel, Ginkgo, Goldrute, Mariendistel, Arnika, Birke, Ringelblume), Zitronensäure, rechtsdrehende Milchsäuren)
Und natürlich mache ich fein mit Massagen und diesem „kleinen Kreislauf“ den
Anke mir erklärt hat weiter.

So, nun wars das wieder mit dem Wochenende…
gleich noch füttern und massieren…