Freitag musste ich bis 17 Uhr arbeiten. Anschließend natürlich die Pferde versorgt und den Wohnwagen mit eingepackt. Der stand Freitagnachmittag nämlich auf dem Hof. die Eltern haben sich kurzfristig dazu entschlossen, doch in den Herbsturlaub zu fahren.
Samstagfrüh um 6 Uhr machten meine Eltern Randale. Um 7.30 Uhr sind sie losgefahren in die Rhön. Als meine Eltern vom Hof waren, haben Askja und ich uns nochmal hingelegt. Nach dem Ausschlafen habe ich das Küchenchaos beseitigt, und dann die Pferde rausgeworfen. Svandis natürlich mit Maulkorb ausgestattet. Svandis und Björt haben sich ziemlich gefreut und genossen das herumtoben auf der Wiese. Ich hab Stall und Paddock sauber gemacht und den Misthaufen begradigt.
Irgendwann wurde Kirsten gebracht. Pferde eingefangen und geputzt. Die beiden sahen irgendwie etwas erdig/sandig aus. Svandis Schweif war völlig verfilzt und dreckig. Habe das völlig verdreckte untere Drittel radikal abgeschnitten und den Rest gewaschen. Das ist nun wieder hübsch weiß – sie sieht aus wie Baby mit so kurzem Schweif.
Die Hufe auch noch sauber gewaschen von unten und den Strahl nochmal nachbearbeitet- Hufschuhe an und dann sind wir die Runde durch Oberbecksen gelaufen. Kirsten wollte nicht reiten – hätte sie ja machen können. Aber sie wollte lieber mit Björt laufen – zumal ich ja auch nicht reite.
Björt ging neben Kirsten her und sah aus wie ein kleines liebes Kinderpony. Wenn sie so rumschlufft, glaubt man nicht, das wie wirklich unter dem Reiter so dermaßen aufdrehen kann.
Svandis trat ganz hervorragend zu. Die ganzen 40 Minuten nicht ein Fehltritt. Bergauf und Bergab keine unsicherheiten kein Rutschen. An der Hand ist sie auch angetrabt. Tritt sich leider dabei immer mit den Hinterfüßen in die Vorderhufschuhe.
Nach dem Spaziergang habe ich noch Strahlfestiger auf die 4 Füße gemacht und die Pferde bekamen Heu. Um 17 Uhr wurde Kirsten wieder von ihren Männern abgeholt.
Der Spaziergang war echt toll – Askja hat danach gut geschlafen.

Kurz nach 18 Uhr habe ich die Pferde gefüttert. Askja gesagt „Komme gleich wieder“… sollte allerding sbißchen länger dauern. Um 19.15 Uhr stand ich im WEZ und habe eingekauft. Um 19.32 Uhr habe ich Claudia eingesackt und wir sind ins Kino
Haben „Eagle Eye“ mit Shia LeBoef geguckt. War nicht so sehenswert. Krach, Krawall, Explosion hier und da – Im Kiono war es saukalt, durch die Lautstärke bekam ich furchtbar Kopfweh, Augentränen … Heut früh ist es nicht besser mit dem Kopf.

Mittwoch war ein super schöner Herbsttag – Trocken und kühl – so mögen meine Pferde und ich das.
Mittwoch bin ich mit Björt geritten. War schon gespannt… Das erste Mal Reiten nach dem Spannungsausgleich. Björt stand schön am Zügel, ging schön rund im Schritt und Tölt. An ihrer Galoppstrecke wollte sie natürlich wie immer aufdrehen. Kopfschlegen, antraben/Tölten teils mit Galopprollen – aber ich ließ sie nicht los. Sie hat das dann auch „eingesehen“ das ich Chef war und wir sind dann doch entspannt mit (relativ) langen Zügeln daheim angekommen.
Mit Svandis bin ich wieder die Mini-Runde gelaufen und sie ging wieder ganz prima.

Donnerstag war der absolute Regentag. Es schüttete nur. Und da das Wetter nicht einladend war, bin ich mit Askja zur jährlichen Impfung zur Tierärztin gefahren. Askja findet Autofahren ja klasse. Sie freute sich auch furchtbar. Askja freute sich auf dem Parkplatz noch immer. Herr Dr. und ich gingen dann mit ihr in die Praxis hoch. Askja wollte die Praxis nicht betreten. Am liebsten wäre sie auf meinem Arm geblieben als ich sie auf den Tisch gehoben hab. Die Spritze und so – das war kein Problem. Ganz tapfer war sie bei der Spritze. Zur Belohnung sollte sie ein Leckerlie vom Arzt bekommen. Aber das hat sie strikt abgelehnt. Auch von Frau Dr. hat sie es nicht angenommen. Ziemlich beleidigt war Askja. Aber heimfahren fand sie dann wieder toll.
Daheim sind Askja und ich dann gleich zu den Pferden. Askja tobte herum – und war durch den Regen patschnass. Björt hat den ganzen Tag wohl im Regen gestanden. Die sah aus… Svandis war nur hinten nass – hat den Kopf also wohl unters Dach gehalten.
Wegen dem ungemütlichen Wetter hielt ich mich nicht lange bei den Pferden auf.

Heute nach der Arbeit relativ schnell zu den Pferden.
Habe Svandis die Hufe ausgekratzt und mit Rivanol ausgespült. Dabei kamen
wieder vorn links und hinten rechts kleine Rillen zum vorschein und der
Strahl löste sich an einigen Stellen. Nachdem ich bei Björt auch fertig war,
musste Svandis daher unters Messer.
Habe ihr den Strahl ausgeschnitten und mir dabei von der linken Hand den Zeigefinger auch angeritzt. Ok – die Linke Hand kennt Messer seit dem Sommer ja. Eine Narbe mehr oder weniger ….

Dann kam die Feuerprobe : erstes Laufen mit Svandis nach der APM Behandlung.
Holla die Waldfee – da war irgendwas in der Möhre, die sie fürs Stillhalten
bekam. Südweg hoch war ich alte Frau schon arg am pusten. Straße lang und
Feldweg hinunter… Daheim wunderte man sich, warum ich nach etwas mehr als
5 Minuten wieder da war. Sogar angetrabt ist Svandis von sich aus und ein kleiner Bocksprung neben einer Plastikplane war auch drin.
Also: Svandis ging heute extrem gut!
Kein Humpeln beim Spazieren gehen und in der Hütte / Stall bewegt sie sich seit Sonntagabend auch immer mehr.

Gespannt war ich auf Björt nach dem APM Spannungsausgleich.
Reiten wollte ich noch nicht gleich wieder, außerdem war es ja auch schon wieder fast dunkel. Feldweg ist Björt beim Spaziergang so geschlichen, da dachte ich schon
„nun wird sie auch krank“ Oder Anke hat zu viel Spannung rausgenommen. Aber auf der Straße und Südweg runter war sie wieder normal fix. Alles bestens.
Ist schon fein so. Will sie garnicht wirklich anders haben.

Letzte Woche habe ich nicht wirklich viel mit den Pferden gemacht.
Montag nichts, weil wir Möhren eingekocht haben.
Dienstag mit beiden Pferden nur spazierengehen, Mittwoch und Donnerstag auch nicht geritten aber immerhin etwas gelaufen.
Freitag dann mit Björt eine wunderschöne kleine gemütliche Schrittrunde geritten. Sie durfte bestimmen wo lang. Hatte ganz lange Zügel (für ihre Verhältnisse, sie hasst durchhängende Zügel) und so trottenten wir erst ganz normal die Hausrunde entlang – ich wollte dann an der Autobahnbrücke wie immer rechts runter in den Wald, aber Björt ging einfach weiter gerade aus ganz an der A2 lang. Sie war völlig gelassen und hupende Autos und flatternde LKW Planen usw. interessierten sie gar nicht. Als wie dann wieder in der Fuchsgrund waren, wollte sie allerdings doch „ihren“ Berg zu den Schafweiden hochrennen. Ich ließ sie nicht, und auch zwischen den Wiesen durfte sie nicht, und auch nicht auf dem Feldweg heim. Das hat sie dann aufgeregt – brachte uns aber auf dem Feldweg einen genialen Tölt ein.
Mit Svandis bin ich Freitag auch wieder Spazieren gegangen. Dabei tritt sie sehr gut. Nur in der Hütte / Paddock bewegt sie sich eindeutig zu wenig und ist dort daher unheimlich steif und tritt hinten ganz furchtbar. Aber unterwegs ist das alles ok.
Samstag hat mein Vater im Garten die Erdbeeren entkrautet und belüftet
Ich habe den Wocheneinkauf erledigt. Dann den Ponystall gemistet.
Björt durfte auf die Weide – und als ich nur noch eine Schubkarre wegfahren musste, bekam Svandis den Maulkorb auf und durfte auch auf die Wiese. Hat die sich aufgeregt. Bocken, steigen, rennen, buckeln…. alle 5 Gangarten und noch ein paar mehr. Galopp und Pass waren aber ihre bevorzugten Gänge. So sind Björt und Svandis ca 10 Minuten über die Weise gerast wie die Irren. Als ich den Stall fertig hatte und die Netze wieder mit Heu gefüllt, Wiese aufgemacht, da kamen beide ziemlich freudig schnaubend an.

Da die APM Therapeutin gesagt hatte, ich solle nicht reiten, putzen oder spazierengehen wenn sie kommt, mussten die Pferde gestern bei dem tollen Wetter nichts machen. Ich bin also in den Gemüsegarten und habe die letzten 2 1/2 Reihen Möhren ausgebuddelt… Eigentlich will meine Mutter die auch noch einkochen, doch so nach und nach werden die sicher nicht eingekocht im Pferdemagen landen.
Anke – die APM Therapeutin – erschien so um kurz nach 17 Uhr.
Svandis zeigte völliges Desinteresse und drehte nus den Po zu. Aber Björt kam gleich an. Da war wer Neues! Völlig gegen ihre sonstige Abneigung gegen Fremde durfte Anke sie überall anpacken und als sie dann anfing mit ihrem APM-Stab zu „zeichnen“ hielt Björt unheimlich still. Die Augen gingen immer weiter zu, der Kopf wurde schwer, sie entspannte völlig. Normalerweise darf man sonst nicht mal mit einem Stöckchen oder irgendetwas in Björts Nähe kommen, aber den APM-Spannungsausgleich fand Björt echt toll.
Svandis gefiel Anke nicht so recht. So wie sie ging und desinteressiert herum stand… Anke wusste nicht so wirklich wo anfangen. Auch sie vermutet das Problem eher hinten – Aber vorn geht Svandis im Stall/Paddock natürlich auch nicht gut. Und sie hatte beim herumtoben auf der Weide wahrscheinlich zu viel gemacht. Jedenfalls war Svandis nicht so begeistert. Anke hat dann bei Svandis auch einen Spannungsausgleich gemacht. Erst wollte sie die Energie von unten in den Rücken ziehen (Dorsale Therapie) doch da die Beine kalt waren, und auch die Kronränder nicht warm erhielt Svandis die gleiche Therapie wie Björt.
D.h. die Energie wird komplett in den unteren Pferdeteil (Bauch, Beine) gezogen und dann muss das Pferd in den nächsten 72 Stunden durch den „Ebbe-Flut-Effekt“ die Energie wieder ausgleichen. Anke meinte, es kann sein, das Svandis nun erstmal wieder schlechter geht – wenn sie zum Wochenende absolut nicht besser geht, will sie nochmal kommen und dann doch diese Dorsale Therapie machen.
Björt und Svandis sollen nun also bis Dienstag nix tun, um ihren Energieausgleich in Ruhe machen zu können. Und dann mal gucken, ob Björt ruhiger und gelassener ist und ob Svandis besser läuft.
Björt war um 21 Uhr noch immer schläfrig und schmusig, aber sehr zufrieden – und Svandis, die während der APM Behandlung lieber gefressen hat, durch die Gegend guckte aber nicht entspannte… Svandis hatte einen nassgeschwitzten Kopf und Hals – und auch der Rücken war etwas feucht. Also irgendwas muss diese Behandlung ja bewirkt haben – Svandis hat sonst nix gemacht zwischen 19.30 und 21 Uhr….

Heut früh war Björt wie immer, wollte Leckerlie und knuddeln…
Svandis war nach unten in den Paddock geschlichen und wollte ihre Ruhe. Aber nass war sie nicht mehr – und die Beine noch immer nicht warm, kein erhöhter Puls in den Fesselarterien… Gut oder schlecht – ich weiß es nicht. Abwarten…

Samstagfrüh hat mein Vater mir dann einen Hänger voll Sand geholt und ich habe das dann per Schubkarre auf den Paddock gefahren. Waren nur 8 Schubkarren voll. Nun ist es wieder „weicher“ auf dem Paddock und Björt und Svandis lieben es. Sie lagen gleich drin und haben geschlafen.
So gegen 18 Uhr bin ich dann wieder zu den Pferden.
Nachdem Björt und ich Freitag etwas Differenzen bezüglich der Gangart und der Richtung hatten, wurde Samstag wieder mit normaler Zäumung, also mit doppeltgebrochener Wassertrense geritten. Auf dem Feldweg an Gabis Weide stand wieder der Geländewagen. Nur um Björt zu Ärgern musste sie Samstag die Hausrunde „falsch“ herum gehen. Sie ging schon mal im Tölt vom Hof den Feldweg entlang. Problem – Askja fand das ganz toll und wollte mit. Meine Mutter war auf der Heuwiese am Champion suchen, da ritt ich also zunächst zu meiner Mutter und brachte ihr Askja – und dann wieder zurück auf den korrekten Weg.
Am Geländewagen stockte Björt. Nix ging mehr – sie wollte nur noch heim. Aber sie durfte nicht. Sie musste voran, und da der Wagen so unheimlich war, ging sie super toll mir kreuzenden Vorderbeinen vorbei. Toll, das in einer Reitstunde und ich wäre begeistert.
5 m weiter stand Renate und zog Zaun – sie fragte dann, ob ich mir beim Sturz am Freitag was getan hab. Björt regte sich wieder furchtbar auf, das da jemand stand und noch schlimmer – die hat uns angesprochen!
Im Wäldchen bergab zum Borstenbach ging Björt ganz anständig, an der Straße/Autobahn war sie auch sehr aufgedreht – aber blieb im Schritt. Björt wollte den Backsweg hochrennen. Ich ließ sie nicht. Also war sie doch wieder nassgeschwitzt als wir heim kamen. Björt durfte auf die Wiese. Eigentlich sollte sie sich wälzen, doch Björt zog es vor zu fressen. Mit Svandis bin ich noch „schnell“ ein paar Runden um Björt herumgelaufen, und das ging auch recht gut.

Abends war ich bei Claudia und wir haben DVD geguckt. Um 23.40 uhr war ich wieder daheim

Heute am Sonntag hab ich wie immer früh morgens die Pferde versorgt, und wieder ins Bett gekuschelt.
Irgendwie war es heute noch schlimmer als sonst, das mit dem Aufstehen. Mir war so unerträglich kalt und schwindelig und so schlapp. Kam gar nicht richtig „hoch“ auch Kaffee brachte keine Besserung. Und nicht mal Kopfweh – im allgemeinen einfach schlapp.
Nachmittags bin ich zu den Pferden. Björt fix auf die Wiese gelassen. Svandis geputzt, Rücken und Beine massiert, das Kühlgel einmassiert… und im strömenden Regen mit ihr auf dem Feldweg hin und her gelaufen. Als ich losging, war der Regen nicht so schlimm war – aber dann kam es runter.
Björt hatte frei. Die bewegte sich von allein auf der Wiese, weil Svandis ja weg war.
Hoffe auf besseres Wetter für die kommende Woche.