Dienstagabend als ich heim kam, wartete Thomas schon – aber noch nicht lang. Nur meine Eltern waren auch weg. So kam er nicht an Halfter und Co dran. Zum Umziehen hatte ich somit keine Zeit – Reithose liegt eh im Stall, also Jeans aus, Reithose an. T-Shirt wurde halt dreckig – auch egal. Gibt ja Waschmaschinen. Thomas und Anna holten die Pferde, ich besorgte die Flex und die Schleifscheiben. Die Hufe sahen ja nicht so toll aus. Thomas hat alles wieder sehr schön und schnell rundgeflext. Während wir so beim ersten Huf waren (und Svandis nicht stillhalten wollte) kam Kirsten dazu. Hat sich um Björt gekümmert, die neben Svandis stand und wieder mal Angst vor der Flex hatte. Svandis 4 Füße waren innerhalb von 25 Minuten fertig, und Björt war auch vorn schnell wieder rundgeraspelt. Björt wurde logischerweise nicht mit Flex bearbeitet. Nachdem die Hufe schick waren und Svandis Füße wieder in Hufschuh verpackt, sind Kirsten und ich mit den Ponys noch über den Feldweg gelaufen. Auf dem Hof lief Svandis äußerst übel. Auf dem Feldweg sah man nichts.
Mittwoch bin ich dann kurz mit Björt ohne Sattel um den Acker gefegt und mit Svandis gelaufen. Wie Dienstag, Svandis auf hartem Boden grottenschlecht. Aber auf dem Feldweg geht sie gut.
Donnerstag hatte ich zu nichts Lust und die Pferde frei. Natürlich habe ich geputzt und geschmust, und bei Svandis immer wieder den „kleinen Kreislauf“ gemacht. Das genießt Svandis auch ein bißchen.

Heute habe ich dann um 14 Uhr Feierabend gemacht – wollte mit dem Punto zum TÜV bei meinem Autoschrauber. Hatte Mittwoch angerufen und erfahren „TÜV ist immer Freitags von 13 bis 15 Uhr bei uns“ Also ich hin. Jedoch: Der TÜV Prüfer war schon eher gekommen und schon wieder weg. Ich war irgendwie doch ziemlich sauer!

Dann eben schnell im Supermarkt nebenan etwas einkaufen – und wieder die Hälfte vergessen.
Daheim den Ponystall gemistet, Svandis lag im Stall und wollte nicht wirklich aufstehen. Also hab ich um sie herum gemistet. Irgendwann stand sie doch auf und ich konnte unter ihr Misten. Und für die Reste hab ich sie „kusch“ aus dem Stall geschickt. Ging sehr wiederwillig. Aber sie ging, wenn auch schlecht.
Björt wollte dafür zu mir in den Stall, wurde auch ausgeschimpft.
Nach dem Misten dann Pferde enthaart und mit Björt ausgeritten. Die hatte heute einen kleinen Koller. Ob es daran gelegen hat, das mein Vater mit der Giftspritze rumgesprüht hat als ich sattelte oder ob heute ein dummer Tag war. Egal, Björt war nur am Rennen. Fast den ganzen Weg wollte sie galoppieren und war kaum zu bremsen. Südweg runter hab ich geführt, trotzdem pumpte sie beim Absatteln immer noch. Svandis habe ich heute stehen lassen. Sie humpelte etwas im Stall/Paddock umher als ich mit Björt weg war. Das soll reichen. Die Hufgeschwüre sitzen zu tief, die können wir so leicht nicht öffnen, ist nicht so schön für das Pferd (und uns).

Heute früh habe ich erst Svandis und dann Björt longiert. Beide gingen gut und reagierten sehr schön. Leider trat Svandis auf dem harten Hof nicht so gut zu.

Am Nachmittag bin ich mit Björt losgeritten. Wollte erst zu Oma und über Vlotho in den Wald, doch Björt bog gleich so ein wie Karfreitag – nur heute war sie so gelöst und entspannt, das ich mir schon Sorgen machte das irgendetwas im Busch ist. Aber sie ging im Wald einfach nur ganz entspannt Schritt. Als ich dann runter nach Oberbecksen in den Wald lenkte wurde sie sehr wach. Auf ihren Galoppstrecken gab es kaum ein Halten. Spaziergänger waren erstaunlich wenige unterwegs.
Ich wollte durch Oberbecksen zurück nach Hause, doch der Teil des Waldes am Ortsrand war völlig zerstört. Dort haben die mit Vollerntern Holz gerissen. Nicht gerodet, nicht gefällt… Gerissen ist schon das richtige Wort. Die Baumstämme liegen wie Mikadostäbchen quer umher, die Wege – der ausgewiesene Reitweg – ist nun auch dort total zerstört. Er war mal knapp über 1 Meter breit und wunderschöner Waldboden – nun ist der Waldboden zwar (noch) da, aber auf 3 oder 4 Meter ausgewalzt mit Fahrspuren und alles drumherum sieht aus wie nach einem wahnsinns Sturm. Würde mich nicht wundern, wenn nun auch diese Wege mit Schotter aufgefüllt werden, damit die mit ihren Maschinen besser dort fahren können.
Wo sollen wir Reiter hin?
Mit meinem unbeschlagenen Pferd kann ich keine Schotterpiste reiten – und deswegen extra beschlagen lassen???
Wozu zahlt man 35,50 Euro im Jahr Reitabgabe, wenn die Reitwege nicht nutzbar sind?
Da die Waldausgänge nach Oberbecksen alle 3 doppelt und dreifach abgesperrt waren (darum auch kaum Spaziergänger vermute ich) bin ich wieder über Vlotho zurück nach Hause. Der Auritt war toll – bis auf die paar hundert Meter am Waldrand.

Svandis habe ich so gegen 17 Uhr aus dem Stall geholt. Da trat sie ganz grausig zu. Wie stand es auf einer anderen Rehe-Homepage so schön?? Nach der Rehe kam die Geschwürphase??!!! Ich glaube wir befinden uns auch in einer solchen Geschwürphase. Übelst gehumpelt. Habe auch nur Hufschuh ausgezogen, alles saubergebürstet, desinfiziert und wieder mit Watte abgepolstert und wieder in Hufschuh verpackt. Svandis wieder zurück gebracht – vorn rechts will sie nicht belasten – Puls fühle ich nicht wirklich, warm ist auch nichts. So wie sie stand und beim Laufen belastet hat, sieht es sehr nach Hufgeschwür aus. Dieses Vieh zieht auch alles an!

Ostersonntag morgens Kartoffel schälen und in der Küche etwas zur Hand gehen, und um 12.30 Uhr bin ich zu den Pferden.
Eigentlich wollte ich nur eine Katzenwäsche machen – doch Björt hat endlich beschlossen, das es Sommer wird und man das dicke Fell nicht braucht. So hatte ich da einiges zu enthaaren. Ich hatte heute beschlossen, das wir keinen Sattel benötigen. Ich hatte einfach keine Lust zum Satteln. Außerdem war Björt die letzten Male auf den Minirunden ohne Sattel so schrecklich lieb. Auch heute war es ein ganz toller Ausritt. Sind die Hausrunde geritten und Björt war nur toll. Selbst den Galopp konnte ich gut sitzen – sie rannte auch nicht so hirnlos los wie sonst. Prima war das.
Mit Svandis wieder auf unserem Feldweg bis an den Wald und zurück gelaufen. Auf dem Hof hilft manchmal nur weggucken, auf dem Feldweg kann man sich ihr Laufen sehr gut ansehen.
Von 15 Uhr bis 18.30 Uhr waren wir bei meinem Bruder. Kaffee trinken und Kuchen essen. Tim hat dann Ostereier versteckt und wir mussten alle suchen. Wenn ich nicht so Kopfweh hätte, wäre es sicher schöner gewesen.

Eben noch bei Svandis beim Füttern wieder den „Kleinen Kreislauf“ gemacht und Fesselgelenke mit Kühlgel eingerieben – und dabei in Energieflussrichtung an den Kronrändern massiert…
Ich fühle da nichts warmes und nichts pulsierendes. Sie geht wahrscheinlich wegen der ganzen Bluteinschlüsse in den Hufen so dumm umher. Unfug hat sie jedenfalls genug im Kopf. Munter ist sie und will gern was machen.

Super Wetter und Freizeit – was will man mehr
(gesundes Pferd – wäre schön…)

Jedenfalls bin ich Donnerstagabend nach der Arbeit noch kurz mit Björt ohne Sattel um den Acker und mit Svandis gelaufen. Svandis habe ich Donnerstag die Hufe mit Wasserstoffperoxyd sauber gemacht und die Risse und Löcher mit Jodtinktur eingeschmiert und dann Watte in die Hufschuh und ab da drüber.
Svandis hat auch herausgefunden, wie man sich hinlegen kann, ohne die Hufschuh auszuziehen oder sich Macken ins Fell zu hauen. Das geht also alles.

Karfreitag bin ich mit Björt eine ganz tolle Rütli-Runde geritten. Leider habe ich beim Hufschuhanziehen etwas zu fest gezurrt, so das eine Plastiköse ausgerissen ist. Muss ich wohl einschicken zum reparieren *dumm-gelaufen* So ist Björt eben wieder barfuß unterwegs. Die hatte auch Lust am laufen am Freitag und war irre fix unterwegs. Jedes bißchen Waldweg oder Wiesenstreifen wollte sie ausnutzen. Oben im Wald ist sie auch fast die ganze Zeit im Galopp oder Tölt umhergelaufen. Zum Glück waren keine Spaziergänger auf unseren Wegen, so das wir da keine Rücksicht nehmen mussten.
Svandis trat Freitag super zu. Ich war begeistert. Naja – erst sah es vorn rechts nicht so toll aus, aber nach ein paar Schritten sah man nichts mehr. Da dachte ich schon wieder an „Kinderreiten“ sie will auch gern was tun – aber ich setz mich da noch nicht wieder rauf.

Samstag: Banvel M holen. Leider hatten sie bei Nunnenkamp nur 1 Liter – ich brauch für meine Heuwiese aber mehr, denke ich. Noch einkaufen für Ostern und dann fand man mich von 13 Uhr bis 17.30 Uhr auf dem Acker – mit Giftspritze an der Seite und immer schön Ampfer bekämpfen. Leider habe ich in der Zeit aber nur den halben Acker geschafft.
Zu Björt und Svandis konnte ich somit nicht. Beide liefen aber viel im Paddock umher und wollten liebend gern auf das Gras. Doch das geht nun noch gar nicht.
Abends waren Claudia und ich (endlich) mal wieder im Kino. „Fast and Furious – neue Modelle, Originalteile“ Wenig Handlung, viel Action, schicke Autos… Nicht super prickelnd der Film aber ok.

Montag nach der Arbeit bin ich mit Björt noch eine 30 Minuten Runde geritten, und mit Svandis 10 Minuten gelaufen.
Am Dienstag kam Kirsten angeradelt und wir sind mit den Pferden knapp 20 Minuten spazierengelaufen. Bei Svandis haben wir noch ein paar Risse in den Zehen weggeraspelt. Anschließend wurde gemeinsam gefüttert und dabei etwas die Pferde massiert.
Auch heute Abend bin ich wieder mit Björt ohne Sattel eine kleine Runde geflitzt und mit Svandis gelaufen. So hatten wir alle Bewegung und konnten das schöne milde Wetter genießen